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	<title>August Gaul - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=August_Gaul&amp;diff=524964&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wolly0209: Korrektur</title>
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		<updated>2026-03-25T21:32:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Korrektur&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gaul-august-.jpg|mini|August Gaul, fotografiert von [[Alice Matzdorff]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:August Gaul.jpg|mini|hochkant|August Gaul, Porträt von Alois Metz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg August Gaul&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. Oktober]] [[1869]] in [[Großauheim]]; † [[18. Oktober]] [[1921]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Bildhauerei|Bildhauer]] und [[Medailleur]] im Übergang vom [[Historismus]] zur [[Moderne Kunst|Moderne]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.medaillenkunst.de/index.php?person_id=328 |titel=Künstler |titelerg=August Gaul |hrsg=Deutsche Gesellschaft für Medaillenkunst e.&amp;amp;nbsp;V. |abruf=2014-07-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstätte August Gaul.jpg|mini|hochkant|links|Grabstätte auf dem [[Friedhof Dahlem]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
August Gaul war ein Sohn des [[Steinmetz]]en Philipp Gaul (1840–1910) und dessen Ehefrau Katharina (1838–1882). Erste Anregungen für seinen späteren Beruf erhielt er in der Werkstatt des Vaters. In einer Silberwarenfabrik absolvierte er eine Lehre als Modelleur und [[Ziseleur]], seit 1884 war er Schüler an der [[Staatliche Zeichenakademie Hanau|königlich preußischen Zeichenakademie Hanau]]. Mit Unterstützung seines dortigen Professors, des Bildhauers [[Max Wiese]], ging er 1888 nach Berlin. Dort arbeitete er zunächst im Bildhaueratelier von [[Alexander Calandrelli]] und belegte Kurse an der [[Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er 1890 eine Dauerfreikarte für den [[Zoologischer Garten Berlin|Berliner Zoologischen Garten]] gewonnen hatte, betrieb er dort intensive Zeichenstudien, oft schon früh am Tage. 1894 nahm er ein Studium an der [[Berliner Kunstakademie]] auf, er besuchte die Klasse des Malers [[Paul Friedrich Meyerheim|Paul Meyerheim]], dessen besondere Stärke die Darstellung von Tieren war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1895 begann Gaul seine Tätigkeit als Meisterschüler im Atelier von [[Reinhold Begas]], dem führenden Vertreter des [[Neobarock]]s in der [[Berliner Bildhauerschule]]. Begas überließ ihm und [[August Kraus (Bildhauer)|August Kraus]] die Arbeit an je zwei der vier Löwen für sein [[Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal]] vor dem [[Berliner Stadtschloss]]. Das Denkmal ließ die [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] 1950 beseitigen, nur die Löwen blieben verschont und kamen 1963 vor das Raubtierhaus im [[Tierpark Berlin]]-Friedrichsfelde. Ein Preis, den die Akademie ihm für ein [[Relief]] zuerkannt hatte, ermöglichte Gaul 1897/1898 einen Studienaufenthalt in Italien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr erlangte er größere Bekanntheit durch seine [[Skulptur]] der zwei &amp;#039;&amp;#039;Römischen Ziegen&amp;#039;&amp;#039;, die er auch auf der [[Weltausstellung Paris 1900|Pariser Weltausstellung 1900]] zeigen konnte. 