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	<title>Axel von dem Bussche - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Axel_von_dem_Bussche&amp;diff=351186&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Altaripensis2: /* Späteres Leben */ Gliederung</title>
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		<updated>2026-04-11T13:29:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Späteres Leben: &lt;/span&gt; Gliederung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-1994-022-32A, Axel Freiherr von dem Bussche-Streithorst.jpg|mini|Axel von dem Bussche, 1943]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Axel Ernst-August Clamor Franz Albrecht Erich Leo Freiherr von dem Bussche-Streithorst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. April]] [[1919]] in [[Braunschweig]]; † [[26. Januar]] [[1993]] in [[Bonn]]-[[Bad Godesberg]]) war ein deutscher [[Berufssoldat|Berufsoffizier]], zuletzt im Range eines [[Major]]s, Europa-Politiker und [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpfer]] in der Widerstandsgruppe des [[Attentat vom 20. Juli 1944|20. Juli 1944]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Motivation zum Widerstand ==&lt;br /&gt;
Axel von dem Bussche wurde 1919 als Sohn des Offiziers und Gutsbesitzers Georg von dem Bussche-Streithorst (1883–1959), des Herrn auf Rittergut [[Thale]], und dessen [[Dänemark|dänischer]] Frau Jenny Lassen geboren. Er entstammte dem [[Ostwestfalen|ostwestfälischem]] Uradelsgeschlecht [[Bussche (Adelsgeschlecht)|Bussche]]. In Thale besuchte er die Volksschule und legte 1937 das Abitur in München ab. Nach dem Abitur trat er als [[Offizieranwärter]] der [[Wehrmacht]] in das [[Infanterie-Regiment 9 (Wehrmacht)|Infanterie-Regiment&amp;amp;nbsp;9]] der [[23. Infanterie-Division (Wehrmacht)|23.&amp;amp;nbsp;Infanterie-Division]] in Potsdam ein, das aufgrund seines hohen Anteils an adeligen Offizieren salopp „Regiment Graf Neun“ genannt wurde. Aus diesem Regiment ging eine ganze Reihe von Widerstandskämpfern hervor. 1938/1939 besuchte er die [[Kriegsschule]] in Hannover. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] nahm er zunächst am [[Überfall auf Polen|Polen]]- und [[Westfeldzug|Frankreichfeldzug]], später am [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Krieg gegen die Sowjetunion]] teil. Bereits 1940 erfuhr er während eines Aufenthaltes in Breslau von [[Pogrom]]en an der Zivilbevölkerung. Am 5. Oktober 1942 wurde der hochdekorierte [[Oberleutnant]] als 23-Jähriger auf dem Flugplatz von [[Dubno]] in der Ukraine zufällig Zeuge einer Massenexekution von über dreitausend Zivilisten, Männern, Frauen und Kindern –&amp;amp;nbsp;überwiegend [[Judentum|Juden]]&amp;amp;nbsp;– die während zweier Tage von acht [[Schutzstaffel|SS]]- und mehreren [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|SD]]-Leuten systematisch vollzogen wurde. Von dem Bussche hat dieses Verbrechen beschrieben: {{&amp;quot; |SS-Leute führten die Juden an eine Grube. Dort mußten&amp;lt;!-- sic --&amp;gt; sie sich entkleiden, danach in die Grube steigen, in der schon eine Schicht zuckender Leiber lag: Mit dem Gesicht nach unten mußten&amp;lt;!-- sic --&amp;gt; sie sich dem Befehl gehorchend auf die Ermordeten legen und wurden dann durch Schüsse in den Hinterkopf getötet. |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;nach Marion Gräfin Dönhoff. In: &amp;#039;&amp;#039;Axel von dem Bussche&amp;#039;&amp;#039;. von Hase und Koehler Verlag, 1994, ISBN 3-7758-1311-X, S.&amp;amp;nbsp;32.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis dahin hatte sich der Berufsoffizier Bussche an den [[Führereid|persönlichen Eid]] auf den obersten Kriegsherrn [[Adolf Hitler]] gebunden gefühlt. Nach diesen Geschehnissen fragte er sich und im Regiment im kleinen Kreis, zu dem unter anderem [[Richard von Weizsäcker]] gehörte,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=66567975 |Autor=[[Martin Doerry]], [[Klaus Wiegrefe]] |Titel=Spiegel-Gespräch: „Es war grauenhaft“ |Jahr=2009 |Nr=35 |Seiten=70–73, hier S.