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	<title>Bürgertum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T00:44:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=B%C3%BCrgertum&amp;diff=17182&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Huste: Änderungen von ~2026-25037-83 (Diskussion) auf die letzte Version von Hadi zurückgesetzt</title>
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		<updated>2026-04-24T10:27:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-25037-83&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-25037-83&quot;&gt;~2026-25037-83&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-25037-83&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-25037-83 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Hadi&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Hadi (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Hadi&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
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{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Normannenhochzeit (1933).jpg|mini|hochkant=1.3|Bürgerliche Hochzeit (1933)]]&lt;br /&gt;
Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bürgertum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man eine historisch unterscheidbare Form der [[Vergesellschaftung (Soziologie)|Vergesellschaftung]] von Mittelschichten, sofern diese aufgrund besonderer, mehr oder minder gemeinsamer Interessen ähnliche handlungsleitende Wertorientierungen und soziale Ordnungsvorstellungen ausbilden und damit auch die politische Stabilität eines Landes beeinflussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Mittelschicht}}&lt;br /&gt;
Das Wort Bürgertum ([[Bürger]]) (im Sinn der Bezeichnung für eine Bevölkerungsgruppe) geht auf das mittel[[latein]]ischen &amp;#039;&amp;#039;[[burgus]] zurück,&amp;#039;&amp;#039; einer von Stadtmauern geschützten (geborgenen) Ansiedlung, die mit besonderen [[Privileg]]ien, u.&amp;amp;nbsp;a. dem Marktrecht ausgestattet ist. Kaufleute und Handwerker bilden den prägenden Anteil dieser Ansiedlungsbevölkerung. Diese Bevölkerungsgruppe unterlag im Lauf der Geschichte einem starken [[Sozialgeschichte|sozialgeschichtlichen]] Wandel und hat dabei deutlich diverse Unterformen ausgeprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff des Bürgertums hat aufgrund dieser Diversität in Zusammensetzung, Abgrenzung und unterschiedlicher geschichtlicher Entwicklungen unterschiedliche Bedeutungszuschreibungen. Es gibt also nicht das eine Bürgertum, das unter diesem Begriff als einziges verstanden wird. Es ist hierbei immer auf verschiedene zeitliche und örtliche Gegebenheiten zu achten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bürgertum kann deshalb aufgrund seiner Heterogenität von der Forschung nur schwer einheitlich definiert werden. Es gibt jedoch gewisse Charakteristika die annäherungsweise zur Definition herangezogen werden. So etwa der Erwerb beziehungsweise die Wahrung von Besitz von Rechten, von materiellen Gütern und der von Bildung, Diesem materiellen und immateriellen Besitz wird kennzeichnende Bedeutung beigemessen, wenn es darum geht, zu beschreiben, was unter Bürgertum zu verstehen ist (entweder als Fremd- oder Eigenzuschreibung).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ursula Butz |Titel=Habsburg als Touristenmagnet |Verlag=Bohlau |Ort=Wien |Datum=2021 |ISBN=978-3-205-21373-4 |Kapitel=Kapitel 2.3 Bürgertum |Seiten=50 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel für eine andere Definition des Begriffs Bürgertum stellt dessen Verwendung im Rahmen der [[Politische Ökonomie|Politischen Ökonomie]] des [[Marxismus]] dar. Innerhalb der Theorie der [[Gesellschaftsformation]] des [[Kapitalismus]] üben gewisse Gesellschaftsgruppen Verfügungsgewalt über die [[Gesellschaftliche Produktionsmittel|gesellschaftlichen Produktionsmittel]] aus. Als Bezeichnung für diese Gesellschaftsgruppe ist der Begriff &amp;#039;&amp;#039;[[Bourgeoisie]]&amp;#039;&amp;#039; (d.&amp;amp;nbsp;h. Besitzbürgertum) üblich. Dieser ist hier dann auch eher negativ konnotiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Soziologie des Bürgertums ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilkie, David - Reading the Will - 1820.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Die Testamentseröffnung]]&amp;#039;&amp;#039; ([[David Wilkie (Maler)|David Wilkie]], 1820)]]&lt;br /&gt;
