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	<title>Augustinus Winkelmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T22:30:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2024-12-11T07:35:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; titel korr&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Augustinus Winkelmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. April]] [[1881]] in [[Amelsbüren]]; † [[26. Dezember]] [[1954]] in [[Marienthal (Hamminkeln)|Marienthal]] bei [[Hamminkeln]]) war katholischer Priester und Begründer eines Zentrums zeitgenössischer [[Christliche Kunst|sakraler Kunst]] im  [[Kloster Marienthal (Hamminkeln)|Kloster Marienthal]] am [[Niederrhein (Fluss)|Niederrhein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Augustinus Winkelmann wurde auf Gut Köbbing im münsterländischen Amelsbüren geboren. Nach dem Abitur am [[Gymnasium Paulinum (Münster)|Gymnasium Paulinum]] in [[Münster]] begann er 1902 an der Universität [[Innsbruck]] ein philosophisches Studium. Er wurde aktives Mitglied des [[KStV Rhenania Innsbruck]] im [[Kartellverband|KV]]. Sein Philosophiestudium setzte Winkelmann, dessen Großmutter Französin war, 1902/03 an der [[Sorbonne]] in [[Paris]] an der &amp;#039;&amp;#039;Faculte des Lettres&amp;#039;&amp;#039; fort. Hier wurde Winkelmann durch das Werk des französischen Dichters [[Paul Claudel]] geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1903 begann er sein Theologiestudium in&amp;lt;!-- ??? --&amp;gt; Münster, das er bald darauf in [[Würzburg]] bei Professor [[Herman Schell]] fortsetzte, dessen teilweise [[Index librorum prohibitorum|indizierte]] Schriften Winkelmann lebenslang beschäftigten. Außerdem korrespondierte er intensiv mit den Mitarbeitern der 1903 von [[Carl Muth]] gegründeten Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Hochland (Zeitschrift)|Hochland]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1906 trat Winkelmann ins [[Katholisches Priesterseminar|Priesterseminar]] zu Münster (Westfalen) ein und wurde am 25.&amp;amp;nbsp;Mai 1907 im Dom zu Münster zum Priester geweiht. Nach seelsorglicher Tätigkeit in [[Kleve]] wurde Kaplan Winkelmann 1920 ins niederrheinische [[Nieukerk]] bei [[Geldern]] versetzt. Hier knüpfte er Kontakte zur [[Handwerker- und Kunstgewerbeschule Krefeld]] um [[Heinrich Dieckmann (Maler)|Heinrich Dieckmann]], für deren junge Künstler er in der Nachkriegsnotzeit Ferienaufenthalte auf Bauernhöfen organisierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1924 wurde Winkelmann zum Pfarrer von [[Kloster Marienthal (Hamminkeln)|St. Maria Himmelfahrt]] im bäuerlich geprägten [[Marienthal (Hamminkeln)|Marienthal]] (heute ein Ortsteil von [[Hamminkeln]]) berufen. Hier konnte er über ein Vierteljahrhundert seine beiden großen Ziele, die Entwicklung der kirchlichen Jugendarbeit und die Erneuerung der zeitgenössischen sakralen Kunst, verwirklichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. September 1950 trat Winkelmann in den Ruhestand. Er blieb in Marienthal, wo er am 26.&amp;amp;nbsp;Dezember 1954 an Herzversagen starb. Er wurde gemäß seinem Wunsch rechts neben dem Eingang der Marienthaler Pfarrkirche beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebenswerk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Anliegen Winkelmanns war die kirchliche Jugendarbeit und die Erneuerung der Formen des Gottesdienstes, stark geprägt von den Schriften [[Romano Guardini]]s und der katholischen [[Quickborn-Arbeitskreis|Quickborn-Bewegung]]. Die Tätigkeit strahlte in die Region aus und Marienthal wurde ein beliebter Anziehungspunkt christlicher Jugendgruppen, insbesondere in der Zeit des Nationalsozialismus. Dies