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	<title>Autonome Republik Nachitschewan - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Upand am 13. März 2026 um 17:39 Uhr</title>
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		<updated>2026-03-13T17:39:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Staat&lt;br /&gt;
|NAME-AMTSSPRACHE = Naxçıvan Muxtar Respublikası&lt;br /&gt;
|NAME-DEUTSCH    = Autonome Republik Nachitschewan&lt;br /&gt;
|BILD-FLAGGE     = Flag of Azerbaijan.svg&lt;br /&gt;
|ARTIKEL-FLAGGE  = Flagge Natchitschewans&lt;br /&gt;
|BILD-WAPPEN     = Emblem of Azerbaijan.svg&lt;br /&gt;
|ARTIKEL-WAPPEN  = Wappen Nachitschewans&lt;br /&gt;
|WAHLSPRUCH      = &lt;br /&gt;
|AMTSSPRACHE     = [[Aserbaidschanische Sprache|Aserbaidschanisch]]&lt;br /&gt;
|HAUPTSTADT      = [[Naxçıvan (Stadt)|Nachitschewan]]&lt;br /&gt;
|STAATS- UND REGIERUNGSFORM = Autonome Republik&lt;br /&gt;
|STAATSOBERHAUPT = &lt;br /&gt;
|REGIERUNGSCHEF  = Ceyhun Cəlilov&lt;br /&gt;
|FLÄCHE          = 5502,75&lt;br /&gt;
|EINWOHNER       = 461.500 (2021)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stat.gov.az/source/demoqraphy/ap/en/2_6en.xls |titel=Population by sex, towns and regions, urban settlements at the beginning of the 2021 |werk=2_6en.xls (Excel-Datei) |hrsg=The State Statistical Committee of the Republic of Azerbaijan |datum=2021 |sprache=en |abruf=2022-03-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|BEV-DICHTE      = 83,9&lt;br /&gt;
|WÄHRUNG         = [[Aserbaidschan-Manat]]&lt;br /&gt;
|UNABHÄNGIGKEIT  = &lt;br /&gt;
|NATIONALHYMNE   = &amp;#039;&amp;#039;[[Azərbaycan Marşı]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|ZEITZONE        = [[UTC+4]]&lt;br /&gt;
|KFZ-KENNZEICHEN = &lt;br /&gt;
|ISO 3166        = AZ-NX als Teil Aserbaidschans&lt;br /&gt;
|INTERNET-TLD    = &lt;br /&gt;
|HDI             = 0.772 (2014)&lt;br /&gt;
|TELEFON-VORWAHL = +994 36&lt;br /&gt;
|BILD-LAGE       = Nakhchivan Autonomous Republic of Azerbaijan.svg&lt;br /&gt;
|BILD-LAGE-IMAGEMAP= Aserbaidschan1&lt;br /&gt;
|BILD2           = Nakhchivan.png&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Autonome Republik Nachitschewan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{azS-Latn|Naxçıvan Muxtar Respublikası}}) oder auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nachtschiwan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine autonome Republik [[Aserbaidschan]]s mit 461.500 Einwohnern (Stand: 2021). Eine Volkszählung 2005 ergab 372.900 Einwohner. Sie bildet eine [[Exklave]], die hauptsächlich von [[Iran]] und [[Armenien]] umschlossen ist (mit der [[Türkei]] hat sie eine Grenze von nur 17 Kilometern Länge). Hauptstadt ist die Stadt [[Naxçıvan (Stadt)|Naxçıvan]], nach der die autonome Republik benannt ist. Die Exklave hat eine eigene Verfassung und ein eigenes Parlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Der Name „Nachitschewan“ bedeutet laut dem Begründer der modernen armenischen Linguistik, [[Heinrich Hübschmann]], wörtlich „Ort der Landung“ und nimmt damit Bezug auf die mythische Landung von Noahs Arche am nahegelegenen Berg [[Ararat]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.fni.com/cim/technicals/noah.txt |text=NOAH&amp;#039;S ARK: ITS FINAL BERTH by Bill Crouse (1992) |wayback=20080312030734}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Antike wurde es auch als „Naxcavan“ („avan“ bedeutet auf Armenisch „Stadt“) und bei Ptolemäus und anderen frühen Geographen als „Naxuana“ erwähnt, während mittelalterliche arabische Quellen es mit dem Namen „Nashava“ bezeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Topo map Nakhchiva de.png|mini|Topografie von Nachitschewan und der umgebenen Regionen]]&lt;br /&gt;
Nachitschewan hat bei einer maximalen Ausdehnung von ca. 165&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;70&amp;amp;nbsp;km eine Fläche von 5500&amp;amp;nbsp;km². Es wird durch einen nur knapp 50&amp;amp;nbsp;km breiten, zu [[Armenien]] gehörenden Korridor vom Kernland getrennt. Im Norden hat Nachitschewan mit dem Dorf [[Kərki]] selbst eine Exklave. Seit dem [[Bergkarabachkonflikt|Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan]] verlaufen die wichtigsten Verkehrsverbindungen mit dem Mutterland über iranisches Territorium.&lt;br /&gt;
