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	<title>August Tholuck - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-01-11T09:04:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:WEB&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:WEB (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:WEB&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:August Tholuck.jpg|mini|hochkant|August Tholuck [[Datei:Signatur August Tholuck.PNG|rahmenlos|zentriert|75px|klasse=skin-invert-image]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich August Gotttreu Tholuck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. März]] [[1799]] in [[Breslau]]; † [[10. Juni]] [[1877]] in [[Halle (Saale)|Halle]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Protestantismus|protestantischer]] [[Theologie|Theologe]]. Er lehrte an der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Universität Halle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
August Tholuck war der Sohn eines Breslauer [[Goldschmied]]es, er wurde in eine kinderreiche Familie geboren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gunther Wenz 425&amp;quot;&amp;gt;Gunther Wenz: Art. &amp;#039;&amp;#039;Tholuck, Friedrich August Gottreu&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;TRE&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 33, hier S. 425.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er besuchte das [[Maria-Magdalenen-Gymnasium]] in Breslau und begann sehr früh, ausgiebig zu lesen. Doch seine Stiefmutter verlangte, dass er im Alter von zwölf Jahren die Schule abbrach, um eine Lehre in der Goldschmiedewerkstatt seines Vaters zu absolvieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Zilz: &amp;#039;&amp;#039;August Tholuck. Professor, Prediger, Seelsorger&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage, Brunnen-Verlag, Gießen 1962, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das war von kurzer Dauer, da der Junge aufgrund starker Kurzsichtigkeit und handwerklichen Ungeschicks für den Beruf ungeeignet war. Nach einem Jahr kehrte er an das Gymnasium zurück, wo sein Sprachtalent erkannt und gefördert wurde. Als 17-Jähriger soll Tholuck, so wird kolportiert, 19 Sprachen beherrscht haben, zumindest lesend. Sein mit 14 Jahren begonnenes Tagebuch verfasste er abschnittsweise in Arabisch, Englisch, Französisch, Griechisch, Hebräisch, Lateinisch, Niederländisch und Polnisch oder auf Deutsch in griechischer und hebräischer Schrift.&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Zilz: &amp;#039;&amp;#039;August Tholuck. Professor, Prediger, Seelsorger&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage, Brunnen-Verlag, Gießen 1962, S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Überliefert ist auch, dass er als [[Dolmetscher]] arbeitete, um so Geld zu verdienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1816 schrieb er sich an der [[Universität Breslau]] für [[Orientalistik]] ein und wechselte 1817 an die [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin]]. Die Reise nach [[Berlin]] finanzierte ein Gönner des jungen, mittellosen Talents. In Berlin fand er Aufnahme beim [[Orientalist]]en [[Heinrich Friedrich von Diez]], dem er als Privatsekretär ([[Amanuensis]]) diente. Tholuck studierte zunächst [[Philologie]], wandte sich jedoch bald der [[Evangelische Theologie|Evangelischen Theologie]] zu. Er studierte unter anderem bei [[Friedrich Schleiermacher]], [[Philipp Konrad Marheineke]] und [[August Neander]].&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Zilz: &amp;#039;&amp;#039;August Tholuck. Professor, Prediger, Seelsorger&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage, Brunnen-Verlag, Gießen 1962, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt; Tholuck war starken Stimmungsschwankungen unterworfen und trug sich mehrfach mit Suizidgedanken. Er zeigte sich empfänglich für die [[herrnhut]]erisch geprägte [[Erweckungsbewegung]] des Kreises um den Baron [[Hans Ernst von Kottwitz]] (1757–1843). Einen Ruf auf eine Professur der [[Kaiserliche Universität Dorpat|Kaiserlichen Universität Dorpat]] für Alttestamentliche [[Exegese]] und [[Orientalistik|orientalische Philologie]], den Tholuck 1819 als erst 20-Jähriger erhielt, konnte er wegen einer Erkrankung nicht annehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Zilz: &amp;#039;&amp;#039;August Tholuck. Professor, Prediger, Seelsorger&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage, Brunnen-Verlag, Gießen 1962, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher promovierte er 1820 mit einer Arbeit über den [[Sufismus]] zum [[Lizenziat|Lic. theol.