In der [[Soziologie]] wird geschichtlich das Bürgertum gegenüber dem [[Adel]] und dem [[Klerus]] sowie gegenüber den [[Landwirt|Bauern]] und den [[Arbeiter]]n als gesellschaftliche Schicht abgegrenzt. Es umfasst in sich oft heterogene Sozialgruppen, die sich entweder durch formale Berufsvorbereitung ([[Bildung]] bzw. [[Ausbildung]]) oder durch wirtschaftliche Selbständigkeit auszeichnen und dadurch im Lauf der Geschichte bestimmte politische Vorrechte (wie [[Selbstverwaltung]]) sowie Chancen zur Kontrolle sozialer Machtmittel erlangten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Bürgertum“ ist die zusammenfassende Bezeichnung für eine vielschichtig strukturierte, im Einzelnen nur schwer abgrenzbare Gesellschaftsschicht zwischen den traditionellen Oberschichten ([[Hochadel]], [[Deutscher Adel|Adel]] und [[Patriziat]] sowie dem oft aus ihnen hervorgegangenen hohen [[Klerus]]) und den historischen [[Unterschicht]]sgruppen des [[Bauernstand]]es und der [[Arbeiterschaft]]. Sie setzt sich im Wesentlichen zusammen aus den Teilschichten des [[Großbürger]]tums (darunter vor allem den größeren [[Kaufmann|Kaufleuten]]), des [[Bildungsbürgertum]]s (darunter vor allem Pastoren, Universitätsprofessoren und höheren Beamten) sowie des [[Kleinbürger]]tums (der unteren Mittelschicht, darunter kleinen Kaufleuten, einfachen, mittleren und gehobenen Beamten einschließlich [[Lehrer]]n, [[Leitender Angestellter|leitenden Angestellten]] sowie selbständigen [[Handwerk]]ern).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der [[Industrielle Revolution|industriellen Revolution]] wird das Bürgertum meist der [[Mittelschicht]] zugeordnet, während man unter dem [[Mittelstand]] die Berufsgruppe der Fabrikanten ([[kleine und mittlere Unternehmen]]) versteht, die oft über ein überdurchschnittliches Einkommen und Vermögen verfügt und historisch häufig aus dem Handwerkerstand hervorging. Da das Bürgertum aus heterogenen Schichten besteht, war der Prozess der [[Vergesellschaftung (Soziologie)|Vergesellschaftung]], einschließlich der Herausbildung einer [[Gruppenidentität]], problematischer als bei homogeneren sozialen Kategorien (wie Adel&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. zu den bis heute existierenden Milieu-Unterschieden zwischen Adel und Bürgertum: [[Jens Jessen (Journalist)|Jens Jessen]], &amp;#039;&amp;#039;Was vom Adel blieb. Eine bürgerliche Betrachtung&amp;#039;&amp;#039;, zu Klampen Essay 2018, ISBN 978-3-86674-580-3.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder [[Proletariat]]). (Zur Frage der Entwicklung eines [[Klassenbewusstsein]]s bzw. der „Klasse an sich“ und „Klasse für sich“ vgl.: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Elend der Philosophie]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Karl Marx]], 1847). Strikt genommen ist die Tatsache, dass in einer bestimmten Gesellschaft eine Mittelschicht existiert, noch nicht ausreichend, um auf die soziale und kulturelle Existenz eines Bürgertums schließen zu können. Voraussetzung ist beim Bürgertum eine hinreichend ausdifferenzierte [[Sozialstruktur]] der Gesellschaft; außerdem müssen sich dort auf seine Interessenlage abgestimmte Ordnungsvorstellungen durchgesetzt haben – z.&amp;amp;nbsp;B.: [[Wirtschaftsliberalismus]] für das Besitzbürgertum ([[Großbürgertum]] und [[Bourgeoisie]]) – oder Aufklärung, Bildung und Freiheit der persönlichen Lebensführung, der Kunst und der Wissenschaft beim [[Bildungsbürgertum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Wandel des Bürgertums ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Johann Peter Hasenclever Lesekabinett 1843.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Das Lesekabinett]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Johann Peter Hasenclever]], 1843)]]&lt;br /&gt;
In der Zeit des abendländischen [[Feudalismus]] erkämpfte sich das Bürgertum in Abgrenzung zu [[Römisch-deutscher König|Königtum]], [[Kirchenfürst]]en, Adel und Bauern seine bürgerlichen Freiheiten. Der Prozess begann am Ende des Mittelalters und hielt in Teilen des östlichen Europas bis ins 19. Jahrhundert an. Die konfliktären Vorgänge hierzu werden als [[Frühbürgerliche Revolution]]en und später als [[Bürgerliche Revolution]]en bezeichnet. Im deutschen Kulturraum vollzog sich dieser Etablierungsprozess zunächst in den [[reichsunmittelbar]]en Städten ([[Reichsstadt|Reichsstädten]]), wie auch in den [[Hanse]]städten, gestützt auf kaufmännische [[Gilde (Kaufleute)|Gilden]] (die zumeist von der seit dem [[Hochmittelalter]] entstehenden Oberschicht des kaufmännischen [[Patriziat]]s beherrscht wurden) und handwerklichen [[Zunft|Zünften]], die untereinander schon früh um die Macht in den städtischen [[Gemeindeordnungen in Deutschland|Ratsorganen]] konkurrierten. Die im Zeitalter der [[Aufklärung]] formulierten und u.