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	<title>Böhmisch-Rixdorf - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T00:32:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=B%C3%B6hmisch-Rixdorf&amp;diff=1334224&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2026-02-23T16:24:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Rixdorf1755.jpg|mini|hochkant=1.3|Erinnerungstafel]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Böhmisch-Rixdorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Böhmisches Dorf&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rixdorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt ({{csS|Český Rixdorf}}), war eine kleine, im Jahr 1737 bei [[Alt-Berlin|Berlin]] gegründete Gemeinde [[Protestantismus|protestantischer]] [[Exulanten]] aus [[Böhmen]]. Zusammen mit dem benachbarten &amp;#039;&amp;#039;Deutsch-Rixdorf&amp;#039;&amp;#039; ging aus ihr der heutige Ortsteil [[Berlin-Neukölln|Neukölln]] im [[Bezirk Neukölln|gleichnamigen Bezirk]] Berlins hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rixdorf 1857.jpg|mini|Böhmisch- und Deutsch-Rixdorf 1857 und die aktuellen Bezeichnungen:&amp;lt;br /&amp;gt;[1]&amp;amp;nbsp;[[Richardstraße (Berlin)|Richardstraße]],&amp;lt;br /&amp;gt;[2]&amp;amp;nbsp;[[Richardplatz]],&amp;lt;br /&amp;gt;[3]&amp;amp;nbsp;[[Karl-Marx-Straße (Berlin)|Karl-Marx-Straße]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Böhmisch-Rixdorf befand sich seinerzeit an der [[Richardstraße (Berlin)|Richardstraße]] und der [[Kirchgasse (Berlin-Neukölln)|Kirchgasse]] in Neukölln. Direkt südlich schloss sich Deutsch-Rixdorf mit seinem [[Anger|Dorfanger]], dem [[Richardplatz]], an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Nach der [[Schlacht am Weißen Berg]] von 1620 kam es in Böhmen zu einer [[Rekatholisierung]], die dazu führte, dass in den folgenden Jahrzehnten immer mehr Protestanten das Land verließen, weil sie verfolgt und getötet wurden. 1722 entstand unweit des Sitzes von [[Nikolaus Ludwig von Zinzendorf]] in [[Berthelsdorf (Herrnhut)|Berthelsdorf]] in der [[Oberlausitz]] die Gemeinde [[Herrnhut]] ({{csS}}: &amp;#039;&amp;#039;Ochranov&amp;#039;&amp;#039;),&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://www.jednotabratrska.cz/oajb.htm | wayback=20090620063616 | text=Ochranov a obnovená Jednota bratrská}}&amp;#039;&amp;#039; (Ochranov und die wiedergegründete Kirche der Böhmischen Brüder), tschechisch&amp;lt;/ref&amp;gt; etwas später eine andere in der Nähe von [[Potsdam]] ([[Nowawes|Nova Ves]], seit 1938 [[Potsdam-Babelsberg]]). Ab 1737 siedelten sich die Flüchtlinge (350 im Jahr 1737) auf Anregung und Einladung von [[Friedrich Wilhelm I. (Preußen)|Friedrich Wilhelm&amp;amp;nbsp;I.]] auf dem Gebiet von Rixdorf an, wo sich bereits seit 1360 die Gemeinde Richardsdorp befand, die in Deutsch-Rixdorf und Böhmisch-Rixdorf geteilt wurde. Beide Gemeinden erhielten ihre eigene Verwaltung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.richard-quartier.de/geschichte.html |wayback=20071108231449 |text=Quartiersmanagement Richardplatz Süd}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1805 hatte Böhmisch-Rixdorf 319 und Deutsch-Rixdorf 376 Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Neukölln – Ein Bezirk von Berlin&amp;#039;&amp;#039;, Nicolaische Verlagsbuchhandlung 1993&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rixdorf3.jpg|mini|links|Bericht über den Brand von 1849 am Haus in der Richardstraße 80]]&lt;br /&gt;