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:August Tholuck.png|mini|August Tholuck, Altersbild]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen den Widerstand [[Friedrich Schleiermacher]]s und erst nach einer ministeriellen Intervention nahm Tholuck 1820 die Lehrtätigkeit an der Theologischen Fakultät der Universität Berlin auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gunther Wenz 425&amp;quot; /&amp;gt; 1822 verlieh ihm die Universität Jena für seine persischen Studien die Ehrendoktorwürde. An der Berliner Universität wurde er zum außerordentlichen Professor für das Fach Altes Testament ernannt. Wohlwollend registrierten die Behörden Tholucks Engagement als Sekretär der Berliner [[Church’s Ministry among Jewish People|Gesellschaft zur Beförderung des Christentums unter den Juden]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gunther Wenz 425&amp;quot; /&amp;gt; Zum Bestseller wurde sein 1823 von [[Samuel Elsner]] angeregtes und zunächst anonym veröffentlichtes Buch &amp;#039;&amp;#039;Guido und Julius: Die Lehre von der Sünde und vom Versöhner, oder: Die wahre Weihe des Zweiflers&amp;#039;&amp;#039;, in dem er sein [[Erweckung]]serlebnis verarbeitete.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu Christine Axt-Piscalar: &amp;#039;&amp;#039;Ohnmächtige Freiheit: Studien zum Verhältnis von Subjektivität und Sünde bei August Tholuck, Julius Müller, Sören Kierkegaard und Friedrich Schleiermacher&amp;#039;&amp;#039; (= Beiträge zur historischen Theologie 94). Mohr Siebeck, Tübingen 1996, ISBN 3-16-146373-0, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist ein Erweckungstraktat in der Form eines [[Briefroman]]s, in dem zwei junge Männer, „Guido“ und „Julius“, auf dem Wege des schriftlichen Austausches um geistliche [[Erkenntnis]] ringen. Das Buch wurde noch zu Tholucks Lebzeiten achtmal nachgedruckt und in fünf Sprachen übersetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gunther Wenz 425&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 unternahm Tholuck eine gut halbjährige Forschungsreise. Er studierte Handschriften in der [[Universitätsbibliothek Leiden]], in der [[British Library#British Museum Library|Bibliothek des British Museum]] in [[London]] und in [[Oxford]].&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Zilz: &amp;#039;&amp;#039;August Tholuck. Professor, Prediger, Seelsorger&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage, Brunnen-Verlag, Gießen 1962, S. 15–17.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf den Rückweg besuchte er Freunde in [[Brüssel]] und [[Paris]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. November 1825 wurde Tholuck, als „erweckter Pietist“, gegen das einhellige Votum der [[Theologische Fakultät Halle|Theologischen Fakultät]] zum [[Professor|ordentlichen Professor]] der Universität Halle ernannt. Der rationalistisch geprägten Fakultät hatte er vorher „Rohheit“ und „zügellosen Leichtsinn“ vorgeworfen. Den ihm von den preußischen Behörden nahegelegten Kampf gegen den in Halle herrschenden [[Theologischer Rationalismus|Rationalismus]] nahm Tholuck unmittelbar nach seiner Bestallung auf. Nach dem Beginn der Lehrtätigkeit kam es daher zu öffentlich wahrnehmbaren Konflikten. 1837 veröffentlichte er eine vielgelesene Erwiderung auf das zwei Jahre zuvor erschienene &amp;#039;&amp;#039;[[Das Leben Jesu (Strauß)|Leben Jesu]]&amp;#039;&amp;#039; von [[David Friedrich Strauß]].&amp;lt;ref&amp;gt;Gunther Wenz: Art. &amp;#039;&amp;#039;Tholuck, Friedrich August Gottreu&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;TRE&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 33, hier S. 426.