1898 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der [[Berliner Secession]], eines Zusammenschlusses von Künstlern wie [[Max Liebermann]], [[Louis Tuaillon]] und [[Walter Leistikow]], die sich gegen den vorherrschenden akademischen Kunstbetrieb wandten; seit 1902 war er im Vorstand der Secession tätig. Im Jahre 1900 heiratete Gaul in [[Berlin-Wilmersdorf]] Clara Haertel (1874–1940), die beiden bekamen zwei Töchter und einen Sohn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschäftsführende Sekretäre der Secession waren die Vettern [[Bruno Cassirer|Bruno]] und [[Paul Cassirer]], die in Berlin eine Kunstgalerie betrieben. Die Galeristen vermittelten Gaul kaufkräftige Kunden wie den Unternehmer [[Eduard Arnhold]], den Zeitungsverleger [[Rudolf Mosse]] und den Reeder [[Albert Ballin]]. Zu den frühen Interessenten gehörten auch Museumsdirektoren wie [[Alfred Lichtwark]], der 1906 neun Tierskulpturen für die [[Hamburger Kunsthalle]] erwarb. Derartige Kontakte boten zumindest finanziell einen zufriedenstellenden Ausgleich für einige vergebliche Versuche, in Berlin Aufträge für größere Werke im öffentlichen Raum zu bekommen. 1905 hatte Gaul zwar mit dem Entwurf eines Brunnens einen Wettbewerb für ein Denkmal auf dem [[Steinplatz (Berlin-Charlottenburg)|Steinplatz]] in Charlottenburg gewonnen. Die Skulptur zeigte nicht den Freiherrn [[Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein]], sondern einen Elefanten und eine Pelikangruppe. Das Projekt des &amp;#039;&amp;#039;Elephantenbrunnens&amp;#039;&amp;#039; entfachte Diskussionen, in denen [[Christian Morgenstern]] mit einem Gedicht Gaul verteidigte. Der Brunnen wurde jedoch nicht gebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Werner Klünner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Berliner Plätze. Photographien von [[Max Missmann]]&amp;#039;&amp;#039;. Nicolai, Berlin 1996, ISBN 3-87584-610-9, S.&amp;amp;nbsp;24/25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den engeren Freunden des Bildhauers gehörten seine Berufskollegen [[Bernhard Heising]] und [[Ernst Barlach]] sowie die Maler [[Heinrich Zille]] und [[Benno Berneis]]. Letzterer stand August Gaul auch für seine Merkur-Statue am Hamburger [[Mönckebergstraße#Bauwerke und Plätze|Klöpperhaus]] Modell, die zu den wenigen Menschen darstellenden Plastiken des Künstlers zählt. Mit dem lebensfrohen Paul Cassirer freundete sich der eher [[introvertiert]]e August Gaul besonders an (im Freundeskreis nannte man die beiden auch „Paulchen und Gaulchen“). Der Galerist war auch in Gauls Todesstunde an dessen Seite und versuchte später, den künstlerischen Nachlass zu regeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
August Gaul wurde 1908 zum Professor an der Kunstakademie ernannt und 1919 in die Ankaufskommission der Berliner [[Nationalgalerie (Berlin)|Nationalgalerie]] berufen. Er starb 1921 an Krebs kurz nach seiner Ernennung zum [[Senator]] an der Akademie der Künste, ohne dieses Amt noch antreten zu können. Sein [[Ehrengrab]] der Stadt Berlin befindet sich im Feld&amp;amp;nbsp;7 auf dem Berliner [[Friedhof Dahlem]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;150&amp;quot; heights=&amp;quot;150&amp;quot; class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gaul Fischotter, Berlin, 1897.jpg|Fischotter (1897), Berlin&lt;br /&gt;
Gaul Schafe, Berlin,1901.jpg|Schafe (1901), Berlin&lt;br /&gt;
Gaul Loewe, Berlin, 1904, 2.jpg|Löwe (1904), Berlin, Alte Nationalgalerie&lt;br /&gt;
Charlottenburg Kurfürstendamm 61 Schwanenkükenbrunnen.jpg|Schwanenkükenbrunnen (1908), [[Berlin-Charlottenburg]], [[Kurfürstendamm]] 61&lt;br /&gt;
Gaul1.JPG|[[Entenbrunnen (Berlin-Charlottenburg)|Entenbrunnen]] (1911), Berlin-Charlottenburg, vor dem [[Renaissance-Theater (Berlin)|Renaissance-Theater]]&lt;br /&gt;
Goldener.Hirsch.09045873.jpg|Goldener Hirsch (1912), [[Berlin-Schöneberg]], im [[Rudolph-Wilde-Park]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Panorama|Gaul August Eselserie Landesmuseum Hannover.jpg|850|Eselserie: Sich wälzender Esel, Ausschlagender Esel, Trabender Esel, Gehender Esel ([[Niedersächsisches Landesmuseum Hannover]])}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zum Werk ==&lt;br /&gt;
