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	<title>August Ferdinand Culmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T11:13:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-03-24T07:18:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Culmann August ferdinand.jpg|mini|August Ferdinand Culmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;August Ferdinand Culmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. August]] [[1804]] in [[Bad Bergzabern|Bergzabern]]; † [[13. September]] [[1891]] in [[Ommersheim]]) war ein [[deutsche]]r [[Jurist]], [[Unternehmer]] und Mitglied der [[Frankfurter Nationalversammlung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
August Ferdinand Culmann wurde als 10. und jüngstes Kind des reformierten Pfarrers Friedrich Culmann in Bergzabern geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in [[Zweibrücken]] studierte er [[Rechtswissenschaft]] und [[Staatswissenschaft]], zuerst in [[Göttingen]], dann in [[Würzburg]]. An beiden Universitäten kam er mit den Ideen des [[Vormärz]] in Berührung.&lt;br /&gt;
Nach seiner Ausbildung war er zunächst am Bezirksgericht in [[Kaiserslautern]], ab 1830 am [[Pfälzisches Oberlandesgericht Zweibrücken#Geschichte|Appellationsgericht in Zweibrücken]] tätig. Hier kam er in Kontakt mit [[Johann Georg August Wirth]] und [[Philipp Jakob Siebenpfeiffer]], den Initiatoren des [[Hambacher Fest]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1833 vertrat er in [[Landau in der Pfalz]] beim [[Geschworenengericht|Assisenprozess]] gegen die Wortführer von Hambach den Sembacher Pfarrer [[Johann Heinrich Hochdörfer]], einen der radikalsten Redner auf dem [[Hambacher Fest]]. Dabei versuchte er mit Erfolg die Geschworenen von der Umgestaltung der feudalistisch geprägten Gesellschaft hin zur demokratischen Ordnung zu überzeugen. 1844 wurde Culmann Hauptgesellschafter der „Frankenholzer Bergwerksgesellschaft“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1848 kandidierte er im Wahlbezirk Bergzabern für die Deutsche Nationalversammlung, wurde aber überraschenderweise nicht gewählt. Erst als der Abgeordnete des Wahlkreises Landau, [[Maximilian Glaß]], zum Rücktritt gezwungen wurde, rückte August Culmann als Vertreter des Landkreises Landau in die [[Frankfurter Paulskirche]] nach. Hier bekannte er sich zu den radikalen Demokraten der äußersten Linken: Er gehörte der Fraktion [[Donnersberg (Fraktion)|Donnersberg]] an. Sein Neffe [[Gustav Adolf Gulden]] war ebenfalls Abgeordneter im Paulskirchenparlament. Im Mai 1849 wurde er in die provisorische Regierung der [[Pfalz (Bayern)|Pfalz]] berufen. Nach der Zerschlagung des [[Rumpfparlament (Deutschland)|Rumpfparlamentes]], wie die nach Stuttgart umgezogene Nationalversammlung nun genannt wurde, und nach der Niederschlagung der [[Pfälzischer Aufstand|Pfälzischen Revolution]] im Juni 1849 floh er nach Frankreich. Dort galt er zunächst als politischer Flüchtling, später wurde er Staatsbürger. 1851 wurde ihm vom Gericht in Zweibrücken, an dem er selbst tätig gewesen war, die Zulassung als [[Advokat]] entzogen. Im selben Jahr wird er „wegen Komplotts, Attentats und direkter Provokation durch Reden, Maueranschläge usw.“ in Abwesenheit [[Todesstrafe|zum Tode verurteilt]]. 1865 erfolgte eine [[Generalamnestie]], die ihm die Rückkehr nach Deutschland ermöglichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im französischen Exil widmete er sich geologischen und bergbaurechtlichen Studien, so bei Professor [[Gabriel Auguste Daubrée]], der in [[Straßburg]] [[Geologie]] und [[Mineralogie]] lehrte. So verfasste Culmann im Jahr 1867 die Schrift „Bergbau-Systeme in Europa“ und veröffentlichte im selben Jahr die „Denkschrift über das Frankenholzer Kohlenbergwerk, insbesondere die Vernichtung der Abgrenzung des bisherigen und die Bildung eines neuen Grubenbezirkes für den Betrieb desselben betreffend“.&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstätte Cullmann.JPG|mini|Grabmal Culmanns auf dem alten Friedhof in Frankenholz]]&lt;br /&gt;
Von [[Forbach (Moselle)|Forbach]] aus betrieb er, in enger Zusammenarbeit mit den [[Tadano Demag#Dinglerwerke|Dinglerwerken]] in [[Zweibrücken]], die Wiederbegründung der Frankenholzer Bergwerksgesellschaft. Erst nach der [[Amnestie]] für die Revolutionsteilnehmer von [[1849]] im Jahre 1865 konnte Culmann, der inzwischen französischer Staatsbürger geworden war, wieder auf deutschen Boden zurückkehren. Allen finanziellen Schwierigkeiten zum Trotz betrieb er die Erschließung der [[Frankenholz]]er Kohlenflöze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1879 stand er am Ziel seiner Wünsche, er konnte den Spatenstich zur Abteufung von Schacht 1 der [[Grube Frankenholz]] vornehmen. Am 16. Dezember 1879 wurde die Kohlenförderung aufgenommen. Bis zu seinem Tode war Culmann Generaldirektor der Grube, die um die Jahrhundertwende 1600 Bergleute beschäftigte und zum größten Kohlebergwerk in der [[Pfalz (Region)|Pfalz]] und [[Königreich Bayern|Bayern]] wurde. Culmann unterstützte die Gründung der Frankenholzer [[Knappschaft]] im Jahr 1873, die er auch finanziell bedachte. Andere Quellen sprechen von 3.000 Beschäftigten und dem größten privaten Bergwerksbetrieb in Deutschlands Südwesten.