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	<title>Autodefensas Unidas de Colombia - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T22:46:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Autodefensas_Unidas_de_Colombia&amp;diff=217128&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hurluberlue: /* Struktur */ Belege fehlen</title>
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		<updated>2025-07-15T13:06:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Struktur: &lt;/span&gt; Belege fehlen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Flag of AUC.svg|mini|Flagge der &amp;#039;&amp;#039;Autodefensas Unidas de Colombia&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Autodefensas Unidas de Colombia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (‚Vereinigte Bürgerwehren Kolumbiens‘, AUC) waren etwa bis zum Jahr 2006 ein [[Kolumbien|kolumbianischer]] Dachverband [[Politische Rechte (Politik)|rechtsgerichteter]] [[paramilitär]]ischer Gruppen und einer der Hauptakteure des [[Bewaffneter Konflikt in Kolumbien|bewaffneten Konflikts in Kolumbien]]. Die [[EU]] und die [[USA]] führten  die Organisation bis 2014 auf ihrer Liste der [[Terrororganisation]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;{{CELEX|32009E0468|&amp;#039;&amp;#039;Gemeinsamer Standpunkt 2009/468/GASP des Rates vom 15. Juni 2009 zur Aktualisierung des Gemeinsamen Standpunkts 2001/931/GASP über die Anwendung besonderer Maßnahmen zur Bekämpfung des Terrorismus und zur Aufhebung des Gemeinsamen Standpunkts 2009/67/GASP&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.state.gov/j/ct/rls/other/des/123085.htm Foreign Terrorist Organizations], [[Außenministerium der Vereinigten Staaten|U.S. Department of State]], Stand: 27. Januar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Die AUC wurden 1997 gegründet und gingen aus einer Vielzahl paramilitärischer Gruppierungen hervor, die seit den 1960er Jahren in Kolumbien entstanden waren. Ihr offizielles Ziel war es, die [[Guerilla]]bewegung ([[FARC]], [[Ejército de Liberación Nacional (Kolumbien)|ELN]]) militärisch zu besiegen und das Machtvakuum, das in Teilen Kolumbiens besteht, zu füllen. Der bewaffnete Kampf der AUC richtete sich allerdings auch gegen die Teile der [[Zivilbevölkerung]], die sie als „soziale Basis“ der Guerillabewegung bezeichneten. Die AUC finanzierten sich größtenteils durch den [[Kokain]]handel. Der teilweise erfolgende Verkauf von paramilitärischen Einheiten („Bloques“) unter Regie von Vicente Castaño hat vielerorts zu einer tieferen Verwicklung in den Drogenhandel und zum gleichzeitigen Nachlassen der [[Aufstandsbekämpfung]] geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen|Belege fehlen|Der folgende Abschnitt}}&lt;br /&gt;
Die AUC waren hauptsächlich in den ländlichen Regionen im Norden Kolumbiens aktiv. Sie waren in mehrere große Blöcke unterteilt, namentlich den &amp;#039;&amp;#039;Bloque Norte&amp;#039;&amp;#039; (von [[Córdoba (Kolumbien)|Córdoba]], [[Urabá]] über [[Departamento del Magdalena|Magdalena]], [[La Guajira]] bis nach [[Venezuela]]), die &amp;#039;&amp;#039;Autodefensas Campesinas del Magdalena Medio&amp;#039;&amp;#039;, den &amp;#039;&amp;#039;Bloque Centauros&amp;#039;&amp;#039; in den [[Llanos]] Orientales, die Bloques des &amp;#039;&amp;#039;Inspector General&amp;#039;&amp;#039; [[Diego Murillo Bejarano]] alias „[[Don Berna]]“ in [[Departamento de Antioquia|Antioquia]], im [[Valle del Cauca]] und an der Pazifikküste, den &amp;#039;&amp;#039;Bloque Central Bolivar&amp;#039;&amp;#039; in Zentralkolumbien ([[Departamento de Bolívar|Bolivar]], [[Departamento de Santander|Santander]], Eje Cafetero) und Südkolumbien ([[Departamento de Putumayo|Putumayo]], [[Departamento de Nariño|Nariño]]). Daneben gibt es auch mehrere kleinere &amp;#039;&amp;#039;Bloques&amp;#039;&amp;#039; (zum Beispiel in der [[Sierra Nevada de Santa Marta]]). Die AUC wurden lange von [[Carlos Castaño Gil|Carlos Castaño]] angeführt, der 2003 verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mitgliederzahl der AUC wird für 2004 auf 13&amp;amp;nbsp;500 bis 20&amp;amp;nbsp;000 geschätzt&amp;lt;ref&amp;gt;Semana Especial Paramilitarismo bzw. Kurz / Muno 2005:33&amp;lt;/ref&amp;gt;; ob sie durch den [[Demobilisierung]]sprozess gesunken ist, ist zweifelhaft. Außerdem bleibt das Verhältnis der AUC zu Teilen des [[Streitkräfte Kolumbiens|kolumbianischen Militärs]] und zu den legalen ländlichen [[Bürgerwehr]]en ([[Convivir]]) unklar.&amp;lt;ref&amp;gt;hrw.org: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.hrw.org/legacy/reports/2000/colombia/ Colombia and Military-Paramilitary Links (Summary)]&amp;#039;&amp;#039;, Zugriff am 6. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis Mitte der 1990er Jahre konnten systematische Verbindungen zwischen paramilitärischen Gruppen und dem Militär nachgewiesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Demobilisierungsprozess ==&lt;br /&gt;