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von seiner Haltung wurde [[Friedrich Wyneken (Missionar)|Friedrich Conrad Dietrich Wyneken]] geprägt, der in Halle sein Student war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tholuck nutzte für die Verbreitung seiner Auffassungen moderne Mittel: 1827 gründete er – unter anderem zusammen mit [[Ernst Ludwig von Gerlach]] – die &amp;#039;&amp;#039;[[Evangelische Kirchenzeitung für das protestantische Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039;, 1830 den &amp;#039;&amp;#039;Literarischen Anzeiger für Christliche Theologie und Wissenschaft überhaupt&amp;#039;&amp;#039;. [[Christian Karl Josias von Bunsen]], der preußische Botschafter beim [[Heiliger Stuhl|Heiligen Stuhl]], gewann Tholuck dafür, vom Mai 1828 bis zum April 1829 das Amt des Predigers an der Preußischen Gesandtschaft in Rom zu übernehmen. In den Bibliotheken der Stadt widmete er sich ausgiebigen Handschriftenstudien.&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Zilz: &amp;#039;&amp;#039;August Tholuck. Professor, Prediger, Seelsorger&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage, Brunnen-Verlag, Gießen 1962, S. 18–19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Halle zurückgekehrt, hatte er unerwartet großen Lehrerfolg. Berufungen zum [[Hofgeistlichkeit|Hofprediger]] in Dresden und Professor in Basel schlug er aus. Seine ausgezeichneten Beziehungen zum Hof nutzte Tholuck, um den Umbau der Fakultät voranzutreiben. 1836 setzte er gegen das Kultusministerium durch, dass der Tübinger [[Ferdinand Christian Baur]] als „Rationalist“ nicht berufen wurde. Folgerichtig wurde Tholuck als Exekutor der königlich preußischen Kirchenpolitik 1839 zum [[Universitätsprediger]] und 1840 zum [[Dekan (Kirche)|Dekan]] ernannt. Andere Ämter folgten: 1842 wurde er [[Konsistorium #Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland|Konsistorialrat]], später [[Oberkonsistorialrat]]. Als Befürworter der [[Evangelische Kirche der altpreußischen Union|preußischen Union]] wandte er sich gegen Kollegen, etwa gegen den [[evangelisch-lutherische (altlutherische) Kirche|Altlutheraner]] [[Ferdinand Guericke]]. Auch im Ausland war Tholuck kirchenpolitisch aktiv. 1846 gehörte er in [[London]] zu den Mitbegründern der [[Weltweite Evangelische Allianz|Evangelischen Allianz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1848 wurde er zum [[Alter Herr (Studentenverbindung)|Ehrenphilister]] der christlichen Studentenverbindung [[Hallenser Wingolf]].&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Büchsel: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Hallenser Wingolf&amp;#039;&amp;#039;. In: Hans Waitz: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Wingolfsverbindungen&amp;#039;&amp;#039;. Verlag des Verbandes alter Wingolfiten, Darmstadt 1914, S. 451.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wissenschaftlich galt er als kundiger Exeget, dessen Interpretationen sprachlich auf sehr hohem Niveau lagen. Den Weg zur [[Historisch-kritische Methode (Theologie)|historisch-kritischen Methode]] beschritten jedoch erst seine zahlreichen Schüler. Sein theologisches, publizistisches und übersetzerisches Werk ist außerordentlich umfangreich.&amp;lt;ref&amp;gt;Werkbibliographien in: Klaus-Gunther Wesseling: Art. &amp;#039;&amp;#039;Tholuck, Friedrich August Gott[t]reu&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;BBKL&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 11, 1996, Sp. 1251–1266, und in Gunther Wenz: Art. &amp;#039;&amp;#039;Tholuck, Friedrich August Gottreu&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;TRE&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 33, hier S. 428–429.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:TholuckAugust StadtgottesackerHalle.JPG|mini|Grabstätte von August Tholuck auf dem Stadtgottesacker Halle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Studenten wirkte er inspirierend, zum Beispiel auf [[Adolf Zahn]] und [[Leopold Witte]].