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	<title>August Kolb - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T01:29:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=August_Kolb&amp;diff=1940232&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-12-09T16:52:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;August Heinrich Kolb&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. August]] [[1893]] in [[Neustadt an der Aisch#Stadtgliederung|Rößleinsdorf/Neustadt an der Aisch]]; † [[2. Oktober]] [[1962]] in [[Nürnberg]]) war ein deutscher [[SS-Hauptsturmführer]] (1943) und als [[Schutzhaftlager]]führer im [[KZ Sachsenhausen]] eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Kolb trat zum 1. Mai 1937 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 3.958.173)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/22141627&amp;lt;/ref&amp;gt; und schloss sich auch der [[Schutzstaffel|SS]] an (SS-Nummer 222.497).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dws-xip.pl/reich/biografie/numery/numer222.html August Kolb auf www.dws-xip.pl]&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Anfang März bis Ende Mai 1942 führte Kolb die Wachtruppe im [[KZ Arbeitsdorf]]. Danach war Kolb in der [[KZ-Kommandant|Lagerkommandantur]] des KZ Sachsenhausen tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Benz]], [[Barbara Distel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Der Ort des Terrors]]. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager.&amp;#039;&amp;#039; Band 7: &amp;#039;&amp;#039;Niederhagen/Wewelsburg, Lublin-Majdanek, Arbeitsdorf, Herzogenbusch (Vught), Bergen-Belsen, Mittelbau-Dora.&amp;#039;&amp;#039; C.&amp;amp;nbsp;H. Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-52967-2, S. 117.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Oktober 1943 bis April 1945 war Kolb Schutzhaftlagerführer im KZ Sachsenhausen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee328&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2007, S. 328.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende gab Kolbs Familie an, er sei [[Verschollenheit|verschollen]]. Bei Vernehmungen westdeutscher Ermittlungsbehörden ergaben sich Hinweise, dass Kolb noch lebte. Eine Hausdurchsuchung bei der Familie erbrachte den Hinweis auf eine [[Bückeburg]]er Adresse, wo Kolb unter falschem Namen bis 1952 lebte.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Eichmüller: &amp;#039;&amp;#039;Keine Generalamnestie. Die strafrechtliche Verfolgung von NS-Verbrechen in der frühen Bundesrepublik.&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;#039;&amp;#039;Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Band 93) Oldenbourg, München 2012, ISBN 978-3-486-70412-9, S. 409 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 13. Oktober 1954 wurde Kolb vom [[Landgericht Nürnberg-Fürth]] zu vier Jahren und drei Monaten [[Zuchthaus]] verurteilt. Verfahrensgegenstand waren seine Beteiligung an der [[Erhängen|Erhängung]] von KZ-Häftlingen auf dem [[Appellplatz]] sowie an mindestens 100 Einzelexekutionen, die auf Anordnung des [[Reichssicherheitshauptamt]]s (RSHA) im Industriehof durch [[Genickschuss]] oder Hängen vollzogen wurden. Zudem war er an der Erschießung von mindestens 50 arbeitsunfähigen KZ-Häftlingen sowie von 19 [[luxemburg]]ischen Polizisten, die sich weigerten den Treueid auf [[Adolf Hitler]] abzulegen, beteiligt. Auch seine Beteiligung an der Erschießung von mindestens 20 KZ-Häftlingen, die während eines [[Todesmärsche von KZ-Häftlingen|Todesmarsches]] im April 1945 aus Schwäche zurückblieben, war Verfahrensgegenstand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www1.jur.uva.nl/junsv/brd/files/brd405.htm |wayback=20091221103002 |text=Verfahren gegen August Kolb 1954   }} auf www1.jur.uva.nl&amp;lt;/ref&amp;gt; Kolbs Verurteilung erfolgte wegen Beihilfe zum Mord in einem und Beihilfe zum [[Totschlag (Deutschland)|Totschlag]] in zehn Fällen. In den anderen Kolb zur Last gelegten Fällen sahen die Richter keine ausreichenden Beweise für Kolbs verantwortliche Beteiligung oder dafür, dass er die Unrechtmäßigkeit der vom RSHA angeordneten Hinrichtungen erkannt habe. Dem Urteil zufolge sei Kolb „einer der Anständigsten“ im KZ Sachsenhausen gewesen. Dass er zum „Mithelfer an Mord und Totschlag“ geworden sei, sahen die Richter in den damaligen „Verhältnissen“ begründet; Kolb habe sich „mit Leib und Seele der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verschrieben“.&amp;lt;ref&amp;gt;Eichmüller, &amp;#039;&amp;#039;Generalamnestie&amp;#039;&amp;#039;, S. 252, 410.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem zweiten Verfahren wurde Kolb am 16. März 1961 aufgrund einer durch ihn angeordneten Prügelstrafe, infolge derer zwei deutsche KZ-Häftlinge verstarben, zu drei Jahren und zwei Monaten Zuchthaus verurteilt. Das Strafmaß wurde mit der ersten Verurteilung zu einer Gesamtstrafe von sechs Jahren Zuchthaus zusammengezogen. Das zweite Verfahren war Folge von Ermittlungen im Bonner Sachsenhausen-Prozess von 1958 und 1959.&amp;lt;ref&amp;gt;Eichmüller, &amp;#039;&amp;#039;Generalamnestie&amp;#039;&amp;#039;, S. 410;&amp;lt;br&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www1.jur.uva.nl/junsv/brd/files/brd504.htm |wayback=20091221104322 |text=Verfahren gegen August Kolb   }} auf www1.jur.uva.nl&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1962 wurde er aus Krankheitsgründen entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich-Ebert-Stiftung: [https://books.google.ru/books?id=GITtAAAAMAAJ&amp;amp;q=Landgericht+verurteilt+ss+entlassen&amp;amp;dq=Landgericht+verurteilt+ss+entlassen&amp;amp;hl=ru&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwi82MymmMLkAhWEwsQBHc_tDBc4ChDoATADegQIARAY &amp;#039;&amp;#039;Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung&amp;#039;&amp;#039;], 1997, S. 208.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]].&amp;#039;&amp;#039; (aktualisierte 2. Auflage) Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;LG Nürnberg-Fürth, 13. Oktober 1954&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Justiz und NS-Verbrechen]]. Sammlung deutscher Strafurteile wegen nationalsozialistischer Tötungsverbrechen 1945–1966, Bd. XII, bearbeitet von Adelheid L Rüter-Ehlermann, H. H. Fuchs und [[C. F. Rüter]]. University Press, Amsterdam 1974, Nr. 405, S. 635–660&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kolb, August Heinrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KZ Arbeitsdorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im KZ Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1893]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1962]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kolb, August &lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kolb, August Heinrich&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SS-Hauptsturmführer und Schutzhaftlagerführer im KZ Sachsenhausen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. August 1893&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Neustadt an der Aisch#Stadtgliederung|Rösleinsdorf]], [[Neustadt an der Aisch]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. Oktober 1962&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Nürnberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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