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	<title>August Landmesser - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=August_Landmesser&amp;diff=2537484&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;APPERbot: Bot: Orte in Vorlage:Personendaten verlinkt, Kategorien umsortiert</title>
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		<updated>2026-01-18T03:22:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Orte in Vorlage:Personendaten verlinkt, Kategorien umsortiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:August Landmesser.jpg|mini|August Landmesser, 1936]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolperstein Sillemstraße 8a (August Landmesser) in Hamburg-Eimsbüttel.jpg|mini|[[Stolperstein]] zu Ehren von August Landmesser]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;August Friedrich Landmesser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. Mai]] [[1910]] in Heidrege, einem Ortsteil von [[Moorrege]], Kreis [[Pinneberg]] bei [[Hamburg]]; † [[17. Oktober]] [[1944]] nahe [[Ston]], Halbinsel [[Pelješac]], [[Unabhängiger Staat Kroatien]]; 1949 für [[Verschollenheit|tot erklärt]] mit Sterbedatum [[1. August]] [[1949]]) war ein deutscher Arbeiter und NS-Opfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
August Landmesser war das einzige Kind von August Franz Landmesser und Wilhelmine Magdalene, geb. Schmidtpott. In erster Ehe war er verheiratet mit der 1907 geborenen Wunibalda Grundmann, eine gemeinsame Tochter wurde 1929 in Heidrege geboren. Er trat zum 1. April 1931 zusammen mit seinen Verwandten mütterlicherseits in die [[NSDAP]] ein (Mitgliedsnummer 506.962)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX/24610703.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde zum Januar 1937 wegen „unbekannten Aufenthalts“ aus der NSDAP-Mitgliederliste gestrichen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-II/610737.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landmesser verlobte sich 1935 mit der 1913 geborenen Jüdin Irma Eckler. Auf Grund der – eigentlich erst einen Monat später in Kraft tretenden – [[Nürnberger Rassengesetze]] wurde das Aufgebot zur Eheschließung vom Hamburger Standesamt im August 1935 nicht mehr angenommen. Aus der Beziehung entstanden zwei Töchter, Ingrid (* 29.&amp;amp;nbsp;Oktober 1935) und Irene (* 6.&amp;amp;nbsp;August 1937).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landmesser versuchte Anfang Juli 1937, illegal nach [[Dänemark]] überzusiedeln. Er wurde dabei festgenommen und kam für kurze Zeit in Haft. Dabei wurde die zweite Schwangerschaft von Irma Eckler bekannt, und gegen Landmesser wurde noch im Juli 1937 ein Verfahren wegen „[[Rassenschande]]“ eingeleitet. Er wurde am 15.&amp;amp;nbsp;September 1937 zur Untersuchungshaft in die [[Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel|Strafanstalt Fuhlsbüttel]] in [[Hamburg]] verbracht. Im Prozess konnte Landmesser jedoch glaubhaft vorbringen, dass weder er noch Irma Eckler gewusst hätten, dass sie „Volljüdin“ war, und er wurde am 27.&amp;amp;nbsp;Mai 1938 mangels Beweisen freigesprochen mit der Warnung, im Wiederholungsfall mit einer mehrjährigen Zuchthausstrafe rechnen zu müssen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;eckler&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;A family torn apart by „Rassenschande“: Political persecution in the Third Reich: Documents and reports from Hamburg in German and English.&amp;#039;&amp;#039; Horneburg Verlag, Schwetzingen 1998, ISBN 3-8012-3585-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem führte Landmesser die Beziehung mit Irma Eckler weiter und zeigte sich mit ihr auch in der Öffentlichkeit. Daraufhin wurde er am 15.&amp;amp;nbsp;Juli 1938 erneut festgenommen, im anschließenden Verfahren zu zweieinhalb Jahren [[Zuchthaus]] verurteilt und ins [[KZ Börgermoor|Strafgefangenenlager I Börgermoor]] im [[Emsland]] verbracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Tage nach Landmesser wurde auch Irma Eckler wegen „Rassenschande“ von der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] in sogenannte [[Schutzhaft]] genommen und in die Strafanstalt Fuhlsbüttel eingeliefert. Von dort aus wurde sie in das [[KZ Lichtenburg|Frauenkonzentrationslager Lichtenburg]] und, nach dessen Schließung im Mai 1939, in das [[KZ Ravensbrück|Frauenkonzentrationslager Ravensbrück]] verlegt. Von Irma kamen aus dem KZ noch einige wenige Briefe bis zum Januar 1942, die auf eine wachsende Entfremdung von Landmesser hinweisen. Es wird vermutet, dass Irma Eckler im Februar 1942 in die [[Tötungsanstalt Bernburg]] bei Dessau gebracht und dort – wie über 14.000 andere Häftlinge – ermordet wurde. Am 20.&amp;amp;nbsp;Dezember 1949 wurde Irma Eckler vom [[Amtsgericht Hamburg-Altona]] für tot erklärt, mit Todesdatum 28.&amp;amp;nbsp;April 1942.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19.&amp;amp;nbsp;Januar 1941 wurde Landmesser entlassen und arbeitete von da an als Vorarbeiter in der [[Warnemünde]]r Filiale des Transportunternehmens Püst. Im Februar 1944 wurde er in das [[Strafdivision 999|Bewährungsbataillon XIX/999]], 3.&amp;amp;nbsp;Kompanie mit [[Feldpostnummer]] 39418D eingezogen, wo er nach Kampfhandlungen in Kroatien vermisst wurde und vermutlich am 17.&amp;amp;nbsp;Oktober 1944 bei Absetzbewegungen nahe [[Ston]] fiel. 1949 wurde er vom Amtsgericht Rostock mit Todesdatum 1.&amp;amp;nbsp;August 1949 für tot erklärt. Im Sommer 1951 wurde die Ehe von August Landmesser und Irma Eckler vom [[Senat der Freien und Hansestadt Hamburg|Hamburger Senat]] anerkannt. Im Herbst desselben Jahres erhielten Ingrid und Irene den Nachnamen des Vaters.&amp;lt;ref name=&amp;quot;eckler&amp;quot; /&amp;gt; Irene nannte sich jedoch weiterhin Eckler.&lt;br /&gt;
