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	<title>Awarenmark - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Awarenmark&amp;diff=49383&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Josef Moser: lf</title>
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		<updated>2026-04-09T16:12:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Awarenmark-frankenreich.png|mini|hochkant|Die Awarenmark zur Zeit Karls des Großen]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Awarenmark&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Avaria&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war zuerst eine [[Frankenreich|fränkische]] und später [[Ostfrankenreich|ostfränkische]] [[Mark (Territorium)|Grenzmark]]. Weitere Bezeichnungen waren „oriens“, „terra avarorum“, „provincia avarorum“,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kleindel&amp;quot;&amp;gt;Walter Kleindel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Österreich Zahlen Daten Fakten.&amp;#039;&amp;#039; Sonderausgabe A&amp;amp;M, 2004, ISBN 3-902397-49-7.&amp;lt;/ref&amp;gt; „plaga orientalis“ („Ostland“) oder „Pannonische Mark“.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Bauer, Harald Knoll: &amp;#039;&amp;#039;Österreich. Ein Jahrtausend Geschichte im Herzen Europas Autoren.&amp;#039;&amp;#039; Heyne, München 1994, ISBN 3-453-08387-3, S.&amp;amp;nbsp;23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebiet umfasste etwa das heutige [[Niederösterreich]], [[Burgenland]] und Nordwest[[ungarn]]. Die Mark sollte ursprünglich die Reichsgrenzen gegen die in [[Pannonien]] und Ost-[[Mitteleuropa]] herrschenden [[Awaren]] schützen. Nach dem Ende der Awarenkriege umfasste die Awarenmark auch große Teile des geschlagenen ehemaligen Awarenreiches selbst und nutzte zunächst [[Awarisches Fürstentum|deren Fürsten]] zur Kontrolle des Gebiets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Kampf an der Grenze zwischen Franken und Awaren ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bogenschuetzen Reiter-2.jpg|mini|Darstellung aus dem [[Stuttgarter Psalter]]: Kampf zwischen Franken und Awaren]]&lt;br /&gt;
Die Awaren drangen ab etwa 560 von [[Zentralasien]] nach [[Europa]] vor. Im 7. und 8. Jahrhundert war das gesamte Gebiet der späteren Awarenmark Teil des Awarischen Reiches. Ab Mitte des 8.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts bedrohten die Awaren zunehmend die Interessen der Franken in strategisch bedeutsamen Regionen [[Mitteleuropa]]s. Bereits zu Zeiten des Baiernherzogs [[Tassilo III.]] hatte [[Ottocher (Awarenmark)|Graf Ottocher]], der Gründer von [[St. Pölten]] (771 [[Stift St. Pölten|Kloster St. Hippolyt]]), die Awaren auf dem [[Ybbsfeld]] besiegt und hinter den [[Kamp (Fluss)|Kamp]] und den [[Wienerwald]] zurückgedrängt. Zum Schutz seines Reiches gegen die Awaren begann [[Karl der Große]] nach den kriegerischen Zusammenstößen von 788 mit dem Aufbau eines Grenzschutzes. Karls Schwager Graf [[Gerold der Jüngere|Gerold in der Baar]], seit der Entmachtung Tassilos 788 [[Präfektur|Präfekt]] in [[Stammesherzogtum Baiern|Baiern]], war für den Schutz der Grenze verantwortlich. Nach dem Tod Gerolds wurde diese Funktion auf die Grafen [[Werner I. (Präfekt des Ostlandes)|Werner I.]], der in Lorch stationiert war, und [[Goteram]] aufgeteilt. Unterpannonien unterstand dem Herzog von Friaul.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LexMA&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbau und Erweiterung der Grenzmark ===&lt;br /&gt;
==== Unterwerfung der Awaren ====&lt;br /&gt;
