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	<title>Automatisierter Handel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-25T12:14:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Automatisierter_Handel&amp;diff=821666&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-12-03T02:24:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Automatisierter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;algorithmischer Handel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch {{enS|&amp;#039;&amp;#039;Algorithmic Trading&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Algo Trading&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Black Box Trading&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;High Frequency Trading&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Flash Trading&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Rich Miller |url=https://www.datacenterknowledge.com/business/sec-expected-to-limit-flash-trading |titel=SEC Expected to Limit ‘Flash’ Trading |werk=datacenterknowledge.com |datum=2009-08-05 |sprache=en |abruf=2024-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder &amp;#039;&amp;#039;Grey Box Trading&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet umgangssprachlich allgemein den automatischen Handel von [[Wertpapier]]en durch Computerprogramme an einer [[Börse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Nach {{§|80|WpHG|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 [[Wertpapierhandelsgesetz|WpHG]] wird der &amp;#039;&amp;#039;algorithmische Handel&amp;#039;&amp;#039; beschrieben als Handel mit [[Finanzinstrument]]en, bei denen ein [[Algorithmus|Computeralgorithmus]] über die Ausführung und die Parameter des Auftrags automatisch entscheidet. Ausgenommen sind davon Systeme, die Aufträge nur bestätigen oder an andere Handelsplätze weiterleiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis dato hat sich keine eindeutige Definition in der Literatur der [[Wirtschaftsinformatik]] und der [[Wirtschaftswissenschaft]] durchgesetzt. Viele Autoren verstehen darunter Computerprogramme, die dazu genutzt werden, bestehende Kauf- und Verkaufsaufträge ([[Wertpapierorder]]s) auf elektronischem Wege an die Börse zu leiten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal|first1=Peter|last1=Gomber|first2=Markus|first3=Adrian|last3=Wranik|last2=Gsell|title=Algorithmic Trading – Maschinen auf Finanzmärkten|journal=Die Bank|pages=40–45|year=2005}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die andere Gruppe von Autoren versteht darunter Computerprogramme, die selbständig Kauf- und Verkaufsentscheidungen treffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gomolka: Algorithmic Trading S4-19&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Johannes Gomolka |Titel=Algorithmic Trading |Verlag=Universitätsverlag Potsdam |Datum=2011 |Seiten=4–19 |Online=[https://publishup.uni-potsdam.de/opus4-ubp/frontdoor/deliver/index/docId/5022/file/gomolka_diss.pdf uni-potsdam.de] |Format=PDF |KBytes=4925 |Abruf=2024-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In diesem Kontext kann man Algorithmic Trading bei [[Buy side|Buy-side]]- und [[Sell side|Sell-side]]-Finanzinstituten unterscheiden. Der automatisierte Handel setzt an einer Börse ein [[elektronisches Handelssystem]] voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Börsen berichten im automatisierten Handel von einem Anteil bis zu 50 Prozent am [[Handelsvolumen (Börse)|Börsenumsatz]]. An der [[Eurex]] hat sich der automatisierte Handel von 2004 bis 2006 vervierfacht. Der traditionelle Handel ist dagegen nur leicht gewachsen. Die Eurex nimmt an, dass momentan ca. 20–30 % des gesamten Umsatzes durch automatisierten Handel entsteht. Innerhalb der Eurex rechnet man mit einer Wachstumsrate von etwa 20 % pro Jahr. Laut einer Studie der AITE Group waren 2006 etwa ein Drittel aller Wertpapierhandel von automatischen Computerprogrammen und Algorithmen gesteuert. AITE schätzt, dass dieser Anteil bis 2010 etwa 50 % erreichen könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.iran-daily.com/1386/2836/html/focus.htm |titel=The Ultimate Money Machine |werk=iran-daily.com |hrsg=Iran Daily |datum=2007-05-07 |sprache=en |archiv-url=https://web.archive.org/web/20070511232146/http://www.iran-daily.com/1386/2836/html/focus.htm |archiv-datum=2007-05-11 |abruf=2024-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie Gomolka darstellt, sind diese Zahlen zum Börsenumsatz jedoch kritisch zu werten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gomolka: Algorithmic Trading S4-19&amp;quot; /&amp;gt; Denn die Börsen sehen nur diejenigen Orders, die von Maschinen an die Börse übermittelt und in den elektronischen [[Orderbuch|Orderbüchern]] aufgefangen werden (siehe Transaktionsunterstützung). Welcher Anteil des Börsenumsatzes von Maschinen generiert wird (siehe Entscheidungsunterstützung) und welcher Anteil durch menschliche Händler in die Ordersysteme eingegeben wird, kann von den Börsen nicht gemessen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang Juli 2009 wurde ein ehemaliger Mitarbeiter des amerikanischen Finanzdienstleisters [[Goldman Sachs]] vom [[Federal Bureau of Investigation|FBI]] verhaftet, da er Teile der [[Software]] gestohlen haben soll, die von dem Unternehmen zum automatisierten Handel genutzt wird. Die Software sei laut Staatsanwaltschaft zudem geeignet, „um Märkte auf unfaire Weise zu manipulieren“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Marc Pitzke]] |url=https://www.spiegel.de/wirtschaft/goldman-sachs-software-diebstahl-offenbart-verwundbarkeit-der-wall-street-a-635682.html |titel=Goldman Sachs: Software-Diebstahl offenbart Verwundbarkeit der Wall Street |werk=spiegel.de |hrsg=[[Der Spiegel (online)|Spiegel Online]] |datum=2009-07-13 |abruf=2024-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde jedoch inzwischen freigesprochen, da er nach US-Recht keinen physikalischen Gegenstand gestohlen hatte. Zum größten Teil waren die Programme, die er mitnahm, nur von ihm selbst verbesserte [[Open Source|Open-Source]]-Programme.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/netzwelt/web/us-gerichtsurteil-programmcode-kann-man-nicht-stehlen-a-827177.html |titel=US-Gerichtsurteil: Programmcode kann man nicht stehlen |werk=spiegel.de |hrsg=[[Der Spiegel (online)|Spiegel Online]] |datum=2012-04-12 |abruf=2024-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Algorithmic Trading zur Orderaufgabe ==&lt;br /&gt;
Je nach [[Automatisierungsgrad]] kann der Computer selbständig über bestimmte Aspekte der Order entscheiden (Timing, Preis, Volumen oder Zeitpunkt der Orderaufgabe). Im sogenannten „Sell Side Algo-Trading“ (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Broker]]ages) werden große Orders in mehrere kleinere Handelseinheiten aufgeteilt. Damit können [[Market Impact]], [[Opportunitätskosten]] und Risiken gesteuert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;economist.com&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.economist.com/finance-and-economics/2006/02/02/moving-markets |titel=Moving markets – Shifts in trading patterns are making technology ever more important |werk=economist.com |hrsg=[[The Economist]] |datum=2006-02-02 |sprache=en |abruf=2024-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Algorithmus legt das Aufsplitten und den Zeitpunkt (Timing) der Orders anhand vordefinierter Parameter fest. Diese Parameter nutzen üblicherweise sowohl historische als auch aktuelle [[Marktdaten]]. Algorithmischer Handel wird von Brokern zum einen für den [[Eigenhandel]] verwendet, zum anderen aber auch den Kunden der Broker als Dienstleistung angeboten. Aufgrund der Komplexität und Ressourcenlage haben institutionelle Investoren einen gewissen Drang, auf Lösungen von Brokern zuzugreifen. Der Vorteil automatisierten Handels ist die hohe Geschwindigkeit, in der sie [[Transaktion (Wirtschaft)|Geschäfte]] platzieren können und die im Vergleich zum Menschen höhere Menge an relevanten Informationen, die sie beobachten und verarbeiten. Damit gehen auch geringere [[Transaktionskosten]] einher.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Gomber, Sven Groth, Markus Gsell: &amp;#039;&amp;#039;Handels- und Orderabgabeverhalten von Computern versus menschlichen Händlern&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen]], Ausgabe Technik 02 vom 15. April 2009, S. 11 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Voraussetzung für algorithmischen Handel ist, dass bereits eine Order bzw. eine [[Handelsstrategie]] vorliegt. Hier geht es im Gegensatz zu automatischem Handel bzw. [[Quote (Börse)|Quote]]-Maschinen darum, eine Order intelligent auf verschiedenen Märkten zu verteilen. Es geht nicht darum, anhand von Parametern automatisch Angebote in den Markt zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Automatisierter Handel als Entscheidungsunterstützung ==&lt;br /&gt;
