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	<title>Ausdauer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ausdauer&amp;diff=30079&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Chianti: /* Doping */ eindeutige Fälle bevorzugt</title>
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		<updated>2025-12-18T22:08:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Doping: &lt;/span&gt; eindeutige Fälle bevorzugt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt sportliche Leistungsfähigkeit – zu anderen Bedeutungen siehe [[Ausdauer (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Ultraman stage3 brazilian 2011 ©rick.kent.jpg|mini|[[Ultra-Marathon]] über 84 km als Beispiel einer aeroben Ausdauerbelastung (Brasilien 2011)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ausdauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die Widerstandsfähigkeit des [[Organismus]] gegen [[Ermüdung (Physiologie)|Ermüdung]] und die schnelle [[Regeneration (Sport)|Regenerationsfähigkeit]] nach einer [[Belastung (Sport)|Belastung]] (insbesondere hinsichtlich [[Sport|sportlicher Betätigungen]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hohmann50&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Hohmann; Martin Lames; Manfred Letzelter |Titel=Einführung in die Trainingswissenschaft |Verlag=Limpert |Ort=Wiebelsheim |Datum=2007 |ISBN=978-3-7853-1725-9 |Seiten=50}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
Ausdauer beschreibt die motorische Fähigkeit, eine bestimmte [[Belastungsnormativ|Intensität]] (zum Beispiel die Laufgeschwindigkeit) über eine möglichst lange [[Zeit]] aufrechterhalten zu können, ohne vorzeitig körperlich beziehungsweise geistig zu ermüden, und sich so schnell wie möglich wieder zu regenerieren. Durch bessere Ausdauer ist von Beginn an eine höhere Intensität möglich und die zur Verfügung stehende Energie kann effizienter genutzt werden. Auch können sportliche Technik und Konzentrationsfähigkeit (z.&amp;amp;nbsp;B. während einer Nachspielzeit) über längere Zeit stabilisiert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hohmann50&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausdauer stellt neben [[Kraft (Sport)|Kraft]], [[Schnelligkeit]], [[Koordinative Fähigkeiten|Koordination]] und der auf [[Gelenkigkeit]] und [[Muskeldehnung|Dehnfähigkeit]] beruhenden [[Beweglichkeit]] eine grundlegende [[Motorik|motorische]] Fähigkeit dar. Jede einzelne Sportart erfordert und trainiert diese Grundfertigkeiten in unterschiedlichen Maßen. Typische Ausdauersportarten sind: [[Langstreckenlauf]], [[Radsport]], [[Skilanglauf]], [[Triathlon]], [[Langstreckenschwimmen]], [[Rudern]] und [[Orientierungslauf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strukturierung ==&lt;br /&gt;
=== Energiebereitstellung ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;→ Siehe [[Energiebereitstellung]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Physiologie|physiologische]] Ermüdungswiderstandsfähigkeit und die Wiederauffüllung der Energiespeicher bei der Erholung sind die Prozesse der Energiebereitstellung verantwortlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hohmann50&amp;quot; /&amp;gt; Je nach Art der Energiebereitstellung lässt sich zwischen verschiedenen Arten der Ausdauer unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Aerobe Ausdauer ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bradley Wiggins Mark Cavendish - 2012 Tour de France.jpg|mini|Bei langen Etappen der Tour de France ist vor allem die aerobe Ausdauer wichtig.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aerobe Ausdauer ist die Fähigkeit des Organismus, die zur Aufrechterhaltung einer bestimmten Belastungsintensität (z.&amp;amp;nbsp;B. Laufgeschwindigkeit) notwendige [[Energie]] zum großen Teil durch die [[Oxidation]] mit [[Sauerstoff]] (daher aerob) bereitzustellen. Bei einer entsprechenden Erhöhung der Belastungsintensität (z.&amp;amp;nbsp;B. der Laufgeschwindigkeit) wird so viel Energie benötigt, dass das durch die [[Atmung]] zur Verfügung gestellte Angebot an Sauerstoff nicht mehr ausreichend ist, um den erhöhten Energiebedarf zu decken. In diesem Fall ist der [[Körper (Biologie)|Körper]] gezwungen, einen Teil der benötigten Energie ohne Sauerstoff (daher anaerob) zu gewinnen.&lt;br /&gt;
