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	<title>Büchergilde Gutenberg - Versionsgeschichte</title>
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		<updated>2025-11-16T00:43:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Organisation&lt;br /&gt;
| Name              = &lt;br /&gt;
| Abkürzung         = &lt;br /&gt;
| Logo              = &lt;br /&gt;
| Rechtsform        = &lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = &lt;br /&gt;
| Gründungsort      = &lt;br /&gt;
| Stifter           =&lt;br /&gt;
| Sitz              = &lt;br /&gt;
| Breitengrad       = &lt;br /&gt;
| Längengrad        = &lt;br /&gt;
| ISO-Region        = &lt;br /&gt;
| Motto             = „Willkommen bei den schönen Büchern“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.buechergilde.de/ &amp;#039;&amp;#039;Startseite.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;buechergilde.de&amp;#039;&amp;#039;. Abgerufen am 13.&amp;amp;nbsp;Dezember 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Zweck             = &lt;br /&gt;
| Präsident         =&lt;br /&gt;
| Geschäftsführung  = &lt;br /&gt;
| Umsatz            = &lt;br /&gt;
| Stiftungskapital  = &lt;br /&gt;
| Beschäftigtenzahl = &lt;br /&gt;
| Freiwilligenzahl  = &lt;br /&gt;
| Website           = &lt;br /&gt;
}} &amp;lt;!-- Nicht ausgefüllte werden aus Wikidata übernommen. Aktualisierungen dort ergänzen (siehe links, Menü unter Wikipedia-Signet, letzter Punkt im Abschnitt Werkzeuge). So bleiben die alten Werte übersichtlich erhalten. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Büchergilde im Hamburger Gewerkschaftshaus am Besenbinderhof.JPG|mini|Büchergilde im [[Gewerkschaftshaus (Hamburg)|Hamburger Gewerkschaftshaus]] am Besenbinderhof 61]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Büchergilde Gutenberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, kurz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Büchergilde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist eine [[Buchgemeinschaft]] mit Sitz in [[Frankfurt am Main]]. Ursprünglich aus dem Gewerkschaftsumfeld entstanden, ist sie mittlerweile eine eingetragene [[Genossenschaft|Verlagsgenossenschaft]].&lt;br /&gt;
Die Büchergilde Gutenberg hat eine große [[Buchgestaltung|buchkünstlerische]] und [[Buchbinder|buchhandwerkliche]] Tradition. Insbesondere die Tradition der künstlerisch illustrierten Bücher begründete den in der Verlagswelt hervorragenden Ruf der Büchergilde, die bis in die Gegenwart hinein zahlreiche Prämierungen und Auszeichnungen für Buchgestaltung erhalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin, Kreuzberg, Dudenstrasse 10, Verbandshaus der Deutschen Buchdrucker.jpg|mini|[[Max Taut]]s Verbandshaus der Deutschen Buchdrucker in Berlin war bis 1933 Sitz der Büchergilde.]]&lt;br /&gt;
Die Büchergilde wurde am 29. August 1924 vom Bildungsverband der Deutschen Buchdrucker&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.mediengalerie.org/geschichte.html |text=Bildungsverband der Deutschen Buchdrucker. |wayback=20180903002508}}&amp;lt;/ref&amp;gt; auf Initiative seines Vorsitzenden [[Bruno Dreßler]] in [[Leipzig]] gegründet. Mitbegründer, geistiger Leiter und Autor war [[Ernst Preczang]], der auch erster Cheflektor wurde. In der Tradition der deutschen [[Arbeiterbewegung]] stehend, wollte sie ärmeren Leuten durch preiswerte Bücher den Zugang zu Bildung und Kultur ermöglichen. 