Von seiner Ausbildung her und durch die Arbeit bei Reinhold Begas war Gaul ursprünglich dem Historismus verbunden, speziell dem Neobarock, einem repräsentativen, zuweilen [[Pathos|pathetischen]] Stil mit anspruchsvollen Motiven und oft komplizierten Formen. Sein Studienaufenthalt in Italien 1897/1898 brachte eine grundlegende Umorientierung. Über den Bildhauer Louis Tuaillon (1862–1919), der sich zwischen 1885 und 1903 in Rom aufhielt und seinerseits von [[Adolf von Hildebrand]] (1847–1921) beeinflusst war, lernte Gaul dessen Lehren und Arbeitsweise kennen. Hildebrand lebte seit etwa 1870 abwechselnd in Italien und München. Seine Skulpturen waren gekennzeichnet durch ruhige Formen und durch Verzicht auf Details, die zum Verständnis des Ganzen entbehrlich waren; damit bildete er einen künstlerischen Gegenpol zu Begas. In der Schrift &amp;#039;&amp;#039;Vom Problem der Form in der bildenden Kunst&amp;#039;&amp;#039; beschrieb er 1893 seine Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zille modell bei august gaul.jpg|mini|Modell in Gauls Atelier; Foto von [[Heinrich Zille]], August 1901]]&lt;br /&gt;
In der Folge orientierte sich August Gaul an diesen Vorgaben und übertrug sie auf seine eigene Arbeit. Er betonte die plastischen Qualitäten, zeigte die Tiere in ruhiger, typischer Haltung, konzentriert auf das Wesentliche, weitgehend frei von stofflich begründeten Strukturen. Mit dieser sachlichen Auffassung nahm er Charakteristika der beginnenden Moderne vorweg. Zeitgenössische Beobachter erwähnten mehrfach einen Bezug zu [[Altägyptische Kunst|altägyptischer]] und [[antike]]r Skulptur, mit der sich Gaul auseinandergesetzt hatte; so schrieb der [[Kunsthistoriker]] [[Emil Waldmann (Kunsthistoriker)|Emil Waldmann]] 1919: „Erst wenn er dann ägyptische und [[Etruskische Kunst|etruskische]] und archaisch-griechische Dinge ansah, wußte er, wie man der Natur gegenüber treten müsse&amp;amp;nbsp;…“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.mainpost.de/regional/schweinfurt/Wo-August-Gaul-zu-finden-ist;art17957,6167691 |text=&amp;#039;&amp;#039;Wo August Gaul zu finden ist.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20140502003846}} In: &amp;#039;&amp;#039;Mainpost.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Derartige Vergleiche mussten an der Oberfläche bleiben, sie konnten nur die Formgebung betreffen. Der religiös-[[symbol]]ische Hintergrund der frühen Bildwerke hatte für Gaul keine Bedeutung. Er selbst beschrieb seine Arbeit so: „Ich will gar nicht die Natur pedantisch imitieren, sondern das Typische und ihren seelischen Kern festhalten. Vor allem will ich eine plastische Arbeit machen (…) Was mich bei den Tieren anzieht, ist ganz wesentlich künstlerischer Art. Ich mache Tiere, weil es mich freut.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hanau.de/sehenswert/museen/museum-grossauheim/007723.html August Gaul (1869 - 1921) - Bildhauer der Moderne.] Website der Stadt Hanau&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zentrum seines Lebenswerks steht eindeutig die Tierplastik. Nur drei Darstellungen von Menschen sind bekannt, darunter ein Eselsreiter im Foyer des Rathauses [[Berlin-Spandau]], für den der Sohn des Bildhauers Modell stand. In Berlin finden sich zwei kleinere Brunnen mit Enten und Schwanenküken, vorwiegend interessierte sich Gaul jedoch für nicht domestizierte Tiere wie Löwen, Bären und Affen, Widder und [[Wisent]]e, Seelöwen, Pinguine und Fischotter. Zwei Wisent-Skulpturen zieren die Freitreppe der [[Kunsthalle zu Kiel]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |werk=europeana.eu |url=http://www.europeana.eu/portal/record/04701/66331975EA0631A6A1F53BF650C94FED62C98B03.html |titel=Wisent August Gaul |offline=1 |abruf=2021-06-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für eine &amp;#039;&amp;#039;Große Stehende Löwin&amp;#039;&amp;#039; bekam er auf der Secessions-Ausstellung 1901 viel Beifall, das Werk stand bis nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] im Garten der Berliner Villa von Eduard Arnhold, jetzt ist es im Museum Großauheim zu finden. Die Großplastik &amp;#039;&amp;#039;[[Kämpfende Wisente]]&amp;#039;&amp;#039;, 1912 in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] (jetzt [[Kaliningrad]]) aufgestellt, gehört zu den bekanntesten Monumenten jener Stadt. Ein großformatiger &amp;#039;&amp;#039;Adler&amp;#039;&amp;#039;, ursprünglich von Albert Ballin für die Toreinfahrt seiner Hamburger Villa in Auftrag gegeben, steht seit 1923 als weithin sichtbares [[Fliegerdenkmal (Wasserkuppe)|Fliegerdenkmal auf der Wasserkuppe]] in der [[Rhön]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.wasserkuppe-rhoen.de/fliegerdenkmal-wasserkuppe.html |titel=Fliegerdenkmal Wasserkuppe |abruf=2018-09-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei weitere Exemplare werden in der Kunsthalle Hamburg und in der Alten Nationalgalerie in Berlin aufbewahrt. Einige von Gauls Tierplastiken sind in seinem Geburtsort Hanau-Großauheim zu sehen, vor dem Haus am Brunnen (6 Pinguine von August Gaul auf einem vom Frankfurter Bildhauer Eberhard Franz Gutberlet 2013 neu geschaffenen Brunnenbecken), zu finden im Bereich Hauptstraße 62 (am Beginn der Hanauer Landstraße) und im [[Museum Großauheim]]. Eine der größten erhaltenen Gaul-Sammlungen trug auch das jüdische Ehepaar [[Hugo Zwillenberg|Hugo und Elise Zwillenberg]] vor allem in den 1920er Jahren in Berlin zusammen. Bei ihrer Emigration im Frühjahr 1939 brachten sie die Sammlung außer Landes, sie überdauerte den Krieg im Freihafen von Amsterdam unversehrt. In den frühen 1960er Jahren übersiedelten die Zwillenbergs zusammen mit der Sammlung bestehend aus rund 120 meist kleinfigurigen Stücken von Amsterdam nach Bern; im Jahre 2003 erfolgte noch die Restitution der großen Skulptur eines jungen Elefanten (entstanden 1916) aus der Tschechischen Republik. Seit dem Sommer 2013 befindet sich diese Sammlung als Dauerleihgabe der Zwillenberg-Stiftung im [[Kunstmuseum Bern]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://swissart.ch/de/swissart_news.php?article_id=256 |text=Von Pinguinen und Geranien - August Gaul und Martin Lauterburg im Kunstmuseum Bern. |wayback=20141129081858}} swissart.ch&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.berlin.de/aktuell/04_01/_html/beitraege1.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Ein Elefant kehrt zurück&amp;#039;&amp;#039;. |wayback=20150223161356}} berlin.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Metallskulpturen Gauls wurden in der angesehenen [[Bildgießerei]] [[Hermann Noack]] in Berlin hergestellt und, soweit es sich um kleinere Formate handelte, bei Cassirer in eng begrenzter Stückzahl angeboten.&amp;lt;ref&amp;gt;Sogar der junge Elefant im Eigentum der Zwillenberg-Stiftung wurde im Jahre 2003 bei Noack –&amp;amp;nbsp;inzwischen von der dritten und vierten Generation&amp;amp;nbsp;– restauriert.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Tod des Künstlers legten [[Paul Cassirer]], Barlach und Gauls Schüler [[Max Esser]] in einer Liste fest, welche beispielhaften Arbeiten noch in limitierter Auflage gegossen werden sollten. Gauls Schwiegersohn, der Mann seiner Tochter Charlotte, ignorierte die Empfehlung der Fachleute und ließ sehr bald eine größere Anzahl von weiteren Motiven gießen und zum Kauf anbieten. Das Interesse an Gauls Skulpturen ist auch heute noch groß, die Situation auf dem Kunstmarkt allerdings unübersichtlich. Eine kunstwissenschaftliche Publikation von 2007 versucht, gesicherte Originale –&amp;amp;nbsp;im neuesten Werkverzeichnis rund 300&amp;amp;nbsp;– von unautorisierten Reproduktionen zuverlässig zu unterscheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;Josephine Gabler: &amp;#039;&amp;#039;August Gaul. Das Werkverzeichnis der Skulpturen.&amp;#039;&amp;#039; Jaron-Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-89773-569-9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;150&amp;quot; heights=&amp;quot;150&amp;quot; class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
