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	<title>Auguste Laurent - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T09:28:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: /* Werke (Auswahl) */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2023-09-25T19:11:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Werke (Auswahl): &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Auguste Laurent2.JPG|mini|Auguste Laurent]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Auguste Laurent&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. November]] [[1807]] im Ortsteil &amp;#039;&amp;#039;La Folie&amp;#039;&amp;#039; der Gemeinde [[Saint-Maurice (Haute-Marne)|Saint-Maurice]] in der Nähe von [[Langres]]; † [[15. April]] [[1853]] in [[Paris]]), eigentlich &amp;#039;&amp;#039;Augustin Laurent&amp;#039;&amp;#039;, war ein französischer [[Chemiker]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.encyclopedia.com/topic/Auguste_Laurent.aspx Biographie in englischer Sprache von Sathis C. Kapoor (2009)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laurent hatte seinen Schwerpunkt in der [[Organische Chemie|organischen Chemie]]; in diesem Gebiet stellte er für die [[Substitutionsreaktion|Substitution]] die [[Kerntheorie (Chemie)|Kerntheorie]] auf und definierte die Begriffe [[Molekül]], [[Atom]] und [[Elektrochemisches Äquivalent|chemisches Äquivalent]]. Er erkannte, dass die Zahl der Wasserstoffatome organischer Verbindungen ohne Stickstoff immer gerade ist, mit einem Stickstoffatom im Molekül immer ungerade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Er wurde als zweites von vier Kindern des Bauern Jean-Baptiste Laurent und der Marie-Jeanne Maistre geboren. In [[Gray (Haute-Saône)]] erhielt er eine klassische Schulausbildung an einem der lokalen &amp;#039;&amp;#039;Collèges&amp;#039;&amp;#039;. Vom 9. Dezember 1826 bis zum Jahr 1829 folgte eine Ausbildung an der &amp;#039;&amp;#039;École des Mines&amp;#039;&amp;#039;, im Juni 1830 wurde er &amp;#039;&amp;#039;Ingénieur civil des mines&amp;#039;&amp;#039;, 1831 Répétiteur an der &amp;#039;&amp;#039;École Centrale des Arts et Métiers&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Seine erste wissenschaftliche Veröffentlichung erschien im Jahre 1830, gemeinsam mit [[Guy-Adolphe Arrault]] (1806–1861)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://gw0.geneanet.org/1789adrien1789?lang=de;p=guy+adolphe;n=arrault Genealogie G.-A. Arrault]&amp;lt;/ref&amp;gt; geschrieben: &amp;#039;&amp;#039;Fabrication du smalt ou bleu de cobalt, à Querbach, en Basse-Silésie&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Satish C. Kapoor |Titel=The Origins of Laurent&amp;#039;s Organic Classification |Sammelwerk=Isis |Band=60 |Nummer=4 |Datum=1969 |Seiten=477–527 |JSTOR=229107}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Arbeit werden auch Erfahrungen über den [[Cobalt|Kobaltabbau]] dargestellt, die er während einer Reise durch [[Provinz Niederschlesien|Niederschlesien]] sammelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war Schüler des Chemikers [[Jean-Baptiste Dumas]]. Nach einem Streit mit Dumas war er 1833 in der Manufacture de Sévres, 1836 in einer Porzellanfabrik in Eich ([[Luxemburg]]) beschäftigt. Im Jahr 1838 wurde er als Professor an die [[Universität Bordeaux]] berufen. Im Jahr 1839 heiratete er Anne-Françoise Schrobilgen aus einer bekannten Luxemburger Familie. Ihr Sohn war Matthieu Paul Hermann Laurent (1841–1908)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www-history.mcs.st-and.ac.uk/Biographies/Laurent_Hermann.html Biographie des Sohnes]&amp;lt;/ref&amp;gt;. 