Am 28. April 1849 erfasste ein Feuersturm beide Dörfer, bei dem von den damals 135 Häusern Deutsch-Rixdorfs und den 56 Häusern Böhmisch-Rixdorfs insgesamt 52 Häuser niederbrannten.&amp;lt;ref&amp;gt;Bezirksamt Neukölln (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Berlin Neukölln&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1973&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Wiederaufbau war 1853 abgeschlossen, dabei wurde allerdings die ursprüngliche Architektur nicht immer erhalten. Eine Ausnahme ist das Gebäude Richardstraße&amp;amp;nbsp;80 (Sitz der &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Comenius-Gesellschaft e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://www.morgenpost.de/content/2004/11/20/tagestipps/717177.html | wayback=20070930184442 | text=Historische Wege in Rixdorf.}}&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Morgenpost]]&amp;#039;&amp;#039;, 20. November 2004&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Folgejahren setzte ein deutliches Bevölkerungswachstum ein. Im Jahr 1858 hatte Böhmisch-Rixdorf bereits 1014 und Deutsch-Rixdorf 2823 Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Böhmische Dorf in Berlin Neukölln (Böhmisch-Rixdorf),&amp;#039;&amp;#039; [http://www.boehmisches-dorf.de/ boehmisches-dorf.de], aufgerufen am 29. Juli 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden selbstständigen Gemeinden Böhmisch-Rixdorf und Deutsch-Rixdorf wurden durch Erlass vom 11. Juli 1873 zur neuen Gemeinde Rixdorf zusammengeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=iVUNAAAAIAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=RA8-PA4#v=onepage&amp;amp;f=false Amtsblatt der Regierung Potsdam 1873, S. 230]&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 1. April 1899 erhielt die Gemeinde Rixdorf das Stadtrecht&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.menschenkunde.com/pdf/texte/diverse/BerlinerStadtbezirkswappen.pdf#page=45 Berlin und seine Wappen,]&amp;#039;&amp;#039; aufgerufen am 29. Juli 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; und am 27. Januar 1912 erfolgte mit Zustimmung von Kaiser [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm&amp;amp;nbsp;II.]] an [[Kaisers Geburtstag (Deutsches Kaiserreich)|dessen 53.&amp;amp;nbsp;Geburtstag]] die Umbenennung in „Neukölln“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article949140/Wie_aus_Rixdorf_Neukoelln_wurde.html Wie aus Rixdorf Neukölln wurde.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Morgenpost]]&amp;#039;&amp;#039;, 7. Oktober 2008, aufgerufen am 29. Juli 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie wurde von den Behörden deshalb beschlossen, weil Rixdorf mittlerweile für die Berliner zum Inbegriff frivoler Unterhaltung geworden war, der damalige – und zum Teil noch – populäre [[Ohrwurm|Gassenhauer]] &amp;#039;&amp;#039;In Rixdorf ist Musike&amp;#039;&amp;#039; bringt das zum Ausdruck. Das negative Erscheinungsbild für den Ort sollte mit dem Namen abgestreift werden. Der Name &amp;#039;&amp;#039;Neucölln&amp;#039;&amp;#039; leitet sich von den nördlich des alten Rixdorf gelegenen Neucöllner Siedlungen ab, die auf die Lage vor den südlichen Toren des alten [[Alt-Berlin|Berlin]]-[[Alt-Kölln|Cölln]] hinweisen. Acht Jahre später am 1. Oktober 1920 wurde der [[Stadtkreis (Deutschland)|Stadtkreis]] Neukölln zusammen mit den Nachbargemeinden [[Berlin-Britz|Britz]], [[Berlin-Buckow|Buckow]] und [[Berlin-Rudow|Rudow]] im Rahmen des [[Groß-Berlin-Gesetz]]es als 14.&amp;amp;nbsp;Verwaltungsbezirk [[Bezirk Neukölln|(Neukölln)]] nach [[Groß-Berlin]] eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gesamte [[Bauensemble]] des früheren Böhmisch-Rixdorf steht als &amp;#039;&amp;#039;Böhmisches Dorf&amp;#039;&amp;#039; unter [[Denkmalschutz]] und gilt als [[Kulturdenkmal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung und Struktur der Gemeinde ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rixdorf6 KirchgasseCS.jpg|mini|Straßenschild mit Hinweis auf den alten Namen der Kirchgasse: &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Mala ulicka&amp;#039;&amp;#039; (eigentlich &amp;#039;&amp;#039;Malá ulička&amp;#039;&amp;#039; ‚Enge Gasse‘)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flüchtlinge aus Böhmen waren in der Landwirtschaft, vor allem aber als Handwerker tätig. Sie begriffen sich als Nachkommen der im Jahr 1457 in Böhmen gegründeten Kirche der [[Böhmische Brüder|Böhmischen Brüder]]. In Rixdorf entstanden innerhalb kurzer Zeit insgesamt drei evangelische Kirchengemeinden, die noch existieren:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://sga.euweb.cz/002/debata/holinkova-002.htm |wayback=20070521111709 |text=&amp;#039;&amp;#039;Das Böhmische Dorf in Berlin-Neukölln. Ein kulturgeschichtliches Phänomen&amp;#039;&amp;#039;.