<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Auspeitschung</id>
	<title>Auspeitschung - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Auspeitschung"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Auspeitschung&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T11:12:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Auspeitschung&amp;diff=77748&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mhandschug: Abschnittlink korrigiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Auspeitschung&amp;diff=77748&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-26T15:59:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:1де Ugolino di Nerio. The Flagellation. 1324-5. Berlin, Gemaldegaleree.jpg|mini|hochkant=1.2|[[Ugolino di Nerio]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Geißelung Christi&amp;#039;&amp;#039;, ca. 1325–1235. Berlin, Gemäldegalerie]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2017-07-21 (217) Sculpture of the flagellation of Jesus Christ at Saint Hippolytus Church in Zell am See, Austria.jpg|mini|Skulptur der Geißelung Jesu Christi in der [[St. Hippolyt (Zell am See)|Stadtpfarrkirche zum heiligen Hippolyt]] in [[Zell am See]], [[Österreich]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Christ at the Column Mossu-Meister 01.tif|mini|Christus an der Geißelsäule, 1438, Franziskanerkirche Freiburg (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Cicatrices de flagellation sur un esclave.jpg|mini|Geißelungsnarben auf dem Rücken eines afroamerikanischen [[Sklave]]n (1863)]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Auspeitschen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Flagellation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geißeln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geißelung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Latein|lat.]] [[Flagrum|&amp;#039;&amp;#039;flagellum&amp;#039;&amp;#039;]], „Geißel“) ist das Zufügen extremer körperlicher Schmerzen durch Schläge mit einer [[Peitsche]], einer [[Birkenrute|Rute]] oder einem [[Rohrstock]]. Praktiziert wurde bzw. wird die Flagellation als [[Strafe]] (in [[Erziehung]] und [[Rechtspflege]]), als [[Religion|religiöse]] Bußübung sowie als eine [[Sadomasochismus|sado-masochistische]] [[Sexualpraktik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
=== Historische Anwendung ===&lt;br /&gt;
==== Antikes Rom ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Flagrum.jpg|mini|Rekonstruktion eines römischen Flagrums]]&lt;br /&gt;
Im gesamten [[Antike|antiken]] [[Imperium romanum|Römischen Reich]], einschließlich der [[Römische Provinz|römischen Provinzen]], wurden verschiedene Foltermethoden angewendet. Im [[Rechtswesen im antiken Rom|römischen Recht]] galt grundsätzlich der Schutz der [[Römisches Bürgerrecht|römischen Bürgerrechte]], und eines der wichtigsten Rechte eines römischen Bürgers war der Rechtsschutz vor [[Folter#Imperium romanum|Folter]]; wobei Ausnahmen bestanden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[David Johnston]]: &amp;#039;&amp;#039;Roman Justice: A History of Roman Law in the Early Republic.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge 1999, ISBN 978-0-521-63961-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die römische Geißelung wurde mit einem sogenannten &amp;#039;&amp;#039;[[flagrum]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;flagellum&amp;#039;&amp;#039; durchgeführt, einer kurzen Peitsche, in deren Lederriemen [[Blei]]- oder [[Eisen]]- und scharfe [[Knochen]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;stücke eingeflochten waren. Die Metallkugeln gruben sich in die Haut ein und hinterließen tiefe [[Prellung]]en, die Knochenstachel rissen die [[Haut]] auf. Bei längeren und besonders