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	<title>Bücker Flugzeugbau - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T20:40:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=B%C3%BCcker_Flugzeugbau&amp;diff=149166&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Billyhill: Lebensdaten von Eva Schmidt ergänzt.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=B%C3%BCcker_Flugzeugbau&amp;diff=149166&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-08-06T10:00:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lebensdaten von Eva Schmidt ergänzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bü181 axb01.jpg|mini|Bücker Bü 181 B-1]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bücker Flugzeugbau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine deutsche Flugzeugbaufirma, die sich auf die Entwicklung und den Bau von Sport- und Schulungsflugzeugen spezialisiert hatte. [[Carl Clemens Bücker]], ein ehemaliger Marineflieger des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]], hatte die Firma 1933 in [[Berlin-Johannisthal]] gegründet, von wo sie 1935 in eine von [[Herbert Rimpl]] und [[Otto Meyer Ottens]] neugebaute, den Ideen der [[Bauhaus|Bauhaus-Schule]] nahestehende, größere Werksanlage nach [[Rangsdorf]] bei Berlin übersiedelte. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Firmenbetrieb eingestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bücker gründete bereits 1921 in [[Lidingö]] (Schweden) die [[Svenska Aero]] mit dem Zweck, Teile und Flugzeuge der [[Caspar-Werke]] und von [[Ernst Heinkel Flugzeugwerke|Heinkel]] als [[Lizenzbau]] zu fertigen, da zu der Zeit nach den Bestimmungen des [[Versailler Vertrag]]s keine [[Militärflugzeug]]e im Deutschen Reich der [[Weimarer Republik]] gebaut werden durften. Aus Schweden folgte ihm später sein Chefkonstrukteur [[Anders J. Anderson]] nach Berlin. Aus der Zusammenarbeit mit Anderson entstanden Flugzeuge, die den Namen Bücker in aller Welt bekannt machten und die verschiedentlich auch im Ausland in Lizenz gebaut wurden. Zunehmend, aber nicht von Anfang an, trat auch die [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] als Auftraggeber in Erscheinung. Nach dem Kriegsende und dem völligen Zusammenbruch der Firma wurden die Werksanlagen beschlagnahmt und von den [[Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland|Sowjetischen Streitkräften in Deutschland]] genutzt. Seit dem Abzug aller Militärs aus Deutschland und damit auch aus Rangsdorf verfallen die noch erhaltenen Anlagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rbb&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Geheimnisvolle Orte – Der Flughafen Rangsdorf.&amp;#039;&amp;#039; Sendung des [[rbb]] in den 2010er Jahren&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== 1933 bis 1934 ===&lt;br /&gt;
Anfang der 1930er Jahre hatte die Firma Bücker Schwierigkeiten, ihre Produkte dem neuen [[Reichsluftfahrtministerium]] (RLM) zu verkaufen. Obwohl diese prinzipiell an Produktionsstätten für Flugzeuge für den geheimen Aufbau der [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] interessiert war, schien Bücker nicht ins Konzept zu passen. In einem Aktenvermerk des RLM vom 1.&amp;amp;nbsp;Dezember 1933 heißt es: {{&amp;quot;|Das Technische Amt hat an Bücker Flugzeugbau als Konstruktions- oder Nachbaufirma kein Interesse (...) unmöglich, bei verringertem Auftragsbestand eine Firma zu berücksichtigen, gegen die die bekannten Einwände (ausländisches Kapital von wirtschaftlicher Seite, Geheimhaltung, unerwünschte Massierung der Flugzeugindustrie in Johannisthal) vorlägen.