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	<title>Aztekischer Kahlkopf - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Aztekischer_Kahlkopf&amp;diff=2606070&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-21938-17: /* Bedeutung */ Wikilink zum ersten Auftreten des Begriffs im Fließtext verschoben.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Aztekischer_Kahlkopf&amp;diff=2606070&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-10T00:18:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bedeutung: &lt;/span&gt; Wikilink zum ersten Auftreten des Begriffs im Fließtext verschoben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Aztekischer Kahlkopf&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Psilocybe aztecorum&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Roger Heim|R. Heim]]&amp;lt;!--1957--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Psilocybe&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Träuschlingsverwandte&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Strophariaceae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Champignonartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Agaricales&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Agaricomycetidae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterklasse&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Agaricomycetes&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Bild             = Psilocybe aztecorum 189390 crop.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Aztekischer Kahlkopf (&amp;#039;&amp;#039;Psilocybe aztecorum&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aztekische Kahlkopf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Psilocybe aztecorum&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Pilzart der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Psilocybe]]&amp;#039;&amp;#039;, aus der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Träuschlingsverwandte]]n (Strophariaceae). Innerhalb der Art kommen mindestens zwei [[Varietät (Biologie)|Varietäten]], &amp;#039;&amp;#039;Psilocybe aztecorum&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;aztecorum&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Psilocybe aztecorum&amp;#039;&amp;#039; var &amp;#039;&amp;#039;bonetii&amp;#039;&amp;#039;, vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
=== Makroskopische Merkmale ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Psilocybe aztecorum 106711.jpg|mini|links|Hutunterseite mit den Lamellen]]&lt;br /&gt;
Der Pilz bildet kleine, feuchte [[Fruchtkörper]]. Der Hut ist jung goldgelb oder karamellbraun, im Alter verblasst die Farbe zu einem bräunlichen Grau oder gar Mattweiß. Er ist [[Hygrophanität|hygrophan]] und wellt sich teilweise. Dadurch sind starke Variationen der Tönung möglich. Diese reicht, je nach Flüssigkeitszufuhr, von dunklem Kastanienbraun bis ins Strohgelbe oder Weißliche, bei Trockenheit. Die Form ist glockig oder halbkugelig gewölbt, mit der Zeit findet eine schirmförmige Abflachung statt, das Erscheinungsbild ist dann stumpf-gebuckelt. Die Oberfläche ist klebrig-schleimig und weist eine gewisse Transparenz auf. Die [[Lamelle (Mykologie)|Lamellen]] scheinen bei Feuchtigkeit, entlang des Hutrandes, streifenförmig durch. Sie liegen eng beieinander und sind hochlaufend angewachsen. Ihre Farbe ist nahe der Hut-Innenseite dunkel-violett, weiter außen blass-braun oder grau, mit weißlichen Rändern. Es können bis zu drei [[Lamelletten]] untermischt sein. Der hohle Stiel ist 0,2 bis 0,5&amp;amp;nbsp;cm dick und 3,0 bis 7,5&amp;amp;nbsp;cm lang. Er ist entweder gerade oder deutlich gewunden. Seine Farbe liegt im Weißlich-Grauen bis Cremefarbenen, teils ist er blau gefleckt. Die Textur ist glatt, faserig und seidig behaart, manchmal weiß-geschuppt. Das im Jungstadium vorhandene [[Velum (Mykologie)|Velum partiale]] vergeht schnell, hinterlässt am oberen Teil des Stiels jedoch einen vergänglichen Ringrest. Nach oben hin setzt eine geringe Verdickung ein. An der leicht knolligen Stielbasis befinden sich weiße [[Rhizomorphe]]. Anders als bei anderen (blauenden) Kahlköpfen, färbt sich der Stiel bei Druck oder Verletzung eher grünlich-blau. Das Fleisch ist weiß, gelblich oder gelb-rötlich. Im Hut überwiegt farblich ein gelbhaltiges Rostrot, im Stiel ein Matt-Creme. Der Geruch ist mild. Geschmacklich ist der Pilz etwas mehlig und bitter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mikroskopische Merkmale ===&lt;br /&gt;