[[Datei:August-Landmesser-Almanya-1936.jpg|mini|alt=Schwarz-Weiß-Bild einer Menschenmenge (ca. 20 dichte Reihen, hauptsächlich Männer), in die linke untere Bildecke orientiert den Hitlergruß zeigend. Mitten im oberen rechten Quadranten des Bildes steht ein einzelner Mann mit verschränkten Armen, auf dem Foto durch einen grauen Kreis hervorgehoben.|Das Bild, welches eventuell August Landmesser zeigt]]&lt;br /&gt;
Die Kinder Ingrid und Irene wurden vorerst in das städtische [[Waisenhaus]] eingeliefert. Die Großmutter mütterlicherseits erreichte schließlich, dass Ingrid bei ihr leben durfte, während Irene zunächst im Waisenhaus verbleiben musste, bevor sie 1951 zu Pflegeeltern kam. Nach dem Tod der Großmutter 1953 kam auch Ingrid zu Pflegeeltern. Sie wurde gelernte Verkäuferin, Irene erst Buchhändlerin, dann Lehrerin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;eckler&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert ein Foto, auf dem eine Menschenmasse den [[Hitlergruß]] zeigt. Eine Person verweigert diesen jedoch und verschränkt ihre Arme. Die Identität dieses Mannes ist nicht mit absoluter Sicherheit geklärt. In der Berliner Ausstellung „[[Topographie des Terrors]]“ wird im Erläuterungstext zu dem Foto davon ausgegangen, dass es sich dabei eventuell um August Landmesser handeln könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://blog.sz-photo.de/aktuelles/sz-photo-ikonen-verweigerung-des-hitlergrusses-1936/ |wayback=20170301073450 |text=&amp;#039;&amp;#039;SZ Photo Ikonen: Verweigerung des Hitlergrußes, 1936&amp;#039;&amp;#039;}}. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]] Photo.&amp;#039;&amp;#039; 9. Dezember 2016, abgerufen am 8. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Möglicherweise handelt es sich bei dem Mann auf dem Foto um den zur Zeit der Aufnahme 1936 bei Blohm und Voss in Hamburg beschäftigten Schlosser Gustav Wegert, der aus religiöser Überzeugung den Hitlergruß verweigerte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.wegert-familie.de/home/Deutsch.html |titel=1936 – Nur einer ließ den Arm unten |hrsg=Private Website der Familie Wegert |abruf=2022-03-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
1996 veröffentlichte Irene Eckler das [[Sachbuch]] &amp;#039;&amp;#039;[[Die Vormundschaftsakte]]&amp;#039;&amp;#039; über die Geschichte ihrer Familie. Das Sachbuch enthält zahlreiche Dokumente aus der fraglichen Zeit, von privaten Briefen der Mutter bis hin zu Dokumenten von staatlichen Einrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Irene Eckler: &amp;#039;&amp;#039;Die Vormundschaftsakte 1935–1958: Verfolgung einer Familie wegen „Rassenschande“.&amp;#039;&amp;#039; Horneburg Verlag, Schwetzingen 1996, ISBN 3-9804993-0-8; neue zweisprachige Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;A family torn apart by „Rassenschande“: Political persecution in the Third Reich: Documents and reports from Hamburg in German and English.&amp;#039;&amp;#039; Horneburg Verlag, Schwetzingen 1998, ISBN 3-8012-3585-8 ({{Webarchiv |url=http://www.fasena.de/courage |wayback=20021210022923 |text=Auszüge}} auf der Website der [https://www.fasena.de/ Forschungs- und Arbeitsstelle „Erziehung nach/über Auschwitz“]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=115196722X|LCCN=no97019238|VIAF=58681985|REMARK=VIAF für GND ist 6311151837994720520004}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Landmesser, August}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die im Bezirk Eimsbüttel ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rassismus im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Börgermoor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Amtlich für tot erklärte Person (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Landmesser, August&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Landmesser, August Friedrich (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Arbeiter und NS-Opfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Mai 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Moorrege]] ([[Kreis Pinneberg]], [[Schleswig-Holstein]])&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. Oktober 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ston]] (Kroatien)&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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