&amp;amp;nbsp;72}} {{&amp;quot; |Text=Aber ein Freund von mir im Regiment, Axel von dem Bussche, hatte im rückwärtigen Heeresgebiet beobachtet, wie jüdische und nichtjüdische Bewohner der Gegend einen tiefen Graben ausheben, sich hineinlegen mussten und dann erschossen wurden. Er kam gleich zum Regiment zurück, und es ist mir unvergesslich, wie er sagte, das Einzige, was er zu tun versäumt habe, sei gewesen, sich dazuzulegen. Axel war ein Hüne von Mann, hochdekoriert. Er war tief geprägt von diesem Erlebnis, und wenn man das von ihm gehört hatte, dann konnte man sich nur noch, soweit möglich, an Widerstandsplänen beteiligen.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; weshalb er noch an diesen Eid gebunden sein sollte, der auf Achtung und Gegenseitigkeit beruhe, wenn der Führer diesen unzählige Male durch die von ihm angeordneten Verbrechen bereits gebrochen hatte. Drei Monate nach seinem traumatischen Erlebnis der Massenexekution von Zivilisten stand von dem Bussches Entschluss fest: Es konnte nicht mehr darum gehen, das eigene Leben auf dem Schlachtfeld zu opfern, sondern darum, es für Deutschland gegen Hitler einzusetzen. Dieses bis zu seinem Tode niemals verwundene Erlebnis motivierte ihn, sich durch Vermittlung von [[Fritz-Dietlof von der Schulenburg]] dem Widerstandskreis um [[Claus Schenk Graf von Stauffenberg]] gegen das Hitler-Regime bewusst anzuschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1943 reiste er zu Oberstleutnant Stauffenberg nach Berlin. Von dem Bussche, inzwischen zum [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]] befördert und beim Grenadier-Regiment 9 als Bataillonskommandeur tätig, war von der Begegnung mit Stauffenberg tief beeindruckt. Er sprach später {{&amp;quot; |von dem hellen Glanz der sicheren Gelassenheit dieses Mannes}}. Bussche erklärte, angesichts der von ihm unfreiwillig als Zeuge erlebten Verbrechen gebe es für einen Offizier nur drei Wege, um seine Ehre zu bewahren: {{&amp;quot; |Durch sich Einreihen in die Gruppe der Opfer}}&amp;amp;nbsp;– also Fallen, [[Fahnenflucht]] oder Rebellion. Von dem Bussche wurde durch Stauffenberg in die Verschwörungspläne gegen Hitler eingeweiht. Auf die entsprechende Frage Stauffenbergs erklärte er sich ohne Zögern bereit, sein Leben in einem [[Selbstmordattentat]] auf Hitler zu opfern. Später rechtfertigte er seinen Tötungsvorsatz mit dem [[Notwehr (Deutschland)|Nothilfe]]-Paragraphen des deutschen Strafgesetzbuches (§ 32 StGB), den er schon als Rekrut in Potsdam hatte auswendig lernen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Attentatsversuch Dezember 1943 ==&lt;br /&gt;
Für einen potenziellen Attentäter bestand die wesentliche Problematik darin, mit einer Waffe oder Sprengstoff in Hitlers Nähe zu gelangen. [[Henning von Tresckow]], aus dem gleichen Regiment wie von dem Bussche stammend und neben Stauffenberg der Kopf der Verschwörung, schlug vor, eine Vorführung der für die [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Ostfront]] geänderten Uniformen zu nutzen, weil neben [[Adolf Hitler|Hitler]] auch [[Hermann Göring|Göring]] und [[Heinrich Himmler|Himmler]] an der Veranstaltung teilnehmen wollten. Für die Vorführung im [[Führerhauptquartier]] [[Führerhauptquartier Wolfsschanze|Wolfsschanze]] bei [[Kętrzyn|Rastenburg]] wurde zunächst der 23. November 1943, später der 16. Dezember 1943 bestimmt. Von dem Bussche war ausersehen, den Anwesenden die Vorzüge dieser neuen Uniformen zu erklären, welche von Soldaten vorgeführt werden sollten, die nicht in die Attentatspläne eingeweiht waren. Er beabsichtigte ein Selbstmordattentat, um Hitler in die Luft zu sprengen. In einem geeigneten Augenblick wollte er eine in seiner Uniform verborgene Mine schärfen, die von ihm selbst mit einem [[Handgranate]]nzünder versehen worden war. Eine von Stauffenberg vorgeschlagene Bombe mit chemischem Zünder lehnte er ab, weil ihm die Zeitspanne von zehn Minuten vom Scharfmachen bis zur Explosion zu lang erschien. Diese Einschätzung basierte auf der Erfahrung, die zuvor [[Rudolf-Christoph von Gersdorff|Rudolf von Gersdorff]] gemacht hatte. Handgranatenzünder hingegen explodieren bereits nach vier bis fünf Sekunden. Bussche plante, das unvermeidliche Zischen des Zünders durch eigenes Räuspern zu überspielen und dabei Hitler zu umarmen, um diesen als Attentatsziel sicher zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem Bussche hielt sich in der zweiten Novemberhälfte 1943 drei Tage und zwei Nächte in der Gästebaracke des ostpreußischen Führerhauptquartiers Wolfsschanze bereit. Bei seiner Ankunft hatte er den Mitverschwörern Major i.