&amp;lt;ref&amp;gt;Sachsen-Anhalt-Wiki; {{Webarchiv|url=http://www.sachsen-anhalt-wiki.de/index.php/Leopold_Witte |wayback=20160305010813 |text=Leopold Witte (* 9. Juni 1836 in Halle (Saale); † 2. Dezember 1921).}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der junge [[Adolf Stoecker]] erhielt bei Tholuck [[Freitisch]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Bunke]]: &amp;#039;&amp;#039;Adolf Stoecker. Ein deutscher Prophet&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Männer die den Ruf vernahmen&amp;#039;&amp;#039; Bd. 22), [[Brunnen Verlag (Gießen)|Brunnen-Verlag]], Gießen 1938, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Legende wurde das „Tholucksche Sofa“, auf dem er mit seinen Studenten ausführliche Gespräche führte. Tholuck zog Hörer aus ganz Deutschland und zahlreiche Studenten an, darunter viele [[Methodistische und Wesleyanische Kirchen|Methodisten]] aus den [[Vereinigte Staaten|USA]]. Zu diesen gehörte unter anderem der spätere Bischof, Präsidentenberater und Gründer der [[American University]] in Washington D.C. [[John Fletcher Hurst]]. Auch der in die USA emigrierte [[Kirchenhistoriker]] [[Philip Schaff]], Mitbegründer des [[Reformierter Weltbund|Reformierten Weltbundes]], studierte und wohnte bei Tholuck. Tholucks Wunsch nach einem Wohnheim für mittellose Studenten erfüllte seine Frau Mathilde 1870. Zahlreiche Dotationen halfen beim Ausbau des [[Evangelisches Konvikt Halle (Saale)|Konviktes]], das nach wenigen Jahren von der Mittelstraße in ein größeres Gebäude umzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 wurde Tholuck von der Universität Halle und von seinen Studenten mit einer großen Feier zu seinem 50-jährigen Jubiläum als Hochschullehrer geehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Zilz: &amp;#039;&amp;#039;August Tholuck. Professor, Prediger, Seelsorger&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage, Brunnen-Verlag, Gießen 1962, S. 37.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1873 gab Tholuck das Amt des Universitätspredigers auf, das er 35 Jahre lang versehen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Zilz: &amp;#039;&amp;#039;August Tholuck. Professor, Prediger, Seelsorger&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage, Brunnen-Verlag, Gießen 1962, S. 21.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit Bedauern schied er von der Kanzel, „von der er“, wie die Universitätschronik schrieb, „so oft die Seelen mächtig bewegt“. 1875 hielt er die letzte Vorlesung, 1876 sein letztes Seminar, danach schwand dem streitbaren und umstrittenen Gelehrten, erneut sei die Chronik zitiert, „die Klarheit des Geistes“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Grab befindet sich auf dem hallischen [[Stadtgottesacker]].&amp;lt;ref&amp;gt;Leopold Witte: &amp;#039;&amp;#039;Das Leben Friedrich August Gottreu Tholucks’s&amp;#039;&amp;#039;. Zweiter Band 1826–1877. Bielefeld/Leipzig, 1886, S. 514.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
1829 heiratete August Tholuck Henriette Heydrich, die Schwägerin seines Freundes Christian Huldreich Rennecke (1800–1885). Henriette Tholuck starb bereits 1831.&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Zilz: &amp;#039;&amp;#039;August Tholuck. Professor, Prediger, Seelsorger&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage, Brunnen-Verlag, Gießen 1962, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; In zweiter Ehe heiratete er 1838 [[Mathilde Tholuck |Mathilde von Gemmingen-Steinegg]] (1816–1894). Letztere ist als Initiatorin und Mitgründerin der [[Diakoniewerk Halle |Diakonissenanstalt Halle]] hervorgetreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenktag ==&lt;br /&gt;
