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	<title>Azabo - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;AmbrossAWB: Linkfix, Kleinkram mit AWB</title>
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		<updated>2020-09-27T13:00:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Linkfix, Kleinkram mit &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:AWB&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Wikipedia:AWB&quot;&gt;AWB&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Positionskarte&lt;br /&gt;
 |Äthiopien&lt;br /&gt;
 |lat=12/29/&lt;br /&gt;
 |long=39/40/&lt;br /&gt;
 |region=ET&lt;br /&gt;
 |width=200&lt;br /&gt;
 |float=right&lt;br /&gt;
 |caption=Ungefähre Lage des Azabo-Gebietes&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Azabo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Oromo (Sprache)|Oromiffa]]: &amp;#039;&amp;#039;Azaboo&amp;#039;&amp;#039;, [[Tigrinya (Sprache)|Tigrinya]] ዓዘቦ &amp;#039;&amp;#039;ʿAzäbo&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref name=EA&amp;gt;Ahmed Hassen Omer: &amp;#039;&amp;#039;Azaboo&amp;#039;&amp;#039;, in: Siegbert Uhlig (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Encyclopaedia Aethiopica]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 2003, ISBN 3-447-04746-1&amp;lt;/ref&amp;gt; auch als &amp;#039;&amp;#039;Azebo&amp;#039;&amp;#039; transkribiert) sind zusammen mit den [[Rayya]] die nördlichste Untergruppe der [[Oromo (Volk)|Oromo]], der zahlenmäßig größten Volksgruppe in [[Äthiopien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie leben am östlichen Rand des [[Hochland von Abessinien|Hochlandes]] im Südosten der Region [[Tigray (Region)|Tigray]], wo eine nach ihnen benannte [[Woreda]] [[Raya Azebo]] besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Azabo gehörten zum &amp;#039;&amp;#039;Barentuma&amp;#039;&amp;#039;-Zweig der Oromo und wanderten im Zuge der Oromo-Expansion im 16. Jahrhundert von Süden her in ihre heutigen Gebiete ein. Historisch sind sie eng mit den Rayya (Raya, Raayyaa) verbunden, und beide Gruppen kamen ihren Überlieferungen zufolge von &amp;#039;&amp;#039;Awashgama&amp;#039;&amp;#039;, „jenseits des Flusses [[Awash (Fluss)|Awash]]“.&amp;lt;ref name=EA/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionell hielten die Azabo Rinder und Kamele.&amp;lt;ref name=TAR84&amp;gt;Gebru Tareke: &amp;#039;&amp;#039;Peasant Resistance in Ethiopia: The Case of Weyane&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;The Journal of African History&amp;#039;&amp;#039;, Vol. 25, No. 1, 1984, S. 77–92&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Nathaniel Pearce]] zufolge praktizierten sie Anfang des 19. Jahrhunderts ihre traditionelle Religion, verehrten den &amp;#039;&amp;#039;Wanza&amp;#039;&amp;#039;-Baum als heilig und lebten als nomadische Viehzüchter in einem ausgedehnten, dichten Waldgebiet und griffen gelegentlich ihre Nachbarn an.&amp;lt;ref name=EA/&amp;gt; Später nahmen sie den [[Islam]] an. Trotz Kontakten und Vermischung mit den im Hochland lebenden [[Tigray (Volk)|Tigray]] und [[Amharen]] behielten sie über lange Zeit eine eigenständige ethnische und kulturelle Identität. In den Gebieten hauptsächlich direkt am Rande des Hochlandes, wo die Azabo Ackerbau betrieben, übernahmen sie das Landbesitzsystem &amp;#039;&amp;#039;rist&amp;#039;&amp;#039;, das Bauern, die derselben Abstammungsgruppe zugerechnet werden, weitreichende Landrechte gewährt. Die Gesellschaft der Rayya und Azabo beruhte auf Verwandtschaftsbeziehungen und war sozial deutlich weniger stark geschichtet als die feudalen Gesellschaften des Hochlandes. Gegenseitige Angriffe und Viehdiebstähle erfolgten sowohl aus wirtschaftlichen als auch aus rituellen Gründen, denn sie waren [[Initiation]]sritus für junge Männer.