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	<title>August Enderle - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Goesseln: /* Literatur */</title>
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		<updated>2025-06-16T15:47:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;August Enderle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. August]] [[1887]] in [[Feldstetten]], [[Baden-Württemberg|Württemberg]]; † [[2. November]] [[1959]] in [[Köln]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Sozialismus|sozialistischer]] Politiker, [[Gewerkschaft]]er und Journalist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der aus einer Feldstetter Küferfamilie stammende Enderle absolvierte eine Mechanikerlehre und arbeitete zunächst als Dreher in Stuttgart, wo er sich 1910 der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] und dem [[Deutscher Metallarbeiter-Verband|Deutschen Metallarbeiter-Verband]] (DMV) anschloss. Der Kriegsgegner Enderle wurde 1915 zum Militär eingezogen und blieb bis zur [[Novemberrevolution]] Soldat. 1917 wurde er Mitglied der [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]]. 1919 trat er der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] bei, wo [[Jacob Walcher]] auf ihn aufmerksam wurde und ihn 1921 für die Gewerkschaftsredaktion der [[Die Rote Fahne|Roten Fahne]] warb, wo er bis 1928 wie auch für die Gewerkschaftsabteilung des KPD-Zentralkomitees arbeitete. 1922 bis 1923 fungierte er zusätzlich als deutscher Vertreter im Vorstand der [[Rote Gewerkschafts-Internationale|Roten Gewerkschafts-Internationale]] (RGI) in Moskau. Zu gewerkschaftlichen Themen publizierte er auch im theoretischen KPD-Organ &amp;#039;&amp;#039;die Internationale&amp;#039;&amp;#039; und im [[Komintern]]-Organ &amp;#039;&amp;#039;[[Inprekorr]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 wurde er als Anhänger des „rechten Parteiflügels“ um [[Heinrich Brandler]] und [[August Thalheimer]] aus der KPD ausgeschlossen, auf dem Kongress der RGI in Moskau im gleichen Jahr trat er gegen die [[Stalinismus|stalinistische]] und ultralinke Linie der Komintern-Führung auf und wurde deswegen einige Tage dort festgehalten. Vor allem richtete sich seine konkrete Kritik gegen die Auswirkungen der eigenständigen kommunistischen Gewerkschaftspolitik im Rahmen der [[Revolutionäre Gewerkschafts-Opposition|Revolutionären Gewerkschafts-Opposition]] (RGO).&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. zu Details [[Stefan Heinz]]: &amp;#039;&amp;#039;Moskaus Söldner? „Der Einheitsverband der Metallarbeiter Berlins“: Entwicklung und Scheitern einer kommunistischen Gewerkschaft.&amp;#039;&amp;#039; VSA-Verlag, Hamburg 2010, ISBN 978-3-89965-406-6, S. 71 ff., 73 ff., 437 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Enderle zählte Ende 1928 zu den Mitbegründern der [[Kommunistische Partei-Opposition|KPO]], gehörte hier 1931/32 zur Minderheit um Walcher, [[Paul Frölich (Kommunist)|Paul Frölich]] und [[Rosi Wolfstein]], welche 1932 zur [[Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (1931)|Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands]] (SAPD) übertrat. Der Hintergrund der Streitigkeiten lag erneut in Meinungsverschiedenheiten um die Frage, wie mit der Politik der RGO umzugehen sei. Enderle wandte sich erneut selbst gegen eine punktuelle Zusammenarbeit an der Basis, während die KPO-Mehrheitsströmung sich nicht grundsätzlich einer Zusammenarbeit verweigern wollte. In der SAPD war Enderle Mitglied der Redaktion der Tageszeitung der Partei &amp;#039;&amp;#039;Sozialistische Arbeiter-Zeitung&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Reichstagsbrand]] 1933 leitete er zunächst an Stelle des ermordeten [[Ernst Eckstein (Politiker)|Ernst Eckstein]] die illegale Arbeit der SAPD im Raum Breslau, emigrierte dann 1934 über die Niederlande und Belgien nach Stockholm, wo er die dortige [[Exil]]gruppe der SAPD leitete, gemeinsam mit der [[Internationale Transportarbeiter-Föderation|ITF]] politische Arbeit unter deutschen Seeleuten verrichtete und sich an der [[Volksfront|Volksfront-Bewegung]] 1936–38 beteiligte. Beruflich arbeitete Enderle in Schweden wieder als Dreher und war aktives Mitglied der dortigen Metallarbeitergewerkschaft. 1942 zählte er zu den Gründern der &amp;#039;&amp;#039;Landesgruppe deutscher Gewerkschafter in Schweden&amp;#039;&amp;#039; und war u.&amp;amp;nbsp;a. gemeinsam mit [[Willy Brandt]] in den letzten Kriegsjahren für die Wiederannäherung des SAPD-Exils an die SPD mitverantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1945 konnte Enderle mit Unterstützung der ITF als einer der ersten Exilanten nach Deutschland zurückkehren. Er ließ sich zunächst in Bremen nieder, wo er, unter Beibehaltung [[Linkssozialismus|linkssozialistischer]] Positionen, der SPD beitrat und sich am Aufbau der Gewerkschaften und der &amp;#039;&amp;#039;[[Kampfgemeinschaft gegen den Faschismus]]&amp;#039;&amp;#039; beteiligte. In dieser Periode versuchte [[Wilhelm Pieck]] persönlich, August Enderle wieder für die KPD zu gewinnen. Weiterhin arbeitete er als Journalist unter anderem als Gewerkschaftsredakteur für den [[Weser-Kurier]] und nach seiner Übersiedlung nach Köln 1947 als Chefredakteur für die [[Deutscher Gewerkschaftsbund|DGB]]-Organe &amp;#039;&amp;#039;Der Bund&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Die Quelle&amp;#039;&amp;#039; und stand der [[Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union|Gewerkschaft der Journalisten]] als Vorsitzender und später als Ehrenvorsitzender vor. August Enderle starb 1959; zu den Trauergästen gehörte auch sein langjähriger Mitstreiter in der SAPD, Willy Brandt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu genauer [[Siegfried Mielke]]: &amp;#039;&amp;#039;August Enderle 1887–1959.