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	<title>August Hauner - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T09:11:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=August_Hauner&amp;diff=1160898&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mhandschug: /* Grabstätte */Lint-Fehler behoben (Doppelte IDs = Standort doppelt)</title>
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		<updated>2025-12-01T16:54:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Grabstätte: &lt;/span&gt;Lint-Fehler behoben (Doppelte IDs = Standort doppelt)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Photo - August von Hauner.jpg|mini|August von Hauner]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Napoleon August von Hauner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. Oktober]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte des „Hauner Vereins“.&amp;#039;&amp;#039; {{Internetquelle |url=https://www.haunerverein.de/pdf/HaunerVerein_neu.pdf |titel=Zur Geschichte des „Hauner Vereins“ |abruf=2023-06-13 |autor=G. Borgolte, U. Graubner, R. Grantzow, D. Adam |werk=haunerverein.de |format=PDF; 18 MB}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[1811]] in [[Neumarkt-Sankt Veit|Neumarkt an der Rott]]; † [[11. Juni]] [[1884]] in [[München]]) war ein deutscher Arzt und Pädiater. Er gründete das [[Dr. von Haunersches Kinderspital|Dr. von Haunersche Kinderspital]] in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Hauners Vater &amp;#039;&amp;#039;Corbinian Hauner&amp;#039;&amp;#039; († 1838) war Klosterrichter in Frauenchiemsee und später Rentbeamter, seine Mutter war &amp;#039;&amp;#039;Anna Maria Hauner geb. Lang&amp;#039;&amp;#039; († 1850). Hauner verbrachte seine Kindheit in Neumarkt und studierte von 1830 bis 1835 an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]] und zwischenzeitlich an der [[Universität Wien]] Medizin. Ab 1831 war er Mitglied des [[Corps Isaria]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kösener Corpslisten]] 1930, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;111&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 265&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit einer [[Dissertation]] über das [[Kindbettfieber]] (&amp;#039;&amp;#039;De febri puerperali&amp;#039;&amp;#039;) wurde er im Juli 1835 an der Münchner Universität [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1837 bis 1845 praktizierte Hauner zunächst als Landarzt in [[Tann (Niederbayern)]], später in [[Murnau am Staffelsee]]. 1845 übersiedelte er nach München, wo er zunächst als städtischer [[Armenarzt]] für ein Jahresgehalt von 150 [[Gulden]] arbeitete. Schließlich eröffnete der 33-jährige Hauner 1846 eine private Kinderklinik in einer Mietwohnung im Haus [[Sonnenstraße (München)|Sonnenstraße]] 27, finanziert durch Eigenkapital sowie Spenden eines zu diesem Zweck gegründeten Vereins unter dem Protektorat von [[Therese von Sachsen-Hildburghausen|Königin Therese]], der Ehefrau [[Ludwig I. (Bayern)|König Ludwigs I.]] Es handelte sich um eines der ersten Kinderkrankenhäuser im deutschsprachigen Raum und hatte das 1837 gegründete [[St. Anna Kinderspital]] in Wien zum Vorbild. Hauner sah sein Kinderspital nicht nur als Ort für die Behandlung kranker Kinder, sondern auch als Informationsstelle für Mütter über die richtige Ernährung, Pflege und Erziehung ihrer Kinder. 1849 erfolgte die Verlegung der Kinderklinik in das Haus Jägerstraße 9. Hauner [[Habilitation|habilitierte]] sich 1848 für das Fach Kinderheilkunde an der Ludwig-Maximilians-Universität. 1850 wurde er zum [[Privatdozent]]en und 1858 zum [[Honorarprofessor]] ohne Anspruch auf Gehalt ernannt. Nur schwer konnte er sich damit abfinden, dass er nie eine richtige [[Professor|Professur]] erhielt, weil die Medizinische Fakultät der Universität bemängelte, dass der Ort seiner ärztlichen Errungenschaften weniger der [[Obduktion|Seziertisch]] und das wissenschaftliche [[Labor]] seien, sondern das Krankenbett. Der Kinderarzt war der Ansicht, dass Kinder nicht nur medizinisch zu betreuen sind, sondern auch auf ihre „richtige Erziehung“ als Möglichkeit der Prävention geachtete werden sollte. Dazu schrieb er:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Der Zweck der Erziehung kann ... kein anderer sein, als naturgemäße harmonische Entwicklung und Ausbildung der im Kinde schlummernden physischen und psychischen Anlagen und Kräfte, dieselben zu leiten, dass die Gesundheit in keiner Weise beschädigt, dass die richtigen Metamorphosen des Körpers keine Störung erleiden, dass der Geist und das Gemüth im gesunden Körper allmählig und geschickt sich entfalten, und alle Hemmnisse, Nachtheile, üble Gewohnheiten und Gebräuche entfernt werden, die auf irgend eine Weise auf Körper und Geist verderblich einwirken könnten.|August von Hauner (1868)&amp;lt;ref&amp;gt;Hauner 1868, S. 6 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1858 wurde August Hauner der [[Nobilitierung|persönliche Adel]] verliehen. Bis 1883 hielt er an seiner Klinik für die Universität Lehrveranstaltungen über Kinderkrankheiten. Hauner veröffentlichte Jahresberichte über sein Kinderkrankenhaus sowie ab 1863 die Forschungsreihe „Beiträge zu Pädiatrik“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen Fachbeiträgen und unzähligen Referaten favorisierte er nicht unbedingt die medikamentöse Behandlung, sondern befürwortete ebenso die naturgemäßen Behandlungsformen. So empfahl er beispielsweise bei Scharlach und [[Typhus]] auch die Heilkraft des Wassers zu nutzen und Kinder, die an Brust- und Unterleibskrankheiten litten, sollten in lauwarme Milchbäder gelegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit hoher Energie setzte er sich für die [[Pockenimpfung]] ein, die er für eine &amp;#039;&amp;#039;besonders segenreiche Erfindung&amp;#039;&amp;#039; hielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hauner 1868, S. 146&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Haunersche Eingang Urgebaeude.png|mini|hochkant|Historischer Eingang des Dr. v. Haunerschen Kinderspitals]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel für Napoleon August von Hauner Innenhof Dr. von Haunersche Kinderspital München.jpg|alternativtext=Tafel an einem Denkmal im Innenhof der Haunerschen Klinik|mini|227x227px|Tafel an einem Denkmal im Innenhof der Haunerschen Klinik]]&lt;br /&gt;