Die dickwandigen [[Spore]]n messen (10.4)12 bis 14.0(17) × (6)6.6 bis 7.7(8.8) μm, die Wandstärke beträgt etwa 1 bis 1,5 μm, jene der Varietät &amp;#039;&amp;#039;bonetii&amp;#039;&amp;#039; sind mit (9)10 bis 13.0(14) × 6.0 bis 7.5(8.0) μm etwas kleiner. Sie besitzen jeweils eine breite Keimpore. Die Form ist länglich-elliptisch, in der Regel an beiden Enden spitz-zulaufend. Es kommen hin und wieder Sporen vor, die besonders lang sind. Der Sporenabdruck ist braun-violett oder schwärzlich-violett. Die 24 bis 33 × 6,6 bis 8,8 μm großen [[Basidie]]n können 1- bis 4-sporig sein, am häufigsten sind 4-sporige.&lt;br /&gt;
Sie sind [[hyalin]], z.&amp;amp;nbsp;T. mit gelblichem Ton und in der Form grob zylindrisch. Einige sind mittig leicht verengt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reichlich vorhandenen [[Zystide|Cheilozystiden]] bilden ein steriles Band am Rande der Lamellen, ihre Abmessungen ergeben 20 bis 45 × 5 bis 8,2 μm. Ihr fadenförmiger Hals ist ca. 6 bis 11 × 1,6 bis 2,5 μm groß. Die [[Zystide|Pleurozystiden]] sind teilweise gegabelt-verzweigt.&lt;br /&gt;
Das [[Subhymenium]] besteht aus kugelförmigen Zellen, welche mit den [[Hyphe]]n verwoben sind. Die sich ergebende Schicht ist hyalin bis gelb- oder bräunlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;G. Guzmán 1983&amp;quot;&amp;gt;G. Guzmán: &amp;#039;&amp;#039;The Genus Psilocybe: A Systematic Revision of the Known Species Including the History, Distribution and Chemistry of the Hallucinogenic Species.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Beihefte zur Nova Hedwigia.&amp;#039;&amp;#039; Heft 74 (1983), J. Cramer, Vaduz, Germany&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;220&amp;quot; caption=&amp;quot;Mikroskopie&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Psilocybe aztecorum 106872.jpg|Cheilozystiden und [[Spore]]n&lt;br /&gt;
 Psilocybe aztecorum 106866.jpg|Pleurozystiden&lt;br /&gt;
 Psilocybe aztecorum 106870 crop.jpg|[[Hutdeckschicht#Cutis|Cuticula]] des Hutes&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taxonomie und Nomenklatur ==&lt;br /&gt;
Die Art wurde erstmals im Jahr 1956 durch den französischen Mykologen [[Roger Heim]] erwähnt, nachdem ihm der Ethnomykologe [[R. Gordon Wasson]] eine Wildsammlung der Art aus [[Paso de Cortés]] zukommen ließ. Da für die Analyse nur getrocknete Exemplare vorlagen, beschränkte sich Heim auf die Untersuchung der Sporen, er nannte diese im Vergleich zum [[Mexikanischer Kahlkopf|Mexikanischen Kahlkopf]] (&amp;#039;&amp;#039;Psilocybe mexicana&amp;#039;&amp;#039;) „länger und dünner“. Erst ein Jahr später erfolgte durch ihn die Umbenennung (zuvor &amp;#039;&amp;#039;Psilocybe mexicana&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;longispora&amp;#039;&amp;#039;) und offizielle Beschreibung der Art.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Guzmán: &amp;#039;&amp;#039;Variation, distribution, ethno-mycological data and relationships of Psilocybe aztecorum, a Mexican hallucinogenic mushroom.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mycologia.&amp;#039;&amp;#039; 70(2), 1978.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1978 wurden durch [[Gaston Guzmán]] und mitwirkende mexikanische Mykologen weitere [[Emendation (Taxonomie)|Emendationen]] vorgenommen. So ergaben sich klare Unterscheidungen in der Farbe des Hutes, seiner starken [[Hygrophanität]], den [[Rhizoid]]en an der Basis der [[Stammzelle]]n und der Größe der Sporen. Außerdem wurde festgestellt, dass die Art im Gegensatz zu &amp;#039;&amp;#039;Psilocybe mexicana&amp;#039;&amp;#039; lignicol lebt.&lt;br /&gt;