In mehreren Etappen gelang es, die Awaren zu unterwerfen. Der erste Vorstoß erfolgte unter Karl dem Großen 791. Es folgten weitere Feldzüge in den Jahren 796, 803, 805 und 811. Das unter fränkischen Einflussbereich geratene Grenzgebiet wurde im Zuge dieser Kriege sukzessive bis weit nach [[Pannonien]] hinein vorgeschoben. Karls Awarenfeldzüge endeten mit der Unterwerfung des [[Großkhan|Chagans]] und weiterer awarischer Würdenträger. Noch vor deren endgültiger Unterwerfung hatte Karl ein awarisches Tributärfürstentum eingerichtet. Zwischen 799 und 803 kam es noch einmal zu Rebellionen der Awaren. Im Jahre 805 wurde zwischen [[Petronell-Carnuntum|Carnuntum]] und [[Szombathely|Sabaria]] ein abhängiges Fürstentum innerhalb der Awarenmark geschaffen. Dieser Pufferstaat im Raum des Wiener Beckens wird auch als &amp;#039;&amp;#039;awarisches Vasallenkhaganat&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dorothea Talaa]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Gräberfeld von Baden bei Wien, Niederösterreich. Am Westrand des awarischen Vasallenkhaganats.&amp;#039;&amp;#039; Unter Mitwirkung von: Ingomar Herrmann, Silvia Renhart, Günther Karl Kunst. Verlag Holzhausen, Wien 2024, ISBN 978-3-903207-84-4, S. 271–273.&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet. Die Grabbeigabe eines Ringes mit [[Kufi|pseudokufischer]] Inschrift wird als Indiz für eine mögliche frühe Beziehung des Gebietes zum islamisierten Orient gesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Dorothea Talaa: &amp;#039;&amp;#039;Das Gräberfeld von Baden bei Wien, Niederösterreich. Am Westrand des awarischen Vasallenkhaganats.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Holzhausen, Wien 2024, ISBN 978-3-903207-84-4, Objekt 60, S. 185–189, 273.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Oberhoheit über dieses Gebiet hatte zunächst der christliche Kapchan Theodor, später Chagan Abraham inne. Kirchlich wurde das Gebiet zwischen [[Enns]] und [[Raab (Fluss)|Raab]] dem [[Bistum Passau]] unterstellt. Der [[Erzdiözese Salzburg|Erzbischof von Salzburg]] war für das Gebiet um den [[Balaton|Plattensee]] sowie zwischen Raab, [[Donau]] und [[Drau]] zuständig, der [[Patriarchat von Aquileia|Bischof von Aquileia]] für den Bereich südlich der Drau.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LexMA&amp;quot;&amp;gt;{{LexMA|6|1655|1657|Pannonien|Andreas Schwarz}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Selbstständige Grenzmark ====&lt;br /&gt;
Nach Ende der Awarenkriege wurde das ehemalige Awarenreich als selbständig organisierte [[Mark (Territorium)|Grenzmark]] in das Frankenreich eingegliedert und dem Präfekten Graf Werner I. unterstellt. Als Nachfolger Werners, die als Präfekten des bairischen Ostlandes auch für die Verwaltung der Awarenmark zuständig waren, sind bekannt: Albrih, [[Gotafrid]], Gerold II. (ab spätestens 826 bis 832/33), [[Ratpot (Präfekt)|Ratpot]] (832/833 bis 854) und [[Karlmann (Ostfrankenreich)|Karlmann]] (ab 856). Sitz dieser Präfekten war [[Lorch (Oberösterreich)|Lorch]]. Die Lehnsträger ([[Graf]]en) der Mark besaßen besondere militärische Aufgaben und Vollmachten, wofür sie Abgaben ([[Marchfutter]]) erheben durften. In der Awarenmark entstanden neben den „Altsiedlungen“ aus der Awarenzeit neue Siedlungen von Baiern und von [[Freie|freien]] Slawen, die von ihren alten awarischen Herren vertrieben worden waren. Es gab aber auch gemeinsame Siedlungen von Baiern und Slawen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wolfram&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ludwig der Deutsche ====&lt;br /&gt;
817 übergibt König [[Ludwig der Fromme]] seinem Sohn [[Ludwig der Deutsche|Ludwig dem Deutschen]] die bairischen Stammlande [[Tassilo III.|Tassilos III.]] ([[Nordgau (Bayern)|Nordgau]]) und das [[Marcha orientalis|bairische Ostland]] samt Awarenmark mit seinen halbautonomen slawischen Völkerschaften.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wolfram&amp;quot;&amp;gt;[[Herwig Wolfram]]: &amp;#039;&amp;#039;Salzburg, Bayern, Österreich. Die [[Conversio Bagoariorum et Carantanorum]] und die Quellen ihrer Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Oldenbourg, Wien/München 1996, ISBN 3-486-64833-0, S.&amp;amp;nbsp;47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auflösung ===&lt;br /&gt;