Hauner gelang es in jahrzehntelangen Bemühungen, zahlreiche [[Mäzen]]e für seine Idee einer großen öffentlichen Kinderklinik zu gewinnen. Am 15. März 1882 konnte ein modernes Krankenhausgebäude an der [[Lindwurmstraße]] seiner Bestimmung übergeben werden. Der Münchner Stadtbaurat [[Arnold Zenetti]] hatte die Pläne für den Neubau erstellt, der bis heute [[Dr. von Haunersches Kinderspital]] heißt. August von Hauner überlebte diesen Erfolg um zwei Jahre und starb nach langer Krankheit im Juni 1884. Sein Schwiegersohn Alfred von Halm übernahm die Leitung der Klinik, die 1886 vom bayerischen Staat übernommen wurde. [[Heinrich von Ranke]], der bis dahin Leiter der &amp;#039;&amp;#039;Pädiatrischen Poliklinik&amp;#039;&amp;#039; war, wurde zum ersten Direktor der neu geschaffenen Universitätskinderklinik in das &amp;#039;&amp;#039;Dr. von Haunersche Kinderspital&amp;#039;&amp;#039; berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grabstätte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:11-8-57-Grab-August-Hauner-Alter-Suedl-Friedhof-Muenchen.JPG|mini|hochkant|Grab von August Hauner auf dem [[Alter Südfriedhof (München)|Alten Südlichen Friedhof]] in München]]&lt;br /&gt;
Die Grabstätte von Hauner befindet sich auf dem [[Alter Südfriedhof (München)|Alten Südlichen Friedhof]] in München (Gräberfeld 11 – Reihe 8 – Platz 57, {{Coordinate|text=Standort|name=Grab von August Hauner|NS=48/7/39.40/N |EW=11/33/57.50/E|type=landmark|region=DE-BY}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkommen ==&lt;br /&gt;
Hauner heiratete 1838 in München &amp;#039;&amp;#039;Marie Gattinger&amp;#039;&amp;#039; (1816–1893), eine Tochter des Dionys Gattinger (1780–1843). Das Paar hatte einen Sohn und vier Töchter, darunter:&lt;br /&gt;
Die Tochter Marie (1840–1900) heiratete den bayrischen Generalleutnant [[Hugo von Helvig]] (1837–1891) und als verwitwete von Helvig 1893 [[Adolph von Asch|Adolph Freiherr von Asch]], einen bayerischen General der Infanterie, der von 1893 bis 1905 Bayerischer Kriegsminister war. Auguste heiratete 1876 den bayerischen Leib- und Obergeneralarzt [[Alfred von Halm]] (1844–1919).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* [[Nobilitierung]] (1858)&lt;br /&gt;
* Dr. Hauner-Straße in Neumarkt-Sankt Veit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Paediatrik&amp;#039;&amp;#039;. Hirschwald, Berlin 1863 (XI, 227 S.)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der physischen Erziehung der Kinder. Aus den Vorlesungen im Kinderspitale&amp;#039;&amp;#039;. Fritsch, München, 1868, {{digitalisat|GB=cIE_AAAAcAAJ}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Manuel von Boetticher: &amp;#039;&amp;#039;August von Hauner. Leben und Werk eines „pädagogischen Arztes“&amp;#039;&amp;#039;. München 2004 (unveröffentlichte Diplomarbeit)&lt;br /&gt;
* Wolfgang Locher: &amp;#039;&amp;#039;150 Jahre Dr. von Haunersches Kinderspital 1846-1996. Von der Mietwohnung zur Universitätsklinik&amp;#039;&amp;#039;. München 1996&lt;br /&gt;
* {{NDB|8|97|98|Hauner, August von|Eduard Seidler|133796892}}&lt;br /&gt;
* Wolfgang G. Locher: &amp;#039;&amp;#039;Hauner, Napoleon August von.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin/New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 539.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.klinikum.uni-muenchen.de/Kinderklinik-und-Kinderpoliklinik-im-Dr-von-Haunerschen-Kinderspital/de/index.html Website]&lt;br /&gt;
* Frühere Homepage des {{Webarchiv | url=http://hauner.klinikum.uni-muenchen.de/ | archive-is=20160108084848 | text=Dr. von Haunerschen Kinderspitals}}&lt;br /&gt;
* Walter Jani: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.ovb-online.de/news/landkreis_muehldorf/neumarkt_st_veit/art4144,1104741 Lebenswerk eines Neumarkters]&amp;#039;&amp;#039;, [[Oberbayerisches Volksblatt]], 6. Februar 2008&lt;br /&gt;
* Historie des [http://www.haunerverein.de/verein/historie.htm Hauner Vereins]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133796892|LCCN=no/2012/37116|VIAF=72593037}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hauner, August}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädiater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ludwig-Maximilians-Universität München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bayer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1811]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1884]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hauner, August&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hauner, August von (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Pädiater&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Oktober 1811&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Neumarkt-Sankt Veit]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. Juni 1884&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mhandschug</name></author>
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