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	<title>Bündnerschiefer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-28T00:32:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=B%C3%BCndnerschiefer&amp;diff=1493938&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;FunkyLizard: Linkfix</title>
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		<updated>2025-01-10T17:52:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Mutilayer folds.JPG|miniatur|Stark [[Falte (Geologie)|verfaltete]] Bündnerschiefer am [[Lukmanierpass]]]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bündnerschiefer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind kalkig-tonige [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sedimente]] der [[Alpen]], die während des [[Jura (Geologie)|Jura]] und der unteren [[Kreide (Geologie)|Kreidezeit]] im [[Penninikum|penninischen]] &amp;#039;&amp;#039;Walliser Trog&amp;#039;&amp;#039;, einem Meeresbecken mittlerer Tiefe, und im ozeanischen Bereich der alpinen [[Tethys (Ozean)|Tethys]] abgelagert worden sind. Aufgrund späterer alpiner [[Metamorphose (Geologie)|Metamorphose]] handelt es sich dabei heute um [[Kalkschiefer|Kalk-]], [[Tonschiefer|Ton-]], [[Glimmerschiefer|Glimmer-]] oder [[Kalkglimmerschiefer]].&amp;lt;ref&amp;gt;Labhart 2001, Seite 192&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Name leitet sich vom Schweizer [[Kanton Graubünden]] ab, in dem sie besonders häufig sind. In Frankreich werden sie als &amp;#039;&amp;#039;Schistes lustrés&amp;#039;&amp;#039; (Glanzschiefer) bezeichnet,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor= Hans Heierli | Titel= Geologischer Wanderführer Schweiz. Teil 1: Die geologischen Grundlagen | Auflage= 2. | Verlag= Ott Verlag | Ort= Thun | Jahr= 1983 | Seiten=115 | ISBN= 3-7225-6282-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in Italien sind sie ein Teil der begrifflich weiter gefassten &amp;#039;&amp;#039;calcescisti&amp;#039;&amp;#039;, wie sie auch im [[Apennin]] vorkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schmid et al. 2004, S. 102&amp;lt;/ref&amp;gt; Abgelagert wurden die Bündnerschiefer im [[Penninischer Ozean|Penninischen Ozean]], der sich zwischen dem Südrand der [[Eurasische Platte|Eurasischen]] und [[Apulische Platte|Apulischen Platte]] befand und bei der [[Alpidische Gebirgsbildung|alpinen Gebirgsbildung]] geschlossen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesteine ==&lt;br /&gt;
Die Hauptmasse der Bündnerschiefer besteht aus dunklen, feinkörnigen [[Tonstein]]en mit wechselndem Sand- und Kalkgehalt, die durch [[Tektonik|tektonische]] Deformation und die bei der Metamorphose entstandenen [[Glimmer]] oft seidig glänzen. Zusammen mit den Bündnerschiefern kommen vor allem im südlichen [[Penninikum]] häufig [[Radiolarit]]e und [[Ophiolith]]e vor. Diese Vergesellschaftung legt nahe, dass die Bündnerschiefer zum größten Teil auf [[Ozeanische Kruste|ozeanischer Kruste]] abgelagert wurden. Sie ist typisch für das Penninikum und wurde unter anderem von [[Gustav Steinmann]] beschrieben, nach dem sie &amp;#039;&amp;#039;Steinmann-Trinität&amp;#039;&amp;#039; benannt wurde. Innerhalb der Schiefer finden sich außerdem chaotische Rutschmassen, die große Blöcke und verwickelte Massen von [[Flysch]]sedimenten enthalten. Die [[Mächtigkeit (Geologie)|Mächtigkeit]] der Schichten ist wegen der intensiven Deformation schwer zu bestimmen, sie beträgt in manchen Bereichen mehrere tausend Meter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablagerungsraum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Alpengeologie01.png|miniatur|Geologische Skizze der Alpen. Bündnerschiefer in den in Blautönen gehaltenen penninischen Einheiten Valais-Ozean &amp;amp; Flyschzone sowie Piemont-Ligurien]]&lt;br /&gt;
Der Ablagerungsraum der Schiefer war zweigeteilt: im Süden wurden die Bündnerschiefer im [[Piedmont-Ligurischer Ozean|Piedmont-Ligurischen Ozean]] abgelagert, der auch als alpine Tethys bezeichnet wird. Hier fand die Ablagerung fast gänzlich auf ozeanischer Kruste statt, und Ophiolithe sind häufig. Im Norden spielte sich die Sedimentation im [[Valais-Ozean]] ab, der zumindest in seinem südlichen Bereich ebenfalls ozeanische Kruste aufwies. Zwischen diesen ozeanischen Bereichen lag ein Hochgebiet mit kontinentaler Kruste, das [[Briançonnais]], von dem immer wieder Sedimentmaterial in die ozeanischen Bereiche geliefert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tektonik ==&lt;br /&gt;