[[10. Juni]] im [[Evangelischer Namenkalender|Evangelischen Namenkalender]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Frieder Schulz]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Gedächtnis der Zeugen – Vorgeschichte, Gestaltung und Bedeutung des Evangelischen Namenkalenders&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Jahrbuch für Liturgik und Hymnologie]], Band 19. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1975, S.&amp;amp;nbsp;69–104, Namenliste S.&amp;amp;nbsp;93–104 ([https://digi20.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb00051793_00008.html?prox=true&amp;amp;phone=true&amp;amp;ngram=true&amp;amp;context=%22Jahrbuch+f%C3%BCr+Liturgik+und+Hymnologie%22&amp;amp;pubYear=%7B1975%7D&amp;amp;hl=scan&amp;amp;fulltext=%22Jahrbuch+f%C3%BCr+Liturgik+und+Hymnologie%22&amp;amp;mode=simple Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A. Tholuck.jpg|mini|Abhandlung über die [[Bergpredigt]], Hamburg 1835 (Titelseite)]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sufismus, sive theosophia Persarum pantheistica&amp;#039;&amp;#039;. Ferdinand Dümmler, Berlin 1821. ([https://archive.org/details/ssufismussiveth00tholgoog Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Blüthensammlung aus der Morgenländischen Mystik nebst einer Einleitung über Mystik überhaupt und Morgenländische insbesondere&amp;#039;&amp;#039;. Ferdinand Dümmler, Berlin 1825.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Glaubwürdigkeit der evangelischen Geschichte: zugleich eine Kritik des Lebens Jesu von Strauß. Für theologische und nichttheologische Leser dargestellt&amp;#039;&amp;#039;. Perthes, Hamburg 1837 und öfter.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Alte Testament im Neuen Testament.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, Perthes, Hamburg 1849. ([https://books.google.de/books?id=ZdU7AAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Stunden christlicher Andacht, ein Erbauungsbuch&amp;#039;&amp;#039;. Friedrich Andreas Perthes, Gotha, 6. Auflage, 1860.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vorgeschichte des Rationalismus&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Das akademische Leben des siebzehnten Jahrhunderts mit besonderer Beziehung auf die protestantisch-theologischen Fakultäten Deutschlands&amp;#039;&amp;#039;. Eduard Anton, Halle 1853–1854.&lt;br /&gt;
*** Teilband 1: &amp;#039;&amp;#039;Die akademischen Zustände&amp;#039;&amp;#039;. 1853.&lt;br /&gt;
*** Teilband 2: &amp;#039;&amp;#039;Die akademische Geschichte der deutschen, skandinavischen, niederländischen, schweizerischen Hohen Schulen&amp;#039;&amp;#039;. 1854.&lt;br /&gt;
** Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Das kirchliche Leben des siebzehnten Jahrhunderts bis in die Anfänge der Aufklärung&amp;#039;&amp;#039;. Wiegandt und Grieben, Berlin 1861–1862.&lt;br /&gt;
*** Teilband 1: &amp;#039;&amp;#039;Die erste Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts bis zum Westphälischen Frieden&amp;#039;&amp;#039;. 1861.&lt;br /&gt;
*** Teilband 2: &amp;#039;&amp;#039;Die zweite Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. 1862.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Christine Axt-Piscalar]]: &amp;#039;&amp;#039;„Ohne die Höllenfahrt der Sündenerkenntnis ist die Himmelfahrt der Gotteserkenntnis nicht möglich.“ Die Spiritualität Friedrich August Gottreu Tholucks (1799–1877)&amp;#039;&amp;#039;. In: Peter Zimmerling (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Evangelische Spiritualität&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2017, ISBN 978-3-525-56719-7, S. 588–605.&lt;br /&gt;
* {{ADB|38|55|59|Tholuck, August|[[Gustav Wilhelm Frank|Gustav Frank]]|ADB:Tholuck, August}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|26|164||Tholuck, August|[[Alf Christophersen]]|118757199}}&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070613162819/http://www.bautz.de/bbkl/t/tholuck_f_a_g.shtml |autor=Klaus-Gunther Wesseling |artikel=THOLUCK, Friedrich August Gott(t)reu|band=11|spalten=1251-1266}}&lt;br /&gt;
* [[Albrecht Geck]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Autorität und Glaube. Edward Bouverie Pusey und Friedrich August Gotttreu Tholuck im Briefwechsel (1825–1865)&amp;#039;&amp;#039;. V&amp;amp;R Unipress, Osnabrück 2009, ISBN 978-3-89971-577-4.&lt;br /&gt;
* Albrecht Geck: &amp;#039;&amp;#039;Friendship in Faith. E.B.&amp;amp;nbsp;Pusey (1800–1882) und F.A.G. Tholuck (1799–1877) im Kampf gegen Rationalismus und Pantheismus – Schlaglichter auf eine englisch-deutsche Korrespondenz&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Pietismus und Neuzeit&amp;#039;&amp;#039; 27&amp;amp;nbsp;(2001), S.&amp;amp;nbsp;91–117.&lt;br /&gt;