Als [[Messwert|Maß]] für die aerobe Ausdauer kann die so genannte spezifische [[maximale Sauerstoffaufnahme]] (VO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;max) herangezogen werden. Sie gibt an, wie viele [[Milliliter]] Sauerstoff der Organismus in einer Minute pro Kilogramm Körpergewicht verarbeiten kann. Aerobes Ausdauertraining führt neben einer Reihe weiterer Anpassungsreaktionen des Körpers insbesondere zu einer Vergrößerung des [[Herzmuskel]]s. Ein verdickter Herzmuskel allein kann das erhöhte [[Schlagvolumen]] jedoch nicht erklären, sondern kann unter Umständen ein Krankheitszeichen ([[Kardiomegalie]]) sein. Die physiologisch wirksame Leistungsanpassung setzt sich hingegen aus mehreren Komponenten zusammen. So steigen das Herzkammervolumen, die Herzmuskeldicke und die Ausbildung der [[Herzkranzgefäße]]. Die Summe dieser Anpassungen hat zur Folge, dass pro Herzschlag eine größere Menge an [[Blut]] ausgestoßen wird, was gleichbedeutend mit einer höheren Menge an Sauerstoff ist, der mittels der [[Rote Blutkörperchen|roten Blutkörperchen]] zu den [[Muskeln]] transportiert wird. Dadurch ist auch zu erklären, dass durch ein Ausdauertraining der [[Ruhepuls]] sinkt: Für die gleiche [[Leistung (Sport)|Leistung]], das heißt die gleiche Menge an mittels des Blutes zu transportierendem Sauerstoff muss das Herz weniger oft schlagen, da pro Herzschlag ein höheres [[Volumen]] an Blut ausgestoßen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anaerobe Ausdauer ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Marit Bjorgen 2010.jpg|mini|Beim 15 km [[Skilanglauf]] ist die anaerobe Ausdauer von großer Bedeutung.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist auf Grund hoher Belastungsintensität die Energiezufuhr über oxidative Prozesse (Fette, Laktat) nicht mehr möglich, wird die Energie deutlich vermehrt durch anaerobe Prozesse bereitgestellt. In diesem Fall spricht man von anaerober Ausdauer. Um dennoch genügend [[Adenosintriphosphat|ATP]] für die Muskelarbeit produzieren zu können, sind nicht-oxidative Prozesse ([[Glycolyse]]) nötig. Hierbei entsteht zunächst [[Milchsäure]], die jedoch durch das Puffersystem des Blutes rasch neutralisiert wird. Es bleibt Laktat übrig, das entweder in der Leber zu Glucose zurückverstoffwechselt werden kann (Gluconeogenese) oder im Arbeitsmuskel, im Skelettmuskel, in den Nieren oder im Gehirn energiegewinnend reoxidiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Größe der beanspruchten Muskulatur ===&lt;br /&gt;
==== Allgemeine Ausdauer ====&lt;br /&gt;
Bei Belastungen, die mehr als 1/6 der gesamten [[Skelettmuskulatur]] beanspruchen ([[Laufsport|Laufen]], [[Radfahren|Radsport]], [[Biathlon]], [[Schwimmen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lokale Ausdauer ====&lt;br /&gt;
Bei Teilkörperbelastungen die ca. 1/7 bis 1/6 der gesamten [[Skelettmuskulatur]] umfassen (Armarbeit beim [[Boxen]]). Die anaerobe Ausdauer lässt sich jedoch auch im Sinne des [[Blocktraining]]s als eine Summe der verschiedenen lokalen Ausdauern definieren. Dieses Prinzip macht sich das zunächst in Japan entwickelte KAATSU-Training (auf Japanisch die Abkürzung von „Widerstandstraining kombiniert mit Blutfluss-Beeinträchtigung“) zu Nutze.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arnd Krüger]]: [http://www.iat.uni-leipzig.de:8080/hzeig.FAU?sid=40F87E2417&amp;amp;dm=1&amp;amp;ind=2&amp;amp;zeig=41%282011%295%2C+S.