&amp;amp;nbsp;G. [[Joachim Kuhn]] und Oberst [[Hellmuth Stieff|Helmuth Stieff]] die ihm von Stauffenberg übergebenen Dokumente zur Durchführung des Staatsstreiches ausgehändigt. Diese Dokumente wurden nach dem Scheitern des Attentatsplanes zusammen mit dem Sprengstoff durch Major Kuhn im Gelände des [[Oberkommando des Heeres|OKH]] vergraben, aufgrund Kuhns Angaben zur Lage des Verstecks am 17. Februar 1945 von sowjetischen Offizieren gefunden und teilweise als Kopie im Jahr 1997 von [[Boris Nikolajewitsch Jelzin|Boris Jelzin]] an den damaligen [[Bundeskanzler (Deutschland)|deutschen Bundeskanzler]] [[Helmut Kohl]] übergeben. – Von dem Bussche wurde am 18. November 1943 von Stieff informiert, dass der Eisenbahnwaggon mit den Vorführuniformen am 17. November 1943 bei einem alliierten Luftangriff auf [[Berlin]] vernichtet worden war. Es hieß daraufhin, dass die Beschaffung von Ersatzuniformen mindestens bis zum Januar 1944 dauern werde. Von dem Bussche begab sich daher wieder zu seiner Einheit an die Ostfront bei [[Newel (Pskow)|Newel]], mit der Absicht, das Attentat im Januar 1944 erneut zu versuchen. Jedoch sprach sich sein (in die Pläne nicht eingeweihter) Vorgesetzter [[Paul Gurran]] gegen die geplante Vorführung der Uniformen aus, mit dem Ausspruch: „Meine Offiziere sind keine Mannequins“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://maria-trunschke.gurran.eu/26 |text=maria-trunschke.gurran.eu |wayback=20201229181817 |archiv-bot=2023-03-12 17:15:23 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stefan Wolter]]: &amp;#039;&amp;#039;Pastorenkinder im Weltkrieg&amp;#039;&amp;#039;. Halle 2014, S.&amp;amp;nbsp;353 (Schriftenreihe Denk-MAL-[[Prora]], Band 6).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwundung und Entkommen ==&lt;br /&gt;
Stauffenberg hatte für von dem Bussche bereits einen Marschbefehl für Februar 1944 von der Ostfront nach Berlin besorgt. Bevor es zu dem Attentat kam, war von dem Bussche am 30. Januar 1944 durch einen sowjetischen Granatsplitter schwer verwundet worden. Ein Bein wurde amputiert. Da er als Träger des von Hitler gestifteten [[Deutsches Kreuz|Deutschen Kreuzes]] in Gold als Privileg mehrere Monate im SS-[[Lazarett]] [[Heilanstalten Hohenlychen|Hohenlychen]] verbracht hatte, entging von dem Bussche auch der Verfolgungswelle nach dem 20. Juli 1944. Er war neben [[Fabian von Schlabrendorff]], [[Philipp Freiherr von Boeselager]], [[Ewald-Heinrich von Kleist]]-Schmenzin, Joachim Kuhn und Rudolf-Christoph Freiherr von Gersdorff einer der wenigen Offiziere der Verschwörergruppe, die den Krieg überlebten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* [[Eisernes Kreuz]] II. und I. Klasse&lt;br /&gt;
* [[Deutsches Kreuz|Deutsches Kreuz in Gold]]&lt;br /&gt;
* [[Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes]]&lt;br /&gt;
* [[Verwundetenabzeichen]] in Gold&lt;br /&gt;
* [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Verdienstkreuz 1. Klasse]] 1972&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Späteres Leben ==&lt;br /&gt;
Zum Besitz der Bussches gehörte in [[Thale]] ein [[Rittergut]] in Gestalt des ehemaligen [[Kloster Wendhusen|Klosters Wendhusen]]. Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, nach der Vertreibung von seinem Besitz in der damals [[Sowjetische Besatzungszone|sowjetisch besetzten Zone]], studierte er an der Universität Göttingen Rechtswissenschaften und war Vorsitzender des [[Allgemeiner Studierendenausschuss|AStA]] der [[Georg-August-Universität Göttingen|Universität Göttingen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Erinnerungen von [[Dietrich Goldschmidt]] in der [https://ewnor.de/dg/1455_dg.php &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungswerkstatt Norderstedt&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Studienzeit arbeitete er als Programmassistent bei der Deutschen Abteilung von [[British Broadcasting Corporation|BBC]] [[London]]. 