wurde ab 1941 durch die [[Gestapo]] verboten, wobei der Zellentrakt des ehemaligen Klosters, der als Unterkunft der Jugendgruppen diente, versiegelt wurde. Nach dem Krieg fanden hier Jugendliche und Evakuierte aus dem zerstörten [[Wesel]] Unterkunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Schwerpunkt der Arbeit Winkelmanns war die Heranführung der zeitgenössischen Künstler an den sakralen Raum und die Erneuerung der kirchlichen Kunst. Basis für den Erfolg Winkelmanns war die Schirmherrschaft des preußischen Staates über die ehemalige Klosteranlage und Pfarrkirche in Marienthal und die Unterstützung des preußischen Kultusministeriums. Dadurch hatte Winkelmann größere Freiheiten zur Gestaltung von Kirche und Friedhof als in einer normalen Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kontakte mit den Professoren [[Jan Thorn Prikker (Künstler)|Jan Thorn Prikker]], [[Heinrich Nauen]] und [[Heinrich Campendonk]] von der [[Kunstakademie Düsseldorf]] bewirkten, dass zahlreiche junge Künstler, insbesondere des &amp;#039;&amp;#039;[[Rheinischer Expressionismus|Rheinischen Expressionismus]]&amp;#039;&amp;#039; nach Marienthal kamen und Werke in der Kirche, in den ehemaligen Mönchszellen und auf dem Friedhof schufen. Die künstlerischen Grabmäler zeigen, dass auch die Kirchengemeinde die Ideen Winkelmanns mittrug. In der Zeit des [[Nationalsozialismus]] bot Winkelmann mit Berufsverbot belegten Künstlern Arbeitsmöglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marienthal entwickelte sich in einem Vierteljahrhundert zum bedeutenden Ort sakraler Kunst am Niederrhein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Künstler und Kunstwerke in Marienthal ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine Beziehungen konnte Winkelmann viele junge Künstler nach Marienthal ziehen, die ausdrucksstarke Kunstwerke in der Pfarrkirche, im Klostergebäude und auf dem Friedhof schufen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Dieckmann (Maler)|Heinrich Dieckmann]]s Chorfenster &amp;#039;&amp;#039;Der Auferstandene&amp;#039;&amp;#039; (1926)&lt;br /&gt;
* das Kreuzgangfenster &amp;#039;&amp;#039;Kreuzigung&amp;#039;&amp;#039; von [[Heinrich Campendonk]] (1926/27)&lt;br /&gt;
* Kirchenfenster (Kreuzabnahme und Verkündigung) an der Nordwand von [[Anton Wendling]] (1927)&lt;br /&gt;
* Wandgemälde von [[Josef Strater]]: Grablegung Christi im Zellentrakt (1926) und Tau-Kreuz im Chor (1930/31), Szenen aus der Vita des Augustinus in einer Mönchszelle (1927)&lt;br /&gt;
* Oberlichtfenster in einer Kreuzgangzelle von [[Jan Thorn-Prikker]] (1928),&lt;br /&gt;
* das schmiedeeiserne Friedhofstor von Georg Hertel (1929),&lt;br /&gt;
* das Grabmal &amp;#039;&amp;#039;Schnitter mit Sichel und Garbe&amp;#039;&amp;#039; (1929–31) und Portalskulpturen von [[Jupp Rübsam]] (1939)&lt;br /&gt;
* [[Eugen Senge-Platten]] mit dem Engel am Eingang zur Kirche (1937)&lt;br /&gt;
* der Christuskopf in der Kirchenmauer von Johann Tefert (1937)&lt;br /&gt;
* ein Wandteppich im Chor von [[Trude Dinnendahl-Benning]] (1940/41)&lt;br /&gt;
* das Glasfenster &amp;#039;&amp;#039;Vertreibung auf dem Paradies&amp;#039;&amp;#039; (1949) und das Bronzeportal zur Kirche von [[Edwin Scharff]] (1945–1947)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hildegard Bienen]] bestärkte er auf ihrem Weg zur bildenden Künstlerin. Sie schuf viele Grabmäler und die Tür der Aussegnungshalle auf dem Klosterfriedhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die an der Pfarrkirche vorbeiführende Dorfstraße trägt den Namen „Pastor-Winkelmann-Straße“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Ramackers: &amp;#039;&amp;#039;Marienthal. Des ersten deutschen Augustiner-Klosters Geschichte und Kunst.&amp;#039;&amp;#039; Rheinisches Bilderbuch Nr. 6, Augustinus-Verlag, Würzburg 1954.&lt;br /&gt;
