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	<title>August Klingenheben - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=August_Klingenheben&amp;diff=309018&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Telford: /* Leben */ &quot;Hilfsarbeiter&quot; ––&gt; &quot;Hilfskraft&quot;</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; &amp;quot;Hilfsarbeiter&amp;quot; ––&amp;gt; &amp;quot;Hilfskraft&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;August Klingenheben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. Mai]] [[1886]] in [[Barmen]]; †&amp;amp;nbsp;[[26. Januar]] [[1967]] in [[Hamburg]]) war ein deutscher [[Afrikanistik im deutschen Sprachraum|Afrikanist]]. Er war 1936–1945 und 1947–1954 Professor für Afrikanische Sprachen an der [[Universität Hamburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Klingenheben, evangelisch-reformierter Sohn eines Kaufmanns, studierte ab 1905 Theologie und Semitische Sprachen in Halle, Marburg und Tübingen (unter anderem bei [[Franz Praetorius]] und [[Carl Brockelmann]]). Als wissenschaftliche Hilfskraft ging er 1911 an das Seminar für Kolonialsprachen des [[Hamburgisches Kolonialinstitut|Hamburgischen Kolonialinstituts]] (unter [[Carl Meinhof]]). 1914–1919 nahm er am Ersten Weltkrieg teil, ab 1917 diente er als Oberleutnant der [[Osmanische Armee|Osmanischen Armee]] in Kleinasien und Mesopotamien. Er promovierte 1920 bei [[Hans Stumme]] an der [[Universität Leipzig]] mit einer Arbeit über &amp;#039;&amp;#039;Die lautliche Gestaltung des [[Hausa (Sprache)|Hausa]]-Dialekts von [[Katagum]]&amp;#039;&amp;#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klingenheben [[Habilitation|habilitierte]] sich 1924 an der [[Universität Hamburg]] für [[Afrikanistik|afrikanische]] und [[Semitistik|semitische Sprachwissenschaft]] mit einer Schrift über das [[Fulfulde|Ful]]. Die genaue Beschreibung der sprachlichen Phänomene dieser Sprache erlaubten es ihm, diese Sprache aus der Familie der damaligen „[[Hamitische Sprachen|hamitischen Sprachen]]“ zu lösen und sie in die [[Sprachfamilie]] der heute als [[atlantische Sprachen|atlantisch]] bezeichneten Sprachen einzuordnen. Damit brachte Klingenheben gleichzeitig die „sprachwissenschaftliche [[Hamitentheorie]]“ zu Fall. Er lehrte anschließend als Privatdozent, 1928 wurde er zum außerordentlichen Professor für Afrikanische Sprachwissenschaft an der Universität Hamburg ernannt. 1930 wechselte er an die [[Universität Leipzig]], wo er bis 1936 Direktor des anlässlich seiner Berufung eingerichteten [[Institut für afrikanische Sprachen|Instituts für afrikanische Sprachen]] war. Im November 1933 unterzeichnete er das [[Bekenntnis der deutschen Professoren zu Adolf Hitler]]. Klingenheben war zum 1. Mai 1933 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] beigetreten ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 2.990.323).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/20881196&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;H. Meyer-Bahlburg, E. Wolff: &amp;#039;&amp;#039;Afrikanische Sprachen in Forschung und Lehre.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1986, S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Mitgliedschaften waren [[Nationalsozialistische Volkswohlfahrt|NSV]], [[Nationalsozialistischer Altherrenbund|NSAHB]] (1937), [[Reichskolonialbund]] (1940), [[Nationalsozialistischer Deutscher Dozentenbund|NSDDB]] (1941).&amp;lt;ref&amp;gt;Anton F. Guhl: &amp;#039;&amp;#039;Wege aus dem „Dritten Reich“. Die Entnazifizierung der Hamburger Universität als ambivalente Nachgeschichte des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2019, S. 260, Anm. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1936 erhielt Klingenheben einen Ruf an die [[Universität Hamburg]] auf den weltweit ältesten Lehrstuhl für Afrikanistik und wurde zugleich als Nachfolger von [[Carl Meinhof]]s Direktor des Seminars für Afrikanische Sprachen (und Kulturen). 1944/45 war er Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität Hamburg. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde er 1945 wegen seiner vorherigen Mitgliedschaft in der NSDAP und im [[Nationalsozialistischer Deutscher Dozentenbund|Gaudozentenbund]] sowie seiner zeitweiligen Position als [[Blockwart]] entlassen. Im Dezember 1947 wurde er als Professor und Seminardirektor wiedereingesetzt. Im Sommersemester 1948 konnte er wieder an der Universität lehren. Auch nach der [[Emeritierung]] 1954 blieb er bis zu seinem Tod wissenschaftlich tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
August Klingenheben war ab 1927 mit der Afrikanistin [[Maria Klingenheben-von Tiling]] verheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliches Werk ==&lt;br /&gt;
Neben seiner Beschäftigung mit dem Ful brachten ihm vor allem seine Studien über das Hausa wissenschaftlichen Ruhm ein. Seine Erkenntnisse über die Konsonanten in Endstellung im Hausa werden bis heute im anglo-amerikanischen Schrifttum als &amp;#039;&amp;#039;Klingenheben’s Law&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Sein wissenschaftliches Werk zeichnet sich durch das Fehlen von nationalchauvinistischen und rassistischen Theorien (wie der Hamiten-Theorie seines Mentors C. Meinhof, die er widerlegte) aus – eine Haltung, die für seine Zeit nicht selbstverständlich war. In den Jahren 1941 und 1942 führte er Sprachforschungen mit französischen Kriegsgefangenen durch.&amp;lt;ref&amp;gt;Anton F. Guhl: &amp;#039;&amp;#039;Wege aus dem „Dritten Reich“. Die Entnazifizierung der Hamburger Universität als ambivalente Nachgeschichte des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2019, S. 260.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|12|80||Klingenheben, August|[[Herrmann Jungraithmayr]]|12318231X}}&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629035353/http://www.bautz.de/bbkl/k/klingenheben_a.shtml |band=26|autor=[[Horst Kalthoff]]|spalten=768-774}} &lt;br /&gt;
* August Klingenheben: &amp;#039;&amp;#039;Die Sprache der Ful (Dialekt von Adamaua). Grammatik, Texte und Wörterverzeichnis&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Afrikanistische Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; 1, {{ZDB|503513-2}}). J. J. Augustin, Hamburg 1963.&lt;br /&gt;
* Hilke Meyer-Bahlburg, [[Ekkehard Wolff]]: &amp;#039;&amp;#039;Afrikanische Sprachen in Forschung und Lehre. 75 Jahre Afrikanistik in Hamburg (1909–1984)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1). Reimer, Berlin u. a. 1986, ISBN 3-496-00828-8.&lt;br /&gt;
* Paul Newman: &amp;#039;&amp;#039;Klingenheben&amp;#039;s Law in Hausa&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Chadic linguistics.&amp;#039;&amp;#039; 2). R. Köppe, Köln 2004, ISBN 978-3-89645-521-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|12318231X}}&lt;br /&gt;
* {{CPL|Klingenheben_246}}&lt;br /&gt;
* [https://hamburg-ns-dabeigewesene.de/item/306 Biografien-Datenbank: NS‑Dabeigewesene]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12318231X|LCCN=n/80/122646|VIAF=64907979}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Klingenheben, August}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Afrikanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberleutnant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Osmanisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Osmanisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Blockleiter (NSDAP)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1886]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1967]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Klingenheben, August&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Afrikanist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM= 11. Mai 1886&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Barmen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Januar 1967&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Telford</name></author>
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