1927/1928 war [[Johannes Schönherr (Autor)|Johannes Schönherr]] literarischer Leiter. Er nannte als Ziel der Büchergilde, „schöngeistige und populärwissenschaftliche Arbeiterliteratur in vorbildlich typographischem Gewande durch Ausschaltung des Buchhändlergewinns verbilligt herzustellen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Schönherr: &amp;#039;&amp;#039;Vom ABI zur Büchergilde.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kulturwille&amp;#039;&amp;#039;, 1932, Heft 4/5, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; Als &amp;#039;&amp;#039;Kulturinstitution der Werktätigen&amp;#039;&amp;#039; nahm die Büchergilde sozial engagierte Texte moderner Autoren wie [[B. Traven]], [[Oskar Maria Graf]], [[Martin Andersen Nexö]], [[Jack London]] und [[Mark Twain]] in das Programm auf. Für einen Monatsbeitrag von 1 Mark erhielten die Mitglieder jährlich vier Auswahlbände sowie die Monatsschrift &amp;#039;&amp;#039;Die Büchergilde,&amp;#039;&amp;#039; die ab 1925 erschien. 1926 konstatiert die Büchergilde, dass „die Verlage . . . den Buchgemeinschaften nicht sehr freundlich gestimmt“ seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein halbes Jahr nach ihrer Gründung zählte die Büchergilde etwa 5.000 Mitglieder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Axel Schock |Titel=Blättern und Betasten von Druckhandwerk |Sammelwerk=Die Tageszeitung: taz |Datum=1999-07-08 |ISSN=0931-9085 |Seiten=22 |Online=https://taz.de/Blaettern-und-Betasten-von-Druckhandwerk/!1281168/ |Abruf=2023-12-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1928 verlegte die Büchergilde ihren Sitz nach Berlin, das [[Lektorat]] übernahm [[Erich Knauf]]. Bis 1931 entstanden in Deutschland 27 Geschäftsstellen nebst Filialen in Prag, Wien und Zürich. Bis 1933 hatte sie 174 Buchtitel in 2,5 Millionen Exemplaren herausgegeben. Mitbegründer der österreichischen Büchergilde war [[Josef Luitpold Stern]]. 1933 zählte die Büchergilde in Deutschland 85.000 Mitglieder. Nach der [[Machtergreifung]] der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] wurden die Berliner Räume 1933 von der [[Sturmabteilung|SA]] besetzt, die Anwesenden zum [[Hitlergruß]] genötigt. Die meisten Mitarbeiter wurden entlassen, der Gründer Bruno Dreßler wurde verhaftet, die Büchergilde [[Gleichschaltung|gleichgeschaltet]] und im weiteren Verlauf der [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Diktatur]] in die [[Deutsche Arbeitsfront]] eingegliedert. Viele der Büchergilde-Publikationen gerieten auf den Index, u.&amp;amp;nbsp;a. Werke sozialistischer Autoren und Arbeiterliteratur, bis hin zu den Werken von [[Upton Sinclair]], [[John Dos Passos]], [[Romain Rolland]], oder auch [[B. Traven]] und [[Jack London]] – zwei Autoren, deren deutsche Editionsgeschichte eng mit der Büchergilde verbunden ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. Mai 1933 machte sich die Schweizer Büchergilde durch eine Neugründung in [[Zürich]] von Deutschland unabhängig und setzte unter der Leitung von Bruno Dreßler (bis 1946) in Zusammenarbeit mit Wien und Prag ihre Arbeit fort. Die Schweizer Büchergilde hatte am Kriegsende 110.000 Mitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Archiv der Büchergilde im Berliner Gewerkschaftshaus wurde 1945 durch Kriegseinwirkungen zerstört, weshalb Geschäftsberichte, Mitgliederverzeichnisse und andere Unterlagen nicht mehr existieren. „An Quellen sind lediglich die von der Büchergilde herausgegebenen Bücher und Zeitschriften und der Nachlaß des Lektors Ernst Preczang vorhanden, der im »Instituts für deutsche und ausländische Arbeiterliteratur« in Dortmund aufbewahrt wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;Bernadette Scholl: &amp;#039;&amp;#039;Die Büchergilde Gutenberg. 