* Albrecht Geck (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Autorität und Glaube. Edward Bouverie Pusey und Friedrich August Gotttreu Tholuck im Briefwechsel (1825–1865), Teile 1–3&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Neuere Theologiegeschichte&amp;#039;&amp;#039; 10&amp;amp;nbsp;(2003), S.&amp;amp;nbsp;253–317; 12&amp;amp;nbsp;(2005), S.&amp;amp;nbsp;89–155; 13&amp;amp;nbsp;(2006), S.&amp;amp;nbsp;41–124.&lt;br /&gt;
* Albrecht Geck: &amp;#039;&amp;#039;Pusey, Tholuck and the Oxford Movement&amp;#039;&amp;#039;. In: Stewart J. Brown, Peter B. Nockles (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Oxford Movement. Europe and the Wider World 1830–1930&amp;#039;&amp;#039;. Cambridge (Cambridge University Press) 2012, S. 168–184.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Römer]]: &amp;#039;&amp;#039;August Tholuck&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteldeutsche Lebensbilder&amp;#039;&amp;#039;, 2. Band: &amp;#039;&amp;#039;Lebensbilder des 19. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Magdeburg 1927, S. 199–219.&lt;br /&gt;
* [[Gunther Wenz]]: &amp;#039;&amp;#039;Ergriffen von Gott. Zinzendorf, Schleiermacher und Tholuck&amp;#039;&amp;#039;. Herbert Utz Verlag, München 2000, ISBN 3-89675-784-9.&lt;br /&gt;
* Gunther Wenz: Art. &amp;#039;&amp;#039;Tholuck, Friedrich August Gottreu&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Theologische Realenzyklopädie]].&amp;#039;&amp;#039; Band 33: &amp;#039;&amp;#039;Technik – Transzendenz&amp;#039;&amp;#039;. De Gruyter, Berlin 2002, S. 425–429.&lt;br /&gt;
* Leopold Witte: &amp;#039;&amp;#039;Das Leben Friedrich August Gotttreu Tholuck′s&amp;#039;&amp;#039;. Velhagen &amp;amp; Klasing, Bielefeld ({{ULBDD|urn:nbn:de:hbz:061:1-108174}})&lt;br /&gt;
** Bd. 1: 1799–1826. (1884) ({{ULBDD|urn:nbn:de:hbz:061:1-108129}})&lt;br /&gt;
** Bd. 2: 1826–1877. (1886) ({{ULBDD|urn:nbn:de:hbz:061:1-108135}})&lt;br /&gt;
* Walther Zilz: &amp;#039;&amp;#039;August Tholuck. Professor, Prediger, Seelsorger&amp;#039;&amp;#039;. 2., durchgesehene Auflage, Brunnen-Verlag, Gießen 1962.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118757199}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118757199}}&lt;br /&gt;
* {{CPH}}&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/search.php?query=creator%3A%22Tholuck%2C+August%2C+1799-1877%22 August Tholuck] im Internet Archive&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118757199|LCCN=n85152629|VIAF=3266394}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Tholuck, August}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im Wingolf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Theologe (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pietist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Erweckungsbewegung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Weltweite Evangelische Allianz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor (Theologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachliteratur (Theologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Systematischer Theologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des evangelischen Namenkalenders]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Halle (Saale))]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1799]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1877]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Tholuck, August&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Tholuck, Friedrich August Gotttreu (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher protestantischer Theologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. März 1799&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Breslau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Juni 1877&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Halle (Saale)|Halle]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gmünder</name></author>
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