&amp;amp;nbsp;a. in der Französischen Revolution von den Bürgern erkämpften [[Bürgerrecht]]e gelten heute als [[Menschenrechte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erste moderne Definition zu den rechtlichen Bestimmungen des Bürgerstandes stammt aus dem Jahre 1794 und findet sich im &amp;#039;&amp;#039;[[Allgemeines Landrecht|Allgemeinen Landrecht für die Preußischen Staaten]]&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(ALR)&amp;#039;&amp;#039; Zweyter Theil. Achter Titel. Erster Abschnitt. Vom Bürgerstande überhaupt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;§&amp;amp;nbsp;1. Der Bürgerstand begreift alle Einwohner des Staats unter sich, welche, ihrer Geburt nach, weder zum Adel, noch zum Bauernstande gerechnet werden können, und auch nachher keinem dieser Stände einverleibt sind.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;§&amp;amp;nbsp;2. Ein Bürger im eigentlichen Verstande wird derjenige genannt, welcher in einer Stadt seinen Wohnsitz aufgeschlagen, und daselbst das Bürgerrecht gewonnen hat.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;§&amp;amp;nbsp;3. Personen des Bürgerstandes in und außer den Städten, welche durch ihre Ämter, Würden, oder besondere Privilegien, von der Gerichtsbarkeit ihres Wohnortes befreyt sind, werden Eximierte genannt. […]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;§&amp;amp;nbsp;5. Einwohner der Städte, welche weder eigentliche Bürger, noch Eximierte sind, heißen Schutzverwandte.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;§&amp;amp;nbsp;6. Bürger und Schutzverwandte der Stadt werden nach den Statuten ihres Wohnorts, Eximierte hingegen nach den Provinzialgesetzen, und in deren Ermangelung, nach dem allgemeinen Gesetzbuche beurtheilt.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgerrecht war also ein [[Ständeordnung|ständisches]] Recht. Es wurde durch Geburt erworben oder an solche Bewerber verliehen, die es beantragten und wichtige Bedingungen erfüllen mussten. Waren sie leistungsfähig und verfügten sie über Vermögen, waren sie willkommen. Das Allgemeine Landrecht verweist mit dieser Definition bereits auf drei Grundarten des Bürgerbegriffs: Stadtbürger (Handwerksmeister, wohlhabende Kaufleute, Ladenbesitzer, Gastwirte&amp;amp;nbsp;– insgesamt auch als Kleinbürger bezeichnet), [[Bildungsbürgertum|Bildungsbürger]] im Staatsdienst (Eximierte) und Wirtschaftsbürger oder Bourgeois (ebenfalls Eximierte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts erweiterte sich dann der „Bürger“-Begriff, immer stärker wurde auch nach der Stellung im Beruf gefragt. Durch den Prozess der Verbürgerlichung können immer wieder neue Schichten in das Bürgertum hineingezogen werden (bspw. höhere Angestellte). Ausschlag hierfür ist das Ausmaß, inwieweit diese Schichten Selbständigkeit und Zugang zu gesellschaftlichen Machtmitteln gewinnen (Autonomie und [[Autokephalie (Soziologie)|Autokephalie]] laut [[Max Weber]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bürgerlichkeit als soziale und kulturelle Erscheinung ==&lt;br /&gt;
Die Idee der [[Bürgerliche Gesellschaft|bürgerlichen Gesellschaft]] wurde in der Epoche der Aufklärung entwickelt, fand aber bereits erste günstige Entwicklungsbedingungen in der „okzidentalen Stadt“ (laut Max Weber). Sie wurde zunächst als [[Ständeordnung|Stand]] (in der Französischen [[Revolution]] von 1789 als der gesamtgesellschaftlich ausschlaggebende „[[Dritter Stand|Dritte Stand]]“), dann im [[Marxismus]] als [[Soziale Klasse|Klasse]] („Bourgeoisie“), zuletzt als stilbestimmendes [[Soziales Milieu|Milieu]] aufgefasst, das in der Gegenwart zumindest inselhaft fortlebt und wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weltgeschichtlich einzigartige Rolle spielte das Bürgertum bei der Transformation des Feudalismus und des [[Absolutismus]] in Wirtschaft und Gesellschaft durch seine Ideen von [[Demokratie]] ([[Volkssouveränität]]), Menschenrechten, [[Rechtsstaat]] und [[Liberalismus]]. Im Bereich der Dichtung und des Theaters emanzipierte es sich, indem es das [[Bürgerliches Trauerspiel|bürgerliche Trauerspiel]] als Genre durchsetzte. In seiner 1962 erschienenen Habilitationsschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Strukturwandel der Öffentlichkeit]]&amp;#039;&amp;#039; beschreibt der Philosoph und Soziologe [[Jürgen Habermas]] das