Automatisierter Handel wird von [[Hedgefonds]], [[Pensionsfonds]], [[Investmentfonds]], [[Bank]]en und anderen [[Institutioneller Anleger|institutionellen Anlegern]] genutzt, um Orders automatisch zu generieren und/oder auszuführen. Hier generieren Computer selbständig Kauf- und Verkaufssignale, die in Orders auf dem [[Finanzplatz]] umgesetzt werden, bevor Menschen überhaupt eingreifen können. Algorithmic Trading kann mit jeder Investment-Strategie benutzt werden: [[Market Making]], [[Inter-Market Spreading]], [[Arbitrage]], [[Trendfolger|Trendfolgemodelle]] oder [[Spekulation (Wirtschaft)|Spekulationen]]. Die konkrete Anwendung von Computermodellen bei der Investmententscheidung und Durchführung ist unterschiedlich. So können Computer entweder nur unterstützend für die Investment-Analyse eingesetzt werden ([[Quant Fonds]]) oder die Orders sowohl automatisch generiert als auch an die Finanzplätze weitergeleitet werden ([[Autopilot]]). Die Schwierigkeit bei Algorithmic Trading liegt in der Aggregation und Analyse historischer Marktdaten sowie der Aggregation von Real-time-Kursen, um den Handel zu ermöglichen. Ebenso ist das Aufstellen und Testen mathematischer Modelle nicht trivial.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung High Frequency Trading und Systematic Trading ==&lt;br /&gt;
In der [[Fachliteratur]] wird Algorithmic Trading oft mit [[Hochfrequenzhandel]] gleichgesetzt, bei dem Wertpapiere in Sekundenbruchteilen ge- und wieder verkauft werden. Einer Studie von FINalternatives zufolge kategorisieren [[Fondsmanager]] den Bereich des Algorithmic Trading aber höchst unterschiedlich.&amp;lt;ref&amp;gt;FINalternatives (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Survey by about the opinions of fund managers to categorize to time of high frequency trading&amp;#039;&amp;#039;, Juli 2009 (Quelle: Irene Aldridge, 2009, S. 22, zitiert aus FINalternatives 2009)&amp;lt;/ref&amp;gt; So verstehen über 60 % der Befragten unter Hochfrequenzhandel Transaktionen im Zeitraum von 1&amp;amp;nbsp;s bis 10 Minuten. Ca. 15 % der Befragten verstehen darunter Transaktionen im Zeitraum von 1–5 Tagen. Aldridge (2009) kategorisiert Algorithmic Trading ausschließlich als Hochfrequenzhandel.&amp;lt;ref&amp;gt;Irene Aldridge: &amp;#039;&amp;#039;High Frequency Trading: A Practical Guide to Algorithmic Strategies and Trading Strategies&amp;#039;&amp;#039;, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gomolka (2011) hingegen fasst unter dem Algorithmic Trading sowohl das High-Frequency Trading (in Sekundenbruchteilen) als auch das Systematic Trading (längerfristig über mehrere Tage) zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Johannes Gomolka |Titel=Algorithmic Trading |Verlag=Universitätsverlag Potsdam |Datum=2011 |Seiten=175 |Online=[https://publishup.uni-potsdam.de/opus4-ubp/frontdoor/deliver/index/docId/5022/file/gomolka_diss.pdf uni-potsdam.de] |Format=PDF |KBytes=4925 |Abruf=2024-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er betont, dass Computerprogramme nicht nur kurzfristig (z.&amp;amp;nbsp;B. zum Flash Trading) eingesetzt werden, sondern auch langfristig im Ablauf mehrerer Minuten, Stunden oder Tage selbständig handeln können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswirkungen auf die Finanzmarktstabilität ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur [[Elektronisches Handelssystem|Computerbörse]], bei der [[Computer]] nur als Kommunikationsplattform für die Verknüpfung von passenden Kauf- und Verkaufsangeboten dienen, platziert das System selbständig solche [[Angebot (Volkswirtschaftslehre)|Angebote]] und sucht sich Handelspartner. Sie werden mitverantwortlich gemacht für den [[Börsenkrach]] am 19. Oktober 1987, den [[Schwarzer Montag|Schwarzen Montag]]. Ihre „Wenn-dann“-[[Algorithmus|Algorithmen]] sollen dafür gesorgt haben, dass immer mehr Aktienpakete abgestoßen wurden, nachdem die Kurse zu fallen begonnen hatten, was letztlich zu panikartigen Verkäufen geführt habe. Am 6. Mai 2010 fiel der [[Dow Jones Industrial Average|Dow-Jones-Index]] innerhalb von acht Minuten um über 1000 Punkte. Ausgelöst wurde dieser Crash jedoch ursprünglich nicht durch High Frequency Programme, sondern eine Sell-Order des Handelshauses Waddell &amp;amp; Reed, das 75.000 S&amp;amp;P500 E-Mini Future Kontrakte innerhalb 20 Minuten per Market Order in den Markt gab. Dieser [[Flash Crash]] veranlasste die SEC zu einer Verschärfung ihrer Circuit-Breaker-Regeln, wonach zukünftig Kurseinbrüche von über 10 % bei einer Aktie zu einer automatischen [[Aussetzung des Handels]] führen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.handelsblatt.com/politik/international/neue-regeln-sec-zieht-konsequenz-aus-dramatischem-dow-absturz/3440150.html |titel=Neue Regeln: SEC zieht Konsequenz aus dramatischem Dow-Absturz |werk=handelsblatt.com |hrsg=[[Handelsblatt]] |datum=2010-05-19 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20221221134125/https://www.handelsblatt.com/politik/international/neue-regeln-sec-zieht-konsequenz-aus-dramatischem-dow-absturz/3440150.html |archiv-datum=2022-12-21 |abruf=2024-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regulatorische Bedeutung des algorithmischen Handels ==&lt;br /&gt;
