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	<title>Axilläre Blockade - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T16:02:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-07-01T07:13:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:1|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;axilläre Blockade&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;axilläre Plexus-brachialis-Blockade&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;axilläre Plexusanästhesie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Regionalanästhesie]]verfahren, das operative Eingriffe am Arm ermöglicht. Dabei werden durch die Injektion von Lokalanästhetika im Bereich der [[Achsel]] die Nerven des [[Plexus brachialis]] ([[Nervus medianus]], [[Nervus ulnaris]], [[Nervus radialis]], [[Nervus musculocutaneus]]) reversibel blockiert. Die axilläre Blockade ist ein relativ einfach durchzuführendes und nebenwirkungsarmes Verfahren. Ein Nachteil gegenüber der [[Infraklavikuläre Plexusblockade|infraklavikulären Plexusblockade]] ist die teilweise ungenügende Ausschaltung des Innervationsgebietes des Nervus radialis („Radialislücke“), jedoch besteht nicht die Gefahr, einen [[Pneumothorax]] zu verursachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blockade des Plexus brachialis von der Achselhöhle aus gelang erstmals am 18. Juli 1911 dem Chirurgen Georg Hirschel.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Orth, I. Kis: &amp;#039;&amp;#039;Schmerzbekämpfung und Narkose.&amp;#039;&amp;#039; In: Franz Xaver Sailer, Friedrich Wilhelm Gierhake (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Chirurgie historisch gesehen. Anfang – Entwicklung – Differenzierung.&amp;#039;&amp;#039; Dustri-Verlag, Deisenhofen bei München 1973, ISBN 3-87185-021-7, S. 1–32, hier: S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch M. Brandt, M. Goerig, U. Schwemmer: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.ai-online.info/abstracts/pdf/dacAbstracts/2011/P_PO_2.6_1_01749.pdf  Die Anästhesierung des Plexus brachialis: gestern – heute – morgen. Anmerkungen zu ihren Erstbeschreibern Georg Hirschel und Dietrich Kulenkampff].&amp;#039;&amp;#039; Online In: &amp;#039;&amp;#039;Anästh. Intensivmed.&amp;#039;&amp;#039; Band 52, 2011, S. 327.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungsgebiete ==&lt;br /&gt;
Die axilläre Plexusblockade ermöglicht [[Operation (Medizin)|Operationen]] am unteren (distalen) Oberarm, dem Ellbogen, dem Unterarm und der Hand. Auch eine [[Schmerztherapie|schmerztherapeutische]] Anwendung, etwa bei [[Neuralgie]]n, [[Komplexes regionales Schmerzsyndrom|CRPS]] oder [[Phantomschmerz]]en ist möglich. Dabei wird im Rahmen der Punktion oft ein Katheter eingelegt, über den kontinuierlich Anästhetika injiziert werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gegenanzeige]]n (Kontraindikationen) sind Infektionen oder Tumoren im Armbereich, Knochenbrüche sowie Ablehnung oder fehlende Kooperation durch den Patienten. Störungen der [[Blutgerinnung]] oder die Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten stellen relative Kontraindikationen dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchführung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Axillary block.jpg|mini|hochkant=2|Punktionsort des axillären Blocks über der Arteria axillaris. Verlauf von Arterie und Nerven, Ort der Ausschaltung.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Arm des Patienten wird jeweils um 90° in der Schulter abduziert und im Ellbogengelenk gebeugt, so dass die Hand neben dem Kopf liegt. Die Durchführung erfolgt unter sterilen Bedingungen. Die Punktionsstelle befindet sich oberhalb der [[Arteria axillaris]] (vgl. Abbildung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Identifikation der Nerven in der Achsel kann durch verschiedene Vorgehensweisen erfolgen. Meist wird das Aufsuchen mit Hilfe eines Nervenstimulators durchgeführt, der mit dem Ende der Punktionskanüle verbunden ist. Die Lage der Nadelspitze in der Nähe der Nerven zeigt sich dabei durch Muskelzuckungen im Unterarm. Auch eine [[Sonografie|ultraschallgesteuerte]] Punktion ist möglich und gewinnt aufgrund der hohen Sicherheit und geringeren Versagerrate immer mehr an Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Meier, H. Maurer, C. Bauereis: &amp;#039;&amp;#039;Axillary brachial plexus block. Anatomical investigations to improve radial nerve block.