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	<title>August Scherl - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T09:54:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=August_Scherl&amp;diff=198085&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Halbgeviertstrich, typografische Anführungszeichen</title>
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		<updated>2025-09-18T14:12:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Halbgeviertstrich, typografische Anführungszeichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Scherl.jpg|mini|August Scherl]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mario von Bucovich Berlin Scherlhaus 1928.png|mini|Berlin Scherlhaus 1928]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;August Hugo Friedrich Scherl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. Juli]] [[1849]] in [[Düsseldorf]]; † [[18. April]] [[1921]] in [[Berlin]]) war ein Berliner Groß[[verleger]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab August Scherl.jpg|mini|Das Grab von August Scherl und seiner Ehefrauen, der Schauspielerin Flora geborene Rosner, und Therese geborene Zöttl auf dem [[Luisenstädtischer Friedhof|Luisenstädtischen Friedhof]] in Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
August Hugo Friedrich Scherl gründete am 1. Oktober 1883 einen Presse- und Buchverlag, der seit 1900 den Namen &amp;#039;&amp;#039;August Scherl Verlag&amp;#039;&amp;#039; trug. Seit dem 3. November 1883 gab er als ersten deutschen „[[Generalanzeiger]]“ den [[Berliner Lokal-Anzeiger]] heraus, seit 1899 erschien in seinem Verlag in der Zimmerstraße das illustrierte Wochenblatt &amp;#039;&amp;#039;[[Die Woche (Scherl)|Die Woche]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er besaß zeitweise die auflagenstärksten [[Zeitung]]en in Deutschland und war Konkurrent von [[Leopold Ullstein]], [[Rudolf Mosse]] und [[Alfred Hugenberg]]. Den Schlüssel zum Erfolg seiner Zeitungen schaute er bei ausländischen Blättern ab: Statt umständlich-kenntnisreiche [[Kommentar (Journalismus)|Kommentare]] abzudrucken, bauten diese vor allem auf kurze Nachrichten auf und sicherten sich damit Millionenauflagen. Scherl machte es ihnen nach.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter de Mendelssohn: &amp;#039;&amp;#039;Zeitungsstadt Berlin. Menschen und Mächte in der Geschichte der deutschen Presse.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main, Berlin, Wien 1959, 1982, S. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1913 setzte August Scherl Reichskanzler Bethmann-Hollweg davon in Kenntnis, dass er sich von Stammanteilen seines Konzerns im Wert von 8 Millionen Mark trennen werde. Er ließ verlauten, dass Rudolf Mosse ihm für diese 11,5 Millionen Mark biete; er würde die Anteile jedoch „Freunden der Regierung“ für 10 Millionen überlassen. Das Unternehmen, neben Ullstein und Mosse einer der drei großen Berliner Mediengiganten, wurde schließlich von Baron [[Simon Alfred Franz Emil von Oppenheim]] und dem Kölner Finanzier [[Louis Hagen]] mit einer Finanzierung von 8 Millionen Mark aufgefangen. Am 5. Februar 1914 legte Scherl die Geschäftsführung nieder. 1916 übernahm [[Hugenberg-Konzern|Hugenberg]] Scherls ehemaliges Unternehmen mit Unterstützung des preußischen Innenministeriums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Scherl beschäftigte sich auch mit Theaterorganisation, mit [[Lotterie]]-Systemen und der [[Einschienenbahn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ein neues Schnellbahn-System.pdf|mini|&amp;#039;&amp;#039;Ein neues Schnellbahnsystem&amp;#039;&amp;#039;, 1909]]&lt;br /&gt;
1909 entwickelte er in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;[[Ein neues Schnellbahnsystem]]&amp;#039;&amp;#039; ein [[Einschienenbahn]]system für Deutschland. Die geplante [[Einschienenbahn am Taunusrand]] scheiterte an offensichtlich mangelnder technischer Ausarbeitung und politischen Widerständen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine kostspieligen Zeitungsprojekte waren wirtschaftlich nicht erfolgreich, so dass er sein Presse-Unternehmen 1913 an den „Deutschen Verlagsverein“ (Baron [[Simon Alfred Franz Emil von Oppenheim|Simon Alfred von Oppenheim]] und Kölner Finanzier [[Louis Hagen]]) verkaufte und 1914 ausschied. Sein überregionales Zeitungsimperium wurde im Jahr 1916 von [[Alfred Hugenberg]] und nach 1933 von [[Max Amann (Politiker)|Max Amann]] ([[Franz-Eher-Verlag]]) übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Scherl wohnte anfangs in der Naunynstraße (Elternhaus), später repräsentativ immer in zentraler Lage, in Berlin. Er soll eine millionenteure Villa in der Villenkolonie [[Berlin-Grunewald]] heimlich erbaut haben, um seine 2. Ehefrau zu überraschen. Als diese sich bei einer Vorbeifahrt abfällig über den Bau äußerte, ließ Scherl angeblich das Haus abreißen, ohne seine Frau zu informieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Erman |Titel=August Scherl. Dämonie und Erfolg in Wilhelminischer Zeit |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Universitas Verlag |Ort=Berlin |Datum=1954 |ISBN= |Seiten=203-213}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Grab findet sich auf dem [[Luisenstädtischer Friedhof|Luisenstädtischen Friedhof]] in Berlin neben dem seiner 1. Gattin, der Schauspielerin [[Flora Rosner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Periodika, Zeitungen und Zeitschriften aus dem Verlag August Scherl ==&lt;br /&gt;