Der höchste Punkt Nachitschewans ist der [[Kaputdschugh|Qapıcıq dağı]] im [[Sangesurkamm]] mit {{Höhe|3905}} Höhe. Weiter westlich erstreckt sich das [[Ajozdsorski-Gebirge]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwaltungseinheiten der autonomen Republik sind die [[Rajon]]e &amp;#039;&amp;#039;(Rayonlar)&amp;#039;&amp;#039; [[Babək (Rayon)|Babək]], [[Culfa (Rayon)|Julfa]], [[Kəngərli]], [[Ordubad (Rayon)|Ordubad]], [[Sədərək (Rayon)|Sədərək]], [[Şahbuz (Rayon)|Şahbuz]] und [[Şərur (Rayon)|Şərur]] sowie die Stadt [[Naxçıvan (Stadt)|Nachitschewan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere große Dörfer sind [[Bənəniyar|Bananiyar]], Nehram und Abragunis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
Nach Schätzungen dürfte die Bevölkerungszahl 2010 etwa bei 403.000 Menschen gelegen haben. Die Einwohner sind heute fast ausschließlich [[Aserbaidschaner]] und gehören mehrheitlich der [[Schia|schiitischen]] Richtung des [[Islam]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einst zahlreiche [[Armenier in Aserbaidschan|armenische Bevölkerung]] wanderte aufgrund anhaltender Repressionen allmählich fast vollständig aus. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts hatte Nachitschewan eine aserbaidschanische Bevölkerungsmehrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des 19. Jahrhunderts begann der Anteil der Armenier an der Bevölkerung deutlich zu sinken. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts waren noch über 40 % der Bevölkerung Nachitschewans [[Armenier]], bei der [[Volkszählung im Russischen Reich 1897]] betrug ihr Anteil noch 34,4 %.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ethno-kavkaz.narod.ru/naxichevan1897.html Volkszählung des Russischen Reichs von 1897]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachdem sich in den 1920er-Jahren entschieden hatte, dass Nachitschewan endgültig zur [[Aserbaidschanische SSR|Aserbaidschanischen]] und nicht zur [[Armenische SSR|Armenischen SSR]] gehören würde, sank der Anteil der Armenier rapide. 1926 waren es noch rund 11 %, 1959 fiel ihr Anteil auf 7 %. 1970 waren nur noch knapp 3 % der Bevölkerung Nachitschewans Armenier; 1989 betrug ihr Anteil weniger als 1 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Haupterwerbszweig ist die [[Landwirtschaft]], daneben gibt es einige Erzvorkommen, die abgebaut werden. Die Wirtschaft der Exklave ist mittlerweile sehr eng mit dem Nachbarland Türkei verwoben, was auch durch fehlende Verbindungen zum Rest Aserbaidschans begründet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verkehrsinfrastruktur ist unterdurchschnittlich ausgebaut. Es gibt kaum Verbindungen ins Mutterland. Der meiste Verkehr wird über die Straße abgewickelt. In Nachitschewan gibt es einen Flughafen, den [[Flughafen Naxçıvan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Nakhchivan ethnic map (1886-1890).png|mini|Ethnische Gruppen in Nachitschewan 1890]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühgeschichte bis 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Die ältesten Funde in Nachitschewan datieren aus dem [[Jungsteinzeit|Neolithikum]].&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Mittel-Kupfersteinzeit-Kultur in Nachitschewan}}&lt;br /&gt;
Die Region war Teil des frühen Staats Urartu (Ararat) und ab 521 v. Chr. Teil der armenischen Provinz im Reich der [[Perserreich|Perser]]. Ab 189 v. Chr. kam es zum armenischen Königreich der [[Artaxiden]], um infolge der [[Sassanidenreich|Sassanideninvasion]] im vierten Jahrhundert wieder unter persische Herrschaft zu wechseln. Dem Einfall der [[Araber]] im siebten Jahrhundert folgte ein ständiger Wechsel der Herrscher ([[Armenier]], [[Seldschuken]], [[Mongolen]]), bis im 17. Jahrhundert Persien wieder die Oberhand über Nachitschewan erlangte. Von 1747 bis 1828 bestand das [[Khanat Nachitschewan]] als persischer Vasallenstaat.&lt;br /&gt;
