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	<title>August Kleine - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T14:39:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=August_Kleine&amp;diff=2715256&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wikijunkie: Klammer-WL korrigiert mit AWB</title>
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		<updated>2026-01-25T09:14:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Klammer-WL korrigiert mit &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:AWB&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Wikipedia:AWB&quot;&gt;AWB&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;August Kleine&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. April]] [[1890]] in [[Riga]]; † [[1960]] in [[Moskau]]), bekannt auch unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Samuel Guralski&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und zahlreichen anderen Decknamen, war ein kommunistischer [[Politiker]] und hochrangiger Funktionär der [[Kommunistische Internationale|Kommunistischen Internationale (Komintern)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
=== Geburt und Herkunft ===&lt;br /&gt;
August Kleine wurde am 10. April 1890 als Abram Jakowlewitsch Heifetz in Riga geboren, wo sein Vater Lehrer an der jüdischen Schule war. Er besuchte bis 1910 die Handelsschule in Riga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Tätigkeit ===&lt;br /&gt;
==== Anfänge im Allgemeinen jüdischen Arbeiterbund ====&lt;br /&gt;
Kleine begann seine Karriere in der jüdischen Arbeiterorganisation [[Allgemeiner Jüdischer Arbeiterbund|Bund]] und wurde unter dem Namen „Samuel Guralski“ Funktionär in einem Kulturzentrum der lettischen Sozialdemokratie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1912 emigrierte er aus Russland und nahm im selben Jahr an der 9. Konferenz des &amp;#039;&amp;#039;Bundes&amp;#039;&amp;#039; in Wien teil. Ein Jahr später wurde er festgenommen und nach Russland deportiert, entkam jedoch und reiste erneut nach Wien. Kleine-Guralski besuchte dort die Universität, bis er 1914 an die [[Universität Lausanne]] wechselte, wo er 1916 [[Leo Trotzki]] und [[Grigori Jewsejewitsch Sinowjew|Grigori Sinowjew]] kennenlernte. Mit den beiden russischen Sozialisten reiste er im Mai 1917 in einem »verplombten Eisenbahnzug« nach Russland, auf ähnliche Weise war bereits mit Unterstützung der deutschen Behörden [[Wladimir Iljitsch Lenin|Lenin]] ins Russische Reich gebracht worden, um die Destabilisierung des deutschen Kriegsgegners zu beschleunigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1917 gehörte Samuel Guralski als Vertreter des &amp;#039;&amp;#039;Bundes&amp;#039;&amp;#039; in [[Odessa]] dem Revolutionären Komitee an und wurde deswegen verhaftet. Nach der [[Oktoberrevolution]] übernahm er verschiedene staatliche Funktionen in der Ukraine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tätigkeit in Deutschland ====&lt;br /&gt;
Im Jahr 1919 schickte ihn die neu gegründete Komintern als Delegierten nach Deutschland, wo er den Namen &amp;#039;&amp;#039;August Kleine&amp;#039;&amp;#039; annahm.  Kleine-Guralski wurde zunächst abgeschoben, kehrte aber 1921 mit einer weiteren Delegation zurück. Er war Delegierter beim III. Weltkongress der Kommunistischen Internationale und wurde kurz darauf Mitglied der [[Liste der Mitglieder der Zentralen der KPD#VIII. Parteitag (1923)|Zentrale]] der [[Kommunistische Partei Deutschlands|Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Leipziger Parteitag der KPD im Januar 1923 wurde er als &amp;#039;&amp;#039;August Kleine&amp;#039;&amp;#039; offiziell in die Zentrale der KPD gewählt und beteiligte sich an den Aufstandsvorbereitungen im Oktober 1923. Der als [[deutscher Oktober]] oder [[Hamburger Aufstand]] in die Geschichte eingegangene Revolutionsversuch der KPD scheiterte jedoch. Als Reaktion darauf wechselte Kleine vom Linken Flügel der KPD zur sogenannten „Mittelgruppe“, die eine vermittelnde Position zwischen Linken und Pragmatischen Strömungen einnahm. Als auf dem Frankfurter Parteitag im April 1924 die Mittelgruppe jedoch gegenüber den Linken um [[Ernst Thälmann]], [[Ruth Fischer]], [[Arkadi Maslow]] und [[Werner Scholem]] unterlag, kehrte Kleine-Guralski in die Sowjetunion zurück. Dort nahm er im Sommer 1924 am V. Weltkongress der Komintern teil und trat als heftiger Kritiker der &amp;quot;Rückzugspolitik&amp;quot; des damaligen KPD-Vorsitzenden [[Heinrich Brandler]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tätigkeit in Frankreich ====&lt;br /&gt;
Im Sommer 1924 wurde August Kleine unter dem Decknamen &amp;#039;&amp;#039;Auguste Lepetit&amp;#039;&amp;#039; Vertreter der Komintern bei der [[Parti communiste français|Kommunistischen Partei Frankreichs]]. Gemeinsam mit [[Maurice Thorez]] setzte er dort den Kurs der [[Bolschewismus|Bolschewisierung]] der Partei um, bei dem es um eine Zentralisierung der Partei sowie um eine stärkere Anbindung an Moskau ging. &amp;#039;&amp;#039;Lepetit&amp;#039;&amp;#039; wurde jedoch im Juli 1925 von den französischen Behörden verhaftet, abgeschoben und kehrte nach Moskau zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tätigkeit in der UdSSR ====&lt;br /&gt;