+38-41 &amp;#039;&amp;#039;KAATSU-Training.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Leistungssport.&amp;#039;&amp;#039; 41(2011)5, S. 38–41.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierbei wird unter Verwendung einer Blutdruckmessmanschette der lokale Abtransport der Ermüdungsstoffe erschwert, wodurch schneller und effektiver anaerob trainiert werden kann. Dieses Training hat trotz anfänglicher Befürchtungen keine negativen Nebenwirkungen und wird inzwischen vor allem bei Senioren und Untrainierten zur schnelleren Leistungssteigerung verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;J. P. Loenneke, R. S. Thiebaud, T. Abe: &amp;#039;&amp;#039;Does blood flow restriction result in skeletal muscle damage? A critical review of available evidence.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Scand J Med Sci Sports.&amp;#039;&amp;#039; 2014 Mar 20. [[doi:10.1111/sms.12210]]. [Epub ahead of print]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Art der Muskelkontraktion ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;→ Siehe [[Muskelkontraktion#Kontraktionsarten|Muskelkontraktion]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dynamisch ====&lt;br /&gt;
Die Muskulatur leistet Bewegungsarbeit ([[Eisschnelllauf]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Statisch ====&lt;br /&gt;
Die Muskulatur leistet Haltearbeit und Dauerspannung ([[Bogenschießen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dauer der Belastung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Name !! Dauer !! Energiebereitstellung || Disziplinen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kurzzeitausdauer (KZA) || 35 Sekunden bis 2 Minuten || anaerob 80 % oder auch Anaerob laktazid 50 % || [[200-Meter-Lauf]] bis [[800-Meter-Lauf]], [[Schwimmsport|100-Meter-Schwimmen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mittelzeitausdauer (MZA) || 2–10 Minuten || Aerob/anaerob || [[1000-Meter-Lauf]] bis [[3000-Meter-Lauf]], [[Olympische Winterspiele 2010/Skilanglauf|Skilanglauf Sprint]], [[Rudern]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Langzeitausdauer 1 (LZA1) || 10–35 Minuten || Aerob || [[5000-Meter-Lauf]], 1500-Meter-Schwimmen, 15-km-Langlauf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Langzeitausdauer 2 (LZA2) || 35–90 Minuten || Aerob || [[10.000-Meter-Lauf]], [[Crosslauf]], [[Cross-Country (Mountainbikesport)|Mountainbike Cross-Country]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Langzeitausdauer 3 (LZA3) || 90 Minuten bis 6 Stunden || Aerob || [[Halbmarathon]], [[Marathonlauf|Marathon]], [[Gehen (Sport)|Gehen]], [[Etappenrennen]], [[Mountainbike-Marathon]], [[5150 (Triathlon)|Triathlon (olympische Distanz)]], 30–50&amp;amp;nbsp;km Langlauf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Langzeitausdauer 4 (LZA4) || ab 6 Stunden || Aerob || [[Ironman]], [[Ultra-Marathon]], [[24-Stunden-Lauf]], [[24-Stunden-Rennen]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Motorische Fähigkeiten ===&lt;br /&gt;
Die hier rein formell aufgezeigten Arten der Ausdauer müssen stets vor dem Hintergrund der auszuübenden [[Sportart]] betrachtet werden. Eine bestimmte Art der Ausdauer kann nie isoliert betrachtet werden, sondern steht in direktem Zusammenhang mit den anderen Arten der Ausdauer. Hierbei kommt der allgemeinen aeroben Ausdauer eine Schlüsselstellung zu, da sie als Basis für die Ausprägung aller anderen Arten der Ausdauer mitbestimmend ist. So absolviert jeder 100-Meter-Läufer im Rahmen seines Aufbautrainings einige Langlaufeinheiten, um sich die optimale Grundlage für die Entwicklung seiner Zielfertigkeiten (Kraft, Schnelligkeit) zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Begriff Ausdauer bei sportlichen Betätigungen werden gemeinhin typische Ausdauersportarten wie