In der gleichen Publikation erschien auch die Beschreibung der Variante &amp;#039;&amp;#039;Psilocybe aztecorum&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;bonetii&amp;#039;&amp;#039;, die deutlich kleinere Sporen besitzt. Ursprünglich hatte Guzmán diese um 1970 als eine eigenständige [[Art (Biologie)|Spezies]], &amp;#039;&amp;#039;Psilocybe bonetii&amp;#039;&amp;#039;, beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Guzmán: &amp;#039;&amp;#039;New species of Psilocybe of the section caerulescentes from the Mexican conifer-g forests.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Anales de la Escuela Nacional de Ciencias Biologicas Mexico.&amp;#039;&amp;#039; 17 (1–4)(1970), S. 9–16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Artepitheton]] &amp;#039;&amp;#039;aztecorum&amp;#039;&amp;#039; bezieht sich auf die zentralmexikanischen Populationen und impliziert die Vorkommen im ehemals aztekischen Raum. Die Namensgebung resultierte aus dem nachweislich zeremoniellen Gebrauch, der bereits lange vor dem Eintreffen der ersten spanischen [[Konquistador]]en praktiziert wurde. Die Varietät &amp;#039;&amp;#039;bonetii&amp;#039;&amp;#039; ist nach [[Federico Bonet]], der zu Lebzeiten an der mexikanischen &amp;#039;&amp;#039;Escuela Nacional de Ciencias Biológicas&amp;#039;&amp;#039; wirkte, benannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;G. Guzmán 1983&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Artabgrenzung ==&lt;br /&gt;
Verwechslungsmöglichkeit besteht vor allem durch den indischen „Doppelgänger“ &amp;#039;&amp;#039;[[Psilocybe pseudoaztecorum]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;K. Natarajan, N. Raman: &amp;#039;&amp;#039;A new species of Psilocybe from India.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mycologia.&amp;#039;&amp;#039; 77 (1) (1985), S. 158–161.&amp;lt;/ref&amp;gt; (nach Guzmán), welcher nur durch Ungleichheiten der Pleuro- und Cheilozystiden identifizierbar ist, so etwa dem Fehlen eines filamentösen Zystidenhalses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als habituell ähnliche Gattungen sind die [[Schwefelköpfe]] (&amp;#039;&amp;#039;Hypholoma&amp;#039;&amp;#039;), [[Helmlinge]] (&amp;#039;&amp;#039;Mycena&amp;#039;&amp;#039;) und [[Häublinge]] (&amp;#039;&amp;#039;Galerina&amp;#039;&amp;#039;) zu nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gattungsverwandte &amp;#039;&amp;#039;[[Psilocybe pelliculosa]]&amp;#039;&amp;#039; ist zwar ausschließlich im Pazifischen Nordwesten der [[Vereinigte Staaten|USA]] und Kanada beheimatet, die frischen Fruchtkörper können jedoch aufgrund oberflächlicher Übereinstimmungen verwechselt werden. Ihr Hut ist mehr kegelig-glockenförmig als kugelig-halbkugelig, die Huthaut lässt sich leicht abziehen. Eine andere sehr ähnlich aussehende Art, &amp;#039;&amp;#039;[[Psilocybe baeocystis]]&amp;#039;&amp;#039;, ist im Nordwesten von Nordamerika, von [[British Columbia]] bis [[Washington (Bundesstaat)|Washington]] und [[Oregon]] heimisch, sie hat dünnere Cheilozystiden (exemplarisch 20–32 × 4,4–6 [[Meter#Dezimale Vielfache|Mikrometer]]) als &amp;#039;&amp;#039;Psilocybe aztecorum&amp;#039;&amp;#039; und die selteneren Pleurozystiden kommen nur in der Nähe des Lamellenrandes vor. Die Art &amp;#039;&amp;#039;Psilocybe quebecensis&amp;#039;&amp;#039; ist nur aus der Region [[Québec]] bekannt und somit nach derzeitigem Kenntnisstand in [[Kanada]] endemisch. Obwohl die Stammesgeschichte der amerikanischen Arten nicht geklärt ist, nimmt Guzmán an, dass &amp;#039;&amp;#039;Psilocybe aztecorum&amp;#039;&amp;#039; der Vorfahre von &amp;#039;&amp;#039;Psilocybe baeocystis&amp;#039;&amp;#039; im Nordwesten von [[Nordamerika]] und von &amp;#039;&amp;#039;Psilocybe quebecensis&amp;#039;&amp;#039; im Nordosten Nordamerikas sein könnte.&lt;br /&gt;