Die regulatorische Einordnung einer Handelsstrategie als „algorithmisch“ bringt zahlreiche Folgepflichten mit sich. So müssen algorithmische Händler in [[Deutschland]] gemäß § 80 Abs. 2 Wertpapierhandelsgesetz sowohl gegenüber dem jeweiligen Handelsplatz als auch gegenüber der [[Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht]] Kennzeichnungspflichten erfüllen. Zudem unterfallen algorithmische Händler gemäß {{§|1|kredwg|juris}} Abs. 1a Nr. 4d [[Kreditwesengesetz|KWG]] einer [[Erlaubnis]]pflicht für [[Bankgeschäft]]e ([[Banklizenz]]) und müssen sich demnach einem umfangreichen Erlaubnisverfahren gemäß {{§|32|kredwg|juris}} KWG unterziehen. Die Pflichten werden vom Gesetzgeber mit den durch algorithmischen Handel bestehenden Gefahren begründet.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesrats-Drucksache 607/12 vom 23. November 2012, &amp;#039;&amp;#039;Entwurf eines Gesetzes zur Vermeidung von Gefahren und Missbräuchen im Hochfrequenzhandel (Hochfrequenzhandelsgesetz)&amp;#039;&amp;#039;, S. 10&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die strenge Beaufsichtigung algorithmischer Händler stößt jedoch vielerorts auf Kritik. Einerseits wird der viel zu weite Wortlaut des in Betracht kommenden Art. 4 Abs. 1 Nr. 39 der Richtlinie 2014/65/EU ([[MiFID II]]) kritisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;FIA, &amp;#039;&amp;#039;Reply on ESMA Consultation Paper on MiFID II/MiFIR&amp;#039;&amp;#039;, 22. Mai 2014, S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; Andererseits wird kritisiert, dass die Gesetzgeber den Aufsichtsrahmen teilweise unübersichtlich gestaltet haben und (wirtschaftswissenschaftlich) essenzielle Fragen zur Abgrenzung algorithmischen Handels von Manuellem, unbeantwortet ließen. So seien etwa die Frage nach der zur Begründung algorithmischen Handels erforderlichen Anzahl automatisch bestimmter Auftragsparameter oder die Frage nach dem Zeitpunkt des Vorliegens bzw. der Gestaltung der menschlichen Intervention zur Abwendung algorithmischen Handels bislang ungeklärt.&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Baas, Mert Kilic: {{Webarchiv |url=https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&amp;amp;artid=2020071059 |wayback=20210124192746 |text=&amp;#039;&amp;#039;Regulierung für den algorithmischen Börsenhandel lässt viele Fragen offen&amp;#039;&amp;#039;}}, in: [[Börsen-Zeitung]], Ausgabe 71 vom 10. April 2020, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Terrence Hendershott, Charles M. Jones, Albert J. Menkveld |Titel=Does Algorithmic Trading Improve Liquidity? |TitelErg=(WFA 2008 Paper) |Sammelwerk=Journal of Finance |Band=66 |Datum=2008 |Sprache=en |Online=[https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=1100635&amp;amp;rec=1&amp;amp;srcabs=938042 papers.ssrn.com] |Abruf=2024-06-01}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Johannes Gomolka |Titel=Algorithmic Trading |Verlag=Universitätsverlag Potsdam |Datum=2011 |Online=[https://publishup.uni-potsdam.de/opus4-ubp/frontdoor/deliver/index/docId/5022/file/gomolka_diss.pdf uni-potsdam.de] |Format=PDF |KBytes=4925 |Abruf=2024-06-01}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Lothar Lochmaier: [https://www.heise.de/tp/features/Algotrading-Wie-selbst-zerstoererisch-ist-der-automatisierte-Computerhandel-3387153.html Algotrading: &amp;#039;&amp;#039;Wie selbstzerstörerisch ist der automatisierte Computerhandel?&amp;#039;&amp;#039;], Telepolis, 18. Oktober 2010.&lt;br /&gt;
* [https://www.bafin.de/DE/Aufsicht/BoersenMaerkte/Handel/Hochfrequenzhandel/high_frequency_trading_artikel.html Informationen zu Algorithmischen Handel und Hochfrequenzhandel] auf der Website der [[Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht|BaFin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Börsenhandel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Computerbörse| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzmathematik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Planung und Organisation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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