brutalen Geißelungen hing die Haut am Ende nur noch in Fetzen herab, es kam zu starken [[Blutung]]en und [[Ödem]]en, und es konnte vorkommen, dass Knochen und innere Organe sichtbar wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Janke&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Davies&amp;quot;&amp;gt;C. Truman Davies: &amp;#039;&amp;#039;A Physician Analyzes the Crucifixion – A medical explanation of what Jesus endured on the day He died&amp;#039;&amp;#039; ([http://www.thecross-photo.com/Dr_C._Truman_Davis_Analyzes_the_Crucifixion.htm online], gesehen am 12. Mai 2018).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nuri&amp;quot; /&amp;gt; Laut Truman Davies blieb der Körper des Gegeißelten als „eine Masse von geschwollenem, blutigem Fleisch“ zurück und es konnte zu einem hohen Blutverlust ([[Schock (Medizin)#Volumenmangelschock|hämorrhagischen Schock]]) kommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Janke&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Davies&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Geißelung Jesu Christi ====&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Geißelung Christi&amp;#039;&amp;#039; ist ein Teil der legendären [[Passion Jesu|Passion]] Christi &amp;#039;&amp;#039;(→&amp;amp;nbsp;[[Kreuzweg]])&amp;#039;&amp;#039;. Sie ist in den [[Evangelium (Buch)|Evangelien]] nur kurz erwähnt (z.&amp;amp;nbsp;B. Mt {{BB|Matthäus|27|26}}), ist aber in der christlichen Kunst ein weit verbreitetes Motiv. An einem der als möglich genannten Orte dieser Geißelung, der [[Burg Antonia]], wurde im [[Mittelalter]] eine kleine Kapelle errichtet, die [[Geißelungskapelle]], auch „Flagellatio“ genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Fürst, Gregor Geiger: &amp;#039;&amp;#039;Ein franziskanischer Pilger- und Reiseführer für das Heilige Land.&amp;#039;&amp;#039; Bonifatiusverlag, Paderborn 2015, S. 393–396.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geißelung ist eine Form der Züchtigung und [[Folter#Geschichte bis 1989|Folter]]. Im [[Judentum]] war sie auf 40 – in der Praxis aber nur 39 – Schläge beschränkt; bei den [[Imperium Romanum|Römern]], die die Geißelung [[Jesus von Nazaret|Jesu]] durchführten, kannte man eine solche Beschränkung jedoch nicht; es ist nicht bekannt, wie viele Schläge Jesus bekam und wie lange seine Geißelung dauerte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Janke&amp;quot;&amp;gt;Viktor Janke: &amp;#039;&amp;#039;Detaillierter Bericht der Kreuzigung II&amp;#039;&amp;#039; ([http://www.lgvgh.de/wp/detaillierter-bericht-der-kreuzigung-ii/785 online], gesehen am 12. Mai 2018).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nuri&amp;quot;&amp;gt;M. M. H. Nuri: &amp;#039;&amp;#039;Jesus starb nicht am Kreuz: Die Sicht eines Kardiologen.&amp;#039;&amp;#039; Ursprg. in: &amp;#039;&amp;#039;Review of Religions&amp;#039;&amp;#039; UK 03/2012, übersetzt aus dem Englischen von Mubashar Cheema, {{Webarchiv |url=https://muslimischefeder.de/jesus-starb-nicht-am-kreuz-die-sicht-eines-kardiologen/ |text=online |wayback=20180513011355}}, gesehen am 12. Mai 2018. Dieser Artikel enthält zahlreiche Fußnoten und ist insofern wissenschaftlich relativ gut aufbereitet; es sei jedoch darauf hingewiesen, dass er dennoch in einigen Punkten mit Vorsicht zu genießen ist, da der [[Islam|islamische]] Autor aus religiösen Gründen versucht nachzuweisen, dass Jesus gar nicht am Kreuz gestorben sei. Zu diesem Zwecke behauptet der Autor z.