Die Tatsache, dass der Aztekische Kahlkopf bis jetzt nur aus wenigen zentralmexikanischen Staaten bekannt ist, schließt Verwechslungen mit anderen &amp;#039;&amp;#039;Psilocybe&amp;#039;&amp;#039;-Arten größtenteils aus. Anderes gilt für die in ganz Mexiko verbreiteten, engen Verwandten &amp;#039;&amp;#039;Psilocybe mexicana&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Psilocybe caerulescens]]&amp;#039;&amp;#039;, welche sich hin und wieder Standorte teilen und unter ähnlichen Wachstumsbedingungen vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner kann der in Europa beheimatete [[Spitzkegeliger Kahlkopf|Spitzkegelige Kahlkopf]] (&amp;#039;&amp;#039;Psilocybe semilanceata&amp;#039;&amp;#039;) bei oberflächlicher Betrachtung der Art &amp;#039;&amp;#039;Psilocybe aztecorum&amp;#039;&amp;#039; ähnlich sehen, da sich die Hüte der beiden Pilze im Jungstadium farblich kaum unterscheiden und der des &amp;#039;&amp;#039;Psilocybe aztecorum&amp;#039;&amp;#039; in der Form ebenso kegelig ist.&lt;br /&gt;
Der südafrikanische &amp;#039;&amp;#039;[[Psilocybe natalensis]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Arbeitsgemeinschaft Ethnomedizin (2007), Vieweg: &amp;#039;&amp;#039;[[Curare (Zeitschrift)|Curare]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 30, Ausgaben 1–3.&amp;lt;/ref&amp;gt; teilt die Eigenschaft, beim Trocknen auszubleichen, obwohl er auch frisch eine fast reinweiße Hutoberfläche hat. Die Art ähnelt zudem habituell eher &amp;#039;&amp;#039;[[Psilocybe cubensis]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst durch vergleichende mikroskopische Betrachtung sind deutlichere Unterschiede vieler [[Kahlköpfe]] untereinander festzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volkstümliche Namen ==&lt;br /&gt;
Die [[Synonym (Taxonomie)|Synonyme]] der Art decken sich in der Bedeutung mit denen des Mexikanischen Kahlkopfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aztekisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Nahuatl):&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Apipiltzín&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Nahua apipiltzin&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;teu-nanacatl&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;tejuinti&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;teyhuinti nanacatl&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Xochinanacatl&amp;#039;&amp;#039; (»Blumen-Fleisch«)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spanisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;dormilon&amp;#039;&amp;#039; »Langschläfer«; &amp;#039;&amp;#039;niños&amp;#039;&amp;#039;, »Jungs«, &amp;#039;&amp;#039;niño de las aguas&amp;#039;&amp;#039; (»Kind der Wasser«)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rätsch (2007)&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Psilocybe aztecorum 108691 crop.jpg|mini|Junger Fruchtkörper mit weißen Rhizomorphen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Psilocybe aztecorum&amp;#039;&amp;#039; lebt als [[saprobiont]] von abgestorbenem Pflanzenmaterial, etwa&lt;br /&gt;
morschem, verrottendem Holz, Laub und seltener Pinienzapfen. Die Art ernährt sich von [[Koniferen]] jedoch auch parasitär (lignicol) und bewächst vereinzelt deren lebende Äste. Geeignete [[Habitat]]e bieten Wiesen oder lichte (offene), grasige Wälder, wo &amp;#039;&amp;#039;Psilocybe aztecorum&amp;#039;&amp;#039; in [[Symbiose]] mit Gräsern wie &amp;#039;&amp;#039;[[Festuca tolucensis]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Muhlenbergia quadridentata]]&amp;#039;&amp;#039;, sowie einer [[Frauenmantel]]-Art, &amp;#039;&amp;#039;[[Alchemilla procumbens]]&amp;#039;&amp;#039;, vorkommt. Ansammlungen der Pilze, etwa 5 bis 20 Fruchtkörper umfassend, treten häufig in alpinen Kiefernwäldern (vgl. &amp;#039;&amp;#039;[[Pinus hartwegii]]&amp;#039;&amp;#039;) auf. Das Wachstum ist zum Teil büschelig. Beide Varietäten scheinen in Mexiko endemisch zu sein. Geeignete Wachstumsbedingungen werden nur in Bergregionen, bei Höhen von 3.200 bis 4.000 m erreicht.