Bürgertum als eine gesellschaftliche Formation, die eine neue Form der [[Öffentlichkeit]], ein neues Verhältnis zwischen Staat und Gesellschaft und so schließlich die Entstehung der modernen [[Masse (Soziologie)|Massengesellschaft]] herbeiführte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bürgertum prägte in der Zeit des [[Frühkapitalismus]] die „bürgerliche Weltanschauung“ aus, die eng mit den „[[Tugend#Bürgerliche Tugenden|bürgerlichen Tugenden]]“ Leistung, Fleiß und Sparsamkeit verbunden ist. Dabei formten die bürgerlichen Intellektuellen sich zu einem entweder staatlich alimentierten oder freiberuflichen [[Bildungsbürgertum]], das teilweise auch Kritik an den vorherrschenden bürgerlichen Vorstellungen und Ideen zu formulieren vermochte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bereits seit der Mitte des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts breiter werdende deutsche Bürgertum, das mit der [[Industrielle Revolution in Deutschland|Industriellen Revolution]] an Wohlstand und Einfluss gewann, wurde in der repressiven Zeit des [[Vormärz]] politisch bewusst und dann auch aktiv, wobei der [[Liberalismus]] – wie in den Nachbarländern – seinen Interessen in natürlicher Weise entsprach. Die von ihm initiierte [[Deutsche Revolution 1848/1849|1848er Revolution]] scheiterte aber dann unter anderem an der Uneinigkeit des deutschen Bürgertums, das trotz seiner grundsätzlich liberalen Zielrichtung sich in zahlreiche politisch rivalisierende Einzelbewegungen aufsplitterte, die jeweils andere Akzente in den Vordergrund rückten: von [[Nationalkonservatismus|Nationalkonservativen]] über [[Politischer Katholizismus|Klerikalkatholische]], [[Nationalliberalismus|Nationalliberale]], [[Freisinn]]ige bis hin zu [[Linksliberalismus|Linksliberalen]]. Wesentliche Triebfeder hierfür waren nicht in erster Linie – wie vom [[Marxismus]] betont – ökonomische Interessengegensätze, sondern vor allem ein dem Bildungsbürgertum immanenter geistiger Habitus, der stets mittels Selbstkritik nach [[Selbsterkenntnis]] strebte – nach heutigen Begriffen „Selbstoptimierung“ –, was aber zugleich immer wieder die Herausbildung einer dauerhaften [[Gruppenidentität]] konterkarierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Abreise König Wilhelms I. zur Armee am 31. Juli 1870 (Adolph von Menzel).jpg|mini|Die [[Promenade]] &amp;#039;&amp;#039;[[Unter den Linden]]&amp;#039;&amp;#039; als Treffpunkt des Berliner Bürgertums, dargestellt in Adolph Menzels Gemälde [[Abreise König Wilhelms I. zur Armee am 31. Juli 1870]]]]&lt;br /&gt;
Nach dem Scheitern der 48er-Revolution zog das Bürgertum sich aus der Politik zunächst weitgehend zurück und kehrte erst in den 1860er&amp;amp;nbsp;Jahren in das öffentliche Leben zurück. Der sich daraus ergebende Unterschied in der innenpolitischen Entwicklung Deutschlands und z.&amp;amp;nbsp;B. Frankreichs (und das Verharren Russlands – wo es ein gebildetes Bürgertum kaum gab – im [[Absolutismus]] andererseits) wird oftmals als Ursache für die Logik eines „[[Deutscher Sonderweg|deutschen Sonderweges]]“ – zum Beispiel von [[Hans-Ulrich Wehler]] – gesehen, und auch zu den ideologischen Faktoren für den [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Signifikant ist die Unterscheidung zwischen den französischen Begriffen [[Citoyen]] (etwa: [[Staatsbürger]], Bildungsbürger) und [[Bourgeoisie|Bourgeois]] (etwa: Besitzbürger, Herrschaftsbürger). Der [[Bildung|gebildete]] Citoyen denkt im Gegensatz zum typischen Besitzbürger nicht nur an sich selbst und das Geld, wobei ein überdurchschnittliches Einkommen bzw. Vermögen in diesen [[Soziales Milieu|Kreisen]] meist vorausgesetzt wird. Als [[Kapital]] wird in diesen Kreisen das Vorhandensein von [[Wissen]], [[Soziales Netzwerk (Soziologie)|Beziehungen und Verbindungen]] verstanden, was sie als das ursprünglichere und bedeutendere Kapitalvermögen begreifen als das Geldkapital.