}} Lydie Holinková&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Evangelisch-reformierte Bethlehemsgemeinde&amp;#039;&amp;#039; (heute zusammengeschlossen mit der &amp;#039;&amp;#039;[[Schlosskirche Köpenick|Schlosskirchen]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;gemeinde&amp;#039;&amp;#039; zur &amp;#039;&amp;#039;Evangelisch Reformierten Kirchengemeinde Berlin&amp;#039;&amp;#039; in der [[Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz|EKBO]]), mit den Predigtstätten Betsaal Richardstraße 97 und [[Bethlehemskirche (Berlin-Mitte)|Böhmische Kirche Berlin]] (1943 zerstört).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Evangelisch-böhmisch-lutherische Bethlehemsgemeinde&amp;#039;&amp;#039; (bis 2005)&amp;lt;ref&amp;gt;Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] verschmolzen die böhmisch-lutherischen Gemeinden in Neukölln und [[Berlin-Mitte|Mitte]], wobei letztere ihre gemeinsam mit den Reformierten besessene Böhmische Kirche 1943 durch [[Luftangriffe der Alliierten auf Berlin|alliierte Luftangriffe]] verloren hatte, zu einer Gemeinde, die ihrerseits 2005 mit drei weiteren lutherischen Gemeinden (Ananias, Magdalenen und Tabea) zur &amp;#039;&amp;#039;Evangelischen Kirchengemeinde Rixdorf&amp;#039;&amp;#039; in der EKBO fusionierte.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit der [[Bethlehemskirche (Berlin-Neukölln)|Bethlehemskirche Rixdorf]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Evangelische (Herrnhuter) [[Herrnhuter Brüdergemeine|Brüdergemeine]]&amp;#039;&amp;#039;, ursprünglich gegründet 1727 in [[Herrnhut]]/Ochranow durch den Grafen Zinzendorf, mit dem Betsaal in der [[Kirchgasse (Berlin-Neukölln)|Kirchgasse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Siedler benutzten sehr lange Zeit ihre [[Tschechische Sprache|tschechische Muttersprache]]. Die Aufzeichnungen des Pfarramtes sowie die Inschriften auf Gräbern waren zuerst in Tschechisch gehalten; die Pfarramtaufzeichnungen wurden ab 1798 in Deutsch gehalten, die Grabsteine waren von 1780 bis 1820 zweisprachig, danach nur noch deutsch,&amp;lt;ref name=&amp;quot;wanzlik&amp;quot;&amp;gt;Johannes Wanzlik: &amp;#039;&amp;#039;Der Böhmische Gottesacker am Neuköllner Karl-Marx-Platz&amp;#039;&amp;#039;; Wichern-Verlag, Berlin 1989.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Veranstaltungen der Brüdergemeine wurden bis kurz vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] noch auf Tschechisch gehalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Motel: &amp;#039;&amp;#039;Böhmisches Dorf in Berlin-Neukölln&amp;#039;&amp;#039;, in Werner Korthaase (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Böhmische Dorf in Berlin-Neukölln 1737–1987. Dem Kelch zuliebe Exulant&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1987, S.&amp;amp;nbsp;21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tschechische Namen hatten einige Gassen, am längsten die &amp;#039;&amp;#039;Malá ulička&amp;#039;&amp;#039; (‚Enge Gasse‘), die erst seit 1909 Kirchgasse heißt. Die letzten beiden Frauen, die noch Tschechisch sprachen bzw. verstanden, starben 1940.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.herrnhuter-in-berlin.de/gemeinde/geschichte/wie-ist-boehmisch-rixdorf-entstanden/ Wie ist Böhmisch Rixdorf entstanden?]&amp;#039;&amp;#039; Evangelische Brüdergemeine, Gemeinde Berlin. Abgerufen am 3. August 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauwerke und Grünanlagen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rixdorf30.jpg|mini|hochkant|Haus Kirchgasse 5]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bethlehemskirche.jpg|mini|hochkant|Die [[Bethlehemskirche (Berlin-Neukölln)|Bethlehemskirche]]]]&lt;br /&gt;