Das Gebiet der heutigen autonomen Republik wurde ebenso wie große Teile des übrigen [[Südkaukasus|Transkaukasiens]] im Jahre 1828 im [[Friede von Turkmantschai|Frieden von Turkmantschai]] von [[Geschichte Irans|Persien]] an das [[Russisches Kaiserreich|Russische Reich]] abgetreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sowjetzeit ===&lt;br /&gt;
Nach dem Zusammenbruch des Zarenreiches im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] war es in den Jahren 1918 bis 1920 zwischen [[Aserbaidschan]] und [[Armenien]] umkämpft. Der Territorialstreit wurde schließlich nach der Machtübernahme der [[Bolschewiki]] in beiden Ländern von [[Josef Stalin|Stalin]] als politisches Zugeständnis an [[Mustafa Kemal Atatürk|Atatürk]] zugunsten Aserbaidschans entschieden. Im Jahre 1921 wurde durch die türkisch-sowjetischen [[Vertrag von Moskau (1921)|Verträge von Moskau]] und [[Vertrag von Kars|Kars]] die Zugehörigkeit von Nachitschewan zu Aserbaidschan festgeschrieben. Nachitschewan in seinen heutigen Grenzen wurde 1921 ein autonomes Gebiet innerhalb Aserbaidschans, 1924 erhielt es den Status einer [[Autonome Sozialistische Sowjetrepublik|Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik]] und wurde zur [[Autonome Sozialistische Sowjetrepublik Nachitschewan|Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik Nachitschewan]]. Das Gebiet [[Sangesur]], das Nachitschewan vom Kernland Aserbaidschans trennt, wurde gleichzeitig als Teil Armeniens anerkannt, so dass Nachitschewan zu einer [[Exklave]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit Aserbaidschan war Nachitschewan nun ein Teil der [[Sowjetunion|UdSSR]]. Die 1920er und 1930er Jahre waren von der [[Zwangskollektivierung in der Sowjetunion|Zwangskollektivierung der Landwirtschaft]], der Verstaatlichung der wenigen Bergwerke und industriellen Betriebe, Enteignungen, Willkür und Gewaltherrschaft gekennzeichnet. Die Reste feudaler Strukturen wurden beseitigt. Die sowjetische Geschichtsschreibung weist auch auf einige Errungenschaften wie den Kampf gegen das Analphabetentum, den Ausbau des Schul- und Hochschulwesens, die Errichtung von Forschungseinrichtungen, Bibliotheken und Theatern hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Deutsch-Sowjetischen Krieges]] 1941–1945 erbrachte auch die Bevölkerung von Nachitschewan ihren Tribut: Sie stellte Soldaten für die [[Rote Armee]], die an allen Fronten kämpften. Mehrere tausend Nachitschewaner erhielten Orden und Medaillen, drei Kämpfer wurden wegen ihrer militärischen Verdienste mit dem Ehrentitel „[[Held der Sowjetunion]]“ ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{GSE|080490}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte Nachitschewan nach sowjetischen Maßstäben einen gewissen Aufschwung in der Wirtschaft (insbesondere im Industriesektor) und Kultur. Offenbar wurde es besonders gefördert, da das Territorium an der Grenze zum [[NATO]]-Mitglied [[Türkei]] und zum zeitweise prowestlichen Iran für die [[Sowjetunion]] eine große strategische Bedeutung hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umbruch und Loslösung von der Sowjetunion ===&lt;br /&gt;
Die Zeit der Lockerungen und des Umbruchs der Ära [[Michail Sergejewitsch Gorbatschow|Gorbatschow]] (ab 1988) führten in Aserbaidschan und Nachitschewan u.&amp;amp;nbsp;a. zu einem Wiedererwachen des Nationalismus und zu erhöhten Spannungen mit Armenien. Auch Nachitschewan war von militärischen Auseinandersetzungen zwischen Armenien und Aserbaidschan betroffen, die sich vor allem im Konflikt um [[Bergkarabach]] niederschlugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1989 kam es zu Unruhen in Nachitschewan, als seine Bewohner die in der Sowjetära errichteten Verhaue an der Grenzlinie zu Iran niederrissen und die Grenze überschritten, um auf der anderen Seite der Linie ihre aserbaidschanischen Landsleute in Nordiran zu treffen. Diese Aktion wurde von der sowjetischen Führung und den sowjetischen Medien als „Auswuchs des [[Islamischer Fundamentalismus|islamischen Fundamentalismus]]“ diskreditiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die von sowjetischen Truppen blutig niedergeschlagenen Proteste in Baku hin, von den Aserbaidschanern „[[Schwarzer Januar]]“ genannt, veröffentlichte der Oberste Sowjet der [[Autonome Sozialistische Sowjetrepublik|ASSR]] Nachitschewan im Januar 1990 eine Deklaration über die beabsichtigte Sezession Nachitschewans aus dem Bestand der [[Sowjetunion|UdSSR]], nicht jedoch von Aserbaidschan. Nachitschewan war damit die erste Region der Sowjetunion, die die (beabsichtigte) Unabhängigkeit erklärte, nur wenige Wochen vor einer ähnlichen Aktion [[Litauen]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interimsherrschaft von Heidar Alijew ===&lt;br /&gt;
