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	<title>Büttenrede - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T02:41:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=B%C3%BCttenrede&amp;diff=191365&amp;oldid=prev</id>
		<title>2001:9E8:46A6:AE00:80F2:3C35:8332:A5F7: /* Bekannte Büttenredner */</title>
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		<updated>2025-03-29T19:39:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bekannte Büttenredner&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Mainzer-Buett.jpg|mini|Typische Mainzer Fastnachtsbütt mit der Eule]]&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Büttenrede&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine ursprünglich im westdeutschen Kulturraum zur [[Karneval, Fastnacht und Fasching|Fastnachtszeit]] (Karneval, Fasching) meist auf [[Karnevalssitzung]]en vorgetragene [[Rede]]. Sie ist häufig gereimt und wird von einem speziellen Rednerpult („Bütt“, [[rheinfränkisch]]/[[Moselfränkische Dialektgruppe|moselfränkisch]]/[[Kölsch (Sprache)|kölsch]]/[[Rheinischer Regiolekt|rheinisch]] für [[Bütte]]) im lokalen [[Dialekt]] vorgetragen. In den letzten Jahrzehnten findet sie auch im Osten Deutschlands immer mehr Freunde, insbesondere im [[Berliner Karneval]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formen ==&lt;br /&gt;
Insbesondere im Rheinischen Karneval unterliegt die klassische Büttenrede immer mehr Änderungen. Die Bandbreite der Formen einer Büttenrede umfasst heute Elemente der [[Stand-up-Comedy]], Gesangseinlagen bis hin zu Zwiegesprächen im Duett oder als [[Bauchredner]]. Selbst die „Bütt“ ist nur noch selten zu sehen, wobei dies meist technische Gründe hat. Statt belehrenden oder aufdeckenden Reden als ironischem Spiegel der Gesellschaft werden vermehrt Aneinanderreihungen von Witzen vorgetragen. Auch die typischen Gestalten, z.&amp;amp;nbsp;B. „ne Schutzmann“ oder der „Redner von der Blauen Partei“ werden seltener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Litschrede ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Litschrede Schlawiner Burgwinkel.jpg|mini|Die „Zwei Schlawiner“ holen den Litschredner Hans Burgwinkel von der Bühne bei der Prinzenproklamation 2013 in Baesweiler]]&lt;br /&gt;
Die Litschrede, kölsch „Letschred“, ist eine in Köln geborene Sonderform der Büttenrede im rheinischen Sitzungskarneval. Sprachlich leitet sie sich vom niederhochdeutschen „letsche“ = glitschen, gleiten, ausrutschen ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Wrede, Neuer Kölnischer Sprachschatz, Zweiter Band, 1993, Greven Verlag Köln, ISBN 3-7743-0243-X, S. 143&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fritz Hönig beschreibt es in seinem 1905 erschienenen „Wörterbuch der Kölner Mundart“ bereits als „mit einer Rede missfallen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Hönig, Wörterbuch der Kölner Mundart, 1952 Neudruck der Auflage von 1903, j.P. Bachem Köln, S. 131&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn Redner mit seiner Darbietung Unmut erzeugte, wurde er „jeletscht“, indem die Musikkapelle misstönende Tuschs, Miau-Tusch oder Fisel-Tusch, spielte oder das Publikum deutlich seine Verärgerung zeigte.&lt;br /&gt;
Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg persiflierte ein bekannter Kölner Büttenredner den Karneval, indem er mit einer speziellen Litschrede bewusst das Publikum reizte, bis dass es ihn aus dem Saal buhte. Kurze Halb-Sätze über Lebensstationen endeten stets mit der Phrase: „do wor et am räne un et wor naaß“ (da war es am regnen und es war nass). Als ich jebore wood, do wor et am räne un et wor naaß (Als ich geboren wurde…).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es wurden auch bekannte Redner aufgrund eines wohlgemeinten Beitrages „jeletscht“, z.&amp;amp;nbsp;B. 1963 [[Jupp Schmitz]] mit seinem Lied „Der Hirtenknabe von St. Kathrein“ – Jahre später nahm er sich dann mit einem leicht veränderten Text ob seines Misserfolges selbst auf die Schippe und hatte großen Erfolg mit dieser Version.