* Zu den am besten erhaltenen historischen Gebäuden von Böhmisch-Rixdorf gehört das Haus &amp;#039;&amp;#039;Kirchgasse 5&amp;#039;&amp;#039;. Eingeweiht wurde es am 14.&amp;amp;nbsp;November 1753 als eine Schule; der Unterricht lief hier bis 1909. Am Giebel sieht man deutlich einen [[Hussitenkelch]], der verdeutlichen soll, dass sich zwischen 1754 und 1761 hier der erste Gebetssaal der Brüdergemeine befand. In zwei Räumen befindet sich hier das kleine [[Museum im Böhmischen Dorf]].&amp;lt;ref&amp;gt;„Museum im Böhmischen Dorf“, siehe dazu [http://museumimboehmischendorf.de/ Homepage] des Museums&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist zugleich das älteste erhaltene Schulgebäude des Bezirks Neukölln.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;[[Böhmischer Gottesacker Rixdorf|Böhmische Gottesacker]]&amp;#039;&amp;#039; liegt zwischen dem heutigen Karl-Marx-Platz und der Kirchhofstraße. Er wurde 1751 wegen einer für die damalige Zeit ungewöhnlich hohe Anzahl von Todesfällen (allein 136 Personen in den Jahren 1737–1751) angelegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wanzlik&amp;quot; /&amp;gt; Der Friedhof wird bislang von allen drei kirchlichen Gemeinden gemeinsam benutzt, es handelt sich um den zweitältesten noch benutzten Friedhof in Berlin.&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;[[Schmiede am Richardplatz|historische Schmiede]]&amp;#039;&amp;#039;, die sich mitten auf dem Richardplatz befindet, wurde zuerst 1624 erwähnt. Sie gehörte ursprünglich einem Schmied aus Berlin, der einmal in der Woche hierher fuhr. 1797 wurde hier ein Schmied ansässig, dessen Nachkommen die Schmiede über 150&amp;amp;nbsp;Jahre führten. Sie ist immer noch in Betrieb, wenngleich vorwiegend im künstlerischen und Restaurierungsbereich; im ehemaligen Wohnhaus des Schmieds befindet sich der „Frauentreffpunkt Schmiede“. Die Schmiede nimmt jährlich am traditionellen Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt teil.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Bankmann (www.denkmalbild.de), Aushang an der Schmiede (vom April 2007); siehe dazu [http://rixdorfer-schmiede.de/ Homepage der Schmiede]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;[[Bethlehemskirche (Berlin-Neukölln)|Bethlehemskirche]]&amp;#039;&amp;#039; auf dem Richardplatz, im Allgemeinen „Rixdorfer Dorfkirche“ genannt, stammt aus dem Jahre 1481. Im 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde sie bei einem Brand bis auf die Außenmauern zerstört. Nach 1737 wurde die Kirche wieder aufgebaut und noch durch die Lutheraner benutzt (Evangelisch-böhmisch-lutherische Bethlehemsgemeinde). Der ein- bis zweimal monatlich stattfindende Gottesdienst wird in [[Deutsche Sprache|Deutsch]] gehalten, verwendet jedoch die alte [[Liturgie]]. Die Kirche ist bekannt für ihre gute Akustik und es finden Konzerte in ihr statt. Die Kirchengemeinde ist im sozialen Bereich tätig.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;[[Comenius-Garten]]&amp;#039;&amp;#039; an der Richardstraße wurde am 11.&amp;amp;nbsp;Juni 1995 in Anwesenheit der Oberbürgermeister von Berlin und [[Prag]] eröffnet. Seine Architektur soll an die [[Pädagogik|pädagogischen]] und [[Philosophie|philosophischen]] Vorstellungen von [[Johann Amos Comenius]] anknüpfen; auf etwa 7000&amp;amp;nbsp;m² erinnert er symbolisch an die Geschichte und Tätigkeit der böhmischen Gemeinde. Bei der Eröffnung wurde die Partnerschaft beider Städte – Berlin und Prag – besiegelt. Auf dem Gelände des Comenius-Gartens in der Richardstraße 35 stand bis 1971 die sogenannte „Richardsburg“, eine [[Mietskaserne]] mit fünf Hinterhöfen. Sie war ein historisches Monument für die „Arbeitervorstadt“ Rixdorf/Neukölln und Ort lokalgeschichtlich wichtiger Auseinandersetzungen bis Anfang der 1970er Jahre.&lt;br /&gt;
