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	<title>August Siemsen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=August_Siemsen&amp;diff=312123&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Zollernalb: PD-fix</title>
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		<updated>2026-02-12T09:06:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PD-fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;August Siemsen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. Juli]] [[1884]] im Dorf [[Mark (Hamm)|Mark]], heute [[Hamm]]; † [[25. März]] [[1958]] in [[Ost-Berlin]]) war ein [[Sozialismus|sozialistischer]] Politiker, Pädagoge, Journalist und Publizist.&lt;br /&gt;
[[Datei:Plakat Sozialdemokraten 1928.jpg|miniatur|rechts|Wahlplakat der SPD, [[Wilhelm Bock (Politiker, 1846)|Wilhelm Bock]], [[Kurt Rosenfeld]], [[August Frölich]], [[Mathilde Wurm]], [[Georg Dietrich (Politiker, 1888)|Georg Dietrich]], [[Karl Hermann (Politiker, 1885)|Karl Hermann]], &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;August Siemsen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Elsa Niviera, [[Erich Mäder]] (1928)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1884 im Dorf Mark bei Hamm in Westfalen geboren, wuchs August Siemsen in einer protestantischen Pfarrersfamilie auf mit den Geschwistern Paula (1880–1965; seit 1911 verheiratet mit dem Mediziner und Autor [[Karl Eskuchen]]), [[Anna Siemsen|Anna]] (1882–1951; Pädagogin, Politikerin, Autorin), [[Karl Siemsen|Karl]] (1887–1968; Jurist, Politiker) und [[Hans Siemsen|Hans]] (1891–1969; Journalist, Schriftsteller)&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. {{NDB|24|381|383|Siemsen, Anna Marie Emma Henni, verheiratet Vollenweider|Christine Mayer|11895783X}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Nach dem Studium der [[Germanistik]] und [[Geschichtswissenschaft|Geschichte]] in [[Göttingen]], [[München]] und [[Tübingen]] (wo er Mitglied der [[Landsmannschaft Schottland]] wurde)&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Münzenmaier (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Landsmannschaft Schottland zu Tübingen 1849 bis 1924&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; und der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] 1909 in Göttingen arbeitete er 1912 bis 1922 als Lehrer an einem Gymnasium in [[Essen]]. Dort trat er zunächst der [[Linksliberalismus|linksliberalen]] [[Fortschrittliche Volkspartei|Fortschrittlichen Volkspartei]] bei, als deren Ortsvorsitzender er zeitweise fungierte, wechselte dann 1915 zur [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] und schloss sich 1917 der [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]] an, welche er ab 1919 im Essener Stadtparlament vertrat. In Essen leitete Siemsen auch den gemeinsamen Bildungsausschuss von USPD, SPD, [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] und [[Gewerkschaft]]en und die &amp;#039;&amp;#039;Freie Volkshochschule&amp;#039;&amp;#039;. 1922 kehrte er in die SPD zurück, wo er zum linken [[Pazifismus|pazifistischen]] Flügel zählte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siemsen wechselte für die Jahre 1922 und 1923 als [[Studienrat (Deutschland)|Studienrat]] an ein Gymnasium in Berlin-Neukölln. 1923 übernahm er im Zuge der [[Greilsche Schulreform|Greilschen Schulreform]] die Leitung  der einzurichtenden thüringischen Arbeiter-Abiturienten-Kurse. {{Zitat|Es war kein Zufall, daß der mit der Leitung der einzurichtenden thüringischen Arbeiter-Abiturienten-Kurse zum 1. Oktober 1923 nach Weimar berufene Studienrat Dr. August Siemsen zuvor in Berlin Neukölln als Studienrat arbeitete, wo er in Verbindung mit [[Kurt Löwenstein|Dr. Löwenstein]] stand. Man kann davon ausgehen, daß der großzügige thüringische Plan mit Dr. Löwenstein abgestimmt und von Neukölln übernommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner Korthaase]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Neuköllner Arbeiter-Abiturienten-Kurse&amp;#039;&amp;#039;, in: Gerd Radde, Werner Korthaase, Rudolf Rogler, Udo Gößwald (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schulreform, Kontinuitäten und Brüche: das Versuchsfeld Berlin-Neukölln&amp;#039;&amp;#039;, Leske und Budrich, Opladen, 1993, ISBN 3-8100-1129-0, S. 170.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versuch, Arbeiter-Abiturienten-Kurse in Thüringen zu etablieren, wurde allerdings durch die Neuwahl zum Landtag im Februar 1924 vereitelt. Die zuvor sozialdemokratisch geführte Landesregierung wurde von einer konservativen Mehrheit abgelöst, die das Vorhaben sofort abbrach.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Korthaase: &amp;#039;&amp;#039;Die Neuköllner Arbeiter-Abiturienten-Kurse&amp;#039;&amp;#039;, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt; Siemsen wurde im selben Jahr aus politischen Gründen in den einstweiligen Wartestand versetzt. Er wurde verstärkt publizistisch aktiv und verfasste eine Reihe politischer und pädagogischer Schriften und war Chefredakteur der Zeitschriften &amp;#039;&amp;#039;Sozialistische Erziehung&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Sozialistische Kultur&amp;#039;&amp;#039; und Vorstandsmitglied der &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Lehrerinnen und Lehrer Deutschlands&amp;#039;&amp;#039;, der [[Reichsarbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde|Kinderfreunde]] und des &amp;#039;&amp;#039;Bundes freier Schulgesellschaften&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
