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	<title>August Faust - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;August Faust&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. Juli]] [[1895]] in [[Wilhelmshaven]]; † [[7. Mai]] [[1945]] in [[Breslau]]) war ein deutscher Professor für [[Philosophie]] und [[Nationalsozialist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Faust, Sohn eines Rechnungsrates im [[Reichsmarineamt]], machte 1914 in [[Berlin]] [[Abitur]] und begann ein Studium der Philosophie und Germanistik an der [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Universität Kiel]].&amp;lt;ref&amp;gt;Biographische Angaben nach: Christian Tilitzki: &amp;#039;&amp;#039;Die Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2002, insbesondere S. 324–326.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] war er als Kriegsfreiwilliger zunächst in Berliner Lazaretten als Krankenpfleger tätig. Ab 1916 kam er an der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]] zum Einsatz, wo er durch einen Genickdurchschuss schwer verwundet wurde. Nach Kriegsende setzte Faust sein Studium 1919 bei Heinrich Rickert an der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Universität Heidelberg]] fort und hörte ab 1920 [[Edmund Husserl|Husserl]] und [[Jonas Cohn|Cohn]] in [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Freiburg]]. Bei [[Martin Heidegger|Heidegger]] besuchte er im Winter 1920 die „Einleitung in die Phänomenologie der Religion“. Sein Studium verdiente er sich mit Deutschunterricht für ausländische Studenten. Da ihn weder Husserl noch Heidegger und auch nicht die Hegelvorlesungen [[Richard Kroner]]s überzeugten, konzentrierte sich Faust auf [[Immanuel Kant|Kant]] und [[Johann Gottlieb Fichte|Fichte]] sowie die vorkantische Philosophie unter Anleitung [[Ernst Hoffmann (Philosophiehistoriker)|Ernst Hoffmann]]s. Die [[Promotion (Doktor)|Promotion]] erfolgte 1923 bei [[Heinrich Rickert (Philosoph)|Heinrich Rickert]] zum Thema „[[René Descartes|Descartes]] und [[Augustinus von Hippo|Augustin]]. Zur Unterscheidung theoretischer und religiöser Gewissheit.“ Faust [[Habilitation|habilitierte]] sich 1927 mit der unveröffentlichten Schrift „[[Gegenstandsbewusstsein]] und Gemeinschaftsbewusstsein“. Im Anschluss war er als Privatdozent und Assistent am Philosophischen Seminar in Heidelberg bei Rickert tätig. Zusätzlich unterrichtete er an der Lehrerbildungsanstalt in Heidelberg. Am 16. Juni 1933 wurde er zum nichtbeamteten außerordentlichen Professor der Philosophie und Pädagogik ernannt. Er wechselte mit der gleichen Stellung am 1. April 1935 an die [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Universität Tübingen]] und erhielt zum 1. Januar 1937 eine Stelle als ordentlicher Professor in Breslau als Nachfolger auf dem seit 1933 vakanten Lehrstuhl von [[Siegfried Marck]]. Hier galt er als das „Sprachrohr des [[Amt Rosenberg|Amtes Rosenberg“]].&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Tilitzki:&amp;#039;&amp;#039; Die Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2002, S. 679.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obschon 38 Jahre alt, trat Faust am 15. September 1933 in die [[Hitlerjugend]] ein. Zum 19. Juli 1934 wurde er Mitglied des [[Nationalsozialistischer Lehrerbund|Nationalsozialistischen Lehrerbunds]] (Nr. 295.688) sowie in Heidelberg Fachschaftsleiter der Dozentenschaft. Mit Gründung des [[Nationalsozialistischer Deutscher Dozentenbund|NSD-Dozentenbunds]] 1934 wurde er Mitglied der Reichsdozentenführung und in Breslau Gauschulungsleiter des NSDDB. Zum 1. Mai 1937 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 4.015.685).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/8371162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das philosophische Werk befasst sich vor allem mit der [[Transzendentalphilosophie]] [[Immanuel Kant|Kants]] und [[Johann Gottlieb Fichte|Fichtes]], mit der Philosophiegeschichte und der politischen Pädagogik. In seinem Hauptwerk, der zweibändigen Schrift „Beiträge zur Geschichte des Möglichkeitsproblems“ versuchte Faust aufzuzeigen, dass Fichtes Wissenschaftslehre eine konsequente Weiterbildung des kantischen Systems ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Tilitzki: &amp;#039;&amp;#039;Die Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2002, S. 325.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] befasste Faust sich mit [[Jakob Böhme]], dessen Werk er in drei Bänden herausgab. Faust war Herausgeber der Zeitschrift „Pädagogische Hochschule“. In einer aus einer Rede entstandenen kleineren Schrift über Fichte macht Faust diesen zum Vorläufer des Nationalsozialismus, indem er ihn als Sozialisten, Gegner der [[Judenemanzipation]] und wirtschaftspolitischen [[Autarkie|Autarkisten]] beschrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Tilitzki: &amp;#039;&amp;#039;Die Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2002, S. 676.