Langstreckenlauf, Radrennfahren, Skilanglauf, Gehen, Schwimmen, Triathlon, Rudern etc. assoziiert. Bezogen auf die von der Trainingslehre gemachten Unterteilungen der Ausdauer wird hier von der allgemeinen (Ganzkörperbelastung), zyklischen, aeroben Ausdauer gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schnelligkeitsausdauer ====&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;→ siehe [[Schnelligkeit]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kraftausdauer ====&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;→ siehe [[Kraftausdauer]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistungslimitierende Faktoren ==&lt;br /&gt;
Allgemein lässt sich ein Leistungslimit dadurch definieren, dass die beanspruchten Muskeln nicht mehr in der Lage sind, eine für eine bestimmte Belastungsintensität geforderte Leistung zu erbringen, sie also ermüden.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael E. Tschakovsky, Kyra E. Pyke: &amp;#039;&amp;#039;Cardiovaskular responses to exercise and limitations to human performance.&amp;#039;&amp;#039; S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Ausdauerleistungsfähigkeit hängt somit von den physiologischen Prozessen ab, die eine Ermüdung der Muskeln auslösen. Es ist noch nicht vollständig geklärt, wie groß der Anteil verschiedener Prozesse an der Ausdauerleistungsfähigkeit ist. In Frage kommen unter anderem folgende Faktoren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Muskelfaser]]zusammensetzung&lt;br /&gt;
* Energiebereitstellung (Flussraten, organische [[Energiespeicher]])&lt;br /&gt;
* [[Thermoregulation|Wärmeregulation]], Wasser- und Elektrolythaushalt&lt;br /&gt;
* [[Koordination]]&lt;br /&gt;
* [[Hormone]]lle Aspekte&lt;br /&gt;
* [[Vegetatives Nervensystem|Vegetative]] Aspekte&lt;br /&gt;
* [[Ausdauer (Psychologie)|Psychologische]] Aspekte&lt;br /&gt;
* [[Orthopädie|Orthopädische]] Probleme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gefäßkapazität in den Muskeln könnte etwa das Vierfache der durch das Herz angebotenen Blutmenge nutzen. Bei regionalen und globalen Ausdauerbelastungen ist somit die Transportkapazität des Herz-Kreislauf-Systems leistungslimitierend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hohmann50&amp;quot; /&amp;gt; Allerdings sagt die maximale Durchflussrate in den Gefäßen noch nichts über die Effizienz der Sauerstoffversorgung der Muskeln aus, die mit einer erhöhten Kapillarisierung durchaus gesteigert werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lunge weist ebenfalls große Leistungsreserven auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hohmann50&amp;quot; /&amp;gt; Abgesehen von einer möglichen Ermüdung der Atemmuskulatur ist sie somit in der Regel nicht leistungsbegrenzend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausdauertraining ==&lt;br /&gt;
Verschiedene Trainingsmethoden sind unter [[Ausdauertraining]] beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Körperliche Anpassung ===&lt;br /&gt;
Ein Ausdauertraining führt zu einer Vielzahl von Anpassungen der leistungslimitierenden Faktoren&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hohmann50&amp;quot; /&amp;gt; und somit zu einer Verschiebung der in der Leistungsdiagnostik messbaren Parameter wie z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Anaerobe Schwelle|Aerob-anaerobe Schwelle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der trainierte Ausdauersportler zeichnet sich nicht durch besonders stark ausgeprägte [[Skelettmuskulatur]], sondern durch ein leistungsfähiges Herz-Kreislauf-System ([[Sportherz]]) und eine gut entwickelte sportspezifische lokal muskuläre Ausdauerleistungsfähigkeit aus. Dies versetzt ihn in die Lage, seine Muskulatur mit ausreichenden Mengen Sauerstoff zu versorgen, um nicht nur kurzfristig viel [[Leistung (Sport)|Leistung]] zu erbringen ([[aerob]]e