[[Álvaro Uribe]] hat kurz nach seinem Amtsantritt als erster kolumbianischer Präsident Verhandlungen mit den AUC aufgenommen. Im April 2003 unterzeichneten Paramilitärs und Regierung das &amp;#039;&amp;#039;Abkommen von Ralito&amp;#039;&amp;#039;, das die Paramilitärs zur vollständigen [[Demobilisierung]] bis Ende [[2005]] verpflichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des 2004 offiziell gestarteten und später verlängerten Demobilisierungsprozesses wurden laut Angaben des [[UNHCHR]] über 14&amp;amp;nbsp;000 AUC-Kämpfer entwaffnet. Eine sinkende Präsenz der AUC in ihren Einflussgebieten konnte allerdings nicht beobachtet werden. Außerdem kritisieren Beobachter, dass hauptsächlich veraltete und nicht funktionsfähige Waffen abgegeben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mitbegründer und Anführer [[Carlos Castaño Gil|Carlos Castaño]], der sich mit Teilen der AUC über die Verwicklung in den Drogenhandel uneins war, verschwand 2003. In den Medien wurden generell sein Bruder Vicente Castaño und [[Diego Murillo Bejarano|Diego „Don Berna“ Murillo Bejarano]] mit seinem Verschwinden in Verbindung gebracht, am 23. August 2006 bestätigten die Behörden der kolumbianischen Wochenzeitung &amp;#039;&amp;#039;Semana&amp;#039;&amp;#039; zufolge seinen Tod.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.semana.com/wf_InfoArticulo.aspx?IdArt=96600 |wayback=20080317161819 |text=—   }} Confirmado: Carlos Castaño está muerto, Semana vom 23. August 2006&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechtliche Grundlage für die Demobilisierung ist das &amp;#039;&amp;#039;Ley de Justicia y Paz&amp;#039;&amp;#039; (Gesetz über Gerechtigkeit und Frieden), das in Kolumbien kontrovers diskutiert wurde, da es Straffreiheit für Ex-Paramilitärs vorsieht. Mehrere einflussreiche [[Drogenhandel|Drogenhändler]] (Diego Montoya Sanchez, Wilber „Jabon“ Varela-Fajardo) versuchten daraufhin, sich als Paramilitärs darzustellen, um Strafverfolgung und eine eventuelle [[Auslieferung (Recht)|Auslieferung]] an die [[USA]] zu vermeiden. Besonderes Aufsehen erregten die Fälle der Drogenhändler Francisco Javier „Gordo Lindo“ Zuluaga und Miguel Ángel und Víctor „Los Mellizos“ Mejía Múnera, die sich für die Demobilisierung in die AUC einkauften. Da die AUC selbst in den Drogenhandel verwickelt sind, bzw. viele ihrer Führer selbst auch Drogenhändler sind, ist es schwierig, bei der Wiedereingliederung ehemaliger Kämpfer zwischen Delikten, die unter die [[Amnestie]]regelung fallen, und solchen, bei denen dies nicht der Fall ist, zu unterscheiden. Auch im Hinblick auf die rechtlichen und finanziellen Ansprüche, die Ex-Paramilitärs im Gegensatz zu ihren Opfern geltend machen können, wurde der Demobilisierungsprozess im In- und Ausland heftig kritisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Kritiker befürchten, dass die Demobilisierung nur oberflächlich sei und die Paramilitärs mit [[mafia]]ähnlichen Strukturen im Bereich der [[Organisierte Kriminalität|organisierten Kriminalität]] weiterbestehen und insbesondere weiterhin Einfluss auf die [[Politik]] nehmen könnten. Verschiedene Indizien weisen darauf hin, dass diese Kritik berechtigt wäre. Der AUC-Kommandant Vicente Castaño äußerte 2005, die AUC kontrollierten etwa ein Drittel des kolumbianischen Kongresses.&amp;lt;ref&amp;gt;Wikinews (spanisch): &amp;#039;&amp;#039;[[n:es:Jefe paramilitar declara en entrevista que las AUC controlan el 35% del congreso colombiano|Jefe paramilitar declara en entrevista que las AUC controlan el 35 % del congreso colombiano]]&amp;#039;&amp;#039;, 8. Juni 2005&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei den Parlamentswahlen 2006 äußerte sich der starke Einfluss der AUC. Nachdem die großen Parteien Personen, die Verbindungen zu den Paramilitärs haben, von ihren Listen gestrichen hatten, erzielten drei den AUC nahestehende Parteien sehr gute Wahlergebnisse, insbesondere in den Gegenden, in denen die AUC auch vor der Demobilisierung stark waren. Neben diesen drei jetzt im Kongress