1924–1933.&amp;#039;&amp;#039; In: Buchhandelsgeschichte 1983/3, S.B 89–B 109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 belebte der Sohn des Gründers, [[Helmut Dreßler]], die Büchergilde in der Bundesrepublik wieder von neuem. „Ein neues Kapitel ihrer Geschichte“ (S. 5 eines Bandes mit Erzählungen von [[Arnold Zweig]]) begann die Büchergilde im Jahr 1949. Zu den ersten gedruckten Autoren gehörten [[Erich Kästner]], [[Stefan Zweig]] und [[Golo Mann]]. Bis zu seinem Tode im Dezember 1974 engagierte sich Helmut Dreßler für handwerklich gut gemachte und illustrierte Bücher. Zu den Typografen gehörte beispielsweise [[Karl Franke (Typograf)|Karl Franke]], der die Gesamtgestaltung der Ausgaben von Jack London besorgte. Etwa 30 Jahre lang (1959–1989) war [[Juergen Seuss]] als Buchgestalter für den Verlag tätig, darunter für eine Reihe sehr erfolgreicher und prämierter Bücher, bspw. &amp;#039;&amp;#039;Beat in Liverpool&amp;#039;&amp;#039; (1965, als &amp;#039;&amp;#039;[[Schönste Bücher aus aller Welt|Schönstes Buch]]&amp;#039;&amp;#039; ausgezeichnet), das die junge [[Beatmusik|Beat-Kultur]] erstmals publizistisch wohlwollend in Deutschland vermittelte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.boersenblatt.net/news/literaturszene/juergen-seuss-ist-tot-284385 &amp;#039;&amp;#039;Juergen Seuss ist tot&amp;#039;&amp;#039;]. In: Börsenblatt des deutschen Buchhandels. 24. April 2023. Zugriff am 6. Juni 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition der Gestaltung in Typografie und Design setzt sich bis heute fort. Mit den beiden Ausgaben &amp;#039;&amp;#039;Das Gewissen steht auf&amp;#039;&amp;#039; (1955) und &amp;#039;&amp;#039;Das Gewissen entscheidet&amp;#039;&amp;#039; (1959) setzte der Verlag mit 64 Lebensbildern aus dem deutschen Widerstand 1933–1945 den Opfern und Gegnern der Diktatur ein bleibendes Denkmal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lange Jahre gehörte die Büchergilde der Gewerkschaftsholding [[Beteiligungsgesellschaft der Gewerkschaften|BGAG]], 1998 wurde sie herausgelöst und an fünf vormalige Mitarbeiter unter der Leitung des damaligen Geschäftsführers Mario Früh verkauft. Seit 2015 ist sie eine [[Genossenschaft]]. Heute befinden sich noch viele Büchergilde-Partnerbuchhandlungen in Gewerkschaftshäusern, beispielsweise in [[Hamburg]] und [[Hannover]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Buchhandlung Litfass.JPG|mini|Die Buchhandlung Litfass, Büchergilde-Partner in [[Dortmund]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Oktober 2017 ist Alexander Elspas Geschäftsführer der Verlagsgesellschaft sowie Vorstandsvorsitzender der Büchergilde Gutenberg Verlagsgenossenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitsweise ==&lt;br /&gt;
Nach 1945 fußte die Büchergilde auf einem System von Vertrauensleuten, die für die Buchgemeinschaft in den Betrieben und in Wohngebieten warben, das Geld einsammelten und die Bücher verteilten. In Hamburg wurden 1962 25.000 Mitglieder von 1.200 Vertrauensleuten betreut.