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=Koelner-Karneval-Info, Letsched |url=http://www.koelner-karneval.info/Letsched.htm |wayback=20131105110927}}, abgerufen am 9. Febr. 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den sechziger und siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts lebte die Litschrede vereinzelt wieder auf, wobei auf dem Höhepunkt des Unmutes der Sitzungsleiter eingriff und die Sache aufklärte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=Beiträge im Karnevalistenforum |url=http://www.karnevalistenforum.de/print.php?threadid=18238&amp;amp;page=2&amp;amp;sid=cd537eca8148a07d27a64ff98d668458 |wayback=20131105112431}}, abgerufen am 9. Febr. 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 2008 bis 2010 kam insbesondere bei Karnevalsjubiläen oder Nostalgiesitzungen eine neue Variante auf. Dabei wurde der Redner zuweilen mit Bierdeckeln beworfen und scherzhaft von der Bühne gerissen, wobei dann auch seine Kleidung zerriss. Am bekanntesten waren hier der Kölner Büttenredner Christian Wirtz und Heribert Malchers vom Hänneschen Theater Köln.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.jeckenreporter.de/2010/10/03/kajuja-aller-anfang-ist-schwer |wayback=20101020165313 |text=Jeckenreporter}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2013 trat der Kölner [[Hans Burgwinkel]] bei der Prinzenproklamation in Baesweiler mit einer Litschrede in ihrer Urform auf, bis er unter dem Beifall des Publikums von den bekannten Karnevalisten „Die Zwei Schlawiner“ von der Bühne gebuht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung ==&lt;br /&gt;
Die Büttenrede geht auf die mittelalterliche Sitte des „[[Rügerecht]]s“ zurück, in dessen Rahmen der einfache Mann zur Fastnachtszeit die Herrschenden ungestraft [[Kritik|kritisieren]] durfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau des Reimes ==&lt;br /&gt;
Formal zeichnet sich die klassische gereimte Büttenrede durch ein sehr regelmäßiges [[Verslehre|Versmaß]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[jambischer Fünfheber]]) aus. Sie ist häufig in mehrere [[Strophe]]n eingeteilt, die – einem [[Refrain|Kehrreim]] ähnlich – in derselben wiederkehrenden [[Pointe]] enden. Der bevorzugte Reim ist der [[Reim#Paarreim|Paarreim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rednerpult ==&lt;br /&gt;
Für die Bezeichnung des häufig in Form eines Fasses gestalteten Rednerpults als „Bütt“ gibt es mehrere Erklärungsversuche: vom leeren [[Wein]]fass, welches Anlass zur [[Bitter]]keit gibt, über den Vergleich mit dem Spötter [[Diogenes von Sinope|Diogenes]], der in seiner legendären Tonne hauste, bis hin zum [[Bottich]], in dem schmutzige Wäsche gewaschen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird die Bütt einerseits zu mehr oder weniger offener, aber immer lustig formulierter Kritik an den Herrschenden genutzt, so werden andererseits auch ganz normale Witze erzählt. Allerdings hat sich zumindest in [[Köln]] in den letzten Jahren mit der [[Stunksitzung]] eine Gegenbewegung zum etablierten [[Karnevalssitzung#Prunksitzung|Sitzungskarneval]] gebildet, welche sich durch eben die Bissigkeit auszeichnet, die in mancher vom Fernsehen übertragenen Sitzung weggeschliffen scheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Bezeichnung für die Bütt ist die „närrische [[Rostra]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Auf- und Abtritt des Büttenredners begleitet die Saalkapelle mit einem – früher eigens für jede Gesellschaft komponierten – [[Büttenmarsch]], der bekannteste hiervon dürfte der [[Narrhallamarsch]] sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Büttenredner ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aachener Karneval ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Aachener Karneval}}&lt;br /&gt;
* [[Jürgen B. Hausmann]]&lt;br /&gt;
* Josef Jupp und Jüppchen&lt;br /&gt;
* Labbes &amp;amp; Drickes&lt;br /&gt;
* Der Lange Alfred Wings&lt;br /&gt;
