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	<title>Ausschießen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T13:05:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ausschie%C3%9Fen&amp;diff=139720&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Auge=mit: BU ergänzt…</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ausschie%C3%9Fen&amp;diff=139720&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-18T22:58:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BU ergänzt…&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Druckbogen 16seiter 01.jpg|mini|Abbildung 1a : Vorderseite eines 16-seitigen Druckbogen (Schöndruck) des Romans [[So weit die Füße tragen]] von [[Josef Martin Bauer]]. Bogenformat: 58 × 46 cm, Seitenformat: 20 × 14 cm. Gedruckt auf einer [[Maschinenfabrik Johannisberg#Miller Johannisberg|Miller TP104]] Zweifarben [[Offsetdruck|Offsetmaschine]] mit Wendetrommel.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Druckbogen 16seiter 02.jpg|mini|Abbildung 1b : Zugehörige Rückseite (Widerdruck)]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ausschießen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man in der [[Druckersprache]] das fachgerechte Anordnen der einzelnen Seiten (bzw. Elemente) in einer [[Druckform]], die mehrere [[Nutzen (Drucktechnik)|Nutzen]] aufweist. Das Ziel ist, dass der bedruckte und gefalzte Bogen den richtigen Stand (bei Text von oben nach unten) und die richtige Reihenfolge der Seitenzahlen (auch [[Pagina]] bzw. [[Paginierung]]) aufweist. Allgemein spricht man auch von [[Montage (Drucktechnik)|Montage]]. Der Begriff ist nicht zu verwechseln mit dem [[Ausschließen (Bleisatz)|Ausschließen]] im [[Bleisatz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Seiten müssen beim Druck [[Register (Druck)|Register]] halten und nach dem Falzen und Aufschneiden der Bogen in der Abfolge stimmen. Das Ausschießschema ergibt sich aus dem [[Papierformat|Format]] des Drucks und der Art der buchbinderischen Weiterverarbeitung. Als häufigste Bindeverfahren sind die [[Heftung (Buch)#Rückstichheftung|Rückenstichheftung]] (allgemein auch Fadenheftung) und die [[Klebebindung]] zu nennen. Im Bereich des Rollendrucks kommen auch noch andere spezielle Verfahren zum Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Werksatz werden in der Regel auf einem Falzbogen 16 Druckseiten angeordnet; dies entspricht je acht Seiten im [[Schön- und Widerdruck]]. Dabei gibt der [[Nutzen (Drucktechnik)|Nutzen]] an, mit wie vielen Buchbinderbogen der [[Bogen (Bedruckstoff)|Druckbogen]] ausgenutzt wird. Werden auf einem Druckbogen 16 Seiten angeordnet, so wird dieser einmal, bei 32 angeordneten Seiten wird er zweimal genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Beschnitt ist der Rand, der zusätzlich benötigt wird, um nach dem Druck den Buchblock beschneiden zu können. Dabei muss auch der Greiferrand einer Bogendruckmaschine berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren ist &amp;#039;&amp;#039;Ausschießen&amp;#039;&amp;#039; ein Begriff für das Entfernen der unbedruckten Zwischenbogen, die gegen das [[Druckfehler#Verfahrensfehler|Abliegen]] zwischen die frischen Druckbogen gelegt werden. Das Einlegen dieser Zwischenbogen wird Einschießen genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:FALZbogen 16seiter 01.jpg|mini|links|hochkant 1.5|Abbildung 2 : Beispiel für Seitenmontage und Falzschema bei einem 16-seitigen Bogen. Rechts gefalzter Bogen (Drei-Bruch-Falz)]]&lt;br /&gt;
Das hier aufgeführte Beispiel zeigt die Seitenverteilung für eine 16-seitige [[Broschüre]]. Acht Seiten kommen auf die Vorder- und acht Seiten auf die Rückseite, so dass Seite&amp;amp;nbsp;2 die Rückseite ([[Schön- und Widerdruck|Widerdruck]]) von Seite&amp;amp;nbsp;1 ist. Nach dem Druck wird das Papier (hier mit [[Drei-Bruch-Falz]]) zuerst vertikal gefaltet (Seite&amp;amp;nbsp;2 fällt auf Seite&amp;amp;nbsp;3), dann horizontal (Seite&amp;amp;nbsp;4 fällt auf Seite&amp;amp;nbsp;5) und schließlich nochmals vertikal (Seite&amp;amp;nbsp;9 fällt auf Seite&amp;amp;nbsp;8). Abbildung 2 zeigt das Ausschieß- und Falzschema sowie das Resultat vor dem Binden und Beschneiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Falze ==&lt;br /&gt;