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Bönig: 100 Jahre wichtige Bücher schön gestaltet, in: mitarbeit, Zeitschrift der Freunde des Museums der Arbeit, Hamburg 2024, S. 36–37&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 2020 hatte die Büchergilde in Deutschland rund 60.000 Mitglieder und in der Schweiz 2.300, die sich zum Großteil verpflichtet haben, einen Artikel pro Quartal abzunehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.boersenblatt.net/artikel-interview_mit_alexander_elspas.1490190.html Interview mit Alexander Elspas], Geschäftsführer der Büchergilde, vom 7. Juli 2018 mit dem [[Börsenblatt]]. Abgerufen am 16. März 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mitglieder bestellen entweder online, per Telefon, schriftlich oder kaufen in einer von rund 90 Partnerbuchhandlungen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.buechergilde.de/buchhandlungen.html Liste der Partnerbuchhandlungen bei Buechergilde.de], Abruf am 16. März 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Programm der Büchergilde erstreckt sich auf inhaltlich anspruchsvolle und teilweise hochwertig ausgestattete [[Lizenz]]ausgaben von Büchern, eigene Originalausgaben, DVDs, Hörbücher, Musik-CDs und Non-Book-Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwuchsförderung ==&lt;br /&gt;
Der Büchergilde Gestalterpreis der Büchergilde Gutenberg wird seit 2000 alle zwei Jahre vergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.buechergilde.de/gestalterpreis.html |titel=Gestalterpreis - Büchergilde |abruf=2020-08-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Grundidee des Wettbewerbes ist es, den Nachwuchs im Bereich [[Buchgestaltung]] und [[Illustration]] zu fördern. Ausgeschrieben wird die Illustration/Gestaltung eines literarischen Textes. Der Sieger des Wettbewerbes erhält einen Vertrag mit der Büchergilde Gutenberg über die komplette Illustrierung des jeweiligen Werkes. Bisherige Preisträger sind u.&amp;amp;nbsp;a. [[Katrin Stangl]] (Fahrenheit 451, 2001), Martin Stark (Professor Unrat, 2014), Laura Olschok (Tschick, 2016) und Shiwen Sven Wang (Die Gischt der Tage, 2022). Seit 2017 arbeitete die Büchergilde zudem mehrfach mit Studierenden des Kommunikationsdesign an der Hochschule Mainz zusammen. Dabei erarbeiten die Nachwuchs-Designer Konzepte für die Buchgestaltung, die über die Illustration hinausgehen. Einer der Entwürfe wird von der Büchergilde ausgewählt und umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Edition}} Edition Büchergilde ==&lt;br /&gt;
Im Herbst 2002 wurde im Rahmen der Büchergilde Gutenberg der eigenständige Verlag &amp;#039;&amp;#039;Edition Büchergilde&amp;#039;&amp;#039; gegründet, der seinen Sitz ebenfalls in Frankfurt am Main hat. So wurde es möglich, Eigenproduktionen auch auf dem freien Buchmarkt anzubieten. In der Edition Büchergilde erscheinen aus den Sparten [[Belletristik]] und [[Sachbuch]] sowie die Reihe &amp;#039;&amp;#039;[[Die Bibliothek von Babel]]&amp;#039;&amp;#039; mit Umschlagillustrationen von [[Bernhard Jäger]]. Darüber hinaus veröffentlicht die Edition Büchergilde Buchkünstlerisches in der Sparte &amp;#039;&amp;#039;Das Illustrierte Buch&amp;#039;&amp;#039; und die zunächst von [[Armin Abmeier]], jetzt von [[Rotraut Susanne Berner]] herausgegebene Reihe &amp;#039;&amp;#039;[[Die Tollen Hefte]].&amp;#039;&amp;#039; Seit Herbst 2008 gibt der Autor [[Ilija Trojanow]] in der Edition Büchergilde die Reihe &amp;#039;&amp;#039;[[Weltlese]]. Lesereisen ins Unbekannte&amp;#039;&amp;#039; heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Die [[Bibliophilie|bibliophilen]] Ausgaben der Büchergilde sind nahezu alljährlich in den Preislisten der [[Stiftung Buchkunst]] und in der Ausstellung [[Schönste Bücher aus aller Welt]] zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Büchergilde in der Schweiz ==&lt;br /&gt;