* [[Strunz un Büggel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fränkische Fastnacht ===&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Düringer]]&lt;br /&gt;
* [[Bernd Händel]]&lt;br /&gt;
* [[Peter Kuhn (Karnevalist)|Peter Kuhn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kölner Karneval ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Marc Metzger 2011.jpg|mini|Marc Metzger bei einem Auftritt 2011]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kölner Karneval}}&lt;br /&gt;
* [[Maria Heinrich Hoster]] † &amp;#039;&amp;#039;{{lang|ksh|Dä Tillekatessenhändler Här Antun Meis}}&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Willibert Pauels]] &amp;#039;&amp;#039; Ne bergische Jung&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Ferdi Huick]] † &amp;#039;&amp;#039;Dr bergische Landbote&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Karlheinz Jansen (Karnevalist)|Karlheinz Jansen]] † &amp;#039;&amp;#039;D´r Tröötemann&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Marc Metzger]] &amp;#039;&amp;#039;Dä Blötschkopp&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Hans Bols (Karnevalist)|Hans Bols]] † &amp;#039;&amp;#039;Et Botterblömche&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Hans Hachenberg]] † &amp;#039;&amp;#039;De Doof Noß&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Guido Cantz]] &amp;#039;&amp;#039;Dä Mann für alle Fälle&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Karl Küpper]] † &amp;#039;&amp;#039;Dr Verdötschte&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Gerd Rück]] &amp;#039;&amp;#039;Weltenbummler&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Toni Geller]] † &amp;#039;&amp;#039;Der Mann von der blauen Partei&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Fritz Schopps]] † &amp;#039;&amp;#039;Et Rumpelstielzje&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Jupp Menth]] &amp;#039;&amp;#039;Ne kölsche Schutzmann&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Bernd Stelter]] &amp;#039;&amp;#039;Ne Werbefachmann&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Volker Weininger]] &amp;#039;&amp;#039;Der Sitzungspräsident&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mainzer Fastnacht ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Mainzer Fastnacht}}&lt;br /&gt;
* [[Dieter Brandt]] (†) &amp;#039;&amp;#039;z. B. als Till&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Rolf Braun]] (†)&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Dietz]] (†) &amp;#039;&amp;#039;Der Bote vom Bundestag&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Herbert Bonewitz]] (†)&lt;br /&gt;
* [[Willi Scheu]] (†) &amp;#039;&amp;#039;Bajazz mit der Laterne&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Rudi Zörns]] (†)&lt;br /&gt;
=== Schwäbisch-alemannische Fastnacht ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Schwäbisch-alemannische Fastnacht}}&lt;br /&gt;
* [[Alfred Heizmann]] (†)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Tilo Werner: &amp;#039;&amp;#039;Büttenrede.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gert Ueding]] (Hrsg.): [[Historisches Wörterbuch der Rhetorik]]. Darmstadt: WBG 1992ff., Bd. 10: &amp;#039;&amp;#039;Nachträge A–Z&amp;#039;&amp;#039; (2011), Sp. 161–169.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.koelner-karneval.info/buettenrede.htm Koelner Karneval, Weitere Informationen zur Büttenrede]&lt;br /&gt;
* [http://www.swr.de/fastnacht/lexikon/-/id=2675170/nid=2675170/did=2714340/up2r3x/index.html Fastnachtslexikon: Der Vortrag – Die Büttenrede] auf swr.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4323959-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Buttenrede}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Redegattung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrische Form]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sitzungskarneval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aachener Karneval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kölner Karneval]]&lt;/div&gt;</summary>
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