1948/49 wirkte er als [[Verlagslektor|Lektor]] und Referent für Werbung im [[Suhrkamp Verlag|Suhrkamp-Verlag]], bis er bis 1953 die Leitung der Pressestelle in dem mit der Vorbereitung neuer deutscher Streitkräfte befassten „[[Amt Blank]]“ übernahm. Anschließend wechselte er ins [[Presse- und Informationsamt der Bundesregierung]] als Mitarbeiter im Commonwealth- und USA-Referat. Von 1954 bis 1958 diente er als [[Legationsrat]] in der [[Deutsche Botschaft Washington, D.C.|deutschen Botschaft in Washington]]. Von 1959 bis 1962 war er Leiter des Internates [[Schule Schloss Salem]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Gründung der [[Deutscher Entwicklungsdienst|Deutschen Entwicklungsdienst GmbH]] wurde er Anfang 1964 zu einem ihrer beiden geschäftsführenden Direktoren berufen; in dieser Funktion hatte er bis 1966 maßgeblichen Anteil am Aufbau der deutschen Entwicklungshilfe-Organisation. Daneben und danach war er ab 1964 Mitglied des Präsidiums des [[Deutscher Evangelischer Kirchentag|Deutschen Evangelischen Kirchentages]], Mitarbeiter im [[Ökumenischer Rat der Kirchen|Weltkirchenrat]], Berater der [[Weltbank]], Wegbereiter der [[Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen|Stockholmer UN-Umweltkonferenz]] von 1972 und für ein Jahr Fellow am [[Wissenschaftskolleg zu Berlin]]. Hier wirkte er an der Vorbereitung der ersten UN-Umweltkonferenz mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1991 war er einer der erfolglosen Kläger gegen die [[Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] vor dem [[Bundesverfassungsgericht]] wegen der Nichtrückgabe seines in Thale 1946 von der sowjetischen Besatzungsmacht [[Enteignung|enteigneten]] Besitzes. Er empfand die Enteignung ([[de jure / de facto|de jure]] durch die sowjetische Besatzungsmacht, de facto durch deutsche Kommunisten) als ungerecht und in seinem Falle nicht einmal nach sowjetischen Standards gerechtfertigt, weil nach deren Bestimmungen nur „Faschisten“ von Enteignungen betroffen werden sollten, zu denen er sich nicht zählen lassen wollte. Das Bundesverfassungsgericht argumentierte, die Enteignung und Vertreibung hätten sich vor der Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1949 ereignet. Die Bundesregierung sei demnach für Kriegsfolgen, die sich vor ihrer Gründung ereignet haben, nicht verantwortlich zu machen. Wegen dieser Angelegenheit war er zeitweilig mit dem damaligen [[Bundespräsident (Deutschland)|Bundespräsidenten]] [[Richard von Weizsäcker]] zerstritten, mit dem ihn vorher eine jahrzehntelange enge Freundschaft verbunden hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Axel von dem Bussche starb am 26. Januar 1993 in Bad Godesberg und wurde in der Familiengruft der Familie Dietzsch-Doertenbach in [[Lehrensteinsfeld]] beigesetzt. Nach seinem Tod erwarb seine älteste Tochter Nicola Dietzsch-Doertenbach größere Teile des ehemaligen Familienbesitzes von der Bundesrepublik Deutschland käuflich zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Axel Freiherr von dem Bussche-Streithorst entstammte dem alten [[Ostwestfalen|ostwestfälischen]] Adelsgeschlecht [[Bussche (Adelsgeschlecht)|von dem Bussche]] und war Sohn von Georg Freiherr von dem Bussche-Streithorst und seiner dänischen Frau Jenny Lassen. Er hatte zwei Geschwister. Sein älterer Bruder Cuno ist im Zweiten Weltkrieg gefallen. Seit 1950 war er selbst mit der Engländerin [[Lady]] Camilla Mildred Nicola Acheson (Tochter des Archibald Acheson, 5. [[Earl]] of Gosford und Mildred Carter), geschiedene Schenk Freifrau [[Stauffenberg (Adelsgeschlecht)|von Stauffenberg]], verheiratet. Er hatte mit ihr die Töchter Nicola Dietzsch-Doertenbach, geb. [[Freiherr|Freiin]] von dem Bussche-Streithorst, und Jane (Johanna) Freiin von dem Bussche-Streithorst. Axel von dem Bussche war Vetter des dänischen Widerstandshelden [[Anders Lassen]], der im Zweiten Weltkrieg in der britischen Armee gegen Deutschland kämpfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Joachim Fest]]: &amp;#039;&amp;#039;Hitler – Eine Biographie&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Propyläen Verlag, 2004, ISBN 3-549-07172-8, S.&amp;amp;nbsp;957.&lt;br /&gt;