August Siemsen war in der [[Weimarer Republik]] ab 1930 [[Mitglied des Reichstages|Reichstagsabgeordneter]] für die SPD. Von 1931 bis 1933 gehörte er der [[Linkssozialismus|linkssozialistischen]] [[Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (1931)|SAPD]] an, wo er zum „rechten“ linkssozialdemokratisch-pazifistischen Parteiflügel gehörte und Mitglied der Bezirksleitung Thüringen war. Nachdem er Anfang 1933 wie seine Schwester Anna Siemsen noch den erneuten &amp;#039;&amp;#039;[[Dringender Appell|Dringenden Appell]]&amp;#039;&amp;#039; des [[Internationaler Sozialistischer Kampfbund|Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK)]] von [[Leonard Nelson]] unterzeichnet hatte, emigrierte er über die Schweiz 1933, wo er als [[Journalist]] für verschiedene sozialistische Zeitungen tätig war, nach [[Argentinien]] 1936. Dort arbeitete er als Lehrer an der [[Pestalozzi-Schule Buenos Aires|Pestalozzi-Schule]] in [[Buenos Aires]] und gab die Zeitschrift [[Das Andere Deutschland]] heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Das Andere Deutschland]] war nicht nur eine Zeitschrift, sondern ein in Buenos Aires von Emigrantinnen und Emigranten gegründetes Hilfskomitee. Vergleiche hierzu auch: [https://www.ila-web.de/ausgaben/150/das-andere-deutschland Das Andere Deutschland – Antifaschistischer Kampf in Lateinamerika]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg und seiner Pensionierung kehrte August Siemsen 1952 zunächst in die Bundesrepublik zurück, siedelte anschließend auf Bitten seines Sohnes Pieter Siemsen im November 1955 in die [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] über. Dort trat er der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] bei und wurde dort als ehemaliger SPD-MdR „vorgezeigt“, faktisch aber bald „ausgeschaltet“. Keines seiner Werke, auch wenn er es mit sprachlich angepasstem, neuem Vorwort versehen hatte, konnte wieder aufgelegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über seine Schwester Anna Siemsen verfasste er 1951 eine Biografie. Sein Sohn [[Pieter Siemsen]] (1914–2004) lebte bis 1952 als Emigrant in Argentinien, ab 1954 in der DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Preußen. Die Gefahr Europas. Nachgelassenes Manuskript, herausgegeben unter dem Namen Anna Siemsen von Anna Siemsen.&amp;#039;&amp;#039; Paris 1937.&lt;br /&gt;
::Neuauflage Verlag Klaus Guhl mit einem Vorwort von [[Helmut Donat (Verleger)]] und [[Arno Klönne]]. Berlin 1981, ISBN 3-88220-318-8.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Gedichte von Goethe bis Brecht.&amp;#039;&amp;#039; Buenos Aires o.&amp;amp;nbsp;J. (ca. 1944).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Reichsparteitag der SPD in Hannover.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;La otra Alemania. Órgano de los alemanes democrátios de América del Sur = Das andere Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 122 vom 15. Juli 1946, S. 8–9 ([https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/6JQ7GVLHN7FMK4THCWQN3ZDAVT2CLK56?issuepage=1 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Tragödie Deutschlands und die Zukunft der Welt. Aufsätze und Reden.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1947.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Anna Siemsen. Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg und Frankfurt 1951.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Art. &amp;#039;&amp;#039;Siemsen, August&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933&amp;#039;&amp;#039;, Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039;. Saur, München 1980, S. 697.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117367184}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|117367184}}&lt;br /&gt;
* {{Biosop||190540}}&lt;br /&gt;
* {{Biorabw||14500}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117367184|LCCN=n/82/142525|VIAF=57390225}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Siemsen, August}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beamter (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SAPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformpädagoge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Hamm)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Ruhraufstand)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landsmannschafter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in Argentinien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gymnasiallehrer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Fortschrittlichen Volkspartei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersiedler in der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1884]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1958]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Siemsen, August&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=sozialistischer Politiker, Pädagoge, Journalist und Publizist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Juli 1884&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mark (Hamm)|Mark]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. März 1958&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ost-Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zollernalb</name></author>
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