}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Buecker Jungmann.jpg|mini|Bücker 131 &amp;#039;&amp;#039;Jungmann&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Aircraft Buecker 133 Jungmeister.jpg|mini|Bücker 133C &amp;#039;&amp;#039;Jungmeister&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:Buecker 133C Jungmeister 2.jpg|mini |hochkant |Bücker 133 C]] WP ist ein Lex., kein bilderbuch. Außerdem gibt es die typenbeschreibungen als extralemma--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der offiziellen Ablehnung wurden in der Folgezeit die Flugzeugmuster [[Bücker Bü 131|Bü&amp;amp;nbsp;131]] &amp;#039;&amp;#039;Jungmann&amp;#039;&amp;#039; und [[Bücker Bü 133|Bü&amp;amp;nbsp;133]] &amp;#039;&amp;#039;Jungmeister&amp;#039;&amp;#039; weltweite Verkaufserfolge. Mehrere Länder, unter anderem die Schweiz,&amp;lt;ref name=&amp;quot;rbb&amp;quot;/&amp;gt; interessierten sich für die Nachbaurechte. Nur die Luftwaffe zeigte vorerst weiterhin kein Interesse an Bückerflugzeugen. Im Flugzeugbeschaffungsprogramm vom 31.&amp;amp;nbsp;März 1934 taucht der Name nicht auf. Bei einer Entwicklungsbesprechung im Dezember 1934 unter Leitung von [[LC II]] von Richthofen werden ausdrücklich Schulflugzeuge im Leistungsbereich 60 bis 80&amp;amp;nbsp;PS abgelehnt, also genau die Klasse, in der sich die Bü 131&amp;amp;nbsp;A mit ihrem Motor [[Hirth HM 60|HM 60 R]] befand. Wahrscheinlich veranlasste gerade diese Entscheidung Bücker wenig später dazu, das Flugzeug als Baureihe&amp;amp;nbsp;B auf den stärkeren Motor [[Hirth HM 504|HM 504 A]] mit 105&amp;amp;nbsp;PS umzustellen. Das erste Flugzeug dieser Ausführung mit dem Kennzeichen D-EJUF findet sich im Flugbuch des Einfliegers [[Josef Beier]] allerdings erst am 1.&amp;amp;nbsp;Februar 1936. Nicht weiter verwunderlich ist auch, dass ein Flugzeug Bü&amp;amp;nbsp;131&amp;amp;nbsp;B (D-EJFI, Werknr.269) in einem Flugzeugentwicklungsprogramm erst am 1.&amp;amp;nbsp;Oktober 1936 erscheint, mit der Bemerkung „Umrüstung auf Motor HM&amp;amp;nbsp;504“, mit dem Datum der Aufgabenstellung an die Industrie 7.36, der Fertigstellung und dem Erprobungsbeginn bei der [[Erprobungsstelle Rechlin]] 8.36. Dieses Flugzeug ist auch in mehreren Rechliner Flugbüchern nachzuweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nächsten sowie im übernächsten Entwicklungsprogramm vom 1.&amp;amp;nbsp;April 1937 ist die Bü&amp;amp;nbsp;131 nicht mehr enthalten. Dafür erscheint die Bü&amp;amp;nbsp;133 mit Motor [[Siemens Sh 14|Siemens Sh&amp;amp;nbsp;14&amp;amp;nbsp;A]], mit einer Bestellung von 6&amp;amp;nbsp;V-Flugzeugen (V-1 bis V-6), aber einmal mit dem Hinweis „Eigene Entwicklung der Firma“ und unter Bemerkungen: „Muster wird nicht beschafft“. Die Luftwaffe vergab dann aber doch einen Auftrag zur Lieferung von Bü&amp;amp;nbsp;131 und später auch Bü&amp;amp;nbsp;133 an die Firma, wohl unter dem Eindruck des internationalen Erfolgs der beiden Bückerflugzeuge. Dafür wurde Bücker beim Preis unter Druck gesetzt, wie die tatsächlich gezahlten Summen zeigen: für einen &amp;#039;&amp;#039;Jungmann&amp;#039;&amp;#039; 12.000&amp;amp;nbsp;[[Reichsmark|RM]], für einen &amp;#039;&amp;#039;Jungmeister&amp;#039;&amp;#039; 14.000&amp;amp;nbsp;RM. Vergleichsweise erhielt [[Leichtflugzeugbau Klemm|Klemm]] für eine [[Klemm Kl 35|Kl&amp;amp;nbsp;35]] 17.500&amp;amp;nbsp;RM, ebenso viel wie für eine [[Focke-Wulf Fw 44]]. Auch eine [[Heinkel He&amp;amp;nbsp;72]] erzielte 16.000&amp;amp;nbsp;RM. Alle diese Preise wurden nur noch von dem der [[Klemm Kl&amp;amp;nbsp;25]] unterboten, für die lediglich 10.600&amp;amp;nbsp;RM bezahlt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1935 bis 1936 ===&lt;br /&gt;
