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	<title>August Schlachter - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T16:54:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=August_Schlachter&amp;diff=2541178&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 31. Dezember 2025 um 11:10 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-31T11:10:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;August Schlachter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. Januar]] [[1901]] in [[Warthausen|Barabein]], [[Landkreis Biberach]]; † [[10. April]] [[1996]] in [[Biberach an der Riß]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Architekt]], der in mehreren [[Konzentrationslager]]n als Bauleiter tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tätigkeiten im Zweiten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
August Schlachter wuchs in [[Maselheim]] auf und besuchte von 1912 bis 1918 das Realgymnasium in Biberach. Von 1919 bis 1925 studierte er an der [[Staatsbauschule Stuttgart|Staatsbauschule]] in [[Stuttgart]], danach arbeitete er in Maselheim und betrieb ab 1928 ein eigenes Architekturbüro in Biberach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlachter trat zum 1. Mai 1933 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 2.339.578).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/37570161&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lasik301&amp;quot;&amp;gt;Aleksander Lasik: &amp;#039;&amp;#039;Die Organisationsstruktur des KL Auschwitz&amp;#039;&amp;#039;, in: Aleksander Lasik, Franciszek Piper, Piotr Setkiewicz, Irena Strzelecka: &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz  1940–1945. Studien zur Geschichte des Konzentrations und Vernichtungslagers Auschwitz.&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Aufbau und Struktur des Lagers&amp;#039;&amp;#039;, [[Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau]], [[Oświęcim]] 1999, S. 301&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde schließlich auch Mitglied der [[Schutzstaffel|SS]], bei der er 1944 bis zum [[SS-Hauptsturmführer]] befördert wurde (SS-Nummer 128.820).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee354f&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz. Täter, Gehilfen, Opfer und was aus ihnen wurde. Personenlexikon.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt/M. 2013, S. 354f.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1939 kam er zum SS-Hauptamt Haushalt und Bauten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee354f&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rang eines [[SS-Unterscharführer]]s leitete Schlachter vom Mai 1940 bis zum November 1941 die &amp;#039;&amp;#039;SS-Neubauabteilung KL Auschwitz/Oberschlesien&amp;#039;&amp;#039;, die für den Aufbau des [[KZ Auschwitz I (Stammlager)|Stammlagers]] zuständig war.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jean-Claude Pressac]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Krematorien von Auschwitz – Die Technik des Völkermordes.&amp;#039;&amp;#039; Neuausgabe München/Zürich 1995, ISBN 3-492-12193-4, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den dort angefertigten Bauplänen gehörte der Umbau des später als [[Block 11 (KZ Auschwitz)|Block 11]] bezeichneten Gebäudes, in dessen Keller sich [[Stehbunker|Dunkelzellen]] befanden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Robert Jan van Pelt|Robert-Jan van Pelt]], Deborah Dwork: &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz – Von 1270 bis heute.&amp;#039;&amp;#039; Sonderausgabe Büchergilde Gutenberg, o.&amp;amp;nbsp;O. 1999, ISBN 3-7632-4897-8, S. 192 / Anmerkung 19 auf S. 435 belegt die Zuweisung der Mittel am 10. August 1941.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nachdem [[Karl Bischoff (Ingenieur)|Karl Bischoff]] die Planung eines [[Kriegsgefangenenlager]]s, dem späteren [[KZ Auschwitz-Birkenau]], übertragen worden war, schuf dieser im Dezember 1941 die [[Zentralbauleitung der Waffen-SS und Polizei Auschwitz]] O/S. [[Hans Kammler]] vom [[SS-Hauptämter|SS-Hauptamt Verwaltung und Wirtschaft]] glaubte, August Schlachter sei den anstehenden größeren Aufgaben nicht gewachsen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PeltS233&amp;quot;&amp;gt;Robert-Jan van Pelt, Deborah Dwork: &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz – Von 1270 bis heute.&amp;#039;&amp;#039; S. 233.