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	<title>August Lamey - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Karsten11 am 18. März 2026 um 09:35 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den badischen Politiker und Juristen. Zum elsässischen Dichter und Richter siehe [[August Lamey (Schriftsteller)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Lamey, August (1816-1896).jpg|mini|August Lamey]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;August Lamey&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. Juli]] [[1816]] in [[Karlsruhe]]; † [[14. Januar]] [[1896]] in [[Mannheim]]) war ein [[Baden (Land)|badischer]] Politiker und Jurist. Als führender Vertreter der (südwestdeutschen) Liberalen stieß er eine Reihe von Reformen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
August Lameys Großvater [[Andreas Lamey]] war Sekretär der [[Kurpfälzische Akademie der Wissenschaften|Kurpfälzischen Akademie der Wissenschaften]] in Mannheim und Gründer der &amp;#039;&amp;#039;Mannheimer Zeitung&amp;#039;&amp;#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater [[Ernst Andreas Lamey]] hatte die Zeitung fortgeführt und zwei weitere Zeitungen in Mannheim und Karlsruhe gegründet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lamey heiratete in erster Ehe Marie Dürr aus Karlsruhe, die jung verstarb. In zweiter Ehe war er mit Maria Katharina Dyckerhoff, der Tochter des Architekten [[Jacob Friedrich Dyckerhoff]] verheiratet. Dieser Ehe entstammte der Sohn [[Wilhelm Lamey]] (1854–1910).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Louis Coblitz Porträt Frau Lamey geb. Dyckerhoff 1.jpg|mini|Marie Lamey geb. Dyckerhoff aus Mannheim ([[Louis Coblitz]], 1852)]]&lt;br /&gt;
Lamey studierte Rechtswissenschaft in Bonn, Heidelberg und München. Während des Studiums wurde er Mitglied des [[Corps Rhenania Bonn]] und des [[Corps Suevia Heidelberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;Armin Danco: &amp;#039;&amp;#039;Das Gelbbuch des Corps Suevia zu Heidelberg,&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage (Mitglieder 1810–1985), Heidelberg 1985, Nr. 273.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1842 ließ sich August Lamey als [[Rechtsanwalt]] in Mannheim nieder. Zwei Jahre später wechselte er in den badischen Justizdienst. Dort war er für kurze Zeit 1846 auch für die Zensur der Mannheimer Zeitungen zuständig. 1848 wurde Lamey zum ersten Mal in die Zweite Kammer der [[Badische Ständeversammlung|Badischen Landstände]] gewählt, der er bis 1852 angehörte. 1849 verließ er den badischen Justizdienst und ging als Rechtsanwalt beim Hofgericht des Oberrheinkreises nach [[Freiburg im Breisgau|Freiburg]]. Dort wurde er im April 1856 zum Professor für badisches Landesrecht und Zivilprozessrecht ernannt. Die Universität verlieh ihm zugleich die Doktorwürde &amp;#039;&amp;#039;ob insignem juris scientiam et in foro et in comitis facunde probatum&amp;#039;&amp;#039;. Von 1859 bis 1860 gehörte Lamey für den Wahlkreis 9 Lörrach zum zweiten Mal der Zweiten badischen Kammer an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits ein Jahr später berief ihn [[Anton von Stabel]] in sein Kabinett als Innenminister. 1866 trat er von seinem Amt zurück und zog nach Mannheim. Dort engagierte er sich in der Stadtverordnetenversammlung und wurde 1868 Vorsitzender des Kreisausschusses. Bei der [[Zollparlamentswahl 1868]] unterlag er im [[Reichstagswahlkreis Großherzogtum Baden 8]]. Von 1871 bis 1874 vertrat er für die [[Nationalliberale Partei]] den [[Reichstagswahlkreis Großherzogtum Baden 11]] (Mannheim) im [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|Reichstag]]. Auf eine erneute Kandidatur verzichtete er und ging stattdessen 1875 zum dritten Mal in die Zweite Kammer der Badischen Landstände. Ab 1876 bis zu seinem Ausscheiden 1892 stand er ihr als Präsident vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
August Lamey profilierte sich früh als Führer der liberalen Opposition in Baden. Nachdem Großherzog [[Friedrich I. (Baden, Großherzog)|Friedrich I.]] die Regierung entlassen hatte, weil der von ihr ausgehandelte Vertrag mit der [[Römisch-katholische Kirche|katholischen Kirche]] keine Mehrheit gefunden hatte, wurde er 1860 in das neue Reformkabinett berufen. Schon nach kurzer Zeit legte er ein Gesetz vor, das eine klare [[Trennung von Religion und Staat|Trennlinie zwischen Kirche und Staat]] schuf. Danach erließ er eine Amnestie für die [[Deutsche Revolution 1848/49|Revolutionäre von 1848/49]]. Polizei und Verwaltung wurden reformiert, was eine Abschaffung der Kreisregierungen beinhaltete. Eine weitgehende [[Gewerbefreiheit]] und die staatsrechtliche Gleichstellung aller Bürger und damit die [[Jüdische Emanzipation|Gleichberechtigung der Juden]] wurden eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Neuregelung des Schulwesens stieß 1866 auf den Widerstand der katholischen Kirche. Als jedoch in der Ersten Kammer der Antrag gestellt wurde, Lamey wegen Amtsmissbrauch und Verfassungsbruch zu entlassen, stellte sich die Zweite Kammer einstimmig hinter ihn. Nur wenige Wochen später trat er jedoch freiwillig zurück. Im [[Deutscher Krieg|deutschen Konflikt]] zwischen Preußen und Österreich stand die badische Regierung auf der Seite von Österreich. Nach dem [[Schlacht bei Königgrätz|Sieg Preußens bei Königgrätz]] traten alle Minister zurück, die für eine [[Großdeutsche Lösung]] in der Frage der nationalen Einheit waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ALamey-Grab.JPG|mini|Grab auf dem [[Hauptfriedhof Mannheim|Mannheimer Hauptfriedhof]]]]&lt;br /&gt;