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die [[Kommunismus|kommunistische]] Kritik einerseits die [[Bourgeoisie]] als Klassenfeind der Arbeiter definierte und dabei „[[Kleinbürger]]“ als zwischen den Klassenfronten politisch hin und her schwanken sah, wurde der Begriff des Bürgers noch in anderen Zusammenhängen negativ besetzt, wie die Ausdrücke „Verbürgerlichung“ oder „verbürgerlichtes Christentum“ deutlich machen. Gleiches gilt für den von Studenten und der [[Jugendbewegung]] übernommenen Begriff des „[[Spießbürger]]s“, ein aus dem Jargon der Ritterheere stammendes Schimpfwort. In den Niedergang des (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Viktorianisches Zeitalter|„viktorianischen“]] oder „[[Wilhelminismus|wilhelminischen]]“) Bürgertums im späten 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert gehört bereits das sich – teils vom Adel her – verbreitende Ideal, dass die Frau nur noch Repräsentationspflichten besitze und den Haushalt allenfalls noch beaufsichtigte. Für die Hausarbeit gab es [[Dienstmädchen|Personal]]. So hatte die bürgerliche Frau Zeit, dem Geld verdienenden Mann die bürgerlichen [[Bildung]]sanstrengungen abzunehmen, die Geselligkeit in den jeweiligen Verkehrskreisen zu organisieren, ggf. auch wohltätig zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Blick auf den [[Sozialer Wandel|gesellschaftlichen Wandel]] wird schon seit der Mitte des [[20. Jahrhundert|20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts]] die Ansicht vertreten, dass das Bürgertum als beispielgebender [[Lebensstil]] insgesamt zu Ende gegangen sei. Insbesondere in Deutschland führten soziale Umbrüche durch die beiden [[Weltkrieg]]e, durch [[Diktatur]]en und [[Währungsreform]]en, durch die [[Judenverfolgung]] im [[Drittes Reich|Dritten Reich]] und die antibürgerliche Ideologie des [[Kommunismus]] in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]], zur wiederholten Umwälzung der gesellschaftlichen Verhältnisse,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Ulrich Wehler]]: Deutsche Gesellschaftsgeschichte, München, 1987–2008, Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Vom Beginn des Ersten Weltkriegs bis zur Gründung der beiden deutschen Staaten 1914–1949&amp;#039;&amp;#039;, 2003, ISBN 3-406-32264-6; Band 5: &amp;#039;&amp;#039;Bundesrepublik Deutschland und DDR 1949–1990&amp;#039;&amp;#039;, 2008, ISBN 978-3-406-52171-3.&amp;lt;/ref&amp;gt; zum Abstieg oder zur Vertreibung alter und zum Aufstieg neuer [[Elite]]n, oft aus [[bildungsferne]]n Ursprüngen ([[Kleinbürger]], [[Handwerker]], [[Lohnarbeiter]]), und schließlich zum Entstehen neuer gesellschaftlicher Strukturen, die mit Schlagworten wie „[[Nivellierte Mittelstandsgesellschaft]]“ oder „[[Zwei-Drittel-Gesellschaft]]“ charakterisiert werden. Hervorgegangen sei eine „nachbürgerliche“ Gesellschaft von [[Angestellter|Angestellten]], [[Beamtentum|Beamten]] und anderen Gruppierungen, die im Wesentlichen in einer breiten neuen [[Mittelschicht]] verschmolzen seien und sich ungeachtet ihrer Wurzeln im Bürgertum im Stil nicht vom allgemeinen Stil der [[Industriegesellschaft]] unterschieden. Dies schließt nicht aus, dass tradierte bürgerliche Lebensstile immer noch vorkommen, meist als Familienstile. Im politischen Bereich werden heute vor allem [[Konservatismus|konservative]], [[Christdemokratie|christdemokratische]] und [[Liberalismus|liberale]] Parteien der [[Politische Mitte|politischen Mitte]] sowie des mitte-rechts-Spektrums häufig als [[Bürgerliche Partei|„bürgerliche Parteien“]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Globalisierung]] und [[Digitalisierung]] führen im [[21. Jahrhundert]] zu neuen gesellschaftlichen Umwälzungen: Nach [[David Goodhart]] stehen heute zunehmend den &amp;#039;&amp;#039;Anywheres&amp;#039;&amp;#039; die &amp;#039;&amp;#039;Somewheres&amp;#039;&amp;#039; gegenüber:&amp;lt;ref&amp;gt;[[David Goodhart]], &amp;#039;&amp;#039;The Road to Somewhere: The Populist Revolt and the Future of Politics&amp;#039;&amp;#039;. C. Hurst &amp;amp; Co, 2017, ISBN 978-1-84904-799-9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neue, digital kompetente, beruflich erfolgreiche, gesellschaftlich [[Progressivismus|progressiv]] gesinnte (im fließenden Übergang liberale, [[linksliberal]]e oder [[Grüne Politik|grüne]]) Eliten, „[[Weltbürgertum|Weltbürger]]“ (allerdings fokussiert auf digitale Trends und ohne die umfassende Bildung des [[Humboldtsches Bildungsideal|humboldtschen Bildungsideals]]), deren Arbeits- und Kommunikationsfeld die ganze Welt ist, steigen auf, während beruflich, sozial oder regional „Abgehängte“ im Abstieg begriffen oder von Abstiegsängsten erfüllt seien und daher angewiesen auf vertraute Umgebungen, [[tradition]]elle Lebensweisen und einen funktionierenden [[Nationalstaat]] mit Sozial- und Sicherheitsleistungen. Zugleich werde „das oft national kodierte [[Hochkultur (Soziologie)|hochkulturelle]] Bildungswissen in der global verflüssigten, digital vernetzten Aufmerksamkeitsökonomie radikal entwertet“,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/kultur/cornelia-koppetsch-die-gesellschaft-des-zorns-carlo-strenger-diese-verdammten-liberalen-eliten-1.4507956 