{{Anker|Büchergilde Schweiz}}&lt;br /&gt;
Die Büchergilde zählte zur Zeit der Gleichschaltung durch die Nazis zirka 6000 Mitglieder in der Schweiz, von denen 5000 sofort zur neu gegründeten schweizerischen Büchergilde übertraten. Die Schweizer Büchergilde war nicht nur wichtig für die Exilautoren, sondern hatte zunehmende Bedeutung für Schweizer Buchautoren und -illustratoren. 1943 machte sie einen Umsatz von zwei Millionen Schweizer Franken. 1936 wurde in Lausanne unter dem Namen Guilde du Livre ein welschschweizerischer Ableger gegründet, der bis zur Einstellung 1977 vor allem für die von ihm veröffentlichten Photobücher bekannt war. Die Schweizer Büchergilde unterhielt bis in die 1970er-Jahre in zahlreichen Städten Buchläden. Der große Erfolg der Büchergilde in der Schweiz mit zeitweise über 100.000 Mitgliedern rief in der Nachkriegszeit zunehmend Konkurrenten auf den Plan. 1981 zählte die Schweizer Büchergilde noch 16.000 Mitglieder und wurde in der Folge von der neu gegründeten Büchergilde AG übernommen, deren Aktienkapital durch das Buchzentrum Hägendorf als Mehrheitsaktionär sowie den Mitgliedsorganisationen des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes als Minderheitsaktionären aufgebracht wurde. Im Jahr 2000 wurde die Schweizer Büchergilde wieder an die deutsche Gilde veräußert. Seither beziehen die schweizerischen Gildenmitglieder ihre Bücher über eine Auslieferungsstelle in Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühwerke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1924 – Mark Twain: &amp;#039;&amp;#039;Mit heiteren Augen. Geschichten&amp;#039;&amp;#039;. Deutsche Übertragung von Margarete Jacobi, [[Henny Koch]] und L. Ottmann. Ausgewählt und eingeleitet von Ernst Preczang. 192 S. Büchergilde Gutenberg, Leipzig (Salomonstr. 8). Nur an Mitglieder der BG. 1. Werk-Ausgabe der BG.&lt;br /&gt;
* 1925 – Moritz Hartmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Krieg um den Wald. Eine Historie&amp;#039;&amp;#039;. BG, Leipzig. 192 S.&lt;br /&gt;
* 1925 – Ernst Preczang: &amp;#039;&amp;#039;Im Satansbruch. Märchen&amp;#039;&amp;#039;. Mit Original Holzschnitten von Otto Rudolf Schatz. BG, Leipzig. 30 S.&lt;br /&gt;
* 1925 – Colin Ross: &amp;#039;&amp;#039;Fahrten- und Abenteuerbuch&amp;#039;&amp;#039;. BG, Leipzig. 236 S.&lt;br /&gt;
* 1926 – B. Traven: &amp;#039;&amp;#039;Das Totenschiff. Die Geschichte eines amerikanischen Seemanns&amp;#039;&amp;#039;. BG, Berlin. 256 S.&lt;br /&gt;
* 1926 – Luitpold Stern: &amp;#039;&amp;#039;Der entwurzelte Baum&amp;#039;&amp;#039;. Von Otto Rudolf Schatz in Holz geschnitten. 18 Blatt. BG, Berlin&lt;br /&gt;
* 1926 – Mikkjel Fönhus: &amp;#039;&amp;#039;Der Troll-Elch. Die Geschichte Gaupas, des Jägers vom Mottal&amp;#039;&amp;#039;. Aus dem Norwegischen von Julius Sandmeier und Sophie Angermann. BG, Berlin. 168 S.&lt;br /&gt;
* 1928 – B. Traven: &amp;#039;&amp;#039;Land des Frühlings&amp;#039;&amp;#039;. Bildaufnahmen vom Verfasser. Ausstattung von Curt Reibetanz. Erstausgabe. BG, Berlin. 429 S., 64 S. Abb&lt;br /&gt;
* 1929 – Martin Andersen Nexö: [[Pelle der Eroberer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur (chronologisch) ==&lt;br /&gt;
* Helmut Dreßler: &amp;#039;&amp;#039;Werden und Wirken der Büchergilde Gutenberg&amp;#039;&amp;#039;. Büchergilde, Zürich 1950.&lt;br /&gt;
* Helmut Dreßler: &amp;#039;&amp;#039;Bücher voll guten Geistes, 30 Jahre Büchergilde Gutenberg&amp;#039;&amp;#039;. Büchergilde Gutenberg 1954. [363 S.]&lt;br /&gt;
