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	<title>Auxiliar - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T19:42:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Auxiliar&amp;diff=896970&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;NadirSH: /* Verwendung */ BKS aufgelöst</title>
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		<updated>2024-12-02T22:43:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Verwendung: &lt;/span&gt; BKS aufgelöst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|erläutert den Begriff Auxiliar in der Chemie; zu einer anderen Bedeutung siehe [[Auxiliartruppen]], zu einer weiteren [[Hilfsverb]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Auxiliar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lat. &amp;#039;&amp;#039;auxiliari&amp;#039;&amp;#039; = helfen) bezeichnet in der [[Chemie]] eine [[kovalent]] an ein [[Molekül]] angebrachte Gruppe, die eine spezielle Reaktion ermöglicht oder deren [[Stereochemie|stereochemischen]] Verlauf beeinflusst. Nach erfolgreicher Reaktion kann das Auxiliar in einem weiteren Schritt wieder abgespalten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chirale Auxiliare ==&lt;br /&gt;
Mit Hilfe eines [[Chiralität (Chemie)|chiralen]] Auxiliars kann der Verlauf einer an und für sich nicht [[stereoselektiv]]en chemischen Reaktion so gesteuert werden, dass nach Abspaltung des Auxiliars dennoch bevorzugt ein [[Enantiomer]] erhalten wird. Das bekannteste Beispiel eines chiralen Auxiliars ist das Evans-Auxiliar, das in der Evans-Synthese enantiomerenreiner α-alkylierter [[Carbonsäure]]derivate verwendet wird. Chirale Auxiliare sind die wichtigsten in der organischen Synthese verwendeten Auxiliare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Funktionsweise eines Auxiliars beruht darauf, dass durch Anbringen einer [[Chiralität (Chemie)|chiralen Gruppe]] eine stereochemische Information in das [[Molekül]] gebracht wird. Dadurch sind mögliche Angriffe auf dieses Molekül immer diastereoselektiv, die beiden Produkte der Reaktion sind also [[Diastereomere]]. Durch sterische Wechselwirkung (beispielsweise Abschirmung einer Seite des Moleküls durch einen großen [[Substituent]]en am Auxiliar) wird bevorzugt ein Diastereomer gebildet. Nach Abspaltung des Auxiliars werden die Diastereomere durch Verlust des stereogenen Zentrums am Auxiliar in die Enantiomere überführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorteil bei der Verwendung von [[Chiralität (Chemie)|chiralen]] Auxiliaren besteht im relativ einfachen Zugang aus dem [[chiral pool]]. Die heute bekannten und allgemein verwendeten Auxiliare sind gut erprobt und ergeben zumeist sehr gute [[Stereoselektivität]]en. Nachteilig ist, dass die stereochemische Information im Gegensatz zur stereoselektiven [[Katalyse]] [[Stöchiometrie|stöchiometrisch]] verwendet werden muss und das Auxiliar nach der Abspaltung auch oft nicht wiedergewonnen werden kann. Die [[Atomökonomie]] bei der Verwendung eines Auxiliars in einer Reaktionssequenz ist also in der Regel mäßig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Evans-Auxiliare ==&lt;br /&gt;
=== Struktur ===&lt;br /&gt;
Evans-Auxiliare sind [[Oxazolidinone]]. Das Auxiliar 2 stammt vom [[Valin]] ab. Am häufigsten werden heute die [[benzyl]]substituierten Auxiliare 3 und 4 verwendet, die aus [[Phenylalanin]] zugänglich sind. Sie sind nach ihrem Entdecker [[David Evans (Chemiker)|David Evans]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Evans-Auxiliar1.svg|369px|Strukturformeln verschiedener Evans-Auxiliare]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Synthese ===&lt;br /&gt;