Süddeutsche Zeitung vom 2. Juli 2019], Rezension von [[Gustav Seibt]] zu [[Cornelia Koppetsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Gesellschaft des Zorns. Rechtspopulismus im globalen Zeitalter&amp;#039;&amp;#039;, Transcript Verlag, Bielefeld 2019&amp;lt;/ref&amp;gt; was – nach [[Cornelia Koppetsch]] – zu „neuen Ressentimentgemeinschaften“ führen kann, zwischen materiell Deklassierten und „altmodischen Gebildeten“, die kulturelle Verlusterfahrungen machen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Cornelia Koppetsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Gesellschaft des Zorns. [[Rechtspopulismus]] im globalen Zeitalter&amp;#039;&amp;#039;, Transcript Verlag, Bielefeld 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feudalisierung ==&lt;br /&gt;
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kam es im kaiserlichen Deutschland ausgehend von Teilen des Großbürgertums, dann auch in Teilen des Mittel- und Kleinbürgertums, zu einer sogenannten „Feudalisierung“, d.&amp;amp;nbsp;h. zu dem Streben Teil der Adels-Klasse zu werden, welche zur [[Kontinuitätstheorie (Geschichtswissenschaft)|Kontinuität]] des deutschen Nationalstaates von 1871 bis 1945 beitrug. Die Feudalisierung umfasste [[Nobilitierung|Annahme des Adelstitels]], Eheschließung mit Adligen, Annahme des Kommerzienratstitels und von Orden, Ernennung zum Herrenhausmitglied, Ankauf von Landgütern und Verwandlung zum Rittergutsbesitzer. In ideeller Hinsicht umfasste sie die Anerkennung des autoritären Obrigkeitsstaates, des Herr-im-Hause-Standpunktes, des [[Militarismus]] und die schroffe Ablehnung von Demokratie, Sozialdemokraten und Gewerkschaften. Die Verehrung für Preußen und seine Armee wuchs, der Junker- und Offiziersdünkel wurde zum Vorbild, die Übernahme der Denkart des Junkers und der Kaserne manifestierte sich in der Gestalt des Reserveoffiziers. Am häufigsten sprachen auch die Zeitgenossen bei der Erwähnung dieser Phänomene, von den [[Schwerindustrie]]llen, am wenigsten bei Leicht- und Fertigindustrie, Handel und Bankgewerbe. Tsutomu Kitani erklärt die Feudalisierung damit, dass durch Bismarcks [[Revolution von oben]] die Junker ihre führende Rolle im Staat behielten und sich das Großbürgertum politisch mit der zweiten Stelle abfand, jedoch durch [[Akkumulation (Wirtschaft)|Akkumulation]] und [[Unternehmenskonzentration|Konzentration]] von Kapitalien zu einer [[Oligarchie]] mit großen wirtschaftlichen und sozialen Einfluss aufstieg. Die unbegrenzte Macht des Obrigkeitsstaates schien ihnen ihre privilegierte Stellung besser zu schützen als der parlamentarische Liberalismus, vor allem in Hinblick auf den drohenden Aufstieg des [[Sozialismus]].&amp;lt;ref&amp;gt;Tsutomu Kitani: &amp;#039;&amp;#039;Die »Feudalisierung« des Großbürgertums&amp;#039;&amp;#039;. In: Joachim Hütter, Reinhard Meyers, Dietrich Pappenfuss: &amp;#039;&amp;#039;Tradition und Neubeginn. Internationale Forschungen zur deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert. Referate und Diskussionen eines Symposiums der [[Alexander-von-Humboldt-Stiftung]]&amp;#039;&amp;#039;. Köln, Berlin, Bonn, München 1975, S. 459 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Marxismus|Marxisten]] sprechen von einem Klassenkompromiss zwischen Bourgeoisie und Adel.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andreas Dorpalen]]: &amp;#039;&amp;#039;German History in Marxist Perspective. The East German Approach&amp;#039;&amp;#039;. London 1985, S. 230.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Familie Gustav Jung.jpg|mini|[[Gustav Jung (Eisenhüttenunternehmer)|Gustav Jungs]] Familie (1918)]]&lt;br /&gt;
* [[Bildungsbürgertum]]&lt;br /&gt;
* [[Bourgeoisie]]&lt;br /&gt;
* [[Bürger]]&lt;br /&gt;
* [[Bürgeradel]]&lt;br /&gt;
* [[Bürgerbewegung]]&lt;br /&gt;
* [[Bürgerliche Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Bürgerliche Partei]]&lt;br /&gt;
* [[Bürgerliche Revolution]]&lt;br /&gt;
* [[Bürgerrecht]]&lt;br /&gt;
* [[Bürgerschaftliches Engagement]]&lt;br /&gt;
* [[Citoyen]] und [[Patrioten (Französische Revolution)]]&lt;br /&gt;
* [[Großbürger]] und [[Kleinbürger]]&lt;br /&gt;
* [[Mittelschicht]]&lt;br /&gt;
* [[Mittelstand]]&lt;br /&gt;
* [[Soziale Differenzierung]]&lt;br /&gt;
* [[Soziale Schicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gunilla Budde]], [[Eckart Conze]], [[Cornelia Rauh]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bürgertum nach dem bürgerlichen Zeitalter. Leitbilder und Praxis seit 1945&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Bürgertum. Neue Folge.&amp;#039;&amp;#039; Band 10). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2010, ISBN 3-525-36850-X.&lt;br /&gt;