Nach seiner Degradierung durch Gorbatschow fand [[Heidar Alijew]] 1990 in seiner Heimat Nachitschewan Zuflucht. Dort verschaffte er sich als neuer Vorsitzender des Regionalparlaments, der Ali Məclisi, und zugleich Oberhaupt der Exklave (1990–1993) eine Machtbasis für seinen Sprung nach Aserbaidschan, wo er ein Jahrzehnt (1993–2003) als Präsident des Landes amtierte. Seit Alijews Wechsel in die Hauptstadt Baku hielt [[Vasif Talıbov|Vasif Talibov]] für ihn die Stellung: seit 1993 ist er ununterbrochen Oberhaupt Nachitschewans in seiner Funktion als Präsident der Ali Məclisi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regime Vasif Talibov ===&lt;br /&gt;
Mit Unterstützung des mit ihm verschwägerten Präsidenten Aserbaidschans [[İlham Əliyev]] verstand es Talibov, die wirtschaftliche Entwicklung der Exklave wieder anzukurbeln. Marode Betriebe wurden geschlossen oder mit ausländischen Investitionen modernisiert. Neue Betriebe wurden angesiedelt. Mit Hilfe internationaler Organisationen wurde die Landwirtschaft gefördert. Neue Perspektiven für sein Land verspricht sich Talibov auch von der Entwicklung des [[Tourismus]], wozu er bei einem Besuch in der [[Steiermark]]/[[Österreich]] Investoren und Anregungen suchte. Mit Prestigeobjekten im Sportsektor wie dem Nachitschwan-Stadion versucht er sein Image gegenüber seiner Bevölkerung und auch gegenüber dem Ausland zu pflegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Regime steht jedoch in der Kritik der Opposition, der Menschenrechtsgruppen und internationalen Organisationen wegen weitgehender Rechtlosigkeit, Willkür und Gewalt sowie dem Ausmaß an [[Korruption]]. Mehrere Banken, darunter die neu gegründete „Nachitschewan-Bank“, und weit verzweigte Firmenholdings werden von ihm, seinem Clan und seiner Klientel beherrscht. Dennoch versteht es Talibov, durch den Empfang hochrangiger Besucher aus aller Welt und die Veranstaltung internationaler Konferenzen für sich und seine Region zu werben. Auch Präsident [[İlham Əliyev]] ist bestrebt, bei jeder Gelegenheit die Zugehörigkeit Nachitschewans zu Aserbaidschan und seine Rolle als „Kronland seiner Familie“ zu unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Unterschied zu [[Republik Arzach|Bergkarabach]] sucht Nachitschewan keine Unabhängigkeit, sondern begnügt sich mit seinem Zwischenstatus einer Provinz und eines autonomen Subjekts mit gewissen Privilegien. So kann Präsident Talibov gegenüber den Nachbarländern Türkei und Iran und auch in einigen außenpolitischen Fragen unabhängiger agieren als die Regierung in Aserbaidschan.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Joachim Hoppe]]:  {{Webarchiv |url=http://www.eurasischesmagazin.de/artikel/?artikelID=20110806 |text=&amp;#039;&amp;#039;Nachitschewan – Vorposten Aserbaidschans&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20120328112744}}, Eurasisches Magazin, 2. August 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1997 und 2011 wurden auf dem Gebiet Nachitschewans planmäßig insgesamt 108 armenische Kirchen, Klöster und Friedhöfe zerstört – 98 Prozent des armenischen kulturellen Erbes in der Region.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://storymaps.arcgis.com/stories/48703f664f2f467b8f4f42008d8c75da |text=&amp;#039;&amp;#039;Silent Erasure. A Satellite Investigation of the Destruction of Armenian Cultural Heritage in Nakhchivan, Azerbaijan&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20220913010317}}, Caucasus Heritage Watch, 13. September 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter diese Maßnahmen fiel auch die vollständige Zerstörung des mittelalterlichen [[Armenischer Friedhof (Culfa)|Friedhofs von Culfa]], eines der bedeutendsten armenischen Friedhöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2018 rückte aserbaidschanisches Militär in die neutrale Zone um den seit dem [[Bergkarabachkonflikt]] verlassenen Ort [[Günnüt]] im Nordwesten Nachitschewans vor. Die Kontrolle dieser hoch gelegenen Region würde im Konfliktfall eine Blockade der wichtigen Verbindungsstraße von der armenischen Hauptstadt [[Jerewan]] nach [[Stepanakert]], der Hauptstadt der armenisch besetzten Region Bergkarabach, durch Artilleriebeschuss ermöglichen.