Da die Bündnerschiefer aus relativ leicht verformbaren Gesteinen bestehen, wurden sie von der [[Überschiebung]] der alpinen [[Tektonische Decke|Decken]] stark betroffen. Sie haben dabei teilweise eine intensive tektonische Deformation erfahren, sind meist stark [[Schieferung|geschiefert]], [[Störung (Geologie)|gestört]] und [[Falte (Geologie)|verfaltet]]. In der Nähe der Deckenbahnen liegen sie als [[Mylonit]]e vor, in die [[Boudinage|Boudins]] anderer Gesteine eingeregelt sind, meist Ophiolithe und [[Marmor]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der penninischen Einheiten sind die Bündnerschiefer entsprechend ihrem ursprünglichen Ablagerungsraum im Wesentlichen auf die Decken des Nordpenninkums und Südpenninikums beschränkt. Häufig treten sie als trennende Einheit zwischen den [[Kristallin]]-Decken auf (sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Deckenscheider&amp;#039;&amp;#039;). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Metamorphose der Bündnerschiefer ist immer deutlich. Weit verbreitet sind Zeugnisse einer Hochdruckmetamorphose, die das Ergebnis der Subduktion der ozeanischen Bereiche unter die Apulische Platte und den ihr vorauseilenden [[Akkretionskeil]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Als typische Gesteine des Penninikums treten Bündnerschiefer in größeren Vorkommen westlich der schweiz-österreichischen Grenze im gesamten Westalpenbogen auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Österreich sind sie nur aus dem [[Rechnitzer Fenster]], dem [[Tauernfenster]] und dem [[Engadiner Fenster]] bekannt, überall sonst werden sie durch die [[Zentrale Ostalpen|ostalpinen Decken]] überlagert. Die Schiefer des [[Rhenodanubischer Flysch|Rhenodanubischen Flyschs]], der die Alpenfront fast die ganze Strecke zwischen [[Bodensee]] und [[Wien]] begleitet, werden von einigen Autoren ebenfalls als Bündnerschiefer bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Schmid et al. 2004, S. 109&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schweiz bilden die weichen Kalk- und Tonschiefer der Bündnerschiefer zum Beispiel die Berge zwischen [[Brig]] und [[Nufenenpass]]. Sie bilden den Rahmen des [[Bedrettotal]]s, des [[Safiental]]s und des [[Hinterrhein]]tals, und auch die Täler [[Domleschg]], [[Schanfigg]] sowie das des [[Prättigau]]s sind in sie eingetieft.&amp;lt;ref&amp;gt;Labhart 2001, Seite 86&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem kommen sie in der südlichen und östlichen Umgebung des [[Gotthardmassiv]]s vor, so zum Beispiel bei [[Zermatt]] und [[Saas Fee]]. Hier treten sie auch jenseits der Grenze in Italien auf. In Frankreich setzen sie sich als &amp;#039;&amp;#039;Schistes lustrés&amp;#039;&amp;#039; fort, die sich über [[Savoyen]] nach Süden ziehen und auch noch im nördlichen [[Korsika]] auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Toni P. Labhart| Titel= Geologie der Schweiz| Verlag= Ott Verlag | Ort= Thun | Jahr= 2001 |ISBN=3-7225-6760-2}}&lt;br /&gt;
* [[Stefan M. Schmid]], Bernhard Fügenschuh, Eduard Kissling, Ralf Schuster: &amp;#039;&amp;#039;Tectonic map and overall architecture of the Alpine orogen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Eclogae Geologicae Helvetiae]]&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 97, 2004, S.&amp;amp;nbsp;93–117 ([https://earth.unibas.ch/tecto/Members/Schmid/Publications/082_Schmidetal.2004bEcl.pdf PDF])&lt;br /&gt;
* Pantić, N. &amp;amp; Isler, A. (1980): &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Schistes-lustrés&amp;quot;-Ablagerungen der Tethys.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Eclogae Geologicae Helvetiae,&amp;#039;&amp;#039; 73, 799–822. ([[doi:10.5169/seals-164990]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*Andreas Ebert: {{Webarchiv |url=http://andiebert.gmxhome.de/diplomarbeit/rrseite8.html |wayback=20160304041748 |text=&amp;#039;&amp;#039;Die geologische Entwicklung der Zentralalpen – Regionale Geologie im Gebiet um Zermatt&amp;#039;&amp;#039;}}, 2001&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Bundnerschiefer}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lithostratigraphie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Metamorphes Gestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie der Alpen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Kanton Graubünden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Kanton Tessin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Kanton Wallis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesteinseinheit des Jura]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesteinseinheit der Kreide]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;FunkyLizard</name></author>
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