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Guzmán: &amp;#039;&amp;#039;Inventorying the fungi of Mexico.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biodiversity and Conservation.&amp;#039;&amp;#039; 7 (1998), S. 369–384.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Varietät &amp;#039;&amp;#039;bonetii&amp;#039;&amp;#039; unterscheidet sich in ihrem Habitat nur darin, dass sie [[Humus]] als Substrat bevorzugt und bisher nur in Nadelwäldern der [[Montezuma-Kiefer]] (&amp;#039;&amp;#039;Pinus montezumae&amp;#039;&amp;#039;) und der [[Heilige Tanne|Heiligen Tanne]] (&amp;#039;&amp;#039;Abies religiosa&amp;#039;&amp;#039;) gefunden wurde. Es sind ausschließlich zentralmexikanische Vorkommen bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wachstumszeit erstreckt sich von August bis Oktober.&lt;br /&gt;
Von Vorkommen wird zum Beispiel in der Umgebung von [[Paso de Cortes]] und den zentralmexikanischen Bundesstaaten [[Puebla (Bundesstaat)|Puebla]] und [[Tlaxcala (Bundesstaat)|Tlaxcala]] berichtet. Weitere [[Population (Biologie)|Populationen]] sind aus anderen, sehr hohen Bergen in Zentral-Mexiko, so z.&amp;amp;nbsp;B. [[Sierra Nevada (Mexiko)|Sierra Nevada]], La Malinche, [[Nevado de Toluca]], [[Popocatépetl]], dem &amp;#039;&amp;#039;Paso de Cortés&amp;#039;&amp;#039; und dem Nationalpark &amp;#039;&amp;#039;[[Nationalpark Desierto de los Leones|Desierto de los Leones]]&amp;#039;&amp;#039; bekannt. Die Varietät &amp;#039;&amp;#039;bonetii&amp;#039;&amp;#039; wächst an den Hängen des [[Iztacihuatl]] bis über die [[Baumgrenze]], in Höhen von etwa 3000 bis 3500 Metern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass bisher unentdeckte Populationen in den Bergregionen der Bundesstaaten Nuevo Leon, Veracruz, Colima und Chiapas vorkommen könnten. Die Ökologie ähnelt dort jener der bereits entdeckten Habitate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkstoffe ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Psilocybe aztecorum&amp;#039;&amp;#039; enthält primär die [[Indolalkaloide]] [[Psilocybin]] und [[Psilocin]]. Im getrockneten Pilz wurde 0,2 % Psilocybin und Spuren von Psilocin nachgewiesen,&amp;lt;ref&amp;gt;A. Hoppe: &amp;#039;&amp;#039;Gymnospermen, Kryptogamen, Tierische Drogen.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, de Gruyter, 1977, ISBN 3-11-084414-1, S. 134.&amp;lt;/ref&amp;gt; dessen Konzentration in frischen Proben gewöhnlich höher ist. Der recht instabile Stoff zersetzt sich jedoch zu großen Teilen im Trocknungsvorgang. Das Psilocybin wird im Körper schnell zu Psilocin metabolisiert, der eigentlich psychoaktiven Verbindung. In der Varietät &amp;#039;&amp;#039;bonetii&amp;#039;&amp;#039; weist nichts auf das Vorhandensein des [[Hydrolyse]]-Produkts Psilocin hin.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Ott: &amp;#039;&amp;#039;Detection of psilocybin in species Of Psilocybe, Panaeolus and Psathyrella.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Journal of Natural Products|Lloydia]].&amp;#039;&amp;#039; 39 (4) (1976), S. 258–260.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Entdeckung des [[Psychedelikum|psychedelisch]] wirksamen [[Halluzinogen]]s Psilocybin geht auf den Schweizer Pharmakologen [[Albert Hofmann]] zurück, die Substanz wurde 1958 erstmals durch ihn, aus dem Mexikanischen Kahlkopf (&amp;#039;&amp;#039;Psilocybe mexicana&amp;#039;&amp;#039;), isoliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Psychoaktive Wirkung ===&lt;br /&gt;