&amp;amp;nbsp;B., ohne dies beweisen zu können: „Im Fall von Jesus Christus war die Geißelung milde und der Blutverlust minimal“, muss jedoch direkt im Anschluss zugeben: „Auch ist das Ausmaß der Geißelung nicht in den vier Evangelien beschrieben und es ist nicht bekannt, ob die Anzahl der Peitschenhiebe auf neununddreißig beschränkt war,&amp;amp;nbsp;…“&amp;lt;/ref&amp;gt; Jesus war nach der Geißelung so geschwächt, dass er unter der Last des sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Patibulums&amp;#039;&amp;#039; (Querbalken des [[Kreuzigung|Kreuzes]]) zusammenbrach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Davies&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In späteren Darstellungen der Geißelung Jesu Christi erscheinen auch manchmal Ruten oder Stöcke als Werkzeug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Christliche Flagellanten ===&lt;br /&gt;
Die mittelalterlich-christliche [[Laienbewegung]] der [[Flagellanten]] bzw. „Geißler“ praktizierte im [[Hochmittelalter|13.&amp;amp;nbsp;und 14. Jahrhundert]] Selbstgeißelungen als eine Form des persönlichen Nachvollziehens der Leiden Christi, als selbstauferlegte [[Buße (Christentum)|Buße]] bzw. als [[Selbstbestrafung]] für [[Sünde]]n und [[Laster]]. Dies wurde auch später noch mindestens bis ins 17. Jahrhundert hinein auch von Einzelpersonen praktiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europa ===&lt;br /&gt;
Auspeitschen oder Geißeln war in früheren Zeiten eine gebräuchliche [[Körperstrafe]] für verschiedenste Vergehen. Im Militär, Schulen und anderen Einrichtungen wurde das Auspeitschen als Strafe und [[Erziehungsmittel]] eingesetzt (siehe auch [[Staupenschlag]]). Mit dem Aufkommen des heutigen Verständnisses von [[Pädagogik]] wurden diese Maßnahmen in der Erziehung weitgehend für kontraproduktiv, vor allem aber [[Menschenwürde|menschenunwürdig]] und daher verboten erkannt und nach und nach abgelehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In deutschen Konzentrationslagern war die Auspeitschung von KZ-Häftlingen mit dem [[Ochsenziemer]] auf einem Holzbock eine von der [[Inspektion der Konzentrationslager|KZ-Inspektion in Oranienburg]] angeordnete Strafmaßnahme. Für die Vollstreckung wurden ab Mitte 1942 andere Häftlinge erpresst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LGS&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;LG Stuttgart, 12. Juli 1950&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Justiz und NS-Verbrechen]]. Sammlung deutscher Strafurteile wegen nationalsozialistischer Tötungsverbrechen 1945–1966, Bd. VI, bearbeitet von Adelheid L. Rüter-Ehlermann, H.&amp;amp;nbsp;H. Fuchs, [[C. F. Rüter]]. University Press, Amsterdam 1971, Nr. 222, S. 665, Verurteilung des Lagerführers [[Rudolf Beer (SS-Mitglied)|Rudolf Beer]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=… die Füße wurden in einen auf dem Boden stehenden Kasten gespannt, und zwei Männer mussten seine Hose stramm ziehen. Dann wurden ihm von beiden Seiten abwechselnd die angeordnete Anzahl von Schlägen mit dem Ochsenziemer auf das [[Gesäß]] verabfolgt, wobei der geschlagene Häftling selbst die Schläge zählen musste. Das Höchstmaß der von Oranienburg angeordneten Prügel waren 25 Schläge&amp;amp;nbsp;…&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;LGS&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== USA ===&lt;br /&gt;
Während der [[Sklaverei in den Vereinigten Staaten|Sklaverei]] wurden [[Sklaverei|Sklaven]] in den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] ausgepeitscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle Anwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A day of mourning, annual celebration of Muharram in Bahrain.jpg|mini|[[Schia|Schiitische Muslime]] in [[Bahrain]] gedenken des [[Märtyrer|Märtyrers]] [[Al-Husain ibn ʿAlī|Hussein ibn Ali]] am Tag der [[Aschura]]. Die Verletzung und das Blut während des Trauerfestes sollen an das Opfer und den Schmerz von Ali erinnern.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Islam/Scharia ===&lt;br /&gt;