1844 wurde er zum Ritter der Ehrenlegion ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Studentenunruhen verließ er Bordeaux 1845 (sein Nachfolger als Professor wurde sein Assistent [[Alexandre Édouard Baudrimont]]) und erhielt eine Stellung in der Münze von Paris (1848). Gemeinsam mit dem Chemiker [[Charles Frédéric Gerhardt|Charles Gerhardt]] (1816–1856) gründete er 1851 in Paris ein Unterrichtslaboratorium für [[Chemie]]. Seit 1845 war er korrespondierendes Mitglied der [[Académie des sciences]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://www.academie-sciences.fr/fr/Liste-des-membres-depuis-la-creation-de-l-Academie-des-sciences/les-membres-du-passe-dont-le-nom-commence-par-l.html| titel=Verzeichnis der Mitglieder seit 1666: Buchstabe L| hrsg=Académie des sciences| zugriff=2020-01-09| sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auguste Laurent starb 1853 im Alter von 45 Jahren an Tuberkulose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Langres-Auguste Laurent.jpg|mini|Büste von Auguste Laurent an der Stadtmauer von [[Langres]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn war der [[Mathematiker]] [[Hermann Laurent]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliches Werk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Synthesen und Analysen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laurent untersuchte zusammen mit Dumas das [[Naphthalin]]. Dessen Summenformel (C&amp;lt;sub&amp;gt;10&amp;lt;/sub&amp;gt;H&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt; bzw. C&amp;lt;sub&amp;gt;20&amp;lt;/sub&amp;gt;H&amp;lt;sub&amp;gt;16&amp;lt;/sub&amp;gt;) konnte aus der [[Elementaranalyse]] bestimmt werden. Später erfolgten Bestimmungen von [[Chrysen]] und [[Pyren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Naphthalin ließ sich mit Chlor zu Chlornaphthalin umsetzen. Da [[Strukturformel]]n in der Chemie noch unbekannt waren, konnte Laurent nur nachweisen, dass ein Wasserstoffatom durch ein Chloratom ersetzt wurde. Auch Naphthalintetrachlorid konnte durch Behandlung mit Chlor erzeugt werden. Durch Oxidation dieses Stoffes mit Salpetersäure stellte er [[Phthalsäure]] sowie [[Phthalimid]] und [[Phthalsäureanhydrid]] her (1836).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus [[Anthracen]] gewann Laurent durch Oxidation mit Salpetersäure das [[Anthrachinon]] (1835). 1841 erhielt er aus der Oxidation des Farbstoffes [[Indigo]] das Isatin. [[Ethanol]] und [[Diethylether]] veranschaulichte Laurent als organische Abkömmlinge des Wassers. Wird formal ein Wasserstoffatom des Wassers durch eine Ethylgruppe ersetzt, erhält man Ethanol, werden zwei Wasserstoffatome durch Ethylgruppen ersetzt, erhält man Diethylether.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Atome, Moleküle, Äquivalente ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laurent erkannte, dass die Zahl der Wasserstoffatome in einem organischen Molekül – solange kein Stickstoff vorhanden war – immer gerade ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Laurent seine Untersuchungen begann, gab es noch keine klare Unterscheidung zwischen Atom, Molekül, Äquivalent. [[Charles Frédéric Gerhardt|Charles Gerhardt]] hatte die Fehlerhaftigkeit bezüglich der Atommassen im Lichte der Avogadroschen Theorie für organische Moleküle erkannt. Jedoch blieb der Begriff des Äquivalents von Gerhardt sehr unklar und umstritten. Laurent verbesserte die Erkenntnisse von Gerhardt und gab erstmals eine genaue Definition für [[Molekül]]e, [[Atom]]e, Äquivalente.&amp;lt;ref&amp;gt;Annales de Chimie et de Physique (3), &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;18&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 266&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laurent verstand unter dem Molekulargewicht eines Elementes oder einer Verbindung die Gewichtsmenge, die unter gleichen Bedingungen denselben Gasraum einnahm. Für Gase der  Elemente [[Wasserstoff]], [[Chlor]], [[Sauerstoff]], [[Stickstoff]] mussten zwei Gewichtsteile (Doppelatome) im Gasraum angesetzt werden. Für organische Moleküle im Gasraum ergaben sich so die richtigen Molekülgewichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Molekül war für Laurent die kleinste Menge, die zur Bildung einer chemischen Verbindung nötig ist. Das Atom war für ihn die kleinste Menge eines Elementes, die in zusammengesetzten Stoffen vorkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst um 1850, als [[Alexander William Williamson]] eine Etherdarstellung aus Ethanol und Ethylbromid vollzog, konnte nachgewiesen werden, dass Ether ein Abkömmling von Ethanol und Ethanol ein Abkömmling von Wasser ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ideen von Laurent und Gerhardt fanden nun auch in Büchern und Zeitschriften Eingang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kerntheorie ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kerntheorie (Chemie)}}&lt;br /&gt;