Die „Altsiedler“ des Landes waren vorwiegend [[Slawen]] und ihre awarischen Herren. Mit dem fortschreitenden Zuzug fränkischer Bevölkerung bürgerte sich die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Pannonia&amp;#039;&amp;#039; ein. In den Jahren 819 bis 823 bedrohten die Kämpfe zwischen den Franken und dem Fürsten [[Ljudevit (Posavina)|Ljudevit]] von [[Sisak]] die fränkische Herrschaft in Unterpannonien. Die Franken blieben aber siegreich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LexMA&amp;quot; /&amp;gt; 828 wurde Karls &amp;#039;&amp;#039;Avaria&amp;#039;&amp;#039; zusammen mit der Mark &amp;#039;&amp;#039;[[Karantanien]]&amp;#039;&amp;#039;, die u. a. auch [[Slawonien]] umfasste, in die &amp;#039;&amp;#039;[[Marchia orientalis]] (Bairisches Ostland, Ostmark)&amp;#039;&amp;#039; eingegliedert und somit Teil des [[Stammesherzogtum Baiern|Herzogtums Baiern]]. Mit dem [[Vertrag von Verdun]] im Jahre 843 kam die Awarenmark gemeinsam mit Baiern in das [[Ostfrankenreich]] unter [[Ludwig der Deutsche|Ludwig dem Deutschen]].&lt;br /&gt;
Im Jahre 870 ist schließlich auch die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;plaga orientalis&amp;#039;&amp;#039; nachweisbar und der Name Awarenmark verschwand langsam. Die Mark ging in den folgenden Gebietskonstruktionen auf und teilte sich die Geschichte mit der Marcha orientalis als deren integrierter Bestandteil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wolfram&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebiete der Mark ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Avaria&amp;#039;&amp;#039; reichte im Osten wohl bis über den [[Balaton]] hinaus. Im Südosten erstreckte sie sich bis nach [[Kroatien]] und [[Slowenien]]. Im Südwesten schloss sie an Karls ehemals langobardisches Oberitalien an. Einen Teil der Mark (ein Gebiet in der [[Wachau]]) hatte bereits Karl der Große dem bairischen [[Kloster Niederaltaich]] übergeben. Die Awarenmark war unterteilt in:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Oberpannonien&amp;#039;&amp;#039;, vom [[Wienerwald]] bis zur [[Raab (Fluss)|Raab]] mit den selbständigen Verwaltungseinheiten [[Traungau]], [[Donaugrafschaft]] und der [[Grafschaft Steinamanger]] (ab ca. 825) der Grafen [[Rihheri]] und Odalrich. Die Grenze zwischen Oberpannonien und Unterpannonien bildete zunächst die Drau und erst ab 828/830 die Raab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LexMA&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unterpannonien&amp;#039;&amp;#039;, von der Raab bis zur [[Drau]] mit dem [[Plattensee-Fürstentum]] (ab 839).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tributärfürstentum der verbliebenen Awaren&amp;#039;&amp;#039; (das so genannte [[Awarisches Fürstentum|Awaren-Chaganat]] von ca. 805–825) zwischen [[Szombathely|Sabaria]] und Carnuntum. Letzte Nennung einer awarischen Gesandtschaft am Aachener [[Reichstag (Heiliges Römisches Reich)|Reichstag]] von 822.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Gebiete waren teilweise noch weiter in Untergrafschaften unterteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Manfred Scheuch]] |Titel=Historischer Atlas Österreich |Verlag=Verlag Christian Brandstätter |Ort=Wien |Datum=1994}} Lizenzausgabe: {{Literatur |Titel=Österreich – Provinz, Weltreich, Republik. Ein historischer Atlas |Verlag=Verlag Das Beste |Ort=Wien |Datum=1994 |ISBN=3-87070-588-4 |Kommentar=&amp;#039;&amp;#039;Besiedlung durch die Slawen ca. 550–906.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;20&amp;amp;nbsp;f., &amp;#039;&amp;#039;Awarenherrschaft und Magyareneinfall 582–955.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;22&amp;amp;nbsp;f.}}&lt;br /&gt;
* [[Walter Pohl]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Awarenkriege Karls des Großen 788–803.&amp;#039;&amp;#039; In der Reihe: &amp;#039;&amp;#039;Militärhistorische Schriftenreihe Band 61&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. vom Heeresgeschichtlichen Museum (Militärwissenschaftliches Institut), Österreichischer Bundesverlag, Wien 1988, ISBN 3-215-07045-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mark (Fränkisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:8. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:9. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichische Geschichte (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Awaren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ur- und Frühgeschichte (Pannonische Tiefebene)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Josef Moser</name></author>
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