Für sein Lebenswerk erhielt August Lamey zahlreiche Auszeichnungen. Bereits 1864 wurde er [[Ehrenbürger]] von Freiburg. Die gleiche Würdigung erhielt er zwei Jahre später als demonstrativen Akt von Mannheim auf dem Höhepunkt des Streits mit der katholischen Kirche. Karlsruhe folgte 1893. Baden verlieh ihm den Titel des Geheimrats 1. Klasse und das [[Großkreuz]] mit [[Collane]] des [[Orden vom Zähringer Löwen|Ordens vom Zähringer Löwen]]. In mehreren Städten sind Straßen und Plätze nach August Lamey benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=MARCHIVUM |url=https://www.marchivum.de/de/strassennamen/lameygarten |titel=Straßennamen, Lameygarten |zugriff=2018-08-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=MARCHIVUM |url=https://www.marchivum.de/de/strassennamen/lameystrasse |titel=Straßennamen, Lameystraße |zugriff=2018-08-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Denkmal in Mannheim nach einem Entwurf von [[Karl Friedrich Moest]] aus dem Jahr 1904&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Schmitt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Denkmäler, Brunnen und Freiplastiken in Karlsruhe 1715–1945.&amp;#039;&amp;#039; Karlsruhe 1989, ISBN 3761702647, S. 686 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs, Band 7)&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde 1935 von den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] wegen seiner „Judenfreundlichkeit“ entfernt und fiel im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] der Metallspende zum Opfer. Der Sockel des Denkmals fand im Jahre 1980 bei der Wiederaufstellung des [[:Datei:Und noch ein Bismarck-Denkmal, Mannheim.jpg|Bismarckdenkmals]] eine neue Verwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ferdinand Lewald]]: &amp;#039;&amp;#039;August Lamey&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Badische Biographien]]&amp;#039;&amp;#039;. V. Teil. Heidelberg 1904, S. 453–505 ([https://digital.blb-karlsruhe.de/blbihd/periodical/pageview/256685 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* Lily Blum: &amp;#039;&amp;#039;Staatsminister August Lamey. Ein badischer Politiker der Reichsgründungszeit&amp;#039;&amp;#039; (= Heidelberger Abhandlungen zur mittleren und neueren Geschichte 63). Heidelberg 1934&lt;br /&gt;
* [[Lothar Gall]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Liberalismus als regierende Partei. Das Großherzogtum Baden zwischen Restauration und Reichsgründung&amp;#039;&amp;#039;. Wiesbaden 1968&lt;br /&gt;
* {{NDB|13|446||Lamey, August|Lothar Gall|118778536}}&lt;br /&gt;
* Michael Caroli: &amp;#039;&amp;#039;August Lamey&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Ulrich Nieß]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Die höchste Auszeichnung der Stadt. 42 Mannheimer Ehrenbürger im Portrait&amp;#039;&amp;#039;. Mannheim 2002, ISBN 3-926260-55-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118778536}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|118778536}}&lt;br /&gt;
* {{Biorabk|August Lamey|1397}}&lt;br /&gt;
* {{PGDW|wundt/erlebtes/erlebtes|Erlebtes und Erkanntes|[[Wilhelm Wundt]]}}&lt;br /&gt;
* Online-Findbuch [[Landesarchiv Baden-Württemberg]], [[Generallandesarchiv Karlsruhe]], [https://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-8365 52 Lamey]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118778536|LCCN=no2018062857|VIAF=57410654}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Abgeordnete des Reichstagswahlkreises Großherzogtum Baden 11}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lamey, August}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirklicher Geheimer Rat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Zweiten Kammer der Badischen Ständeversammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innenminister (Baden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Exzellenz (Baden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NLP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Freiburg im Breisgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Mannheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens vom Zähringer Löwen (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Badener]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1816]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lamey, August&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (NLP), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Juli 1816&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Januar 1896&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Mannheim]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Karsten11</name></author>
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