&amp;lt;ref&amp;gt;Xander Snyder: [https://geopoliticalfutures.com/azerbaijan-asserts-power-south-caucasus/ &amp;#039;&amp;#039;Azerbaijan Asserts Its Power in the South Caucasus.&amp;#039;&amp;#039;] Geopolitical Futures, 26. Juni 2018. Abgerufen am 28. Juni 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. Dezember 2022 trat Talibov von seinem Amt zurück. Es wird davon ausgegangen, dass dem eine ausdrückliche Aufforderung seitens Alijew vorangegangen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://eurasianet.org/head-of-azerbaijans-nakhchivan-fiefdom-resigns-after-27-years |titel=Head of Azerbaijan’s Nakhchivan fiefdom resigns after 27 years {{!}} Eurasianet |sprache=en |abruf=2023-01-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;OCmedia&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://oc-media.org/head-of-nakhchivan-resigns-after-27-years-in-power/ |titel=Head of Nakhchivan resigns after 27 years in power |werk=OC Media |datum=2022-12-21 |sprache=en-US |abruf=2023-01-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Führung Nachitschewans ab November 1990 ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vorsitzende der Ali Məclisi (Oberhäupter) &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* November 1990 – April 1991: Djalil Afijaddin Djalilow (1. August 1946 – 29. September 1994)&lt;br /&gt;
* April 1991 – August 1991: Akper Fattach Alijew (* 26. April 1950), zugleich Erster Sekretär des Oblastkomitees der KP Aserbaidschans&lt;br /&gt;
* 5. September 1991 – 23. Juni 1993: [[Heydər Əliyev]] (10. Mai 1923 – 12. Dezember 2003)&lt;br /&gt;
* 3. Juli 1993 – 4. April 1994: kommissarisch [[Vasif Talıbov|Vasif Talibov]] (* 14. Januar 1960)&lt;br /&gt;
* 4. April 1994 – 16. Dezember 1995: Namiq Həsənov&lt;br /&gt;
* 16. Dezember 1995 – 21. Dezember 2022: Vasif Talibov&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.worldstatesmen.org/Azerbaijan.html Liste der Staatsoberhäupter Aserbaidschans und Nachitschewans&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;OCmedia&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Premiers &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1991–1993: Bedschan Farzalijew&lt;br /&gt;
* 1993–2000: Schamsuddin Gusseynguli Chanbabajew (* 1939)&lt;br /&gt;
* 2000–{{0|0000}}: [[Əlövsət Baxşıyev]] (* 22. Juni 1956)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://wwhp.ru/nahich.htm |text=НАХЧЫВАНСКАЯ АВТОНОМНАЯ РЕСПУБЛИКА  г. Нахчыван |wayback=20101227042013}} Führung der Autonomen Republik Nachitschewan 1990 bis heute&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geschichte Aserbaidschans]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Nakhchivan Autonomous Republic|Autonome Republik Nachitschewan|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage|Nachitschewan|Autonome Republik Nachitschewan}}&lt;br /&gt;
* {{Wikiatlas|Nakhchivan}}&lt;br /&gt;
* [http://www.nakhchivan.az/ Offizielle Website] der Autonomen Republik Nachitschewan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Verwaltungsgliederung Aserbaidschan}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=39/20//N |EW=45/30//E |type=adm1st |region=AZ-NX|dim=150000}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4314453-6|LCCN=n96081095|VIAF=131515923}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Aserbaidschan)|Nachitschewan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Exklave|Nachitschewan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autonome Verwaltungseinheit|Nachitschewan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autonome Republik Nachitschewan| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Upand</name></author>
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