<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=August_Twesten</id>
	<title>August Twesten - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=August_Twesten"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=August_Twesten&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T02:43:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=August_Twesten&amp;diff=1215083&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fluklix123: /* Leben */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=August_Twesten&amp;diff=1215083&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-08-21T07:35:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Groger Twesten.jpg|mini|August Twesten; Lithographie von [[Friedrich Carl Gröger|Gröger]] &amp;amp; [[Heinrich Jacob Aldenrath|Aldenrath]], ca. 1832]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin, Kreuzberg, Mehringdamm, Dreifaltigkeitsfriedhof I, Grab August Twesten, Marmortondo.jpg|mini|Marmortondo mit Porträtrelief auf Twestens Grab, geschaffen von Otto Geyer]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;August Detlev Christian Twesten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. April]] [[1789]] in [[Glückstadt]]; † [[8. Januar]] [[1876]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Evangelisch-lutherische Kirchen|evangelisch-lutherischer]] Theologe und Professor der Theologie in [[Kiel]] und Berlin. Er war ein Schüler [[Friedrich Schleiermacher]]s und  Vater des Politikers [[Karl Twesten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Twesten wurde als jüngerer Sohn eines Unteroffiziers und späteren [[Nachtwächter]]s in Glückstadt geboren. Zunächst besuchte er die Gelehrtenschule seiner Heimatstadt. 1808 begann Twesten das Studium der [[Philosophie]] und [[Philologie]] an der [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Kieler Universität]], wechselte jedoch schon zwei Jahre später an die neu gegründete [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berliner Universität]], um dort [[Theologie]] zu studieren. Er gehörte dort zu [[Friedrich Schleiermacher|Schleiermachers]] ersten Schülern und bald auch Freunden. Außerdem waren [[Friedrich August Wolf]], [[Ludwig Friedrich Heindorf]], [[Barthold Georg Niebuhr]] und [[Johann Gottlieb Fichte]] seine Lehrer. Nach Abschluss des Studiums 1811 zog er nach Hamburg und gab Privat- und Hausunterricht. Vor der [[Hamburger Franzosenzeit]] floh er wieder nach Berlin und unterrichtete dort an den Gymnasien, ohne jedoch die akademische Laufbahn aus dem Blick zu verlieren. Seine Dissertation schrieb Twesten über [[Hesiod]] und wurde damit im Jahre 1813 [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. 1814 erhielt er eine [[Extraordinarius|außerordentliche Professur]] für Theologie und Philosophie in Kiel. Sein Aufgabengebiet umfasste Exegese, Logik und Pädagogik. Gemeinsam mit drei anderen jungen Professoren, [[Niels Nikolaus Falck]], [[Carl Theodor Welcker]] und [[Friedrich Christoph Dahlmann]], gründete er die &amp;#039;&amp;#039;[[Kieler Blätter]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1816 heiratete Twesten &amp;#039;&amp;#039;Catharina Amalia Margarethe Behrens&amp;#039;&amp;#039;, Tochter des Juristen und Landrats [[Siegfried Behrens (Jurist)|Siegfried Behrens]] in Husum. Aus dieser Ehe stammten fünf Kinder, von denen zwei als Kleinkinder und Agnes als junge Frau starben. Der Politiker [[Karl Twesten]] war ihr Sohn, starb aber kinderlos vor den Eltern. Die einzige Enkelin, Ellen Wilkinson, Tochter der jüngsten Tochter Lucie, wurde die erste Ehefrau von Twestens Schüler und Biographen [[Georg Heinrici]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1818 erhielt er einen Ruf an die [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Bonner Universität]], den er aber ablehnte. 1819 wurde er in Kiel außerordentlicher Professor für [[Systematische Theologie]], hielt aber weiter philosophische Vorlesungen. 1826 erhielt er die [[Ehrendoktorwürde]] der [[Rheinische_Friedrich-Wilhelms-Universität_Bonn#Evangelisch-Theologische_Fakultät|Bonner Theologischen Fakultät]]. Noch im selben Jahr wurde er zum [[Dannebrog-Orden|Ritter vom Dannebrog]] ernannt. 1830 übernahm Twesten das Rektorat in Kiel, bevor er 1834 als Nachfolger von Friedrich Schleiermacher nach Berlin berufen wurde. Hier trat er 1835 der [[Gesetzlose Gesellschaft zu Berlin|Gesetzlosen Gesellschaft zu Berlin]] bei. 1841 wurde er Mitglied des [[Konsistorium]]s und 1852 Oberkonsistorialrat. Twesten war sechsmal [[Rektor#Akademische Ämter|Universitätsrektor]]: 1830/31, 1850/51 und 1860/61 in Kiel und 1839/40, 1850/51 und 1860/61 in Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.historische-kommission-muenchen-editionen.de/rektoratsreden/anzeige/index.php?type=rektor&amp;amp;id=834578442 Rektoratsreden (HKM)].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
August Twesten starb Anfang 1876 im Alter von 86 Jahren in Berlin. Er wurde in einem [[Erbbegräbnis]] auf dem [[Friedhöfe vor dem Halleschen Tor#Friedhof I der Dreifaltigkeitsgemeinde|Dreifaltigkeitsfriedhof&amp;amp;nbsp;I]] vor dem [[Hallesches Tor|Halleschen Tor]] beigesetzt. Auch seine Gattin Catharina Amalia Margarethe geb. Behrens (1795–1878) fand zwei Jahre später dort ihre letzte Ruhestätte. Sechs Marmortafeln an der verputzten Grabwand aus Ziegelstein tragen die Namen der hier bestatteten Familienglieder. Die Tafel für August Twesten trägt ein [[Tondo|Relieftondo]] mit dem Porträt des Verstorbenen im Profil, ein Werk des Bildhauers [[Otto Geyer]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Jürgen Mende (Historiker)|Hans-Jürgen Mende]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Berliner Begräbnisstätten&amp;#039;&amp;#039;. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S.&amp;amp;nbsp;228.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Mitglieder der Königlich Dänischen Akademie der Wissenschaften bis 1942}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theologie und Werke ==&lt;br /&gt;