[[Datei:August Scherl Verlag 1914.jpg|mini|300 Millionen Exemplare jährlich im August Scherl Verlag (1914)]]&lt;br /&gt;
* 1883 [[Berliner Lokal-Anzeiger]] gegründet. Der Zeitung wird Nähe zu [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm II.]] nachgesagt.&lt;br /&gt;
* ab 1889 die [[Berliner Abendzeitung]]&lt;br /&gt;
* 1894 [[Neueste Berliner Handels- und Börsennachrichten]]&lt;br /&gt;
* 1895 [[Sport im Bild]] (die erste deutsche Sportillustrierte)&lt;br /&gt;
* 1899 die Illustrierte [[Die Woche (Scherl)|Die Woche]]&lt;br /&gt;
* 1899–1933 [[Sport im Wort]]&lt;br /&gt;
* 1900 die Tageszeitung [[Der Tag (1901–1934)|Der Tag]]&lt;br /&gt;
* 1904 Kauf der Zeitschrift [[Die Gartenlaube]]&lt;br /&gt;
* 1905 [[Praktischer Wegweiser]], ab 1909 zusätzlich [[Allgemeiner Wegweiser]] mit unterschiedlichen Zielgruppen&lt;br /&gt;
* 1922 [[Berliner Illustrierte Nachtausgabe]]&lt;br /&gt;
* 1928 [[Denken und Raten]]&lt;br /&gt;
* 1932–1941 [[Berlin hört und sieht]] (wöchentliche Programmzeitschrift)&lt;br /&gt;
* [[Scherl’s Magazin]]&lt;br /&gt;
* 1934–1943 [[Der Silberspiegel]], Modezeitschrift&lt;br /&gt;
* [[Scherls-Wohnungs-Zeitung]]&lt;br /&gt;
* [[Filmwelt]]&lt;br /&gt;
* [[Das Grundeigentum]]&lt;br /&gt;
* [[Der Kinematograph]]&lt;br /&gt;
* [[Echo (Zeitschrift)|Echo]]&lt;br /&gt;
* [[Deutsche technische Auslandszeitschrift]]&lt;br /&gt;
* [[Berliner Adressbuch]] 1896–1943, unter Benutzung amtlicher Quellen&lt;br /&gt;
* [[Der Adler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überlieferung ==&lt;br /&gt;
Der größte Teil der Bilder des Scherl-Verlags befindet sich im Bestand „Bild 183“ im Bildarchiv des [[Bundesarchiv (Deutschland)|Bundesarchivs]] in Koblenz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | url=https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Benutzen/Hinweise-zur-Benutzung/Bilder/bilder.html | title=Bilder |accessdate=2019-01-14 | publisher=Das Bundesarchiv}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Reichs-Bücherwoche - Kauft Scherl-Bücher - Hans Rudi Erdt.jpg|mini|Werbeplakat von [[Hans Rudi Erdt]], 1915/16]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* August Scherl: &amp;#039;&amp;#039;Berlin hat kein Theaterpublikum! Vorschläge zur Beseitigung der Mißstände unseres Theaterwesens&amp;#039;&amp;#039;. Scherl, Berlin 1898. Digitalisierung: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020; {{urn|nbn:de:kobv:109-1-15420786}}.&lt;br /&gt;
* August Scherl: &amp;#039;&amp;#039;Ein neues Schnellbahnsystem – Vorschläge zur Verbesserung des Personenverkehrs.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1909 ([[:Datei:Ein neues Schnellbahn-System.pdf|Volltext auf Commons]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Dominik]]: &amp;#039;&amp;#039;Von Mosse zu Scherl.&amp;#039;&amp;#039; In: Hans Dominik: &amp;#039;&amp;#039;Vom Schraubstock zum Schreibtisch. Lebenserinnerungen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1942 (Digitalisiert von der Deutschen Nationalbibliothek, 2012: {{urn|nbn:de:101:1-201203307800}}), S. 128–149.&lt;br /&gt;
* Hans Erman: &amp;#039;&amp;#039;August Scherl. Dämonie und Erfolg in Wilhelminischer Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Universitas Verlag, Berlin 1954.&lt;br /&gt;
* Peter de Mendelssohn: &amp;#039;&amp;#039;Zeitungsstadt Berlin, Menschen und Mächte in der Geschichte der deutschen Presse Berlin.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarb. u. erw. Aufl., Ullstein, Frankfurt am Main / Berlin / Wien 1982.&lt;br /&gt;
* {{NDB|22|698|699|Scherl, August|[[Franz Menges]]|11875470X}}&lt;br /&gt;
* Burkhard Treude: &amp;#039;&amp;#039;August Hugo Friedrich Scherl (1849–1921).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Heinz-Dietrich Fischer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Presseverleger des 18. bis 20. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Pullach bei München 1975, S. 232–239.&lt;br /&gt;
* {{LuiseLexBez |Titel=Scherl, August Hugo Friedrich |Bezirk=2 |ID=Scherl_August_Hugo_Friedrich |Kommentar=Kurzbiografie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Scherl-Verlag}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11875470X|LCCN=n2005001447|VIAF=32792231}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Scherl, August}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitungsverleger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1849]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1921]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Scherl, August&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Scherl, August Hugo Friedrich (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Verleger&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Juli 1849&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. April 1921&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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