Die Position und die Orientierung der Seiten auf dem [[Bogen (Bedruckstoff)|Druckbogen]] ist zunächst vom verwendeten [[Falzschema]] abhängig. Die häufigsten Falzfolgen sind [[Zweibruch-Kreuzbruch]] ([[Falzbogen]] mit 8 Seiten) und Dreibruch-Kreuzbruch (Falzbogen mit 16 Seiten). Bei Produkten, die aus mehr Seiten bestehen als auf einen Druck- bzw. Falzbogen passen, ist zudem das Sammelverfahren wichtig (Sammeln zu Einlagen- oder Mehrlagen-[[Broschur]]en).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ausschießen erfolgt bei der Herstellung von [[Computer to Plate|CTP]]-Druckplatten ausschließlich [[computer]]gestützt. Für die [[Standard]]-Falzfolgen sind die [[Ausschieß-Schema]]ta meist fest in der [[Ausschieß-Software]] hinterlegt. Weitere Falzschemata lassen sich unter anderem mit Hilfe von Falzkatalogen hinterlegen. Inzwischen kann das Anordnen und Ausrichten der Seiten auch [[Algorithmus|algorithmisch]] gelöst werden. Bekannte Computerprogramme für das Ausschießen sind ApogeeX (AGFA), Prinect Signa Station (HEIDELBERG), Preps (Kodak), Speedflow Impose und PlugAUTOIMPOSEin (OneVision), GRAPHIAware Nicola (GRAPHIA) oder Imposition Publisher (Farrukh Systems). Speziell für [[Sammelform]]optimierung eignen sich Metrix (Lithotechnics) oder KIM (Krause-Biagosch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Ausschießen muss berücksichtigt werden, wie der Bogen gedruckt wird. Die geläufigsten Möglichkeiten sind der [[Schön- und Widerdruck]], das [[Umschlagen (Drucktechnik)|Umschlagen]], das [[Wenden (Druck)]], das [[Umstülpen]] oder die [[Sammelform]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Bestimmung des zu verwendenden Falzschemas ist die Laufrichtung des [[Papier]]s, das heißt, ob Breit-, Schmal- oder Maschinenbahn, zu beachten. Das ist ein wichtiges Kriterium, wenn die Weiterverarbeitung des Druckbogens durch [[Falzmaschine]]n erfolgt oder einzelne Teile des Druckbogens perforiert oder ausgestanzt werden sollen. Eine falsche Papierlaufrichtung kann etwa dazu führen, dass sich ein klebegebundenes Buch nicht durchblättern lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Fachbegriffe: [[Drei-Bruch-Falz]], [[Vier-Bruch-Falz]], [[Falzen (Papiertechnik)|Wickel-, Altar- oder Zickzackfalz]], Anlageseiten, [[Druckmarke]]n (Farbkontrollstreifen, Passer-, Anlage- und Schneidemarken, Textmarke).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Drei-Bruch-Falz ==&lt;br /&gt;
Dieser Falz zählt ebenso zu den Kreuzbruchfalzungen wie der Zwei- bzw. Vierbruch. Die Anzahl der Falzbrüche wird durch das Druckbogenformat, die Papiereigenschaften wie Papiergewicht oder Volumen aber auch durch die Bindeart bestimmt. Diese Falzart wird häufig bei der Prospekt- und Buchproduktion eingesetzt, zumeist bei 16-seitigen Bögen; sollte ein Werk sich nicht durch 16&amp;amp;nbsp;Seiten teilen lassen, werden ½- oder ¼-Bögen benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verdrängung ==&lt;br /&gt;
Wurden mehrere Blatt Papier gefalzt und beschnitten, sind die innen liegenden Seiten seitlich kürzer. Der genaue Wert dieses&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Verdrängung&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Bundzuwachs&amp;#039;&amp;#039; genannten&amp;amp;nbsp;Effektes ist abhängig von der Seitenanzahl sowie [[Grammatur]] und [[Papiervolumen]] der genutzten Papiersorte. Bei der Gestaltung einer Broschüre (besonders bei [[Heftung (Buch)#Rückstichheftung|Rückstichheftung]]) muss dies bedacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist ist die Ausschieß-Software in der Lage, diesen Effekt zu berücksichtigen. Hierbei werden die Seiten stufenlos um den gewünschten Betrag zur Mitte des Falzbogens hin in den Bund eingerückt oder auch komplett skaliert. Das Einrücken ist bei bundüberlaufenden Seiten – auch &amp;#039;&amp;#039;Überläufer&amp;#039;&amp;#039; genannt – jedoch nicht immer möglich, worauf beim Layouten Rücksicht zu nehmen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Farbführung ==&lt;br /&gt;
