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	<title>Böhmakeln - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T14:09:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=B%C3%B6hmakeln&amp;diff=637130&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ChickSR: HC: Entferne Kategorie:Soziolekt</title>
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		<updated>2025-04-26T06:55:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Soziolekt&quot; title=&quot;Kategorie:Soziolekt&quot;&gt;Kategorie:Soziolekt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gottesfriede (Danilowitz).jpg|mini|Karikatur zum [[Böhmischer Sprachenkonflikt|Böhmischen Sprachenkonflikt]] (1908) mit Bildunterschrift: „Her’n S’ auf mit blede pulitische Sachen! Silvester gibt e keine Deitsche nit und keine Behm – gibt e nur B’suffene.“ (e statt ö; [[Artikel (Wortart)#Slawische und baltische Sprachen|keine Artikel]]; [[doppelte Verneinung]])]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Böhmakeln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;Böhmisch-Deutsch, Kuchldeutsch&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Kucheldeutsch&amp;#039;&amp;#039;) ist eine im 18. Jahrhundert entstandene austrobohemische [[Mischsprache]], bei der [[Dialekte in Österreich|österreichisches]] [[Deutsche Sprache|Deutsch]] mit [[Tschechische Sprache|tschechischen]] Elementen vermengt ist. Er findet sich nicht nur bei [[Böhmen (Bevölkerung)|Böhmen]] bzw. [[Tschechen]], etwa im [[Prager Deutsch]], sondern auch bei [[Mährer (Volksgruppe)|Mährern]] und [[Slowaken]]. Häufig handelte es sich bei den Sprechern um Vertreter der unteren sozialen Schichten, die in einer deutschsprachigen Umgebung tätig waren, etwa als Haushaltshilfen (daher die Bezeichnung „Kuchldeutsch“, von ,Küche‘) oder beim Militär. Das &amp;#039;&amp;#039;Kuchelböhmisch&amp;#039;&amp;#039; ist ein gesprochenes Tschechisch mit deutschen Elementen. Das Verb ,böhmakeln‘ ist ein vom [[Ethnophaulismus]] ,Böhmak‘ (Böhme, Tscheche) abgeleiteter [[Frequentativ]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Peter Althaus |Titel=Mauscheln: Ein Wort als Waffe |Verlag=Walter de Gruyter |Datum=2020 |ISBN=978-3-11-088689-4 |Seiten=264}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
Laut [[Emil Skála]] handelt es sich bei Kuchldeutsch und Kuchlböhmisch um Erscheinungen des 19. Jahrhunderts:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=,Kucheldeutsch‘ ist ein sozial bedingter [[Jargon]] der Tschechen, die als Angestellte oder Bedienstete bei wirtschaftlich und gesellschaftlich höhergestellten Deutschen oder Juden täglich mit der deutschen Sprache in Berührung kamen. Es ist ein Deutsch mit tschechischen phonetischen Elementen, mit tschechischen Lehnwörtern und vom Tschechischen beeinflußter Syntax. ,Kuchelböhmisch‘ ist mit deutschen Lehnwörtern durchsetztes Tschechisch, in dem stellenweise ganze deutsche Fügungen erscheinen konnten.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Skála 1966&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Helmut Glück |Titel=Deutsch als Fremdsprache in Europa vom Mittelalter bis zur Barockzeit |Verlag=Walter de Gruyter |Datum=2013 |ISBN=978-3-11-088115-8 |Seiten=361 |Online=https://books.google.de/books?id=TpYiAAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA361&amp;amp;dq=Kuchelb%C3%B6hmisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwili4_8n6D6AhUFSfEDHfC-BWoQ6AF6BAheEAI#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Tschechen in Wien}}&lt;br /&gt;
Einen besonderen Stellenwert hatte das Böhmakeln in Wien, da dort früher ein großer Anteil an [[Tschechen]] und [[Slowaken]] lebte, die im Zuge der [[Industrialisierung]] eingewandert waren. Dem auffälligen Akzent der tschechischstämmigen Arbeiterbevölkerung, die sich vor allem auf den 10. Wiener Gemeindebezirk, [[Favoriten]], mit den dortigen Ziegelwerken („[[Ziegelböhm]]“) konzentrierte, wird auch prägender Einfluss auf den [[Wienerisch|Wiener Dialekt]] zugeschrieben: Das [[Meidlinger&amp;amp;nbsp;L]] leitet sich angeblich vom Tschechischen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Phonetik ==&lt;br /&gt;
Typisch für das Böhmakeln ist die abweichende Aussprache der deutschen [[Umlaut]]e. Das &amp;#039;&amp;#039;ö&amp;#039;&amp;#039; wird zum kurzen &amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039; (die sprichwörtlichen &amp;#039;&amp;#039;bemischen Knedel&amp;#039;&amp;#039; statt der &amp;#039;&amp;#039;böhmischen Knödel&amp;#039;&amp;#039;), während ein &amp;#039;&amp;#039;ü&amp;#039;&amp;#039; eher wie ein &amp;#039;&amp;#039;i&amp;#039;&amp;#039; ausgesprochen wird (&amp;#039;&amp;#039;missen&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;müssen&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In der Kultur ==&lt;br /&gt;