Energiebereitstellung). Um dies zu erreichen, ist im Vergleich zu anderen Sportarten länger andauerndes Training notwendig. Ebenso dauert es länger als in anderen Sportarten, bis ein Neueinsteiger ein konkurrenzfähiges Niveau erreicht, da die Anpassungsprozesse nur langsam ablaufen. Ausdauerleistungen können noch in hohem Alter erbracht werden, da die Ausdauerleistungsfähigkeit im Gegensatz zur (Schnell-)Kraft mit dem Alter nur relativ langsam abnimmt. Der ehemalige Radprofi [[Wjatscheslaw Wladimirowitsch Jekimow|Wjatscheslaw Jekimow]] nahm noch mit 40 Jahren das letzte Mal an der [[Tour de France]] teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer regelmäßig läuft, ist – statistisch gesehen – gesünder und lebt länger. Ein 21-jähriges Follow-up von etwa 300 Läufern und Kontrollpersonen zeigte, dass die Zahl Gestorbener in der Gruppe der Läufer geringer war als in der Kontrollgruppe. Der Unterschied betrug nach Berücksichtigung mehrerer Faktoren 40&amp;amp;nbsp;Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;Eliza F. Chakravarty, Helen B. Hubert, Vijaya B. Lingala, James F. Fries: &amp;#039;&amp;#039;Reduced Disability and Mortality Among Aging Runners, A 21-Year Longitudinal Study.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Arch Int Med]].&amp;#039;&amp;#039; 168, 2008, 1638.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leistungsdiagnostik ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;→ Siehe [[Leistungsdiagnostik]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausdauersport ==&lt;br /&gt;
Der Begriff Ausdauersport fasst [[Sportart]]en zusammen, bei denen die Schwierigkeit im Aufrechterhalten einer (Fort-)Bewegung über längere Zeit besteht, im Unterschied zu Sportarten, bei denen es vor allem auf Schnelligkeit (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Sprint]]s), große Kraft über sehr kurze Zeit (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Gewichtheben]]) oder Geschicklichkeit ankommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt in Bezug auf die Ausdauer drei verschiedene Sportartgruppen:&lt;br /&gt;
# Die reinen Ausdauersportarten basieren auf der Ausdauerfähigkeit. Ohne Ausdauer ist diese Sportartgruppe nicht vorstellbar. Dazu gehört zum Beispiel der Marathonlauf. Die Ausdauer ist der entscheidende Bestandteil der Leistungsfähigkeit.&lt;br /&gt;
# Des Weiteren gibt es Sportarten wie Fußball oder Handball, die ebenfalls von der Ausdauer beeinflusst werden, aber in einem geringeren Maße, also nicht primär durch diese Eigenschaft bestimmt sind.&lt;br /&gt;
# Zum dritten gibt es Sportarten wie Kugelstoßen, bei denen Ausdauer eine untergeordnete bis unwichtige Rolle spielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Typische Ausdauersportarten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Alta via meranese 2005-05.JPG|mini|Wandern ist ein Ausdauersport mit geringer Intensität, aber hohem Umfang.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Wandern]], [[Bergwandern]], [[Gehen (Sport)]], [[Walking]], [[Nordic Walking]]&lt;br /&gt;
* [[Langstreckenlauf]], [[Jogging]]&lt;br /&gt;
* [[Fahrradfahren|Radsport]], [[Ergometer]]training&lt;br /&gt;
* [[Eisschnelllauf]], [[Inlineskating]]&lt;br /&gt;
* [[Schwimmsport|Schwimmen]]&lt;br /&gt;
* [[Skilanglauf]], [[Rollski]], [[Nordic Blading]], [[Skike]]n&lt;br /&gt;
* [[Triathlon]], [[Duathlon]], [[Aquathlon]], [[Wintertriathlon]]&lt;br /&gt;
* [[Orientierungslauf]]&lt;br /&gt;
* [[Rudern]], [[Paddeln]]&lt;br /&gt;
* [[Bergsteigen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wettkampf ===&lt;br /&gt;