Das Psilocybin wird oral eingenommen, um so im [[Verdauungstrakt]] resorbiert werden zu können. Durch Verbrennung, etwa dem [[Rauchen]], zerfällt es. Die Wirkung setzt in der Regel nach 20 bis 30 Minuten ein. Bei geringen Mengen können stimulierende oder entspannende Effekte beobachtet werden, in höheren Dosen treten Veränderungen des Seh-, Hör- und Tastsinns auf. Farben werden kontrastierter wahrgenommen, das Zeitempfinden kann variieren, gelegentlich wird von [[Synästhesie]]n berichtet. Die Wirkung ähnelt der des [[LSD]]s, der [[Rausch]] hält allerdings nur 3 bis 8 Stunden an.&amp;lt;ref&amp;gt;L. E. Hollister: &amp;#039;&amp;#039;Clinical, Biochemical and Psychologic Effects of Psilocybin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archives Internationales de Pharmacadynamie e de Therapie.&amp;#039;&amp;#039; 130 (1961), S. 42–52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner sind leichter Schwindel, erweiterte Pupillen, Übelkeit und Erbrechen, seltener Kopfschmerzen und Herzrasen angegeben. Letale Dosen können durch den Verzehr frischen Pilzmaterials kaum erreicht werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rätsch (2007)&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:StoneStairMusDF.JPG|mini|Darstellung des „Blumengottes“ [[Xochipilli]] in einem  entrückten Zustand]]&lt;br /&gt;
[[Xochipilli]] ist der aztekische &amp;#039;&amp;#039;Gott der Blumen&amp;#039;&amp;#039;. Seine Aspekte stellen die Liebe und Schönheit dar. Als seine Künste galten den Ureinwohnern Gesang, Spiel und Tanz. Der aztekische Name des Pilzes, &amp;#039;&amp;#039;Xochinanacatl&amp;#039;&amp;#039; (»Blumen-Fleisch«), verdeutlicht den sakralen Bezug zur Gottheit. Die steinerne Statue (siehe Abbildung), ein [[Artefakt (Archäologie)|Artefakt]], das auf Mitte des 16. Jahrhunderts datiert ist, wurde bei Ausgrabungen am Fuße des Popocatepetl in der Nähe von Tlamanalco gefunden. Sie zeigt Xochipilli im Schneidersitz auf einer ornamentalen, tempelartigen Basis. Haltung und Ausdruck des Körpers, die gekreuzten Beine, der nach oben gerichtete Kopf, die weit geöffneten Augen und der angespannte Kiefer, deuten auf einen [[Ekstase|ekstatischen]] Bewusstseinszustand der Gottheit hin. Die Figur ist mit [[Relief]]s verschiedener Blüten bedeckt. Sie zeigen einige den Ureinwohnern rituell bedeutsame Gewächse, es konnten [[Virginischer Tabak|Tabak]] (&amp;#039;&amp;#039;Nicotiana tabacum&amp;#039;&amp;#039;), [[Ololiuqui]] (&amp;#039;&amp;#039;Turbina corimbosa&amp;#039;&amp;#039;), [[Sinicuichi]] (&amp;#039;&amp;#039;Heimia salicifolia&amp;#039;&amp;#039;) und [[Cacahuaxochitl]] (&amp;#039;&amp;#039;Quararibea funebris&amp;#039;&amp;#039;) identifiziert werden. Erstmals durch G. Wasson wurden die stilisierten, mandalaförmigen Pilzreliefs, die an allen vier Seiten der Basis, auf Knien, rechtem Unterarm und Kopfschmuck integriert sind, als quergeschnittene [[Fruchtkörper]] von &amp;#039;&amp;#039;Psilocybe aztecorum&amp;#039;&amp;#039; gedeutet.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Wasson: &amp;#039;&amp;#039;The Wondrous Mushroom: Mycolatry in Mesoamerica.&amp;#039;&amp;#039; NY - McGraw-Hill, New York 1980, ISBN 0-07-068443-X.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;P. Granziera: &amp;#039;&amp;#039;Concept of the garden in pre-Hispanic Mexico.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Garden History.&amp;#039;&amp;#039; 29 (2) (2001), S. 185–213.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die konvexe Form der eingekrümmten Pilzhüte soll dieselben kurz vor der Reife zeigen.&lt;br /&gt;