Den [[Theologischer Rationalismus|theologischen Rationalismus]] hatte Twesten schon in seiner Studienzeit in Kiel abgelehnt. Als junger Professor beteiligte er sich an einer liberalen Zeitung und hielt Vorlesungen über [[Kant]]. Die [[Logik]] diente ihm als Hilfswissenschaft für Theologie und Philosophie, nicht als „Wissenslehre“.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrici, S. 367.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit [[Claus Harms]] verband ihn die Nähe zum orthodoxen [[Luthertum]]. Harms war durch Vermittlung von Twestens Schwiegervater, mit dem er verwandt war, nach Kiel gekommen. Es ging die Redensart „Twesten bekehrt seine Zuhörer und Harms tauft sie alsdann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stüben: &amp;#039;&amp;#039;August Twesten&amp;#039;&amp;#039;, S. 20. &amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Erweckungsbewegung]] stand er aber kritisch gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Twesten verfasste relativ wenige theologische Schriften. Als sein wichtigstes Arbeitsfeld sah er die universitäre Lehre. Der &amp;#039;&amp;#039;Grundriß der analytischen Logik&amp;#039;&amp;#039; von 1825 (1834 von [[Schopenhauer]] erneut herausgegeben) und &amp;#039;&amp;#039;Vorlesungen über die Dogmatik der evangelisch-lutherischen Kirche&amp;#039;&amp;#039; sind seiner Vorlesungstätigkeit entwachsen. Der erstmals 1826 erschienene erste Band der &amp;#039;&amp;#039;Dogmatik&amp;#039;&amp;#039;, Twestens Hauptwerk, erreichte bis 1838 vier Auflagen. Das Werk blieb unvollendet. Twesten erweist sich darin als [[Vermittlungstheologie|Vermittlungstheologe]] mit deutlicher Hinwendung zum [[Lutherische Orthodoxie|Lutherischen Orthodoxie]]. Ebenfalls auf einer Vorlesung beruht die 1844 veröffentlichten Monographie über den [[Gnesiolutheraner]] &amp;#039;&amp;#039;[[Matthias Flacius|Matthias Flacius Illyricus]]&amp;#039;&amp;#039;, dessen Werk er würdigte. 1855 gab Twesten das &amp;#039;&amp;#039;[[Compendium Locorum Theologicorum]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Leonhard Hutter]] heraus, ein Handbuch der lutherischen Lehre von 1610.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen letzten Lebensjahren veröffentlichte er seine Mitschriften zu den Vorlesungen seines Lehrers Schleiermacher. Dessen &amp;#039;&amp;#039;Ethik&amp;#039;&amp;#039; versah er mit einer &amp;#039;&amp;#039;Einleitenden Vorrede&amp;#039;&amp;#039;. Seinen Briefwechsel mit Schleiermacher gab Georg Heinrici heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Logik, insbesondere die Analytik&amp;#039;&amp;#039;, Schleswig 1825.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vorlesungen über die Dogmatik der evangelisch-lutherischen Kirche&amp;#039;&amp;#039;, Perthes, Hamburg 1826.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|39|30|34|Twesten, August Detlev Christian|[[Carsten Erich Carstens]]|ADB:Twesten, August Detlev Christian}}&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070613181215/http://www.bautz.de/bbkl/t/twesten_a_d_c.shtml |artikel=Twesten, August Detlef Christian|autor=[[Klaus-Gunther Wesseling]]|band=12|spalten=758-761}}&lt;br /&gt;
* Georg Heinrici: &amp;#039;&amp;#039;D. August Twesten nach Tagebüchern und Briefen&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1889 ([https://books.google.de/books/about/D_August_Twesten_nach_Tageb%C3%BCchern_und_B.html?id=Um1iU-ZZze0C&amp;amp;redir_esc=y Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Zander (Soziologe)|Jürgen Zander]]: &amp;#039;&amp;#039;Katalog des Nachlasses von August D. Twesten (1798–1876)&amp;#039;&amp;#039;, Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek, Kiel 1985.&lt;br /&gt;
* Klaus Anselm Vogel: &amp;#039;&amp;#039;Der Kreis um die [[Kieler Blätter]] (1815–1821). Politische Positionen einer frühen liberalen Gruppierung in Schleswig-Holstein&amp;#039;&amp;#039;. Lang, Frankfurt/M. 1989 (= &amp;#039;&amp;#039;Kieler Schriften zur politischen Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 3), ISBN 3-631-41495-1.&lt;br /&gt;
* Joachim Stüben: &amp;#039;&amp;#039;August Twesten (1789–1876), ein lutherischer Theologe und Schleiermacherschüler aus Glücksburg&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Vorträge der [[Detlefsen-Gesellschaft]]&amp;#039;&amp;#039; 17 (2015), S. 9–50.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117439312}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117439312|LCCN=nr/2001/34138|VIAF=25379997}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Twesten, August}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Theologe (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Systematischer Theologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter des Dannebrogordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Friedrich Schleiermacher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1789]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1876]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Twesten, August &lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Twesten, August Christian Detlef (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Theologe und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. April 1789&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Glückstadt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Januar 1876&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fluklix123</name></author>
	</entry>
</feed>