* [[Heinz Bude]], [[Joachim Fischer (Soziologe)|Joachim Fischer]], [[Bernd Kauffmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bürgerlichkeit ohne Bürgertum. In welchem Land leben wir?&amp;#039;&amp;#039; Fink, Paderborn 2010, ISBN 3-7705-4627-X.&lt;br /&gt;
* [[Elisabeth Fehrenbach]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Adel und Bürgertum in Deutschland 1770–1848&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften des [[Historisches Kolleg|Historischen Kollegs]]. Kolloquien.&amp;#039;&amp;#039; Band 31). München 1994, ISBN 978-3-486-56027-5 ({{Digitalisat |1=http://www.historischeskolleg.de/mediathek/publikationen/schriften-des-historischen-kollegs-kolloquien/adel-und-buergertum-in-deutschland-1770-1848/}}).&lt;br /&gt;
* [[Lothar Gall]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Stadt und Bürgertum im 19. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Stadt und Bürgertum.&amp;#039;&amp;#039; Band 1). Oldenbourg, München 1990, ISBN 3-486-55846-3.&lt;br /&gt;
* [[Manfred Hettling]], [[Stefan-Ludwig Hoffmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der bürgerliche Wertehimmel. Innenansichten des 19. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2000, ISBN 3-525-01385-X.&lt;br /&gt;
* Manfred Hettling, [[Bernd Ulrich (Historiker)|Bernd Ulrich]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bürgertum nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Hamburger Edition, Hamburg 2005, ISBN 3-936096-50-3.&lt;br /&gt;
* Manfred Hettling, Richard Pohle (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bürgertum. Bilanzen, Perspektiven, Begriffe&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Bürgertum. Neue Folge.&amp;#039;&amp;#039; Band 18). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2019, ISBN 3-525-31080-3.&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Kocka]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bürger und Bürgerlichkeit im 19. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1987, ISBN 3-525-01339-6.&lt;br /&gt;
* Jürgen Kocka (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Arbeiter und Bürger im 19. Jahrhundert. Varianten ihres Verhältnisses im europäischen Vergleich&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien&amp;#039;&amp;#039;. Band 7). Oldenbourg. München 1986, ISBN 978-3-486-52871-8 ({{Digitalisat |1=http://www.historischeskolleg.de/mediathek/publikationen/schriften-des-historischen-kollegs-kolloquien/arbeiter-und-buerger-im-19-jahrhundert/}}).&lt;br /&gt;
* Jürgen Kocka (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bürgertum im 19. Jahrhundert. Deutschland im europäischen Vergleich.&amp;#039;&amp;#039; 3 Bände. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1995, {{DNB|943812933}}.&lt;br /&gt;
** Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Einheit und Vielfalt Europas.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 3-525-33597-0 ({{Digitalisat |1=https://digi20.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb00044682_00001.html}}).&lt;br /&gt;
** Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftsbürger und Bildungsbürger.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 3-525-33598-9 ({{Digitalisat |1=https://digi20.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb00041803_00001.html}}).&lt;br /&gt;
** Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Verbürgerlichung, Recht und Politik.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 3-525-33599-7 ({{Digitalisat |1=https://digi20.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb00049851_00001.html}}).&lt;br /&gt;
* [[Oskar Köhler (Historiker)|Oskar Köhler]]: &amp;#039;&amp;#039;Bürger, Bürgertum.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Görres-Gesellschaft]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Staatslexikon.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Abendland – Deutsche Partei.&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg im Breisgau 1985, ISBN 3-451-19301-9, Sp. 1040&amp;amp;nbsp;ff. (mit zahlreichen weiterführenden Literaturangaben)&lt;br /&gt;
* [[Peter Lundgreen]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sozial- und Kulturgeschichte des Bürgertums. Eine Bilanz des Bielefelder Sonderforschungsbereichs 1986–1997&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Bürgertum.&amp;#039;&amp;#039; Band 18). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2000, ISBN 3-525-35683-8 ({{Digitalisat |1=https://digi20.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb00049949_00001.html}}).&lt;br /&gt;
