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	<title>August Reichensperger - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T12:12:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=August_Reichensperger&amp;diff=65567&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ewald Grothe (ADL) am 11. Dezember 2025 um 18:27 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-11T18:27:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Aretin61-august-reichensperger-zw.jpg|mini|hochkant|August Reichensperger (1808–1895), Photographie von Leopold Haase &amp;amp; Comp., Berlin um 1874 [[Datei:Signatur August Reichensperger.PNG|rahmenlos|zentriert|170px|klasse=skin-invert-image]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rathausturm Köln - Reichensperger (5922-14).jpg|mini|hochkant|Reichensperger-Statue am Turm des [[Liste der Kölner Ratsturmfiguren|Kölner Rathausturm]] (Bildhauer: [[Hans Otto Lohrengel]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:August Reichensperger-Statue, Oberlandesgericht Köln (1).jpg|mini|links|hochkant|Reichensperger-Statue im [[Oberlandesgericht Köln]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;August Reichensperger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. März]] [[1808]] in [[Koblenz]]; † [[16. Juli]] [[1895]] in [[Köln]]) war ein deutscher [[Jurist]] und [[Politiker]] sowie Förderer des [[Kölner Dom]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Reichenspergers Vater, der aus [[Simmern/Hunsrück|Simmern]] stammte, war erst Strafrichter, dann Präfekturrat in Koblenz, der Hauptstadt des damaligen [[Département de Rhin-et-Moselle]]. Nachdem dieser früh (1812) verstorben war, erzog die Mutter ihre vier Kinder alleine und ermöglichte ihren zwei Söhnen ein Studium. Reichensperger studierte nach dem Abitur 1827 [[Rechtswissenschaft|Jura]] in [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]], [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Bonn]] und [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]]. Er wurde zum Dr. phil. [[Promotion (Doktor)|promoviert]], bevor er in den Staatsdienst eintrat. Seine erste Stelle hatte er am [[Landgericht]] [[Trier]], wo er von 1844 bis 1848 tätig war. Anschließend war er von 1849 bis 1879 [[Appellationsgerichtshof Köln|Appellationsgerichtsrat in Köln]], wo zeitweise auch sein Bruder [[Peter Reichensperger]] wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1840 engagierte sich Reichensperger für den Weiterbau des Kölner Doms, so war er Gründungsmitglied des [[Zentral-Dombau-Verein zu Köln|Zentral-Dombau-Vereins zu Köln]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1848 war er Mitglied der [[Frankfurter Nationalversammlung]] und 1850 des [[Erfurter Unionsparlament]]s. In beiden Fällen bekämpfte er die preußischen Hegemoniebestrebungen und stimmte jeweils gegen das preußische Erbkaisertum und die Unionspläne. Einen Sitz im [[Preußisches Abgeordnetenhaus|preußischen Abgeordnetenhaus]] hatte Reichensperger von 1850 bis 1863 inne und war einer der führenden Vertreter der [[Katholische Fraktion|katholischen Fraktion]]. Am 6. September 1858 war er Präsident des [[Katholikentag]]es in Köln. Von 1871 bis 1884 war er Mitglied des Deutschen [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|Reichstags]] für den Wahlkreis [[Krefeld]] und trat der neu gegründeten Fraktion der [[Deutsche Zentrumspartei|Zentrumspartei]] bei. Neben [[Ludwig Windthorst]], [[Hermann von Mallinckrodt]] und seinem Bruder Peter war er einer der führenden Persönlichkeiten des [[Politischer Katholizismus|politischen Katholizismus]] und ein engagierter Vorkämpfer der katholischen Laienbewegung in Deutschland. 1851 war er an der Gründung des „Akademischen Lesevereins“ (heute [[KStV Askania-Burgundia Berlin]]) in Berlin im [[Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine|KV]] beteiligt und wurde 1871 dessen Ehrenmitglied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reichensperger hatte vielfältige Interessen und beschäftigte sich neben der Politik intensiv mit Kunst, Architektur und Literatur. Er propagierte in zahlreichen Veröffentlichungen vor allem die [[Neugotik]] und setzte sich neben dem Weiterbau des Kölner Doms für die Restaurierung mittelalterlicher Baudenkmäler ein. Dabei forderte er die Entfernung späterer Ausstattungsstücke oder Anbauten und eine „stilgerechte“ Ergänzung in mittelalterlichen Formen. Bei zahlreichen Bau- und Restaurierungsprojekten gab er Gutachten ab oder äußerte sich durch Veröffentlichungen, mitunter auch in recht polemischer Form. Legendär sind seine Reichstagsdebatten mit Polemiken gegen den Chef der Reichspost [[Heinrich Stephan]] über den Baustil von Postneubauten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. beispielsweise: zu den Bauten in Hildesheim, Münster und Braunschweig, &amp;#039;&amp;#039;Stenographische Berichte über die Verhandlungen des Reichstages&amp;#039;&amp;#039;, 23. Sitzung, 26. März 1878.