   Eselreiter-Spandau2.jpg|Eselreiter, Berlin, [[Rathaus Spandau]]&lt;br /&gt;
   Hh-schafe.jpg|Schafe, Hamburg, [[Mönckebergstraße#Bauwerke und Plätze|Klöpperhaus in der Mönckebergstraße]]&lt;br /&gt;
   Fliegerdenkmal-Adler.jpg|Adlerskulptur am [[Fliegerdenkmal (Wasserkuppe)#Adlerskulptur|Fliegerdenkmal]] auf der [[Wasserkuppe]]&lt;br /&gt;
   Auerochsen.jpg|[[Kämpfende Wisente]] in Königsberg&lt;br /&gt;
   Wisente Kunsthalle Kiel.JPG|Wisente auf der Freitreppe der [[Kunsthalle zu Kiel]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== August-Gaul-Plakette ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|August-Gaul-Plakette}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Anlass des 100. Geburtstags von August Gaul schuf die Stadt Großauheim im Jahre 1969 eine bronzene Plakette mit Bild, Namen und Lebensdaten des Künstlers. Sie wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich in kultureller oder künstlerischer Hinsicht besonders verdient gemacht haben. Nach der [[Gebietsreform in Hessen]] hat seit 1980 die Stadt [[Hanau]] die Verleihung dieser Auszeichnung übernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hanau.de/lih/portrait/preise/gaul/ Website der Stadt Hanau]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neuere Ausstellungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:August Gaul - Porträt des Orang-Utan &amp;#039;Jumbo&amp;#039; (1895).jpg|mini|Porträt des Orang-Utan &amp;#039;Jumbo&amp;#039; (1895) in der Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Tiere sind auch nur Menschen. Skulpturen von August Gaul.&amp;#039;&amp;#039; [[Liebieghaus Skulpturensammlung]]]]&lt;br /&gt;
* 2009: &amp;#039;&amp;#039;Der Tierbildhauer August Gaul.&amp;#039;&amp;#039; [[Georg-Kolbe-Museum]], Berlin&lt;br /&gt;
* 2010/2011: &amp;#039;&amp;#039;August Gaul – [[Fritz Klimsch]].&amp;#039;&amp;#039; [[Museum Giersch]], Frankfurt am Main&lt;br /&gt;
* 2011: &amp;#039;&amp;#039;Das Schicksal der Skulptur: August Gaul (1869–1921). Kleiner Tierpark.&amp;#039;&amp;#039; [[Museum Georg Schäfer]], Schweinfurt&lt;br /&gt;
* 2011: &amp;#039;&amp;#039;August Gaul – Die Sammlung Alfons und Marianne Kottmann.&amp;#039;&amp;#039; [[Historisches Museum Hanau]], [[Schloss Philippsruhe]], Hanau&lt;br /&gt;
* 2011–2012: [[Liebermann-Villa]], [[Berlin-Wannsee]]&lt;br /&gt;
* 2014–2015: &amp;#039;&amp;#039;August Gaul und Martin Lauterburg.&amp;#039;&amp;#039; [[Kunstmuseum Bern]]&lt;br /&gt;
* 2019–2020: &amp;#039;&amp;#039;August Gaul – Weil es mich freut&amp;#039;&amp;#039;. Museum Großauheim&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hanau.de/freizeit/veranstaltungskalender/veranstaltungen/004808.html hanau.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2021: &amp;#039;&amp;#039;August Gaul – Moderne Tiere.&amp;#039;&amp;#039; [[Kunstmuseum Bern]]&lt;br /&gt;
* 2025: &amp;#039;&amp;#039;Tiere sind auch nur Menschen. Skulpturen von August Gaul.&amp;#039;&amp;#039; [[Liebieghaus Skulpturensammlung]]&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.liebieghaus.de/de/ausstellungen/tiere-sind-auch-nur-menschen Liebieghaus Frankfurt]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Rosenhagen]]: &amp;#039;&amp;#039;Bildwerke von August Gaul.&amp;#039;&amp;#039; Paul Cassirer, Berlin 1905.&lt;br /&gt;
* [[Emil Waldmann (Kunsthistoriker)|Emil Waldmann]]: &amp;#039;&amp;#039;August Gaul.&amp;#039;&amp;#039; Paul Cassirer, Berlin 1919.&lt;br /&gt;
* [[Paul Cassirer]]: &amp;#039;&amp;#039;Alte Tierfabeln mit Steinzeichnungen von Aug. Gaul.&amp;#039;&amp;#039; Panpresse, Leipzig 1919.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;postum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* {{NDB|6|98 || Gaul, Georg August|[[Angelo Walther]]|118689797}}&lt;br /&gt;