* [[Werner Plumpe]], [[Jörg Lesczenski]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bürgertum und Bürgerlichkeit zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Von Zabern, Mainz 2009, ISBN 3-8053-3962-3.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Jürgen Puhle]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bürger in der Gesellschaft der Neuzeit. Wirtschaft – Politik – Kultur&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Bürgertum.&amp;#039;&amp;#039; Band 1). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1991, ISBN 3-525-35666-8 ({{Digitalisat |1=https://digi20.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb00046683_00001.html}}).&lt;br /&gt;
* [[Wolfram Pyta]], Carsten Kretschmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bürgerlichkeit. Spurensuche in Vergangenheit und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Nassauer Gespräche der [[Freiherr-vom-Stein-Gesellschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band 9). Steiner, Stuttgart 2016, ISBN 3-515-11249-9.&lt;br /&gt;
* [[Manfred Riedel]]: &amp;#039;&amp;#039;Bürger, Staatsbürger, Bürgertum.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Otto Brunner (Historiker)|Otto Brunner]], [[Werner Conze]], [[Reinhart Koselleck]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Geschichtliche Grundbegriffe]]. Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;A–D.&amp;#039;&amp;#039; Klett, Stuttgart 1974, ISBN 3-12-903850-7, S. 672–725.&lt;br /&gt;
* [[Bernd Roeck]]: &amp;#039;&amp;#039;Lebenswelt und Kultur des Bürgertums in der Frühen Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Oldenbourg, München 2011 (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Enzyklopädie Deutscher Geschichte]].&amp;#039;&amp;#039; Band 9), ISBN 3-486-59800-7.&lt;br /&gt;
* Michael Schäfer: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Bürgertums. Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2009, ISBN 3-8252-3115-1.&lt;br /&gt;
* [[Andreas Schulz (Historiker)|Andreas Schulz]]: &amp;#039;&amp;#039;Lebenswelt und Kultur des Bürgertums im 19. und 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Deutscher Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 75). 2. Auflage. De Gruyter Oldenbourg, Berlin/Boston 2014, ISBN 3-11-039716-1.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Tenfelde]], [[Hans-Ulrich Wehler]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wege zur Geschichte des Bürgertums. Vierzehn Beiträge&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Bürgertum.&amp;#039;&amp;#039; Band 8). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1994, ISBN 3-525-35673-0 ({{Digitalisat |1=https://digi20.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb00046681_00001.html}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|bürgerlich}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4069722-8}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.bpb.de/publikationen/VB2123,0,0,B%FCrger_B%FCrgertum_B%FCrgerlichkeit.html Bürger – Bürgertum – Bürgerlichkeit].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Aus Politik und Zeitgeschichte]].&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Manfred Hettling]]: &amp;#039;&amp;#039;[http://docupedia.de/zg/B%C3%BCrger,_B%C3%BCrgertum,_B%C3%BCrgerlichkeit Bürger, Bürgertum, Bürgerlichkeit].&amp;#039;&amp;#039; Version: 1.0. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Docupedia-Zeitgeschichte]].&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Andreas Schulz (Historiker)|Andreas Schulz]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.staatslexikon-online.de/Lexikon/B%C3%BCrger,_B%C3%BCrgertum Bürger, Bürgertum].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Staatslexikon der Görres-Gesellschaft#Achte Auflage|Staatslexikon online]].&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* {{HLS|16379|Autor= [[Katharina Simon-Muscheid]], [[Albert Tanner (Historiker)|Albert Tanner]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Burgertum}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgertum| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesellschaftliche Schicht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Huste</name></author>
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