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Reichensperger Melaten.jpg|mini|hochkant|Grabmal August Reichensperger auf dem Kölner [[Melaten-Friedhof]] (Lit. F zwischen HWG und Lit. H)]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1895 wurde Reichensperger [[Liste der Ehrenbürger von Köln|Ehrenbürger der Stadt Köln]], zuvor war er schon im Jahr 1889 Ehrenbürger von [[Oppenheim]] und im Jahr 1892 [[Liste der Ehrenbürger von Koblenz|Ehrenbürger von Koblenz]] geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Tod benannte die Stadt Köln 1897 den Platz im Schnittpunkt der Merlo- und der Weißenburgstraße mit der Riehler Straße in &amp;#039;&amp;#039;Reichenspergerplatz&amp;#039;&amp;#039; um. Hier wurde 1911 das [[Justizgebäude Reichenspergerplatz|Justizgebäude]] für das Oberlandesgericht Köln und andere Gerichte eingeweiht. Die dortige [[U-Bahnhof Reichenspergerplatz|U-Bahn-Haltestelle]] trägt den Namen des Platzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reichensperger ist in einem Ehrengrab auf dem [[Melaten-Friedhof]] beerdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die 14 Standbilder im Domchore zu Köln.&amp;#039;&amp;#039; 1842.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die christlich-germanische Baukunst, Trier.&amp;#039;&amp;#039; 1852.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die katholischen Interessen im 19. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; 1853.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vermischte Schriften über christliche Kunst.&amp;#039;&amp;#039; 1856.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Parlamentarische Reden 1848–57.&amp;#039;&amp;#039; 1858.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Phrasen und Schlagwörter.&amp;#039;&amp;#039; 1872.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Allerlei aus dem Kunstgebiete.&amp;#039;&amp;#039; 1867.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;William Shakespeare.&amp;#039;&amp;#039; 1871.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Augustus Pugin, der Neubegründer der christlichen Kunst in England, Freiburg.&amp;#039;&amp;#039; 1877.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Bauhütten des Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; 1879.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur neueren Geschichte des Dombaus in Köln.&amp;#039;&amp;#039; 1881.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Freiherr von Schmidt. Zur Charakterisirung des Baumeisters.&amp;#039;&amp;#039; 1891.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Franz Bock (Kunsthistoriker, 1823)|Franz Bock]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Schriften A. Reichenspergers und ihre Bedeutung für die christliche Kunst&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1860.&lt;br /&gt;
* [[Ludwig von Pastor]]: &amp;#039;&amp;#039;August Reichensperger 1808–1895. Sein Leben und Wirken auf dem Gebiet der Politik, der Kunst und der Wissenschaft mit Benutzung seines ungedruckten Nachlasses dargestellt&amp;#039;&amp;#039;. 2 Bände, Freiburg 1899 (zitiert ausführlich heute verlorene Dokumente aus dem Nachlass Reichenspergers).&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Duhr]]: &amp;#039;&amp;#039;August Reichensperger.&amp;#039;&amp;#039; Germania, Berlin 1900, {{OCLC|252670311}}.&lt;br /&gt;
* {{ADB|53|276|281|Reichensperger, August|Georg Heinrich Kaufmann|ADB:Reichensperger, August}}&lt;br /&gt;
* [[Michael Hochgeschwender]]: &amp;#039;&amp;#039;August Reichensperger&amp;#039;&amp;#039;. In: Siegfried Koß, Wolfgang Löhr (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon des KV. 2. Teil&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Revocatio historiae.&amp;#039;&amp;#039; Band 3). SH-Verlag, Schernfeld 1993, ISBN 3-923621-98-1, S. 103 ff.&lt;br /&gt;