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vom Deutschen Buchdruckerverband zur Einheitsgewerkschaft. 150 Jahre: verdi – Solidarität – Emanzipation – Tarifkampf.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2016, S. 98–99.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;quot;rote Gewerkschaftsbuch&amp;quot; aus dem Jahre 1932 wird auch heute noch als wichtiges Zeitdokument einer Einheitsfrontpolitik mit der Sozialdemokratie gegen den aufkommenden Nationalsozialismus angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Müller: Kommunistische Gewerkschaftspolitik zwischen Tradition und Momentaufnahme: Das rote Gewerkschaftsbuch (1932), in: Marcel Bois, [[Bernd Hüttner]] (Hrsg.):  Beiträge zur Geschichte einer pluralen Linken, Heft 3, Papers, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Berlin 2010, S. 82–84.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
August Enderle war seit 1932 mit der Gewerkschafterin [[Irmgard Enderle]], geborene Rasch verheiratet, die seinen politischen Weg teilte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Gewerkschaftsbewegung. Ein Leitfaden für die proletarische Gewerkschaftsarbeit.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1926.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kampf um den Achtstundentag.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1927.&lt;br /&gt;
* mit Heinrich Schreiner, [[Jacob Walcher]] und Eduard Weckerle: &amp;#039;&amp;#039;Das rote Gewerkschaftsbuch.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1932 ([https://archiv.arbeiterpolitik.de/broschueren.htm#y Online auf der Webseite der Gruppe Arbeiterpolitik]).&lt;br /&gt;
* mit Willy Brandt, Irmgard Enderle, [[Stefan Szende]] und Ernst Behm: &amp;#039;&amp;#039;Zur Nachkriegspolitik der deutschen Sozialisten.&amp;#039;&amp;#039; Stockholm 1944.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Was sind Gewerkschaften.&amp;#039;&amp;#039; Stockholm 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/august-enderle &amp;#039;&amp;#039;Enderle, August.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945&amp;#039;&amp;#039;. 2., überarbeitete und stark erweiterte Auflage. Dietz, Berlin 2008, ISBN 978-3-320-02130-6.&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Mielke]]: &amp;#039;&amp;#039;August Enderle (1887–1959).&amp;#039;&amp;#039; In: Siegfried Mielke, [[Stefan Heinz]] (Hrsg.) unter Mitarbeit von Julia Pietsch: &amp;#039;&amp;#039;Emigrierte Metallgewerkschafter im Kampf gegen das NS-Regime&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Gewerkschafter im Nationalsozialismus. Verfolgung – Widerstand – Emigration.&amp;#039;&amp;#039; Band 3). Metropol, Berlin 2014, ISBN 978-3-86331-210-7, S. 148–167.&lt;br /&gt;
* [[Klaus G. Saur]]: &amp;#039;&amp;#039;Enderle, August.&amp;#039;&amp;#039; In: Karin Peter, Gabriele Bartelt-Kircher, Anita Schröder (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zeitungen und andere Drucksachen. Die Bestände des Dortmunder Instituts für Zeitungsforschung als Quelle und Gegenstand der Forschung.&amp;#039;&amp;#039; Klartext-Verlag, Essen 2014, ISBN 978-3-8375-1015-7, S. 455.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Enderle, August&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band 1: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039;. München: Saur, 1980, S. 157&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|123490804}}&lt;br /&gt;
* [https://www.dhm.de/lemo/bestand/objekt/73-277/ Titelblatt von &amp;#039;&amp;#039;Kampf um den Achtstundentag&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* Marcel Bois, [[Bernd Hüttner]] (Hrsg.): [https://edoc.vifapol.de//opus/volltexte/2012/3658/pdf/Papers_Beitr_zur_Gesch_3_web.pdf &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte einer pluralen Linken. Heft 3. Bewegungen, Parteien, Ideen&amp;#039;&amp;#039;] im Archiv [https://edoc.vifapol.de// &amp;#039;&amp;#039;edoc.vifapol&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 576&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123490804|VIAF=10755395}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Enderle, August}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in Schweden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Funktionär der Kommunistischen Internationale]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewerkschafter (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:RGI-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-O-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SAPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dju-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1959]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Enderle, August&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=sozialistischer Politiker, Gewerkschafter und Journalist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. August 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Feldstetten]], Württemberg&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. November 1959&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Köln]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Goesseln</name></author>
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