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Anaesthesist.&amp;#039;&amp;#039; 52, 2003, S. 535–539.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;R. H. Stark: &amp;#039;&amp;#039;Neurologic injury from axillary block anesthesia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;J Hand Surg.&amp;#039;&amp;#039; 21, 1996, S. 391–396. PMID 8724467&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere, weniger sichere Methoden sind die &amp;#039;&amp;#039;transarterielle Punktion.&amp;#039;&amp;#039; bei der durch die Arteria axillaris durchgestochen wird, sowie die landmarkenorientierte („blinde“) Punktion, die sich an einem „Klick“ beim Durchtreten der umgebenden Bindegewebsschicht orientiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Verwendung des Nervenstimulators werden etwa 40&amp;amp;nbsp;ml Lokalanästhetikum injiziert. Ultraschallgezielte Blockaden können mit 15–24&amp;amp;nbsp;ml Lokalanästhetikum suffizient durchgeführt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;P. Marhofer, M. Greher, S. Kapral: &amp;#039;&amp;#039;Ultrasound guidance in regional anaesthesia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Br J Anaesth.&amp;#039;&amp;#039; 94(1), Jan 2005, S. 7–17. Review. PMID 15277302&amp;lt;/ref&amp;gt; Es werden bevorzugt längerwirksame [[Lokalanästhetika]] wie [[Ropivacain]] genutzt. Um das Einsetzen der Wirkung, was 20–30 Minuten dauert, zu beschleunigen, werden gelegentlich auch schnell- und kurzwirksamere Substanzen wie [[Prilocain]] oder [[Mepivacain]] in Kombination eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nebenwirkungen ==&lt;br /&gt;
Nebenwirkungen sind selten. Nervenschädigungen können durch direkte Verletzung mit der [[Kanüle]] oder durch toxische Effekte von Lokalanästhetika ausgelöst werden, die versehentlich in den Nerven (&amp;#039;&amp;#039;intraneural&amp;#039;&amp;#039;) eingespritzt werden. Diese Schäden lassen sich durch das Verwenden von stumpfen Kanülen und das Unterlassen von Injektionen bei Missempfindungen ([[Parästhesie]]n) während der Durchführung vermeiden. Durch die versehentliche Injektion in Blutgefäße (intravasal) sind Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem ([[Bradykardie]], [[Hypotonie]], [[Kreislaufstillstand]] bei hohen Dosen) oder zentrale Nervensystem ([[Krampfanfall|Krampfanfälle]], [[Bewusstseinsstörung]]en) möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Q. H. De Tran, A. Clemente, J. Doan, R. J. Finlayson: &amp;#039;&amp;#039;Brachial plexus blocks: a review of approaches and techniques.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Can J Anaesth.&amp;#039;&amp;#039;, 54(8), August 2007, S. 662–674. Review. PMID 17666721&lt;br /&gt;
* D. Jankovic: &amp;#039;&amp;#039;Regionalblockaden und Infiltrationstherapie,.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Abw Wissenschaftsverlag, 2003, ISBN 3-936072-16-7, S. 106–119.&lt;br /&gt;
* G. Meier, J. Büttner: &amp;#039;&amp;#039;Kompendium der peripheren Blockaden.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. Arcis-Verlag, 2008, ISBN 978-3-89075-177-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.nerveblocks.net/index.php/obere-extremitaet/axillaere-blockade &amp;#039;&amp;#039;Axilläre Blockade&amp;#039;&amp;#039;.] nerveblocks.net&lt;br /&gt;
* [http://www.usra.ca/axianatomy.php Axillary Block.] usra.ca, &amp;#039;&amp;#039;Ultrasound for Regional Anesthesia&amp;#039;&amp;#039; (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regionalanästhesieverfahren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;EvenLeoEme</name></author>
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