Wettkämpfe im Ausdauersport können einige Minuten bis mehrere Stunden andauern; ihr Ende ist typischerweise nicht durch das Verstreichen einer Zeitspanne bestimmt, sondern durch das Zurücklegen einer bestimmten Wegstrecke (Ausnahmen sind z.&amp;amp;nbsp;B. der [[Stundenlauf]] und der [[Stundenweltrekord]]). Extreme Ausdauerwettkämpfe können sich über Tage oder Wochen fast ununterbrochener Anstrengung hinziehen (z.&amp;amp;nbsp;B. das Radrennen [[Race Across America]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Doping ===&lt;br /&gt;
Da Ausdauerwettkämpfe im Allgemeinen – neben einer perfektionierten Technik der Bewegungsausführung und (je nach Sportart) durch optimierte Ausrüstung – hauptsächlich durch reines körperliches Leistungsvermögen gewonnen werden, ist der Einsatz von leistungssteigernden Substanzen ([[Doping]]) wie [[Erythropoetin|EPO]] vermutlich weit verbreitet. Da [[Anabolika]] nicht nur einen muskelaufbauenden Effekt haben, sondern in geringeren Dosierungen zunächst einmal anti-[[katabol]]isch wirken und somit einen höheren Trainingsumfang mit geringeren Erholungszeiten ermöglichen, sind Anabolika auch im Ausdauer-Leistungssport anzutreffen. [[Nandrolon]] (wie bei [[Shelby Houlihan]] oder [[Marco Pantani]]) gehört hierzu.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.svl.ch/doping/nandrolon.html |titel=Die Nandrolon-Seuche: Steigende Zahl der Befunde dank neuer Messtechnik? |autor=[[Arnd Krüger]] |hrsg=Neue Zürcher Zeitung |datum=1999-08-20 |zugriff=2014-09-18 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150115112959/http://www.svl.ch/doping/nandrolon.html |archiv-datum=2015-01-15 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausdauer beim Militär ==&lt;br /&gt;
Ausdauer ist in militärischen Kontexten (z.&amp;amp;nbsp;B. Kriegen) ein wichtiger Faktor bei Bewegungskriegen (siehe auch [[Gewaltmarsch]]). Der [[Römische Republik|römische]] Feldherr [[Gaius Iulius Caesar]] lobt in seinen berühmten Berichten über den [[Gallischer Krieg|Gallischen Krieg]] an den Senat (58 bis 51/50 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) und in seinem Buch [[De bello Gallico]] mehrfach seine erfolgreiche Strategie, seine Einheiten in [[Gewaltmarsch|Eilmärschen]] in den Rücken des Feindes geführt zu haben. Auch die erfolgreiche Kriegsführung [[Alexander der Große|Alexanders des Großen]] wird wesentlich darauf zurückgeführt, dass er seinen Soldaten schnelle, für den Feind überraschende Truppenverschiebungen zumutete, die eine große Ausdauer erforderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Carboloading]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=Fritz Zintl&lt;br /&gt;
 |Titel=Ausdauertraining&lt;br /&gt;
 |Verlag=blv&lt;br /&gt;
 |Ort=München&lt;br /&gt;
 |Datum=2009&lt;br /&gt;
 |ISBN=978-3-8354-0555-4}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=Andreas Hohmann, Martin Lames, Manfred Letzelter&lt;br /&gt;
 |Titel=Einführung in die Trainingswissenschaft&lt;br /&gt;
 |Verlag=Limpert&lt;br /&gt;
 |Ort=Wiebelsheim, Hunsrück&lt;br /&gt;
 |Datum=2010&lt;br /&gt;
 |ISBN=978-3-7853-1812-6}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 |Hrsg=Günter Schnabel&lt;br /&gt;
 |Titel=Trainingslehre – Trainingswissenschaft&lt;br /&gt;
 |Verlag=Meyer &amp;amp; Meyer&lt;br /&gt;
 |Ort=Aachen&lt;br /&gt;
 |Datum=2011&lt;br /&gt;
 |ISBN=978-3-89899-631-0}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Antje Hüter-Becker]], Mechthild Dölken |Titel=Biomechanik, Bewegungslehre, Leistungsphysiologie, Trainingslehre |Verlag=Thieme |Ort=Stuttgart |Datum=2011 |ISBN=978-3-13-136862-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Portal|Sportwissenschaften}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4143502-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sportphysiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Training (Sport)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Motorik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sportgattung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Chianti</name></author>
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