Da sich bei den Umsetzungen von Kohlenwasserstoffen wie Naphthalin oder Anthracen meist das Kohlenstoffgrundgerüst nicht änderte und nur die Wasserstoffatome durch Chlor oder Sauerstoff ausgetauscht wurden, formulierte Laurent die Kerntheorie zur Erklärung der räumlichen Struktur von organischen Verbindungen.&lt;br /&gt;
Schon Dumas konnte beim Kerzenwachs nachweisen, dass Wasserstoffatome durch Chloratome ersetzt werden können. Er hatte zusammen mit Justus von Liebig den Begriff radikalische Substitution geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laurent gebrauchte den Begriff „Radikal“ für Atomkerne. Später verwendet er diesen auch für größere Atomgruppen. Bei organischen Molekülen gibt es, anders als in der anorganischen Chemie, &amp;#039;&amp;#039;Stamm-Kerne&amp;#039;&amp;#039; von Kohlenstoffatomen. Die Kohlenstoff-Stamm-Kerne sind räumlich geordnet und können &amp;#039;&amp;#039;Neben-Kerne&amp;#039;&amp;#039; von Wasserstoff-, Chlor- oder Sauerstoffatomen nach geometrischen und stöchiometrischen Gesetzen aufnehmen. Nur einige bestimmte Neben-Kerne im Molekül können sich abspalten und ein Radikal bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laurent vermutete, dass sich Stamm-Kerne im Zentrum einer Pyramide befinden könnten, an den Kanten der Pyramide befinden sich Neben-Kerne wie Wasserstoff-, Sauerstoff- und Halogenatome die unter bestimmten Reaktionsbedingungen austauschen lassen, und erkannte damit die Grundlage der Kerntheorie.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=August Kekulé, Richard Anschütz, Gustav Schultz, Wilhelm LaCoste |Titel=Lehrbuch der organischen Chemie, oder, Der Chemie der Kohlenstoffverbindungen |Verlag=F. Enke |Ort=Erlangen |Datum=1861 |Seiten=66 |Online={{Google Buch |BuchID=36IEAAAAYAAJ |Seite=66 |Hervorhebung=Kerntheorie+laurant}} |OCLC=494072095}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* Laurent, Auguste;  Arrault, Guy-Adolphe: &amp;#039;&amp;#039;Fabrication du smalt ou bleu de cobalt, à Querbach, en Basse-Silésie.&amp;#039;&amp;#039; Annales de l’Industrie Francaise et Étrangère et Bulletin de l’École Centrale des Arts et Manufacture, (1830), p.474&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Marika Blondel-Megrelis: &amp;#039;&amp;#039;Dire les choses. Auguste Laurent et la méthode chimique&amp;#039;&amp;#039;, Vrin, 2000, ISBN 2-7116-8300-1&lt;br /&gt;
* Günther Bugge: &amp;#039;&amp;#039;Das Buch Der Grossen Chemiker&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Chemie, Weinheim 1974, Prof. Max Bloch: &amp;#039;&amp;#039;Gerhardt und Laurent&amp;#039;&amp;#039;, S. 92 ff. ISBN 3-527-25021-2&lt;br /&gt;
* Georg Lockemann: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Chemie – Von der Entdeckung des Sauerstoffs bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;, Walter de Gruyter &amp;amp; Co., Berlin 1955, S. 59&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.biogen-catholyon.org/eng/livres_iiee/dire_choses/dire_choses.html |archive-is=20130414102058 |text=Auguste Laurent, Biografie bei www.biogen-catholyon.org}} (französisch)&lt;br /&gt;
* [http://scienceworld.wolfram.com/biography/Laurent.html Auguste Laurent, Biografie bei scienceworld.wolfram.com] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119146568|LCCN=n/92/63390|VIAF=24717913}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Laurent, Auguste}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Bordeaux)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korrespondierendes Mitglied der Académie des sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1807]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1853]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Laurent, Auguste&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Chemiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. November 1807&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Langres]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. April 1853&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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