Der [[Farbkontrollstreifen]] dient dem Drucker zur exakten Einstellung der Farbführung. Die einzelnen Streifen sind auf unterschiedliche Druckmaschinen zugeschnitten. Sie bestehen zumeist aus den Farbfeldern für die Skalenfarben [[Cyan]], [[Magenta (Farbe)|Magenta]], [[Gelb|Yellow]] und [[Schwarz|Black]] sowie aus einer unterschiedlichen Anzahl von [[Schmuckfarbe|Sonderfarben]] und [[Spezialmessfeld]]ern. Ausgemessen werden diese Felder mit einem [[Densitometer]] oder mit einem Kontrollstreifen-Lesegerät. Die ermittelten Werte werden an die [[Druckmaschine]]n übertragen und korrigieren die Farbführung in den entsprechenden Farbzonen. Während des Auflagendruckes werden immer wieder Bogen entnommen und nachgemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flattermarken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Druckbogen 16seiter alle.jpg|mini|Abbildung 3 : Zum [[Buchblock]] zusammengetragene [[Druckbogen|Bogen]] mit Flattermarken]]&lt;br /&gt;
[[Flattermarke]]n sind Markierungen auf dem Rücken des gefalzten Druckbogens. Sie dienen der Kontrolle über die richtige Reihenfolge der Bogen. Zumeist wird ein schwarzer Strich in der Größe von 2&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;10&amp;amp;nbsp;mm verwendet, der sich bei einer Klebebindung im Fräsrand – also im Rücken – befindet. Zum Beispiel steht die Marke des ersten Bogens 10&amp;amp;nbsp;mm von der oberen Bogenkante entfernt; die Marke des zweiten Bogens 20&amp;amp;nbsp;mm, die des dritten 30&amp;amp;nbsp;mm usw., d.&amp;amp;nbsp;h. laut diesem Beispiel also immer um den Wert einer Marke versetzt. Betrachtet man nun die Rückseite der gesammelten Bögen, so bilden die Flattermarken eine Treppe. Sollte ein Bogen an einer falschen Position liegen, wäre die Treppe unterbrochen. Diesen Kontrollvorgang nennt man auch [[Kollationieren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Passermarke ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Passerkreuze.png|links|Passkreuze dienen im Mehrfarbendruck zur exakten Positionierung der Farbschichten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Passermarke, Passkreuz oder kurz [[Passer (Druck)|Passer]] bezeichnet eine grafische Figur, mit der die Passgenauigkeit der einzelnen Farben im Zusammendruck überwacht werden kann. Zumeist besteht diese Marke aus einem Kreis und einem Kreuz aus dünnen Linien, ähnlich einem Zielkreuz. Die Passermarke wird in jeder einzelnen Farbe (CMYK, ggf. Sonderfarben) exakt an der gleichen Stelle positioniert. Während des Druckens werden immer wieder Druckbogen mit einer Lupe ([[Fadenzähler]]), inzwischen aber auch elektronisch durch optische Abtastung kontrolliert. Dies ist notwendig, um den &amp;#039;&amp;#039;Fehlpasser&amp;#039;&amp;#039;, sprich, das ungenaue Übereinanderdrucken einzelner Druckfarben, zu vermeiden. Fehlpasser führen zu Unschärfen in Bild- und Schriftdarstellung sowie zu Farbabweichungen oder sogenannten [[Blitzer (Drucktechnik)|Blitzern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Buchdruck]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hubert Blana: &amp;#039;&amp;#039;Die Herstellung. Ein Handbuch für die Gestaltung, Technik und Kalkulation von Buch, Zeitschrift und Zeitung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Grundwissen Buchhandel: Verlag.&amp;#039;&amp;#039; Band 5). 4. überarbeitete und erweiterte Ausgabe. Saur, München 1998, ISBN 3-598-20067-6.&amp;lt;!--SEITEN ?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Wolfgang Walenski: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch Druck + Papier.&amp;#039;&amp;#039; Vittorio Klostermann, Frankfurt/M. 1994, ISBN 3-465-02619-5.&amp;lt;!--SEITEN ?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Montage (Drucktechnik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Druckweiterverarbeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchherstellung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Auge=mit</name></author>
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