* [[Datei:Emblem of borough Neukoelln.svg|mini|hochkant|Wappen von Neukölln mit [[Hussitenkelch]] zur Erinnerung an die böhmischen Exulanten]]Die [[Denkmalschutz|denkmalgeschützte]] &amp;#039;&amp;#039;Tagelöhnerstätte und Schmiede&amp;#039;&amp;#039; in der Richardstraße 37&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.stadtentwicklung.berlin.de/denkmal/liste_karte_datenbank/de/denkmaldatenbank/daobj.php?obj_dok_nr=09090380 |wayback=20171107014843 |text=&amp;#039;&amp;#039;Wohnhaus &amp;amp; Gewerbebau Richardstraße 37&amp;#039;&amp;#039;.}} Bei: &amp;#039;&amp;#039;berlin.de&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; mit ihrem historischen Hofpflaster wurde 1795 von dem Tagelöhner Daniel Gutschwager errichtet und nach dem großen Brand im Jahr 1884 durch die Eigentümerin Friederike Gutschwager in seiner ursprünglichen Form mit [[Rauchküche]] wieder aufgebaut. Das um eine Schmiede nebst Beschlag erweiterte Gebäude zeigt seine Wurzeln durch den die Fassade schmückende Pferdekopf der Schmiede von Hermann Kiel aus dem Jahr 1888.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Motel&amp;quot;&amp;gt;Manfred Motel: &amp;#039;&amp;#039;Chronik von Rixdorf: Eine Festgabe aus dem Böhmischen Dorf zum hundertsten Jahrestag der Stadtwerdung von Rixdorf/Neukölln.&amp;#039;&amp;#039; Förderkreis Böhmisches Dorf in Berlin-Neukölln, Berlin, 1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Richard Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Neukölln – Ein Bezirk von Berlin.&amp;#039;&amp;#039; Nicolaische Verlagsbuchhandlung 1993.&lt;br /&gt;
* Johannes Wanzlik: &amp;#039;&amp;#039;Der Böhmische Gottesacker am Neuköllner Karl-Marx-Platz&amp;#039;&amp;#039;; Wichern-Verlag, Berlin 1989.&lt;br /&gt;
* Hans-Jürgen Rach: &amp;#039;&amp;#039;Böhmen in der Mark – Von böhmischen Exulanten in der Mark.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Mark Brandenburg&amp;#039;&amp;#039;, Heft 75, Berlin 2009, ISBN 978-3-910134-11-9.&lt;br /&gt;
* [[Werner Korthaase]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Böhmische Dorf in Berlin-Neukölln 1737–1987: Dem Kelch zuliebe Exulant. Stätten der Geschichte Berlins,&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;20. Berlin: Hentrich, 1987.&lt;br /&gt;
* Manfred Motel: &amp;#039;&amp;#039;Chronik von Rixdorf: Eine Festgabe aus dem Böhmischen Dorf zum hundertsten Jahrestag der Stadtwerdung von Rixdorf/Neukölln.&amp;#039;&amp;#039; Förderkreis Böhmisches Dorf in Berlin-Neukölln, Berlin, 1999.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Böhmisch-Rixdorf}}&lt;br /&gt;
* Webseiten der ansässigen reformierten Kirchengemeinden:&lt;br /&gt;
** [https://www.herrnhuter-in-berlin.de/ Evangelische Brüdergemeine Berlin]&lt;br /&gt;
** [https://www.bethlehemsgemeinde.de/ Evangelisch-reformierte Bethlehemsgemeinde Berlin]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=52.473949 |EW=13.443894 |type=landmark |elevation=34 |dim=500 |name=Böhmisch Rixdorf |region=DE-BE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bohmisch-Rixdorf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Böhmisch-Rixdorf| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin-Neukölln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Exulantenbewegung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrnhuter Brüdergemeine in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Protestantismus in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1874]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindegründung 1737]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-12022-36</name></author>
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