* Hellmuth Heinz: &amp;#039;&amp;#039;Die Büchergilde Gutenberg 1924-1933.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Marginalien. Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie.&amp;#039;&amp;#039; Berlin, Siebenunddreißigste Heft, 1970, S. 23–43&lt;br /&gt;
* Jürgen Dragowski: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Büchergilde Gutenberg in der Weimarer Republik.&amp;#039;&amp;#039; In: Schriften des Fritz-Hüser-Instituts, Reihe 2, Forschungen zur Arbeiterliteratur, Bd. 8, Essen 1992. ISBN 3-88474-008-3&lt;br /&gt;
* Carola Müller: &amp;#039;&amp;#039;Bücher, Bilder und Ideen: 75 Jahre Büchergilde Gutenberg&amp;#039;&amp;#039;. Verlag der Büchergilde, Frankfurt am Main 1999 (Offizielle Begleitzeitschrift zur Jubiläumsausstellung).&amp;lt;!-- ohne ISBN --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* G. Ulrich Grossmann und Hans Uslar. &amp;#039;&amp;#039;Gleichgeschaltet im DAF-Konzern. Die Büchergilde Gutenberg unter nationalsozialistischer Herrschaft.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Marginalien. Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie.&amp;#039;&amp;#039; Wiesbaden; 4/2001, S. 40–70&lt;br /&gt;
* Robert Höffner / Hanneliese Palm (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Die Büchergilde Gutenberg. Nachlaß Dreßler 1879–1999.&amp;#039;&amp;#039; In: Schriften des Fritz-Hüser-Instituts, Reihe 2 = Forschungen zur Arbeiterliteratur, Bd. 11, Essen 2002. ISBN 3-89861-070-5&lt;br /&gt;
* Wolfgang Kaiser: &amp;#039;&amp;#039;Buchgemeinschaften der Arbeiterbewegung&amp;#039;&amp;#039;. In: Jürgen Holstein: &amp;#039;&amp;#039;Blickfang. Bucheinbände und Schutzumschläge Berliner Verlage 1919–1933&amp;#039;&amp;#039;. Selbstverlag, Berlin 2005, ISBN 978-3-00-014786-9, S. 77 ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dreßler, Bruno&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Ernst Fischer (Germanist)|Ernst Fischer]]: &amp;#039;&amp;#039;Verleger, Buchhändler &amp;amp; Antiquare aus Deutschland und Österreich in der Emigration nach 1933: Ein biographisches Handbuch&amp;#039;&amp;#039;. Elbingen: Verband Deutscher Antiquare, 2011, S. 54f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Für Bücher, die Freude machen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Contraste]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 483 (Dezember 2024), S. 11.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.buechergilde.de/ Offizielle Website]&lt;br /&gt;
* [https://www.dhm.de/archiv/ausstellungen/prechtl/gtb/gutenberggeschichte.htm Die Geschichte des Verlagshauses Büchergilde Gutenberg]&lt;br /&gt;
* [https://www.buechergilde.de/genossenschaft Büchergilde Gutenberg Verlagsgenossenschaft eG]&lt;br /&gt;
* {{SozArch|Ar201_10|Büchergilde Gutenberg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=2006281-3|LCCN=n90618334|VIAF=155717133}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Buchergilde Gutenberg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchverlag (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchgemeinschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Johannes Gutenberg als Namensgeber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verlag (Frankfurt am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1924]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-31117-66</name></author>
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