* Joachim Fest: &amp;#039;&amp;#039;Staatsstreich. Der lange Weg zum 20. Juli&amp;#039;&amp;#039;. Siedler Verlag, 1994, ISBN 3-88680-539-5, S.&amp;amp;nbsp;226&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
* [[Marion Gräfin Dönhoff]] in: &amp;#039;&amp;#039;Axel von dem Bussche&amp;#039;&amp;#039;. v. Hase &amp;amp; Koehler Verlag 1994, ISBN 3-7758-1311-X.&lt;br /&gt;
* [[Josef Tal]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein Mensch-zu-Mensch-Erlebnis im Wissenschaftskolleg Berlin&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Axel von dem Bussche&amp;#039;&amp;#039;. Hase &amp;amp; Koehler Verlag, 1994, ISBN 3-7758-1311-X, S.&amp;amp;nbsp;125–131.&lt;br /&gt;
* Gevinon von Medem: &amp;#039;&amp;#039;Axel von dem Bussche&amp;#039;&amp;#039;. v. Hase &amp;amp; Koehler Verlag, 1994, ISBN 3-7758-1311-X.&lt;br /&gt;
* [[Peter Hoffmann (Historiker, 1930)|Peter Hoffmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Claus Schenk Graf von Stauffenberg und seine Brüder&amp;#039;&amp;#039;. DVA, Stuttgart 1992, ISBN 3-421-06533-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Sicherheit des Diktators. Hitlers Leibwachen, Schutzmaßnahmen, Residenzen, Hauptquartiere&amp;#039;&amp;#039;. München 1975.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Widerstand, Staatsstreich, Attentat. Der Kampf der Opposition gegen Hitler&amp;#039;&amp;#039;. München 1979.&lt;br /&gt;
* [[Guido Knopp]]: &amp;#039;&amp;#039;Sie wollten Hitler töten&amp;#039;&amp;#039;. München 2004, ISBN 3-570-00664-6, S.&amp;amp;nbsp;132&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
* Ines Reich: &amp;#039;&amp;#039;Potsdam und der 20. Juli 1944. Auf den Spuren des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Begleitschrift zur Ausstellung des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes und des Potsdam-Museums&amp;#039;&amp;#039;. Rombach, Freiburg im Breisgau 1994, ISBN 3-7930-0697-2, S.&amp;amp;nbsp;68&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
* Biografie über Axel von dem Bussche-Streithorst, Munzinger-Archiv; [https://munzinger.de/document/00000005298 munzinger.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119150832}}&lt;br /&gt;
* {{GDW|axel-freiherr-von-dem-bussche}}&lt;br /&gt;
* {{Deutsche Biographie |GND=119150832 |Name=Bussche, Axel (von dem &amp;amp;#91;eigentlich Ernst-August Clamor Franz Albrecht Erich Leo Freiherr von dem Bussche-Streithorst&amp;amp;#93;) |NDB-online=1 |Autor=[[Winfried Heinemann]] |Datum=2022-10-01}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119150832|LCCN=n94076079|VIAF=40182006}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bussche, Axel von dem}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Diplomat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Major (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeuge des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Russlands 1941–1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AStA-Vorstandsmitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Deutschen Kreuzes in Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Bussche|Axel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1919]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1993]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bussche, Axel von dem&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Bussche-Streithorst, Axel Ernst-August Clamor Franz Albrecht Erich Leo von dem (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Berufsoffizier, zuletzt im Range eines Majors, und Widerstandskämpfer in der Widerstandsgruppe des 20. Juli 1944&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. April 1919&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Braunschweig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Januar 1993&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Altaripensis2</name></author>
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