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Rudolf Höß]] charakterisierte Schlachter später als „Provinzarchitekt aus Württemberg, ein beschränkter Geist mit wenig Schwung“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee354f&amp;quot; /&amp;gt; Des Weiteren sei dieser ein „guter Kerl,“ dem aber „jede Großzügigkeit“ fehle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PeltS233&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlachter wurde Ende 1941 als Bauleiter nach [[Natzweiler]] versetzt, um als Chef der &amp;#039;&amp;#039;Bauleitung der Waffen-SS und Polizei Natzweiler/Elsaß&amp;#039;&amp;#039; das dortige [[KZ Natzweiler-Struthof]] einzurichten. Dort war er bis Dezember 1942 beschäftigt. Anschließend war Schlachter in der Bauinspektion beim [[SS- und Polizeiführer|Höheren SS- und Polizeiführer]] [[Kiew]] tätig. Ab 1944 wurde er als &amp;#039;&amp;#039;Chef des Führungsstabs B 12&amp;#039;&amp;#039; vom [[KZ Mittelbau-Dora]] geführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee354f&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit ==&lt;br /&gt;
Schlachter wurde bei Kriegsende von der [[US-Army]] verhaftet. Er gab sich als ziviler Mitarbeiter der Heeresverwaltung aus und wurde entlassen. Da Maselheim in der französischen Zone lag und er auf der Fahndungsliste der Franzosen wegen seiner Tätigkeit in Natzweiler stand, wich er ins bayerische Allgäu aus, das zur [[Amerikanische Zone|Amerikanischen Zone]] gehörte. Schlachter arbeitete zunächst in [[Geisenried]] ([[Marktoberdorf]]) in der Landwirtschaft. Dort wurde ein [[Entnazifizierung]]sverfahren durchgeführt, bei dem er seine Mitgliedschaften in der NSDAP und der SS verschwieg. Er wurde daher als „nichtbelastet“ eingestuft. Ab 1950 arbeitete er als Bauführer in [[Memmingen]]. Für die [[Spruchkammerverfahren|Spruchkammern]] in Biberach und [[Riedlingen]] galt er als vermisst. Seine Frau veranlasste den Biberacher Bürgermeister [[Wilhelm Leger]], dass er ein positives Leumundszeugnis ausstellte, so dass mit der „Entlastung in Abwesenheit“ durch die Spruchkammer sie die vollen Versorgungsbezüge als Kriegerwitwe erhalten konnte. Schlachter kehrte 1953/54 wohlbehalten aus der Versenkung auf und arbeitete wieder als Architekt in Biberach. An einer Entnazifizierung bestand nun kein [[Schlussstrichdebatte|gesellschaftliches Interesse]] mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlachter wurde im Zuge der Frankfurter [[Auschwitzprozesse]] vernommen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee354f&amp;quot; /&amp;gt;, die überkommenen Protokolle sind die einzige Basis für die Rekonstruktion seines Lebenslaufes. Ende der 1980er Jahre leitete die [[Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen]] ein Ermittlungsverfahren ein, da sie nun herausfand, dass Schlachters Name auf einer 40 Jahre alten Fahndungsliste der [[United Nations War Crimes Commission]] gestanden hatte. Als Tatort war das Konzentrationslager Natzweiler angegeben. Die [[Staatsanwaltschaft Stuttgart]] stellte 1990 das Ermittlungsverfahren wegen Verjährung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Christian Gerlach (Historiker)|Christian Gerlach]], Christoph Dieckmann: &amp;#039;&amp;#039;Durchschnittstäter: Handeln und Motivation.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Assoziation, 2000.&lt;br /&gt;
* Christian Rak, [[Wolfgang Proske]]: &amp;#039;&amp;#039;August Schlachter – Der Ofenbauer von Auschwitz&amp;#039;&amp;#039;. In: Wolfgang Proske: &amp;#039;&amp;#039;Täter Helfer Trittbrettfahrer. Band 4. NS-Belastete aus Oberschwaben&amp;#039;&amp;#039;. Kugelberg Verlag, Gerstetten 2015, ISBN 978-3-945893-00-5, S. 211–224&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783100393333}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1072723867|VIAF=189251837}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schlachter, August}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauingenieur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im KZ Auschwitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im KZ Natzweiler-Struthof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Biberach an der Riß)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Frankreichs 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung der Ukraine 1941–1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Italiens 1943–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1901]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1996]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schlachter, August&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Architekt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. Januar 1901&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Warthausen|Barabein]], [[Landkreis Biberach]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. April 1996&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Biberach an der Riß]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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