vertretenen Parteien, &amp;#039;&amp;#039;Convergencia Ciudadana&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Alas Equipo Colombia&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Colombia Viva&amp;#039;&amp;#039;, sind die Paramilitärs auch in anderen staatlichen Institutionen vertreten: im April 2006 enthüllten kolumbianische Medien einen Skandal um den kolumbianischen [[Nachrichtendienst|Inlandsgeheimdienst]] [[Departamento Administrativo de Seguridad]] (DAS). Demzufolge war das DAS völlig korrumpiert und arbeitete sehr eng mit verschiedenen paramilitärischen Gruppen (Bloque Norte, BCB, Bloque Centauros) zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Revista Cambio: {{Webarchiv | url=http://colombia.indymedia.org/news/2006/04/40351.php | wayback=20070217062020 | text=&amp;#039;&amp;#039;Sigue el destape&amp;#039;&amp;#039;}},  10. April 2006&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus einem Bericht einer Abteilung der kolumbianischen Staatsanwaltschaft geht hervor, dass 3700 ehemalige Paramilitärs, die sich zwischen 2003 und 2006 unter den Schutz des Sondergesetzes &amp;#039;&amp;#039;Ley de Justicia y Paz&amp;#039;&amp;#039; gestellt hatten, insgesamt etwa 25.000 Morde eingestanden haben, die sich über einen Zeitraum von etwa 20 Jahren verteilten, sowie das Verschwindenlassen von 2.251 weiteren Opfern und die Entführung von 831 Menschen. Durch deren Angaben hatten 2100 Gräber mit den sterblichen Überresten von 2562 Menschen gefunden werden können. Aus den Aussagen gehe auch hervor, dass Polizei- und Militäreinheiten Massaker an der Zivilbevölkerung in Auftrag gegeben und die AUC auch aktiv bei den Mordaktionen unterstützt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://derstandard.at/1254310303002/Rechtsextreme-Paramilitaers-gestehen-insgesamt-25000-Morde |titel=Rechtsextreme Paramilitärs gestehen insgesamt 25.000 Morde |werk=der Standard |datum=2009-09-30 |zugriff=2009-11-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofes sagte 2008, die kolumbianischen Guerillas seien für 12 % der Morde an Zivilisten im Rahmen des bewaffneten Konflikts verantwortlich, die rechtsextremen Paramilitärs für 80 % und die Regierungstruppen für 8 %.&amp;lt;ref&amp;gt;Constanza Vieira: [https://www.ipsnews.net/2008/08/colombia-international-criminal-court-scrutinises-paramilitary-crimes/ &amp;#039;&amp;#039;COLOMBIA: International Criminal Court Scrutinises Paramilitary Crimes&amp;#039;&amp;#039;]. [[Inter Press Service]] vom 27. August 2008, abgerufen am 17. Juli 2024 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2006 bis ins Jahr 2018 wurden 9000 sterbliche Überreste von Opfern der AUC dank Hinweisen ehemaliger Kämpfer gefunden, gemäß Staatsanwaltschaft konnte knapp die Hälfte den Familien übergeben werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[NZZ]], 4. Mai 2018 Seite 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Todesschwadron]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Zelik, Raul: &amp;#039;&amp;#039;Die kolumbianischen Paramilitärs. „Regieren ohne Staat?“ oder terroristische Formen der Inneren Sicherheit.&amp;#039;&amp;#039; Westfälisches Dampfboot, Münster 2009, ISBN 978-3-89691-766-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.ciponline.org/colombia/ | wayback=20080212215622 | text=Kolumbien-Projekt}} des [[Center for International Policy]] mit ausführlichen Informationen zu den paramilitärischen Gruppen in Kolumbien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Videos ===&lt;br /&gt;
*  Juan Lozano und Hollman Morris: [http://www.arcoiris.tv/modules.php?name=Flash&amp;amp;d_op=getit&amp;amp;id=14670 Impunity], mehrfach mit Preisen ausgezeichneter Dokumentarfilm über das Phänomen des Paramilitarismus in Kolumbien (spanisch mit englischen Untertiteln)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=1179471369|LCCN=n2003039206|VIAF=159642485}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Kolumbien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechte bewaffnete Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Rechtsextremismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Paramilitärische Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Irreguläre Truppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vigilantismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verbandsgründung 2006]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hurluberlue</name></author>
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