In Kabarett, Film und Fernsehen entstanden oft Charaktere, die böhmakelten, etwa in den Stücken von [[Johann Nestroy]]. Meister des imitierten &amp;#039;&amp;#039;Böhmakelns&amp;#039;&amp;#039; waren Schauspieler wie [[Peter Alexander]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Wie Böhmen noch bei Öst’reich war]]&amp;#039;&amp;#039;), [[Maxi Böhm]], [[Heinz Conrads]] oder [[Fritz Muliar]] sowie der in Brünn geborene DDR-Entertainer [[Lutz Jahoda]] und der Kabarettist [[Georg Kreisler]] &amp;#039;&amp;#039;(Telefonbuch-Polka&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Der Bluntschli)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die berühmteste dieser Figuren ist der &amp;#039;&amp;#039;[[Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk|brave Soldat Schwejk]]&amp;#039;&amp;#039;. In der bekanntesten deutschen Übersetzung von [[Jaroslav Hašek]]s Roman durch [[Grete Reiner]] aus dem Jahr 1926 böhmakelt er, im Original spricht er dagegen grammatisch korrektes [[Gemeinböhmisch]]. [[Heinz Rühmann]], der die Figur des Schwejk im Film [[Der brave Soldat Schwejk (1960)|&amp;#039;&amp;#039;Der brave Soldat Schwejk&amp;#039;&amp;#039; (1960)]] zu verkörpern hatte, die Kunst des Böhmakelns aber kaum beherrschte, musste einer Anekdote zufolge von Fritz Muliar, der eine kleine Nebenrolle als russischer Soldat in diesem Film hatte, unterrichtet werden. Muliar spielte Schwejk in der ab 1972 ausgestrahlten Fernsehserie [[Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk (Fernsehserie)|&amp;#039;&amp;#039;Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk&amp;#039;&amp;#039;]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Pavel Trost]]: &amp;#039;&amp;#039;Das spätere Prager Deutsch.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Germanistica Pragensia 2&amp;#039;&amp;#039;, 1962, S. 31–39.&lt;br /&gt;
* [[Emil Skála]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Prager Deutsch.&amp;#039;&amp;#039; In: Zeitschrift für deutsche Sprache 22, Hf. 1/2, S. 84–91.&lt;br /&gt;
* [[Götz Fehr]]: &amp;#039;&amp;#039;Fernkurs in Böhmisch. Grindliche und gewissnhafte Ajnfírung in špráchliche und kulináriše Špecialitétn inklusive Begegnung mit Land, Lajtn und Fíchern, Anlajtung fír Grussformen und gepflégtes Geblédel sowí Špruchwajshajt, und cum Šluss noch Berátung in Sajtenšpringerln, Menčnkentnis und Gelassnhajt gégníber historišn Wexlfelln.&amp;#039;&amp;#039; Mit Zeichnungen des Autors. Hoffmann und Campe, Hamburg 1977, ISBN 3-455-01950-1.&lt;br /&gt;
* Bettina Morcinek, Veronika Opletalová, [[Helmut Glück]], [[Karsten Rinas]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutschlernen ,von unten‘: Böhmakeln und Kuchldeutsch&amp;#039;&amp;#039;. Harrassowitz, Wiesbaden 2016, ISBN 978-3-447-10617-7.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Torberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Anhang: Als noch geböhmakelt wurde.&amp;#039;&amp;#039; 1971, in: Friedrich Torberg: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Tante Jolesch]] und die Erben der Tante Jolesch&amp;#039;&amp;#039; (Doppelband). Langen Müller Verlag, München 2008, ISBN 978-3-7844-3139-0, S. 615–620.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Andrea Lösel: [https://www.uni-bamberg.de/news/artikel/boehmakeln/ &amp;#039;&amp;#039;Erkundungen einer historischen Mischsprache: Bamberger Linguisten forschen zum Böhmakeln.&amp;#039;&amp;#039;] Universität Bamberg, 2014.&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://deutsch.radio.cz/karel-mechte-etwas-trellern-8160188 |autor=Annette Kraus |titel=Karel mechte etwas trellern |werk=deutsch.radio.cz |datum=2018-05-26 |sprache=de |abruf=2024-04-27}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bohmakeln}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichische Mundart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichisch-tschechischer Kulturaustausch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsch-tschechische Beziehungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Böhmen)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ChickSR</name></author>
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