Bücker schaffte es trotz dieser erschwerten Bedingungen und ohne sicheres Auftragspolster, im Herbst 1935 auf dem in Rangsdorf geschaffenen [[Reichssportflughafen Rangsdorf|Reichssportflughafen]] seine neue Produktionsstätte in Betrieb zu nehmen. Für die Planung hatte Bücker die Bauabteilung der Heinkel-Werke unter Leitung von [[Herbert Rimpl]] gewinnen können, wobei [[Otto Meyer-Ottens]] – er war zuvor einer der engsten Mitarbeiter von [[Walter Gropius]] und Chefarchitekt in dessen Büro gewesen&amp;lt;ref&amp;gt;siehe bspw.: Karin Wilhelm, &amp;quot;Walter Gropius. Industriearchitekt&amp;quot;, Vieweg, Braunschweig und Wiesbaden 1983, S. 283 sowie: {{Webarchiv|url=https://www.b-tu.de/forschung/graduiertenkolleg/forschung/forschungsprojekte/walter-gropius-architekturbuero |wayback=20160105104515 |text=Archivierte Kopie}}{{Webarchiv|url=https://www.b-tu.de/forschung/graduiertenkolleg/forschung/forschungsprojekte/walter-gropius-architekturbuero |wayback=20160105104515 |text=Walter Gropius’ Architekturbüro }}&amp;lt;/ref&amp;gt; – als Projektarchitekt für den Neubau eingesetzt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Sollich 2013, S. 47–48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Hallen entstanden bald immer mehr der beiden Flugzeugtypen. Dazu halfen ihm größere Aufträge unter anderem aus Rumänien und Ungarn, aber auch aus Niederländisch-Indien und aus Japan. Die Schweiz wählte 1936 die beiden Bückerflugzeuge nach Vergleich mit vielen Konkurrenzfabrikaten als ihre Standardschulflugzeuge aus, kaufte je sechs Stück bei Bücker und erwarb die Nachbaurechte. Bei der schweizerischen Fertigungsstätte der Firma [[Dornier-Werke|Dornier]] in [[Altenrhein SG]], mit „Doflug“ bezeichnet, wurden anschließend 88 Stück Bü&amp;amp;nbsp;131 und 46 Bü&amp;amp;nbsp;133 gebaut. Diese leisteten dann über dreißig Jahre ihren Dienst, bis sie technisch ausgesondert werden mussten. Einige erhaltene oder wieder aufgebaute Bückerflugzeuge befinden sich in Privatbesitz und sind flugfähig. Bis 1936 hatten sich die Bückerflugzeuge in aller Welt als herausragend erwiesen. Der &amp;#039;&amp;#039;Jungmeister&amp;#039;&amp;#039; stand nach vielen Siegen in Kunstflugwettbewerben im Ruf, das beste Kunstflugzeug der Welt zu sein. Ob [[Liesel Bach]] oder der Autodidakt [[Otto Heinrich Graf von Hagenburg]], fast überall belegten deutsche Kunstflieger erste Plätze und machten den Namen der Rangsdorfer Firma immer bekannter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch in einem anderen Punkt war Bücker seiner Zeit voraus. Er war der Erste, der seine Flugzeuge auch weiblichen Piloten zur Verfügung stellte. So stellte er bereits während der Arbeit in Johannisthal die erst 24 Jahre alte [[Luise Hoffmann]] als Einfliegerin, Überführungs- und Vorführpilotin ein. Leider verunglückte sie auf dem Heimflug von einer Vorführtour nach [[Griechenland]], in die [[Türkei]] und nach [[Bulgarien]] schwer und starb kurz danach am 27.