An der kubischen Basis befinden sich viele kleinere Reliefs, die in Form eines Doppelkreises, den Hut und den charakteristischen „Hutknopf“ des Pilzes ergeben und in [[Draufsicht]] dargestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 16. Jhd. wurde die wissenschaftlich noch unbenannte Art, neben &amp;#039;&amp;#039;Psilocybe caerulescens&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Psilocybe mexicana&amp;#039;&amp;#039;, durch den Spanier Bernardino de Sahagún als „Teonanácatl“ (&amp;#039;&amp;#039;Fleisch der Götter&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Heiliges Fleisch&amp;#039;&amp;#039;) identifiziert,&amp;lt;ref&amp;gt;M. Spinella: &amp;#039;&amp;#039;The psychopharmacology of herbal medicine: plant drugs that alter mind, brain, and behavior.&amp;#039;&amp;#039; MIT Press, 2001, ISBN 0-262-69265-1.&amp;lt;/ref&amp;gt; was die Annahme der frühzeitlichen Nutzung als [[Entheogen]] unterstreicht. Der Missionar und Ethnologe [[Bernardino de Sahagún|Sahagún]] war zudem der erste Europäer überhaupt, der über den Gebrauch von Kahlköpfen in der aztekischen Kultur schrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Guzman: &amp;#039;&amp;#039;The Genus Psilocybe: A Systematic Revision of the Known Species Including the History, Distribution and Chemistry of the Hallucinogenic Species.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Beihefte zur Nova Hedwigia.&amp;#039;&amp;#039; Heft 74 (1983), J. Cramer, Vaduz, Germany&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein im Auftrag des Frays [[Francisco Toral]] verfasster, zwölfbändiger &amp;#039;&amp;#039;[[Codex Florentinus]]&amp;#039;&amp;#039;, einer Ausgabe der &amp;#039;&amp;#039;Historia General de las Cosas de la Nueva España&amp;#039;&amp;#039;, sollte der Kirche Informationen über die „Götzenverehrung der Menschen und Natur Neuspaniens“&amp;lt;ref&amp;gt;M. Kloeckner: &amp;#039;&amp;#039;Sahagún und die Religion der Azteken.&amp;#039;&amp;#039; Grin Verlag, 2001, ISBN 3-638-99947-5.&amp;lt;/ref&amp;gt; liefern. Die Schriften führten nicht zuletzt zum kolonialzeitlichen Verbot des „Pilzkultes“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rätsch (2007)&amp;quot; /&amp;gt; Dazu sendete [[Bernardino de Sahagún|Sahagún]] im Jahr 1570 eine Denkschrift über die aztekischen Riten an Papst [[Pius V.]] nach [[Rom]], was u.&amp;amp;nbsp;a. zu weiteren [[Inquisition|inquisitorischen]] Maßnahmen im damaligen [[Neuspanien]] führte. Der Florentinische Kodex ist auch aus heutiger Sicht die umfangreichste Quelle in Bezug auf die Kultur der [[Azteken]]. Folgender Abschnitt des Großwerkes bezieht sich insbesondere auf den Pilz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|[...]Sie werden Teonanacatl, »Fleisch der Götter«, genannt. Sie wachsen in den Ebenen, im Gras. Der Kopf ist klein und rund, der Stängel lang und dünn. Er ist bitter und kratzt, er brennt in der Kehle. Er macht einen töricht; er verwirrt einen, bedrängt einen. Er ist Heilmittel bei Fieber, bei Gicht[...]&amp;lt;ref&amp;gt;Bernardino de Sahagun: &amp;#039;&amp;#039;Florentine Codex: General History of the Things of New Spain.&amp;#039;&amp;#039; Book 11 (XI), S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pilz ist in Zentralmexiko noch heute gut bekannt und wird besonders in [[Oaxaca]] rituell gebraucht. Zur indigenen Bevölkerung zählen dort die [[Mixteken]], [[Zapoteken]] und [[Mazateken|Mazatek]]-Indianer. Die Aussagen der heute populären, mazatekischen Schamanin [[Maria Sabina]] in Bezug auf die Wirksamkeit der Pilze (vgl. &amp;#039;&amp;#039;Psilocybe caerulescens&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Psilocybe mexicana&amp;#039;&amp;#039;) führten erst zur Entdeckung des Psilocybins und der darauf folgenden pharmakologischen Erforschung der Kahlköpfe weltweit.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Wasson: &amp;#039;&amp;#039;Maria Sabina and Her Mazatec Mushroom Velada.&amp;#039;&amp;#039; Harcourt, New York 1976.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vielen [[Nahuatl]]-sprachigen Mexikanern, in der Region des Popocatépetl, sind die Wirkungen der dort verbreiteten Arten geläufig.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Hoogshagen: &amp;#039;&amp;#039;Notes on the Sacred (Narcotic) Mushrooms from Coatlan, Oaxaca, Mexiko.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Oklahoma Anthropological Society Bulletin.