Auf Grundlage der [[Scharia]] wird heute in manchen [[Liste der Länder nach Religion|islamischen Ländern]], wie dem [[Iran]], [[Brunei]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.maltatoday.com.mt/news/national/59687/for_the_commonwealth_summit_bruneis_sultan_sends_his_24yearold_son |titel=For the Commonwealth Summit, Brunei’s Sultan sends his 24-year-old son |sprache=en |abruf=2021-05-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Malaysia]] und [[Indonesien]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.voanews.com/a/indonesian-province-to-expand-sharia-law/2557567.html |titel=Indonesian Province to Expand Sharia Law |datum=2016-11-03 |abruf=2024-12-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die zum Teil auch mit Maschinen&amp;lt;ref&amp;gt;[[Natalie Amiri]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen den Welten. Von Macht und Ohnmacht im Iran.&amp;#039;&amp;#039; Aufbau, Berlin 2021, ISBN 978-3-351-03880-9; Taschenbuchausgabe ebenda 2022, ISBN 978-3-7466-4030-3, S. 43–44.&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgenommene Auspeitschung als Strafmaß und [[Körperstrafe]] für Vergehen wie [[Zinā|außerehelichen Geschlechtsverkehr]] angewandt. Eine größere Anzahl von Schlägen, die oftmals mit einer mehrjährigen [[Haftstrafe]] einhergeht, wird zumeist in Etappen eingeteilt, da der Gepeinigte diese hohe Anzahl sonst nicht überleben würde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rasheed Abou-Alsamh |Titel=Ruling Jolts Even Saudis: 200 Lashes for Rape Victim |Sammelwerk=The New York Times |Datum=2007-11-16 |ISSN=0362-4331 |Online=https://www.nytimes.com/2007/11/16/world/middleeast/16saudi.html |Abruf=2021-05-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; So wurde der saudische Aktivist [[Raif Badawi]] zu 1000 Peitschenhieben verurteilt und erstmals 2015 ausgepeitscht. Im April 2020 wurde die Auspeitschung in [[Saudi-Arabien]] offiziell abgeschafft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Der Spiegel |url=https://www.spiegel.de/politik/saudi-arabien-will-auspeitschen-als-strafe-abschaffen-a-0da0d016-175f-46d8-bc72-929106ba5b15 |titel=Saudi-Arabien will Strafe des Auspeitschens abschaffen – Der Spiegel – Politik |sprache=de |abruf=2020-04-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Agencies |Titel=Saudi Arabia to end flogging as a form of punishment |Sammelwerk=The Guardian |Datum=2020-04-25 |ISSN=0261-3077 |Online=https://www.theguardian.com/world/2020/apr/25/saudi-arabia-to-end-flogging-as-a-form-of-punishment |Abruf=2020-04-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Striding flagellant.jpg|mini|Von einigen Katholiken praktizierte Selbstgeißelung am [[Karfreitag]] in [[San Fernando (Pampanga)|San Fernando]], [[Philippinen]].]]&lt;br /&gt;
Während [[Selbstverletzung]] allgemein im Islam verboten ist, spielt Selbstgeißelung in manchen Regionen, insbesondere bei [[Schiiten]], eine Rolle. Bei den [[Schiitische Passionsspiele|Schiitischen Passionsspielen]] wird die Geißelung („Sinazani“) beim [[Aschura]]fest praktiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Asien ===&lt;br /&gt;
In [[Singapur]] wird die Auspeitschung für Straftaten wie öffentlichen Vandalismus verhängt. Die Schläge werden mit einem 1,20 Meter langen und 13 Millimeter dicken Rohrstock auf das nackte Gesäß verabreicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dw.com/de/wie-wirken-stockschl%C3%A4ge/a-18298486 |titel=Wie wirken Stockschläge? – DW – 05.03.2015 |sprache=de |abruf=2024-12-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sexualität ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tomba Della Fustigazione.jpg|mini|Flagellation im sexuellen Kontext. Wandmalerei im &amp;#039;&amp;#039;Grab der Züchtigung&amp;#039;&amp;#039; in der [[Totenstadt]] von [[Tarquinia]] ([[Italien]])]]&lt;br /&gt;