* [[Michael J. Lewis (Architekturhistoriker)|Michael J. Lewis]]: &amp;#039;&amp;#039;The Politics of the German Gothic Revival: August Reichensperger&amp;#039;&amp;#039;, London 1993.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070613153957/http://www.bautz.de/bbkl/r/reichensperger_a.shtml |autor=[[Konrad Fuchs (Historiker)|Konrad Fuchs]]|artikel=Reichensperger, August|band=7|spalte=1504–1505}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|21|309|310|Reichensperger, August|[[Ulrich von Hehl]]|118788191}}&lt;br /&gt;
* [[Mario Kramp]], [[Rolf Lauer (Kunsthistoriker)|Rolf Lauer]], [[Werner Schäfke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;August Reichensperger. Koblenz – Köln – Europa.&amp;#039;&amp;#039; Ausstellungskatalog. Koblenz 2005 (= &amp;#039;&amp;#039;Mittelrhein-Museum Koblenz, Kleine Reihe.&amp;#039;&amp;#039; Band 7).&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Cortjaens]]: &amp;#039;&amp;#039;Amis gothiques. Der Briefwechsel von August Reichensperger und Jean-Baptiste Bethune 1858–1891&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg.: Koninklijke Commissie voor Geschiedenis / Commission Royale d’Histoire (collection-in-8°), Brüssel 2011, ISBN 978-2-87044-005-6.&lt;br /&gt;
* [[Alfons Friderichs]] (Hrsg.), Heinz-Günther Böse (Autor): &amp;#039;&amp;#039;Reichensperger, August&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell&amp;#039;&amp;#039;, Kliomedia, Trier 2004, ISBN 3-89890-084-3, S.&amp;amp;nbsp;286–287.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Heinen]]: &amp;#039;&amp;#039;August Reichensperger (1808–1895).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Jürgen Aretz]], [[Rudolf Morsey]], [[Anton Rauscher]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zeitgeschichte in Lebensbildern. Aus dem deutschen Katholizismus des 19. und 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Band 9, Aschendorff Verlag, Münster 1999, ISBN 978-3-402-06112-1, S. 11–30, [https://www.aschendorff-buchverlag.de/digibib/?digidownload&amp;amp;tid=17584 (Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118788191}}&lt;br /&gt;
* [https://www.stadt-koeln.de/artikel/00599/index.html Biografische Webseite der Stadt Köln, mit Bild]&lt;br /&gt;
* [https://rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/august-reichensperger/DE-2086/lido/57cd1cf5b7cfa6.49738096 Biografie] im [[Portal Rheinische Geschichte]]&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|118788191}}&lt;br /&gt;
* {{RPPD Vw|nr=-pta1022-}}&lt;br /&gt;
* [https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?id=BV041723011&amp;amp;db=100 Nachlass von August Reichensperger in der Bayerischen Staatsbibliothek]&lt;br /&gt;
* [http://www.archivdatenbank.lha-rlp.de/koblenz/e/e.2/700,138/ Nachlass] im Landeshauptarchiv Koblenz (LHA Ko Best. 700,138)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118788191|LCCN=n85821084|VIAF=30332992}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reichensperger, August}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zentrum-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Volkshauses des Erfurter Unionsparlaments]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Koblenz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im KV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Köln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Köln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präsident eines Katholikentages]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger im Landkreis Mainz-Bingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied einer Studentenverbindung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Oppenheim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1808]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1895]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Reichensperger, August&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Politiker, MdR sowie Förderer des Kölner Doms&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. März 1808&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Koblenz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Juli 1895&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Köln]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ewald Grothe (ADL)</name></author>
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