&amp;#039;&amp;#039; 7 (1959), S. 71–74.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die unter dem Einfluss des Pilzes praktizierten [[Velada (Schamanismus)|Veladas]] werden im Zuge der weitreichenden [[Modernisierung (Soziologie)|Modernisierung]] des Landes jedoch immer seltener. Die traditionellen mexikanischen Heiler (Curanderos) nutzen die bewusstseinsverändernde Wirkung der heimischen Kahlköpfe nach wie vor zu Heilzwecken. Die Pilze werden dabei oft vom Heiler alleine zur Diagnose eingenommen, oder auch dem [[Patient]]en verabreicht. Es wird damit sowohl auf psychische als auch soziale Konfliktsituationen des zu Behandelnden eingegangen, der Pilz nimmt eine „psycholytische“ Rolle ein. Die tiefenpsychologische Wirkung durch Psilocybin wurde auch in jüngerer Zeit untersucht.&amp;lt;ref&amp;gt;T. Leary, R. Metzner, M. Presnell, G. Weil, R. Schwitzgebel, S. Kinne: &amp;#039;&amp;#039;A New Behavior Change Program Using Psilocybin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Psychotherapy.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 2, No. 2, July 1965, S. 61–72.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;T. Leary, G. H. Litwin, R. Metzner: &amp;#039;&amp;#039;Reactions to Psilocybin Administered in a Supportive Environment.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Nervous and Mental Disease.&amp;#039;&amp;#039; 137 (1963), S. 561–573.&amp;lt;/ref&amp;gt; Angstgefühlen und Depressionen im Rahmen von  Krebserkrankungen und posttraumatischen Belastungsstörungen konnte besser vorgebeugt oder diese verhindert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url= http://www.epochtimes.de/articles/2010/05/21/580442.html | archive-is= 20101231| text=&amp;#039;&amp;#039;Psychedelische Drogen unterstützen Psychotherapie von Krebspatienten.&amp;#039;&amp;#039;}} In: &amp;#039;&amp;#039;Epoch Times.&amp;#039;&amp;#039; 27. Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url= http://www.innovations-report.de/html/berichte/studien/cannabis_co_suchtmittel_medikament_160987.html | archive-is= 20120802| text=&amp;#039;&amp;#039;Cannabis und Co: Vom Suchtmittel zum Medikament.&amp;#039;&amp;#039;}} In: &amp;#039;&amp;#039;innovations-report&amp;#039;&amp;#039;. 3. September 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vergleichbare Methoden zum Kurieren von psychischen Erkrankungen sind im [[Indigene Völker|indigenen]] Rahmen auch von anderen Gewächsen bekannt (vgl. [[Ololiuqui]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rätsch (2007)&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* J. Ott: &amp;#039;&amp;#039;Hallucinogenic plants of North America.&amp;#039;&amp;#039; (= Psycho-mycological studies. Band 1). Wingbow Press, Berkeley 1976, ISBN 0-914728-16-4.&lt;br /&gt;
* A. Hofmann, R. Heim, A. Brack, H. Kobel., A. Frey, H. Ott, T. Petrzilka, F. Troxler: &amp;#039;&amp;#039;Psilocybin und Psilocin, zwei psychotrope Wirkstoffe aus mexikanischen Rauschpilzen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Helvetica Chimica Acta.&amp;#039;&amp;#039; XLII (1959), S. 1557–1572.&lt;br /&gt;
* [http://www.mycobank.org/MycoTaxo.aspx?Link=T&amp;amp;Rec=304476 MycoBank - Psilocybe aztecorum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rätsch (2007)&amp;quot;&amp;gt;C. Rätsch: &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen.&amp;#039;&amp;#039; AT-Verlag, 2007, ISBN 978-3-03800-352-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Psilocybe aztecorum|Aztekischer Kahlkopf (&amp;#039;&amp;#039;Psilocybe aztecorum&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träuschlingsverwandte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pilz mit psychotropem Wirkstoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entheogen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-21938-17</name></author>
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