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	<title>August Rühl - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-08-13T20:14:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Johann Adam August Rühl (cropped).jpg|hochkant|mini|August Rühl, Lithografie von [[Valentin Schertle]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johann Adam August Rühl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. Februar]] [[1815]] in [[Hanau]]; † [[20. Juli]] [[1850]] in [[Arolsen]]) war ein deutscher Politiker im Kurfürstentum Hessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Rühl war Sohn des Kantors und Realschullehrers Friedrich Wilhelm Rühl und seiner Frau Maria Petronelle geb. Lappig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rühl studierte 1832–1837 an der [[Friedrich-Schiller-Universität Jena|Universität Jena]], der [[Philipps-Universität Marburg]] und der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]] Rechtswissenschaft. 1832 wurde er Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;Alten Marburger [[Burschenschaft]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 5: &amp;#039;&amp;#039;R–S.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 2002, ISBN 3-8253-1256-9, S. 138.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war Mitglied der Marburger [[Corps]] Hanovia, [[Corps Teutonia Marburg|Teutonia]] und Marcomannia und des [[Corps Guestphalia Heidelberg]]. Bei Markomannia war er Konaktiver von [[Friedrich Stegmann]] und [[Hermann Wolff von Gudenberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Korpslisten 1910, 112/385, 159/3, 163/9, 166/105&amp;lt;/ref&amp;gt; Anschließend leistete er den Vorbereitungsdienst am [[Landgericht Hanau]] ab. Schon damals kritisierte er, dass in der Verwaltung nicht die Befähigung zähle, sondern die politische Willfährigkeit. Er wechselte daraufhin 1838 zunächst als kaufmännischer Angestellter und später als Teilhaber der Tabak verarbeitenden Fabrik von [[Pedro Jung]] in Hanau. 1843 machte er sich in derselben Branche selbständig. Mit 35 Jahren kam er durch einen Reitunfall ums Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verheiratet war Rühl mit Janni Josephine Georgine Natalie geb. Weigel. Aus dieser Ehe ging unter anderem [[Franz Rühl]] (* 26. Oktober 1845 in Hanau; † 3. Juli 1915 in Jena) hervor, Professor für alte Geschichte an der [[Albertus-Universität Königsberg]]. Der Geograph [[Alfred Rühl]] war sein Enkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
In den 1840ern begann er, sich im liberalen Sinn politisch zu engagieren, besonders für den [[Deutschkatholizismus]]. Im Rahmen der [[Märzrevolution]] in Hanau wurde auf seine Anregung eine „Volkskommission“ gebildet, die de facto die Regierungsgewalt übernahm. Er gehörte im Februar 1848 zu den Verfassern einer [[Petition]] der Hanauer Bürger an [[Kurfürst]] [[Friedrich Wilhelm I. (Hessen-Kassel)|Friedrich Wilhelm]]. In der Petition wurden Forderungen nach [[Pressefreiheit]], der Entlassung des konservativen Ministeriums, Amnestie der politischen Gefangenen und weiteren politische Veränderungen erhoben. Diese Forderungen wurden seitens des Kurfürsten zunächst abgelehnt. Die Hanauer Bürger wählten daraufhin einen Ausschuss, dem auch Rühl angehörte, die die gleichen Forderungen – nun als ultimative Aufforderung zu politischen Veränderungen formuliert – im [[Hanauer Ultimatum]] vom 9. März 1848 dem Kurfürsten in [[Kassel]] überreichte, der daraufhin dem revolutionären Druck nachgab.&amp;lt;ref&amp;gt;Hoppe, S. 100, geht von seiner alleinigen Autorenschaft aus.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Vorgänge führten auch dazu, dass der Kurfürst eine liberale [[Märzregierung]] zugestehen musste. Der Hanauer [[Oberbürgermeister]] [[Bernhard Eberhard]], ebenfalls Mitglied der Volkskommission und Unterzeichner des Ultimatums, wurde mit der Regierungsbildung beauftragt und zugleich zum Innenminister der kurhessischen Märzregierung berufen. Er starb bei einem Reitunfall nach einem Kuraufenthalt auf der Rückreise von [[Bad Arolsen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rühl wurde noch im März 1848 mit überwältigender Mehrheit zum Nachfolger Eberhards als Oberbürgermeister Hanaus gewählt. Auch bei der Wahl zur [[Frankfurter Nationalversammlung]] erhielt er eine solche Mehrheit (9.877 von 11.605 Stimmen) im Wahlkreis Hanau. Nach der Teilnahme am [[Vorparlament]] gehörte er darüber hinaus vom 18. Mai 1848 bis zum Ende des [[Rumpfparlament (Deutschland)|Rumpfparlaments]] am 18. Juni 1849 der Volksvertretung an, wo er zunächst zur Fraktion [[Deutscher Hof]] unter Führung [[Robert Blum]]s, dann zur radikalen Fraktion [[Donnersberg (Fraktion)|Donnersberg]] unter [[Arnold Ruge]] und später zum [[Centralmärzverein]] gehörte. Im Rumpfparlament war er Mitglied im [[Fünfzigerausschuss]] zur Durchsetzung der [[Paulskirchenverfassung]]. Er stimmte sowohl gegen ein [[Preußen|preußisches]] Erbkaisertum als auch gegen [[Erzherzog Johann]] als [[Reichsverweser]]. Nach dem Ende der Revolution wurden ihm sowohl im [[Erfurter Unionsparlament]] als auch in der [[Kurhessische Ständeversammlung|Kurhessischen Ständeversammlung]] Mandate angeboten. Er lehnte sie aber ab und konzentrierte sich auf seine Aufgabe als Oberbürgermeister von Hanau. 1849 wurde Rühl Mitglied im &amp;#039;&amp;#039;Verein zur Stützung und Hebung der demokratischen Presse&amp;#039;&amp;#039;. 1850 nahm er an einer Versammlung demokratischer Politiker in der Schweiz teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kurfürstentum Hessen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Best]], Wilhelm Weege: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der Abgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung 1848/49.&amp;#039;&amp;#039; Droste, Düsseldorf 1998, ISBN 3-7700-0919-3, S. 287.&lt;br /&gt;
* [[Martin Hoppe]]: &amp;#039;&amp;#039;August Rühl – Verfasser des „Hanauer Ultimatums“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Stadtzeit (1998).&amp;#039;&amp;#039; Geschichtsmagazin anlässlich des Jubiläums 150 Jahre Revolution und Turnerbewegung Hanau 1848–1998, S. 99ff.&lt;br /&gt;
* [[Rainer Koch (Historiker)|Rainer Koch]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Frankfurter Nationalversammlung 1848/49. Ein Handlexikon der Abgeordneten der deutschen verfassungsgebenden Reichs-Versammlung.&amp;#039;&amp;#039; Kelkheim 1989, ISBN 3-923420-10-2, Seite 348.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116675551}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=116675551|titel=Rühl, Johann Adam August|datum=2025-07-20}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116675551|VIAF=770298}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ruhl, August}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Rhein-Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Hanau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1815]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1850]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied eines Corps]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Vorparlaments]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rühl, August&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Rühl, Johann Adam August&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=kurhessischer Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Februar 1815&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hanau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Juli 1850&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Arolsen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Miriquidus0980</name></author>
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