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	<title>Aulgasse - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T22:07:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-10-21T15:01:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Higher resolution version of image&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Karte Siegburg 1810.jpg|mini|Die Aulgasse auf der  Karte von [[Tranchot]] um 1810]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aulgasse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein ehemaliger Ortsteil der Stadt [[Siegburg]]. Die Namensgebung beruht auf dem altdeutschen Begriff &amp;#039;&amp;#039;Ul&amp;#039;&amp;#039; für Topf. Ursprünglich war hier die Ansiedlung der Siegburger [[Töpfer]], die ihrem mit Brennöfen betriebenen Handwerk außerhalb der Stadt in Nähe der dortigen [[Tonminerale|Tonvorkommen]] nachgingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Die Aulgasse liegt im Nordosten der Siegburger Altstadt. Vor dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] erstreckte sich die Siedlung bis zum &amp;#039;&amp;#039;Holztor&amp;#039;&amp;#039; an der Holzgasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Urkundlich seit 1322 wurde der dortige Ton an der Aulgasse in größeren Mengen abgebaut und vermutlich dort zum Brennen genutzt. Für 1384 wird an der Aulgasse eine &amp;#039;&amp;#039;hereditas, sita inter figulos&amp;#039;&amp;#039; (Erbschaft, gelegen zwischen den Töpfern) verzeichnet, die in einer notariellen Urkunde vom 4. März 1411 (Einkünfte der Vikare der Pfarrkirche) wörtlich wiedergegeben wird. Anfang des 15. Jahrhunderts bestand hier eine dörfliche Siedlung, in Urkunden wird von &amp;#039;&amp;#039;in vico figulorum dicto uylgassen&amp;#039;&amp;#039; (im Dorf der Töpfer genannt Ulgasse) geschrieben. 1583 wurden bei einem Verzeichnis der Aulgasser &amp;#039;&amp;#039;[[Fähnlein|Rottleute]]&amp;#039;&amp;#039; 38 Hausbesitzer erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Aulgasse&amp;#039;&amp;#039; genannte Hauptstraße, ein späterer Teil der [[Bundesstraße 484]], war im 15. Jahrhundert durch ein Tor gesperrt, an dem das &amp;#039;&amp;#039;Aulgasser Wegegeld&amp;#039;&amp;#039; zu zahlen war. An der Aulgasse lag damals auch eine zur [[Abtei Michaelsberg]] gehörende [[Propstei (Kirche)|Propstei]] &amp;#039;&amp;#039;zur Krucht&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
[[Datei:Stoneware beer mugs MKL Bd. 14 1890 (128634599).jpg|mini|links|Ganz rechts eine Schnelle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der besonders helle Siegburger Ton wurde hier hauptsächlich zu Trinkgefäßen verarbeitet, aber auch per Schiff in die Niederlande verschifft, wo er der [[Pfeifenbäcker|Pfeifenherstellung]] diente. Die strengen Regeln der Töpferzunft erlaubten nur eine begrenzte Produktion und einen reglementierten Handel. Dieser erfolgte vor allem über an Verträge gebundene Kaufleute. Das teilweise reich verzierte [[Steinzeug]] wurde in [[Hamburg]], an der [[Mosel]], in [[Frankfurt am Main|Frankfurt]] und bis [[Südtirol]] verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fehlerhafte Produkte wurden auf regelrechten Halden verkippt, die im Zuge [[Archäologie|archäologischer]] Ausgrabungen erforscht werden konnten. Die dort gefundenen Töpfereierzeugnisse sind ein Beleg für die Bedeutung Siegburgs bei der Entwicklung und der Gesamtproduktion der [[Rheinische Keramik|rheinischen Keramik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Eroberung und dreijährigen Besetzung der Stadt Siegburg durch die [[Schweden]] im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]], bei der auch die Aulgasse 1632 [[Brandschatzung|gebrandschatzt]] wurde, verließen einige Töpfer die Aulgasse und siedelten sich in [[Altenrath (Troisdorf)|Altenrath]] an. Ein weiterer Grund war aber die strenge Zunftzucht und die Abhängigkeit vom Kloster.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.furnologia.de/furnologia/ihs/ihs_francke/ihs_francke_hs.htm |wayback=20070517235450 |text=Ursula Francke: &amp;#039;&amp;#039;Steinzeugtöpferei im 17. Jahrhundert in Troisdorf-Altenrath, Rheinland &amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2022-10-06 12:16:16 InternetArchiveBot }}  (Zugriff bei &amp;#039;&amp;#039;Furnologia&amp;#039;&amp;#039; November 2010)&amp;lt;/ref&amp;gt; 1689 wurde die Aulgasse durch [[Frankreich|französische]] Truppen im [[Pfälzer Erbfolgekrieg|Pfälzischen Erbfolgekrieg]] nochmals niedergebrannt, die vom besetzten Siegburg aus die hier positionierten Regimenter der [[Hochstift Münster|Münsterischen]] Kavallerie vertreiben wollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach diesen Kriegsereignissen blieben nur wenige Töpfer übrig, und die Kunstfertigkeiten der Gilde gingen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Siegburger Steinzeug]]&lt;br /&gt;
* [[Euler (Beruf)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* B. Beckmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Scherbenhügel in der Siegburger Aulgasse. Band 1. Die Formen der Keramik von ihren Anfängen bis zum Beginn der sogenannten Blütezeit (Perioden 1 bis 4).&amp;#039;&amp;#039; Bonn 1975&lt;br /&gt;
* J.B. Dornbusch: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstgilde der Töpfer&amp;#039;&amp;#039; in der abteilischen Stadt Siegburg und ihre Fabrikate, Verlag von J.M. Heberle (H. Lemperß´Söhne), Köln 1873, Faksimilie-Ausgabe Rheinlandia, Siegburg 1986&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=50/48/22/N|EW=7/12/32/E|type=city|region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Siegburg)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Redaktor GLAM</name></author>
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