Auspeitschen wird auch als [[Sexualpraktik]] verwendet, um sexuelle [[Lust]] zu erzeugen. Die Vorliebe für sexuelle Flagellation wird [[Flagellantismus]] genannt und zählt zur sexuellen Spielart des [[BDSM]]. Die Anhänger dieser Sexualpraktik bezeichnet man auch als „Flagellanten“, was jedoch zu Verwechslungen mit den religiösen Geißlern führen kann. Eine schwächere, weniger auf körperlichen [[Lustschmerz]] als auf sexuelle [[Dominanz (Psychologie)|Dominanz]] und erotische [[Erotisches Rollenspiel|Rollen- und Erziehungsspiele]] angelegte Form des Flagellantismus ist das sogenannte [[Spanking]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Psychiatrie ==&lt;br /&gt;
[[Selbstverletzendes Verhalten]], also auch Flagellantentum, kann Ausdruck einer psychischen Störung sein, die behandlungsbedürftig ist. Auch ist nicht jede Form des sexuellen [[Masochismus]] harmlos in dem Sinn, dass ihm keine Persönlichkeitsstörung mit Krankheitswert zugrunde liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bewertung ==&lt;br /&gt;
In demokratischen [[Rechtsstaat]]en gilt die nicht einvernehmliche Anwendung von Gewalt als Verstoß gegen die Menschenwürde und das [[Menschenrecht]] auf [[Recht auf körperliche Unversehrtheit|körperliche Unversehrtheit]]. Die Anwendung körperlicher Gewalt gilt als strafbare [[Körperverletzungsdelikt|Körperverletzung]]. Auch Vertreter des Staates als Inhaber des [[Staatliches Gewaltmonopol|staatlichen Gewaltmonopols]] dürfen Menschen nicht auspeitschen. Der Verstoß gegen dieses Verbot gilt als strafbare [[Körperverletzung im Amt]]. Körperliche Gewalt in der Schule, in anderen Erziehungseinrichtungen, in Lehrbetrieben oder beim Militär ist untersagt. Eltern und anderen [[Erziehungsberechtigte]]n ist es in Österreich seit 1989&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.oe-kinderschutzzentren.at/gewalt-an-kindern/ |titel=Gewalt an Kindern |werk=Die Österreichischen Kinderschutzzentren |abruf=2020-09-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und in Deutschland seit 2000&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/recht-a-z/23282/zuechtigungsrecht |titel=Züchtigungsrecht |werk=[[Bundeszentrale für politische Bildung]] |datum=2005 |abruf=2020-09-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; untersagt, körperliche Gewalt als Erziehungsmaßnahme anzuwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings ist „Selbstverletzendes Verhalten“ nicht strafbar. Bei einvernehmlich verabreichten Schlägen, vor allem im Rahmen sexueller Handlungen, kann der Schlagende sich dann strafbar machen, wenn er unerwartet hart zuschlägt und somit seinem Partner bzw. Opfer in diesem Ausmaß nicht gewünschte Schmerzen zufügt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://openjur.de/u/322622.html |titel=LG Göttingen, Urteil vom 26.06.2008 – 1 KLs 11/08 |abruf=2024-12-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Spießrutenlaufen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Flagellation|Auspeitschung|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|BDSM whipping|Auspeitschung im BDSM|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Peter J. Bräunlein]]: &amp;#039;&amp;#039;Passion/Pasyon. Rituale des Schmerzes im europäischen und philippinischen Christentum.&amp;#039;&amp;#039; Wilhelm Fink, München 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Körperstrafe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Askese (Christentum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:BDSM]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Islamisches Recht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Foltermethode]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mhandschug</name></author>
	</entry>
</feed>