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Grundlagen für eine „authentisch deutsch-metaphysische Lebenshaltung und Weltdeutung“ sah Faust in der Reihe [[Eckhart von Hochheim|Eckhart]]-[[Nikolaus Kopernikus|Kopernikus]]-[[Paracelsus]]-[[Martin Luther|Luther]]-Böhme.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Tilitzki: &amp;#039;&amp;#039;Die Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2002, S. 1123.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Aktion Ritterbusch]] war Faust Herausgeber des Bandes „Das Bild des Krieges im deutschen Denken“. Außerdem schrieb er eine „Philosophie des Krieges“. Ein weiteres Projekt war die Wiederbelebung der [[Kant-Studien]], die 1937 zum letzten Male erschienen waren, und deren neue Herausgeber als „Kant-Studien Neue Folge“ im Jahr 1942 neben Faust die regimetreuen Philosophen [[Günther Lutz]], [[Hans Heyse]] und [[Ferdinand Weinhandl]] wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Faust beging nach der [[Schlacht um Breslau]] im Zuge der Besetzung der Stadt durch die [[Rote Armee]] am 7. Mai 1945 durch Erschießen [[Suizid]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee145&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 2007, S. 145.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende wurden seine Schriften &amp;#039;&amp;#039;Johann Gottlieb Fichte&amp;#039;&amp;#039; ([[Felix Priebatsch|Priebatsch]], Breslau 1938) und &amp;#039;&amp;#039;Philosophie des Krieges&amp;#039;&amp;#039; ([[Franz-Eher-Verlag|Eher]], München 1942) und das von ihm herausgegebene &amp;#039;&amp;#039;Das Bild des Krieges im deutschen Denken&amp;#039;&amp;#039; ([[Kohlhammer Verlag|Kohlhammer]], Berlin &amp;amp; Stuttgart 1941) in der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] auf die [[Liste der auszusondernden Literatur]] gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.polunbi.de/bibliothek/1946-nslit-f.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.polunbi.de/bibliothek/1948-nslit-f.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.polunbi.de/bibliothek/1948-nslit-b.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Rickert und seine Stellung innerhalb der deutschen Philosophie der Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 1927.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Möglichkeitsgedanke. Systemgeschichtliche Untersuchungen.&amp;#039;&amp;#039; Erster Teil: &amp;#039;&amp;#039;Antike Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; Zweiter Teil: &amp;#039;&amp;#039;Christliche Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; Zwei Bände. Heidelberg 1931/1932.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Johann Gottlieb Fichte.&amp;#039;&amp;#039; Breslau 1938.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Philosophie des Krieges.&amp;#039;&amp;#039; (= Schriftenreihe zur weltanschaulichen Schulungsarbeit der NSDAP 17) München 1942.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herausgeberschaft &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zen: Der lebendige Buddhismus in Japan.&amp;#039;&amp;#039; Ausgewählte Stücke des Zen-Textes, Übersetzt und eingeleitet von Ohasama Shūej.  Mit einem Geleitwort von [[Rudolf Otto]],  Perthes, Gotha 1925.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*{{BibISBN|9783596160488}} [https://www.zeit.de/2002/24/Von_der_Einfuehlung_des_Gedankens Rezension]&lt;br /&gt;
* Manfred Hantke: [https://publikationen.uni-tuebingen.de/xmlui/bitstream/handle/10900/63403/Geistesdaemmerung%20Tobias%20LibPDFA.pdf?sequence=1&amp;amp;isAllowed=y &amp;#039;&amp;#039;Geistesdämmerung. Das philosophische Seminar an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen 1918 - 1945.&amp;#039;&amp;#039;] (pdf, 5,5 MB) Dissertation, Tübingen 2015, S. 295–309; 470ff.&lt;br /&gt;
* Mark Michalski: &amp;#039;&amp;#039;Der Gang des deutschen Denkens: Versuche und Programme nationaler Philosophiegeschichtsschreibung von der Aufklärung bis ins 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 2002, S. 354–376.&lt;br /&gt;
* [[Christian Tilitzki]]: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039;, 2 Bde., Akademie-Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-05-003647-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116413530}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116413530|LCCN=n85249877|NDL=00550914|VIAF=106970938}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Faust, August}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Breslau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophie im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDDB-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1895]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Faust, August&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Philosoph&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Juli 1895&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wilhelmshaven]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Mai 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Breslau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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