&amp;amp;nbsp;November 1935. Die gleiche Chance bekamen danach noch zwei weitere junge Fliegerinnen, Eva Schmidt (1914–1945)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jörg-M. Hormann, Evelyn Zegenhagen |Titel=Deutsche Luftfahrtpioniere 1900–1950 |Verlag=Delius Klasing |Ort=Bielefeld |Datum=2008 |ISBN=978-3-7688-2484-2 |Seiten=119}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Beate Uhse|Beate Köstlin]], die nach Verheiratung mit ihrem und Schmidts Fluglehrer den Namen Uhse trug. Beide holten mit Bückerflugzeugen Siege bei verschiedenen Veranstaltungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rbb&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1937 bis 1940 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Doflug Bü-133C Jungmeister (2016).jpg|mini|Doflug Bü-133C Jungmeister (Bj.&amp;amp;nbsp;1940)&amp;lt;ref&amp;gt;Airport-Data com. [http://www.airport-data.com/aircraft/HB-MKM.html Aircraft HB-MKM Data], abgerufen am 4. Oktober 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; beim [[Kunstflug]] auf dem &amp;#039;&amp;#039;[[Flugplatz Albstadt-Degerfeld]]&amp;#039;&amp;#039; (2016)]]&lt;br /&gt;
Beim Technischen Amt der Luftwaffe war, trotz des Übergangs der Leitung von Oberst Wimmer auf den nun ebenfalls Oberst gewordenen [[Ernst Udet]] am 10.&amp;amp;nbsp;Juni 1936, noch keine grundlegende Änderung der Haltung bezüglich größerer staatlicher Aufträge zu erkennen. Eine Entwicklungsprogramm-Besprechung am 20.&amp;amp;nbsp;Januar 1937 unter Leitung von Major [[Werner Junck]], der inzwischen von Richthofen in der Leitung von LC&amp;amp;nbsp;II gefolgt war und an der [[Roluf Lucht]], nun Oberstabsingenieur, teilnahm, ergab, dass für die Firmen [[Weser Flugzeugbau]] (vorher [[Rohrbach Metallflugzeugbau GmbH|Rohrbach]]), Bücker, [[AGO Flugzeugwerke|Ago]], Klemm und [[Gerhard-Fieseler-Werke|Fieseler]] „keine weiteren Aufgaben vorhanden seien und auch nicht damit zu rechnen sei, da anfallende Aufgaben in Zukunft von den übrigen Entwicklungsfirmen geleistet werden könnten“. Diesen Firmen wurde dagegen die Entwicklung eines [[Volksflugzeug]]s mit Motoren von 50 bis 60&amp;amp;nbsp;PS empfohlen. Die Idee führte bei Klemm ([[Klemm Kl 105|Kl&amp;amp;nbsp;105]]), Siebel ([[Siebel Si 202|Si&amp;amp;nbsp;202]]) und Fieseler ([[Fieseler Fi 253|Fi&amp;amp;nbsp;253]]) zu entsprechenden Neukonstruktionen, offensichtlich aber auch bei Bücker ([[Bücker Bü 180|Bü&amp;amp;nbsp;180]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bücker Bü 131]] führte bei der [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] immer noch ein Schattendasein, wie aus dem Flugzeugbeschaffungsprogramm Nr.&amp;amp;nbsp;8 vom 15.&amp;amp;nbsp;Juli 1937 hervorgeht. Danach waren bis zum 31.&amp;amp;nbsp;März 1937 363&amp;amp;nbsp;Stück Bü&amp;amp;nbsp;131 und ganze 14&amp;amp;nbsp;Bücker Bü&amp;amp;nbsp;133 übernommen worden, denen 653 He&amp;amp;nbsp;72 und sogar 1570&amp;amp;nbsp;Fw&amp;amp;nbsp;44 gegenüberstanden. Von letzteren waren überdies 85&amp;amp;nbsp;Stück von Bücker selbst als RLM-Auftrag in Lizenz gebaut worden, sicher nicht mit Begeisterung. Der Absturz eines &amp;#039;&amp;#039;Stieglitz&amp;#039;&amp;#039; der benachbarten [[Reichsschule für Motorflug]] über dem Einflughangar von Bücker vernichtete am 21.&amp;amp;nbsp;Mai 1939 40–50 ablieferbereite Flugzeuge. Durch diese Katastrophe sank die Lieferungsrate der Bü&amp;amp;nbsp;131 für zwei Monate auf Null. Die Armee hatte anscheinend bereits Gefallen an dem Flugzeug gefunden, so dass beim RLM eine Lösung für eine Steigerung der Fertigung gefunden wurde: Die Firma [[Aero (Unternehmen)|Aero]] in Prag stand nun, nach Errichtung des [[Protektorat Böhmen und Mähren|Protektorats Böhmen-Mähren]], zur Verfügung. Sie bekam den Auftrag, 200&amp;amp;nbsp;Stück Bü&amp;amp;nbsp;131 in Lizenz zu bauen. Diese Flugzeuge