&amp;lt;ref name=TAR84/&amp;gt; Mitunter drangen Rayya und Azabo nach Tigray und [[Enderta]] (Ǝndärta) vor. Anfang des 19. Jahrhunderts führte &amp;#039;&amp;#039;Gugsa Märsa&amp;#039;&amp;#039; die Azabo und die [[Yejju-Oromo]] gegen Tigray unter [[Wolde Selassie]].&amp;lt;ref name=EA/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Ende des 19. Jahrhunderts versuchte die äthiopische Staatsmacht, die Rayya und Azabo unter Kontrolle zu bringen, um ihre traditionelle Kriegsführung zu beenden, um die Handelsroute nach [[Eritrea]] und an das [[Rotes Meer|Rote Meer]] zu kontrollieren und mit Tribut belegen zu können und zeitweise auch, um sie zum [[Äthiopisch-Orthodoxe Tewahedo-Kirche|äthiopisch-orthodoxen Christentum]] zu bekehren. [[Yohannes IV.]] schickte Truppen, die plünderten und Dörfer zerstörten. Die Truppen [[Menelik II.|Meneliks II.]] durchquerten 1896 auf ihrem Rückweg nach der [[Schlacht von Adwa]] das Gebiet, wo sie plünderten und Vieh schlachteten. Während der Herrschaft [[Zauditu]]s rebellierten die Azabo gegen den Gouverneur von Tigray. 1928 wurde &amp;#039;&amp;#039;Ras Gugsa Araya&amp;#039;&amp;#039; als Gouverneur ernannt, der über sie herrschen sollte, doch es gelang ihm nicht, diese Herrschaft zu etablieren.&amp;lt;ref name=EA/&amp;gt; Im [[Abessinienkrieg|italienisch-äthiopischen Krieg 1935–36]] unterstützten Rayya und Azabo die angreifenden Italiener gegen Äthiopien.&amp;lt;ref name=TAR84/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der italienischen Besetzung 1941 kam es wiederum zu Konflikten mit der äthiopischen Staatsmacht, die die Rayya und Azabo für die Gefährdung der Straße von [[Addis Abeba]] nach [[Asmara]] verantwortlich machte und 1942 angriff. 1943 beteiligten sich beide Gruppen daher an der [[Woyane]]-Rebellion, in der sich Bauern und ein Teil des Adels von Tigray gegen die Zentralregierung von [[Haile Selassie]] wandten.&amp;lt;ref name=TAR96&amp;gt;Gebru Tareke: &amp;#039;&amp;#039;Ethiopia: Power and Protest. Peasant Revolts in the Twentieth Century&amp;#039;&amp;#039;, Red Sea Press 1996, ISBN 9781569020197&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Aufstand enteignete der Staat das Land der Rayya und Azabo, was traditionell die schwerste Form der Bestrafung in Äthiopien darstellt. Ein Großteil ihres Gebietes wurde zudem von Tigray an die südliche Nachbarprovinz [[Wollo]] übertragen.&amp;lt;ref name=TAR84/&amp;gt; Rayya und Azabo wurden zu Landlosen, die das ehemals ihnen gehörende Land pachten mussten. Landkonflikte in dem Gebiet nahmen stark zu.&amp;lt;ref name=TAR96/&amp;gt; Die Enteignung trug dazu bei, dass die Rayya und Azabo besonders stark von der Dürre und Hungersnot in den 1970er Jahren betroffen waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Alex de Waal, Africa Watch: &amp;#039;&amp;#039;Evil Days. 30 Years of War and Famine in Ethiopia&amp;#039;&amp;#039;, 1991 (S. 56, 59)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1991 die [[Verwaltungsgliederung Äthiopiens]] nach ethnischen Kriterien neu organisiert wurde, wurden die Gebiete der nördlichsten Oromo-Gruppen den Regionen Tigray und [[Amhara]] zugeordnet. Die [[Oromo-Befreiungsfront]] forderte erfolglos ihren Anschluss an die Region [[Oromia]].&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Zitelmann: &amp;#039;&amp;#039;Nation der Oromo. Kollektive Identitäten, nationale Konflikte, Wir-Gruppenbildungen&amp;#039;&amp;#039;, 1994, ISBN 9783860930366 (S. 178)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Äthiopien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;AmbrossAWB</name></author>
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