* Augustinus Winkelmann: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der Neuen Kunst und ihrer Symbolik in Marienthal.&amp;#039;&amp;#039; In Johannes Ramackers: &amp;#039;&amp;#039;Marienthal.&amp;#039;&amp;#039; Würzburg 1954.&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Roßhoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Augustinus Winkelmann.&amp;#039;&amp;#039; In: Heimatkalender des [[Kreis Wesel|Kreises Wesel]]. Wesel 1981, Seiten 69–76.&lt;br /&gt;
* Robert Jauch in Siegfried Koß, Wolfgang Löhr (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon des KV. 2. Teil&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Revocatio historiae.&amp;#039;&amp;#039; Band 3). SH-Verlag, Schernfeld 1993, ISBN 3-923621-98-1, S. 122f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;650 Jahre Klosterkirche Marienthal St. Mariä Himmelfahrt 1345-1995.&amp;#039;&amp;#039; Festschrift. Marienthal, o. J.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629165037/http://www.bautz.de/bbkl/w/winkelmann.shtml |autor=[[Ekkart Sauser]]|artikel=WINKELMANN, Augustinus|band=13|spalten=1401-1403}}&lt;br /&gt;
* P. Robert Jauch OFM (Marienthal): &amp;#039;&amp;#039;Pfarrer Augustinus Winkelmann.&amp;#039;&amp;#039; In: Xantener Vorträge zur Geschichte des Niederrheins 1996–1998, Duisburg 1998, S. 9–36.&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Janssen (Bischof)|Heinrich Janssen]] / Udo Grote (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zwei Jahrtausende Geschichte der Kirche am Niederrhein.&amp;#039;&amp;#039; Münster 2001.&lt;br /&gt;
* Diethelm Röhnisch: &amp;#039;&amp;#039;Ausgewählte Beispiele der Glasmalerei im XX. Jahrhundert im Kreis Wesel – von Johan Thorn-Prikker bis [[Wilhelm Buschulte]].&amp;#039;&amp;#039; In Jahrbuch Kreis Wesel 2002; Mercator-Verlag Duisburg 2001, Seite 190–198&lt;br /&gt;
* Martin Segers: &amp;#039;&amp;#039;Der Friedhof an der Klosterkirche Marienthal.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Schnell und Steiner, Regensburg 2003.&lt;br /&gt;
* Martin Segers, Peter Schröder: &amp;#039;&amp;#039;Marienthal.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Schnell und Steiner, Regensburg 2009.&lt;br /&gt;
* Matthias Brenken: &amp;#039;&amp;#039;Das wahre Licht kam in die Welt – Die Fenster der Klosterkirche Marienthal&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Schnell und Steiner, Regensburg 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.naturpark-hohemark.de/sehenswuerdigkeiten/kirchen/kirchehamminkeln.htm Stadt Hamminkeln - Kirchen - Klosterkirche Marienthal]&lt;br /&gt;
* [http://www.edwin-scharff.de www.edwin-scharff.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|VIAF=220524901|GND=189529075}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Winkelmann, Augustinus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im KV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1881]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1954]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Winkelmann, Augustinus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher katholischer Priester&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. April 1881&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Amelsbüren]], [[Münsterland]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Dezember 1954&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Marienthal (Hamminkeln)|Marienthal]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;4tilden</name></author>
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