* Angelo Walther: &amp;#039;&amp;#039;August Gaul.&amp;#039;&amp;#039; Künstlerkompendium. [[E. A. Seemann]], Leipzig 1973. (mit 262 Abbildungen, davon 136 Skulpturen)&lt;br /&gt;
* Ursel Berger: &amp;#039;&amp;#039;Der Tierbildhauer August Gaul.&amp;#039;&amp;#039; (Ausstellungskatalog) Nicolai, Berlin 1999, ISBN 3-87584-858-6.&lt;br /&gt;
* Arie Hartog (Konzeption), Gerhard-Marcks-Stiftung (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Zoo, die Wildnis und die Weide. Deutsche Tierplastik von August Gaul bis Joseph Beuys.&amp;#039;&amp;#039; (Ausstellungskatalog) Gerhard-Marcks-Stiftung, Bremen 2002, ISBN 3-924412-42-1.&lt;br /&gt;
* Hilde Eich: &amp;#039;&amp;#039;August Gaul: 22. Oktober 1869 – 18. Oktober 1921.&amp;#039;&amp;#039; Museum Großauheim, Hanau-Großauheim 2003, ISBN 3-00-012032-7.&lt;br /&gt;
* Josephine Gabler: &amp;#039;&amp;#039;Werkverzeichnis der Skulpturen von August Gaul.&amp;#039;&amp;#039; Jaron-Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-89773-569-9.&lt;br /&gt;
* Bettina Krogemann: &amp;#039;&amp;#039;Das Berliner Kronprinzensilber: Ein höfisches Prunkservice zwischen Historismus und Werkbund.&amp;#039;&amp;#039; Köln, Letter Stiftung 1997, S. 49–55.&lt;br /&gt;
* {{AKL|50|227|229|Gaul, August|Angelo Walther}}&lt;br /&gt;
* {{BerlinerLeben |Autor=F. |Titel=August Gaul |Jahr=1902 |Heft=7 |Seiten=114–115 |Kommentar=Kurzbiografie und Abbildung einiger Werke |zlb=212}}&lt;br /&gt;
* [http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/index.php?id=dfg-viewer&amp;amp;set%5Bimage%5D=4&amp;amp;set%5Bzoom%5D=default&amp;amp;set%5Bdebug%5D=0&amp;amp;set%5Bdouble%5D=0&amp;amp;set%5Bmets%5D=http%3A%2F%2Fcontent.staatsbibliothek-berlin.de%2Fzefys%2FSNP27646518-19221015-0-0-0-0.xml Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Weltspiegel&amp;#039;&amp;#039; (Berlin), Nr. 42, 15. Oktober 1922, zur August-Gaul-Gedächtnisausstellung in der Akademie der Künste]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118689797}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.hanau.de/kultur/museen/gra/va/003410/index.html |text=Bildergalerie August Gaul |wayback=20140304094742}} auf der Website der Stadt Hanau (mit Fotos von Skulpturen)&lt;br /&gt;
* [https://www.museen-hanau.de/ausstellungen/aktuell/august-gaul Museum Großauheim – Dauerausstellung zu August Gaul]&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118689797|titel=Gaul, August|datum=2025-11-18}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118689797|LCCN=nr99025109|NDL=|VIAF=22935877}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gaul, August}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildhauer (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berliner Secession]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Deutschen Künstlerbund]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Zoologischer Garten Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestattet in einem Ehrengrab des Landes Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tierbildhauer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1869]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1921]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gaul, August&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gaul, Georg August (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Bildhauer und Medailleur im Übergang vom Historismus zur Moderne&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Oktober 1869&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Großauheim]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Oktober 1921&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wolly0209</name></author>
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