Kleine-Guralski wirkte nach seiner Rückkehr in die Sowjetunion aktiv für die »Neue Opposition« unter Sinowjew und [[Lew Borissowitsch Kamenew|Kamenew]] und gehörte damit zu den Kritikern [[Josef Stalin|Stalins]], der nach Lenins Tod die Macht in der Partei zunehmend monopolisierte. Wegen dieser Oppositionshaltung wurde Kleine-Guralski bald von seinem Posten in der Komintern entfernt und wirkte zeitweise als Abteilungsleiter im Marx-Engels-Institut. Im Dezember 1927 wurde er aus der [[Kommunistische Partei der Sowjetunion|Kommunistischen Allunions-Partei (Bolschewiki)]], der späteren KPdSU, ausgeschlossen und im Jahr darauf nach [[Bischkek|Frunse]] ([[Kirgisische Sozialistische Sowjetrepublik|Kirgisische SSR]]) verbannt. Er distanzierte sich im Mai 1928 von der Opposition und durfte dafür nach [[Taschkent]] übersiedeln, wo er an der [[Kommunistische Universität der Werktätigen des Ostens|Kommunistischen Universität der Werktätigen des Ostens]] wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tätigkeit in Südamerika ====&lt;br /&gt;
Ab August 1929 wirkte er erneut im Komintern-Apparat und diente von 1930 bis 1934 unter dem Decknamen &amp;quot;Rustico&amp;quot; als Vertreter der Komintern in Südamerika.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Endgültige Rückkehr in die UdSSR ====&lt;br /&gt;
Im August 1936 wurde Guralski ein zweites Mal aus der Partei ausgeschlossen, verhaftet und im Jahr darauf in ein [[Gulag]]-Straflager verbracht. Trotz des Urteils auf acht Jahre Lagerhaft wurde er bereits 1938 freigelassen und als Mitarbeiter des Geheimdienstes des [[Innenministerium der UdSSR|NKWD]] eingesetzt, dort soll er andere führende Parteimitglieder denunziert haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er wieder in die [[Kommunistische Partei der Sowjetunion|KPdSU]] aufgenommen worden war, wirkte Kleine-Guralski bis 1948 unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Professor Arnold&amp;#039;&amp;#039; als Propagandaarbeiter unter deutschen Kriegsgefangenen und wurde Mitarbeiter der [[Russische Akademie der Wissenschaften|sowjetischen Akademie der Wissenschaften]]. Im November 1950 wurde er jedoch dort entlassen und festgenommen, wobei auch antisemitische Motive eine Rolle gespielt haben sollen. Er wurde im März 1952 zu zehn Jahren Lager verurteilt. Kleine-Guralski saß sechs davon ab und wurde erst 1958 wegen Invalidität vorzeitig freigelassen. August Kleine-Guralski soll im Sommer 1960 in Moskau gestorben sein, ein genaues Todesdatum ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Harald Jentsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Die KPD und der „Deutsche Oktober“ 1923.&amp;#039;&amp;#039; Ingo Koch Verlag, Rostock 2005.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945&lt;br /&gt;
   |Auflage=2., überarbeitete und stark erweiterte&lt;br /&gt;
   |Verlag=Dietz&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2008&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-320-02130-6&lt;br /&gt;
   |Online=[https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/august-guralski-kleine?ID=4580 Online]}}&lt;br /&gt;
* Hermann Weber: &amp;#039;&amp;#039;Die Wandlung des deutschen Kommunismus.&amp;#039;&amp;#039; Europäische Verlags-Anstalt, Frankfurt am Main 1969.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.marxists.org/glossary/people/k/l.htm#kleine-august Kurzbiographie] marxists.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kleine, August}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Funktionär der Kommunistischen Internationale]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (NKWD)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betroffener eines Parteiausschlussverfahrens (KPdSU)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Stalinismus (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im Gulag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Riga)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Moskau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPdSU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Zentrale der KPD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1890]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1960]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kleine, August&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Guralski, Samuel; Heifetz, Abram Jakowlewitsch&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=kommunistischer Politiker, Funktionär der Komintern&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. April 1890&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Riga]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1960&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Moskau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wikijunkie</name></author>
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