Evans-Auxiliare leiten sich von [[Aminosäure]]n ab. Diese werden zuerst zum [[Aminoalkohole|Aminoalkohol]] reduziert und anschließend zum [[Oxazolidinone|Oxazolidinon]] kondensiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Evans-Auxiliar2.svg|502px|Reaktionsmechanismus der Synthese von Evans-Auxiliaren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwendung ===&lt;br /&gt;
Ohne die Verwendung eines Auxiliars erfolgt der Angriff eines [[Elektrophil]]s (im Beispiel [[Methyliodid]]) auf das [[Enolat]] (aus dem Methyl-[[Ester]] durch [[Deprotonierung]] mit [[Lithiumdiisopropylamid|LDA]] erzeugt) unselektiv von beiden Seiten der Doppelbindung, wodurch beide [[Enantiomer]]e im gleichen Verhältnis (ee = 0 %) gebildet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Evans-Auxiliar3.svg|878px|Unselektive Addition an ein Enolat ohne Evans-Auxiliar]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bringt man jedoch statt des Methylesters das Evans-Auxiliar (ein [[Chiralität (Chemie)|chirales]] [[Oxazolidinon]], das über eine [[Carbonsäureamide|Amid]]-Bindung an das Molekül gebunden wird) an, erfolgt der Angriff von der sterisch weniger gehinderten Seite des Moleküls. Durch das [[Stereozentrum]] im Auxiliar verläuft die Reaktion jetzt diastereoselektiv. Die beiden möglichen Produkte der [[Alkylierung]] (Angriff von oben und unten) erzeugen zwei [[Diastereomere]], die ggf. auch getrennt werden können. Erst nach Abspaltung des Auxiliars (hier mit LiOH/H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;) erhält man das gewünschte Produkt enantiomerenrein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Evans-Auxiliar4.svg|809px|Selektive Addition an ein Enolat durch Zusatz eines Evans-Auxiliars]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Enders-Reagenz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:SAMP RAMP Struktur.svg|miniatur|Enders-Reagenz]]&lt;br /&gt;
Als [[Enders-Reagenz]] werden (&amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039;)-1-Amino-2-(methoxymethyl)pyrrolidin und (&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;)-1-Amino-2-(methoxymethyl)pyrrolidin (SAMP und RAMP) bezeichnet. Sie sind vom [[Prolin]] abgeleitete Auxiliare, die zur [[stereoselektiv]]en [[Alkylierung]] von [[Aldehyde]]n verwendet werden können (so genanntes RAMP- bzw. SAMP-Verfahren).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Auxiliare ==&lt;br /&gt;
8-Phenylmenthyl-Auxiliar: Zur Auxiliar-induzierten [[Diastereomer #Diastereoselektivität|Diastereoselektivität]] in [[Konjugate Addition|konjugaten Additionen]] von [[Cuprat]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:8-Phenylmenthyl-Auxiliar.svg|143px|Strukturformel des 8-Phenylmenthyl-Auxiliars]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2,5-Dimethylpyrrolidin wird unter anderem als Auxiliar für intermolekulare [[Radikale (Chemie)|Radikaladditionen]] an [[Acrylsäure]]derivate verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:2,5-Dimethylpyrrolidin-Auxiliar.svg|109px|Strukturformel des Dimethylpryrrolidin-Auxiliars]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* D. A. Evans, &amp;#039;&amp;#039;Studies in Asymmetric Synthesis - The Development of Practical Chiral Enolate Synthons&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Aldrichimica Acta]]&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 15, 1982, S. 23.&lt;br /&gt;
* R. Brückner, &amp;#039;&amp;#039;Reaktionsmechanismen&amp;#039;&amp;#039;. Elsevier, Heidelberg 2004, ISBN 978-3-8274-1579-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Key Chiral Auxiliary Applications&amp;#039;&amp;#039;. (Second Edition)(ed.: G. Roos), Academic Press, Boston, 2014, ISBN 978-0-12-417034-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Auxiliar}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reaktionsregel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stereochemie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;NadirSH</name></author>
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