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.demokratiegeschichte.eu/index.php?id=224&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war bei seinen Bergleuten sehr beliebt, als im Mai 1889 die Belegschaft in den Streik trat, wurde mehrfach von der Streikleitung betont, dass sich der Streik nicht persönlich gegen ihn als Besitzer des Bergwerkes richte. Culmann erlebte nicht nur das Aufblühen des Unternehmens, er wurde 1883 Zeuge der ersten [[Schlagwetterexplosion]] auf der Grube Frankenholz, bei der fünf Mitarbeiter starben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Culmann verstarb 1891 auf dem nahe bei Niederwürzbach/Saar gelegenen Gut Philippsburg. Seinem Wunsch, in der Nähe seiner Bergleute beigesetzt zu werden, wurde entsprochen und so befindet sich seine letzte Ruhestätte auf dem alten Friedhof in Frankenholz. Der Obelisk wurde inzwischen unter Denkmalschutz gestellt. Beachtung verdient insbesondere die Sockelinschrift, die sich auch als Lebensmotto von August Ferdinand Culmann interpretieren lässt: „venturi non immemor aevi“ – „Was immer du tust, bedenke die Konsequenzen für die Zukunft“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Neffen, Söhne seines älteren Bruders, waren der Theologe [[Philipp Theodor Culmann]] (1824–1863)&amp;lt;ref&amp;gt;Philipp Theodor Culmann: &amp;#039;&amp;#039;Die christliche Ethik.&amp;#039;&amp;#039; (Speier 1863) 4. Auflage (anastatischer Neudruck). Verlag des Evangelischen Vereins f. d. Pfalz, Kaiserslautern 1926, S. XIII.&amp;lt;/ref&amp;gt; und der Bauingenieur [[Karl Culmann]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Martin Baus: &amp;#039;&amp;#039;August Ferdinand Culmann, Vortrag zum 100. Todestag am 13. September 1991&amp;#039;&amp;#039;, Demetz St. Ingbert (Kleine Schriftenreihe der Siebenpfeiffer-Stiftung, Bd. 2).&lt;br /&gt;
* Hans-Walter Herrmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zwischen demokratischem Aufbegehren und industrieller Revolution – August Ferdinand Culmann (1804–1891).&amp;#039;&amp;#039; Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1993 (= Schriften der Siebenpfeiffer-Stiftung, Bd. 2), ISBN 3-7995-4902-1.&lt;br /&gt;
* Martin Baus: &amp;#039;&amp;#039;Angeblich sollen früher hier Steinkohlen gwonnen worden sein – August Ferdinand Culmann und die Gründung der Grube Frankenholz&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Saarpfalz, Blätter für Geschichte und Volkskunde&amp;#039;&amp;#039;, Heft 3/1994, S. 39–61.&lt;br /&gt;
* Manfred Barth / Wolfgang Forthofer: &amp;#039;&amp;#039;Frankenholz: ein Dorf im Wandel der Zeiten&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Hügel, Bexbach 1997.&lt;br /&gt;
* Martin Baus: &amp;#039;&amp;#039;Culmann, August Ferdinand.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Stephan Laux]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lebenswege zur Demokratie in Rheinland-Pfalz.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;Aufklärung und    Frühliberalismus 1750–1850&amp;#039;&amp;#039;. verlag regionalkultur, Ubstadt-Weiher u.&amp;amp;nbsp;a. 2025 (Veröffentlichungen der Kommission des Landtages für die    Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz; 34), ISBN 978-3-95505-566-0, S. 105–114.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{SaarBiogr |2210 |Culmann August Ferdinand}}&lt;br /&gt;
* [https://www.demokratiegeschichte.eu/index.php?id=224 Biografische Webseite]&lt;br /&gt;
* [http://www.tschoepe.de/auktion51/auktion51.htm#FRANKENHOLZER_KOHLENBERGBAU-UNTERNEHMEN Abbildung einer Aktie mit Culmanns Unterschrift]&lt;br /&gt;
* [http://www.barockstrasse-saarpfalz.de/buergerservice/informationen/auf_einen_blick/geschichte/1563.htm Über Ferdinand Culmann; mit Portraitfoto]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119123851|LCCN=nr/95/8328|VIAF=20483574}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Culmann, August Ferdinand }}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (deutsche Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bad Bergzabern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1804]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1891]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Culmann, August Ferdinand&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher [[Jurist]], [[Unternehmer]] und [[Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung]]&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. August 1804&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bergzabern]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. September 1891&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Niederwürzbach/Saar]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
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