waren bis September 1941 ausgeliefert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden zwei Entwürfe Andersons, das nur als Einzelstück gebaute Sportflugzeug [[Bücker Bü 134|Bü&amp;amp;nbsp;134]] und die Bü&amp;amp;nbsp;180 &amp;#039;&amp;#039;Student&amp;#039;&amp;#039;, könnten durchaus in Verwirklichung der von LC II vorgeschlagenen „Volksflugzeug“-Idee entstanden sein. Allerdings fiel die Bü&amp;amp;nbsp;134 mit der Leistung des eingebauten Motors HM&amp;amp;nbsp;504&amp;amp;nbsp;A mit 105&amp;amp;nbsp;PS etwas aus dem Rahmen. Das [[NSFK]], das als größerer Abnehmer eines solchen Flugzeugs in Frage kam, hat allerdings kein Interesse gezeigt, so dass es nur zu einer kleinen Serie kam. Dass mit der &amp;#039;&amp;#039;Student&amp;#039;&amp;#039; Weltrekorde aufgestellt wurden, änderte daran nichts. Einige davon wurden aber ins Ausland verkauft. Auch Udet hatte das Flugzeug mit Vergnügen nachgeflogen, sodass schließlich die Luftwaffe doch einige &amp;#039;&amp;#039;Student&amp;#039;&amp;#039; übernahm, obwohl das Flugzeug gar nicht in das oben geschilderte Konzept passte. Auch das letzte, von Anderson bei Bücker entworfene Muster, die [[Bücker Bü 182|Bü&amp;amp;nbsp;182]] &amp;#039;&amp;#039;Kornett&amp;#039;&amp;#039;, von der nur drei Stück gebaut wurden, fand beim RLM keine Gegenliebe, obwohl die darin verkörperte Vorstellung, ein im Betrieb billiges, aber hoch beanspruchbares Fortgeschrittenen-Übungsflugzeug zu bekommen, sehr viel für sich hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine neue Möglichkeit eröffnete sich für Bücker, als Ende 1937/Anfang 1938 vier ältere im Dienst befindliche Anfangsschulflugzeuge durch Neuanschaffungen zu ersetzen waren. Obwohl es keine offizielle Ausschreibung gab, entwickelte Bücker die [[Bücker Bü 181]], bei der, damals ungewöhnlich für einen Trainer, Fluglehrer und -Schüler nebeneinander saßen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rbb&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mangels weiterer Konkurrenz (allein Klemm arbeitete in eine ähnliche Richtung) bestimmte das RLM die Bü&amp;amp;nbsp;181 zum neuen Standardschulflugzeug der Luftwaffe. Eine Großserie, später mit noch zwei weiteren Fertigungsbetrieben, löste nun alle anderen bisherigen Schulflugzeuge ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1937–1940 ließ Bücker sein Werk in Rangsdorf nach Plänen des Berliner Architekten [[Otto Werner (Architekt)|Otto Werner]] weiter ausbauen. Unter anderem entstand eine neue Einflieger- und eine Endmontagehalle sowie 1940 ein so genannter „Sonderbau“ für die Entwicklung und den Bau geheimer Aufträge für die [[Rüstungsindustrie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Sollich 2013, S. 48–50.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1941 bis 1944 ===&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Krieges]] wurden bei Bücker Teile für den Sturzkampfbomber [[Junkers Ju 87|Ju&amp;amp;nbsp;87]], für das Jagdflugzeug [[Focke-Wulf Fw 190]] und für die Gleitbombe [[Henschel Hs 293]] hergestellt. Dabei kamen auch [[NS-Zwangsarbeit|Zwangsarbeiter]] aus [[Italien]], der [[Sowjetunion]] und anderen Ländern zum Einsatz. Bis zu 500 Personen lebten im werkseigenen Lager unter schlechten Bedingungen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Es gab gute Menschen und Schweinehunde&amp;#039;&amp;#039;, In: [[Märkische Allgemeine Zeitung]], 13. Januar 2005. Zitiert nach {{Webarchiv|url=http://www.buecker-museum.de/index/presse/maz/maz_text/maz_180605.htm |wayback=20150923195040 |text=buecker-museum.de}}abgerufen am 17. Mai 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast unbekannt geblieben ist die Tatsache, dass Bücker während des Krieges auch mit der Entwicklung von [[Propellerschlitten]], befasst war. Ein erbeuteter sowjetischer Schlitten diente als Vorbild und Vergleichsmöglichkeit. Das Gerät wurde einigen Spezialisten vorgeführt, ging aber nicht in Serie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rbb&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach 1945 ===&lt;br /&gt;
Das Kriegsende bedeutete für die Firma das endgültige Aus. Auf das unzerstört gebliebene Gelände kamen [[Rote Armee|sowjetische Spezialeinheiten]], die Triebwerke warteten. Ein großer Teil der Infrastruktur wurde demontiert und in die Sowjetunion abtransportiert, darunter sechs Flugzeughallen. Die noch verbliebene Produktionshalle und das Flugfeld dienten ab 1972 als Stellplatz und Abflugstelle für Hubschrauber.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Büttner: &amp;#039;&amp;#039;Rote Plätze. Russische Militärflugplätze Deutschland 1945–1994. Fliegerhorste–Aerodorme–Militärbrachen.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg.: Lutz Freundt. AeroLit, Berlin 2007, ISBN 978-3-935525-11-4, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die hier stationierten Militärs entstanden weitere Gebäude und schließlich sprachen die Einwohner von einem &amp;#039;&amp;#039;Städtchen&amp;#039;&amp;#039;, das abgeschirmt und bewacht wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rbb&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 1950er Jahre versuchte C.&amp;amp;nbsp;C.&amp;amp;nbsp;Bücker, zusammen mit der Firma [[Josef Bitz]] in [[Augsburg]], eine kleine Fertigung seiner bei Liebhabern immer noch hochgeschätzten Erfolgsflugzeuge Bü&amp;amp;nbsp;131 &amp;#039;&amp;#039;Jungmann&amp;#039;&amp;#039; und Bü&amp;amp;nbsp;133 &amp;#039;&amp;#039;Jungmeister&amp;#039;&amp;#039; wieder aufzunehmen, hatte aber keinen Erfolg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachwendezeit ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende]] zogen 1994 alle sowjetischen Einheiten auch aus den ehemaligen Bücker-Werken ab. Das Gelände ging zunächst in das Eigentum des [[Bundesvermögensverwaltung|Bundes]] über und wurde 1999 zwischen der Gemeinde Rangsdorf und dem Land [[Brandenburg]] aufgeteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wietstruk 2001, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem die frühere Werkssiedlung an der Walther-Rathenau-Straße saniert worden war, suchte die Gemeinde nach neuen Nutzungsmöglichkeiten für das Werksgelände und seine mittlerweile unter [[Denkmalschutz]] stehenden Hallen. Zwischenzeitlich machte ein finanzstarker polnischer Investor den Versuch, in den noch funktionsfähigen Hallen Flugzeuge Bü&amp;amp;nbsp;131 nachzubauen. Das Vorhaben scheiterte am Widerstand der Bewohner in den darum herum stark entstandenen Wohngebieten, die den durch die Produktion und einem wenn auch kleinen Flugbetrieb verursachten Lärm fürchteten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rbb&amp;quot; /&amp;gt; 2006 kaufte ein Künstlerehepaar aus Berlin den Kantinen- und den Sozialbau und ließ die Gebäude zu einem Wohnhaus mit Atelier umbauen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gudrun Schneck |Titel=Ministerin dankt Künstlern für Sanierung geschützter Bückergebäude |Hrsg= |Sammelwerk=Märkische Allgemeine Zeitung |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum=2008-06-16 |ISBN= |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2018 erwarb die durch Erik Roßnagel vertretene terraplan-Gruppe aus Nürnberg die früheren Hangars und Hallen. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde soll in den kommenden Jahren im Rahmen eines [[Konversion (Stadtplanung)|Konversionsprojektes]] auf dem Areal ein neuer Ortsteil mit Wohnungen und öffentlichen Einrichtungen in den historischen Hallen und in Neubauten entstehen, das Flugfeld als öffentlicher Park erhalten werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.maz-online.de/Lokales/Teltow-Flaeming/Rangsdorf/Zwei-Siedlungen-auf-Buecker-Gelaende-Rangsdorf |titel=Zwei Siedlungen auf dem Bücker-Gelände |zugriff=2018-11-07 |sprache=de-DE}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zutritt zum Werksgelände ist derzeit für die Öffentlichkeit gesperrt. Der &amp;#039;&amp;#039;Förderverein Bücker-Museum Rangsdorf e. V.&amp;#039;&amp;#039;, der sich der Erforschung der Bücker Flugzeugbau und ihres Werkes widmet, bietet regelmäßig Führungen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Siegfried Wietstruk |Titel=Bücker-Flugzeugbau: Die Geschichte eines Flugzeugwerkes | Verlag=Aviatic | Ort=Oberhaching | Datum=1999 | ISBN=3-925505-28-8}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Siegfried Wietstruk |Titel=Rangsdorf bei Berlin. Zur Geschichte des Flugplatzes und der &amp;quot;Bücker-Flugzeugbau G.m.b.H.&amp;quot; |Hrsg= |Sammelwerk=Brandenburgische Denkmalpflege |Band=5 |Nummer=1 |Auflage= |Verlag=Willmuth Arenhövel |Ort=Berlin |Datum=1996 |ISBN= |Seiten=65–70}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Siegfried Wietstruk |Titel=Flugplatz Rangsdorf bei Berlin. Von Rühmann bis Morosow |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=GVE |Ort=Berlin |Datum=2001 |ISBN=3-89218-013-X |Seiten=}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Siegfried Wietstruk |Titel=Carl Clemens Bücker. Vom Marineflieger zum Flugzeugkonstrukteur |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Förderverein Bücker-Museum Rangsdorf e. V. |Ort=Rangsdorf |Datum=2005 |ISBN= |Seiten=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Bücker aircraft|Bücker Flugzeugbau}}&lt;br /&gt;
* [http://www.buecker-museum.de/ Bücker-Luftfahrt-Museum Rangsdorf]&lt;br /&gt;
* [http://www.quax-flieger.de/ Quax-Förderverein für historisches Fluggerät mit eigener Bü&amp;amp;nbsp;131 und Bü&amp;amp;nbsp;181]&lt;br /&gt;
* [http://www.patrick-hertel.de/flugplatz-rangsdorf/ Flugplatz Rangsdorf - Zustand 2012]&lt;br /&gt;
* Bilddokumentation [http://www.arche-foto.com/buecker-werke_rangsdorf.html Bücker-Werke Rangsdorf, Zustand 2007/2013]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=2094705-7|VIAF=151949010}} &lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bucker Flugzeugbau}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bücker| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Flugzeughersteller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flugzeughersteller (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Landkreis Teltow-Fläming)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rangsdorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Landkreis Teltow-Fläming)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1933]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Zwangsarbeit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Billyhill</name></author>
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