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	<title>August De Schryver - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Saehrimnir: /* Herkunft, berufliche und gesellschaftliche Aktivitäten */ BKL Fix</title>
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		<updated>2026-01-25T09:20:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Herkunft, berufliche und gesellschaftliche Aktivitäten: &lt;/span&gt; BKL Fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:August de Schryver 1959.jpg|mini|August de Schryver, 1959]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;August-Edmond De Schryver&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. Mai]] [[1898]] in [[Gent]], [[Provinz Ostflandern|Ostflandern]]; † [[5. März]] [[1991]] ebenda) war ein [[Belgien|belgischer]] [[Politiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft, berufliche und gesellschaftliche Aktivitäten ===&lt;br /&gt;
De Schryvers Vater August-Octaaf De Schryver stammte aus einer Kaufmannsfamilie aus [[Eeklo]] und führte die familiäre [[Weberei]] und den Stoffhandel fort, die um eine Kupferkesselmanufaktur und Gartenbauaktivitäten erweitert wurden. Sein Großvater mütterlicherseits, der Kaufmann Lieven Edmond Block, war annähernd 20 Jahre [[Bürgermeister]] von Gent. Er selbst war das älteste von sechs Kindern und absolvierte seine Schulausbildung zunächst am &amp;#039;&amp;#039;Sint-Barbara-College&amp;#039;&amp;#039; in Gent. Zu Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] begab er sich zunächst nach [[England]] und setzte seine Schulausbildung an einer [[Jesuitenschule]] fort. 1916 meldete er sich als Freiwilliger zum [[Militärdienst]] in den [[Belgische Streitkräfte|Belgischen Streitkräften]] und wurde bis zum Ende des Ersten Weltkrieges zum [[Unteroffizier]] der [[Artillerie]] befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend begann er ein Studium der [[Rechtswissenschaft]] sowie [[Politikwissenschaft|Politik-]] und [[Sozialwissenschaft]] an der [[Universität Gent]] und schloss diese Studien 1921 ab. Während seines Studiums war er zwischen 1919 und 1920 Präses des [[Katholiek Vlaams Hoogstudenten Verbond]] (KVHV) der Universität Gent und war nach Beendigung des Studiums von 1921 bis 1956 als [[Rechtsanwalt]] am [[Appellationsgericht]] zugelassen. Daneben war er zeitweilig Vorstandsmitglied der [[Flamen|Flämischen]] [[Rechtsanwaltskammer (Belgien)|Rechtsanwaltskammer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner [[Ehe|Heirat]] mit der aus [[Sint-Niklaas]] stammenden Unternehmertochter Maria Scheerders war er bis zu seinem Tod als [[Geschäftsführung (Belgien)|Geschäftsführer]] der Scheerders-Van Kerchove&amp;#039;s Verenigde Fabrieken tätig, einem Unternehmen für Baumaterialien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund seiner gesellschaftlichen und religiösen Prägung suchte er während seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt Kontakte zum flämischen, sozialen und religiös-kirchlichen Vereinsleben in Gent und war nicht nur aktives Mitglied der [[Pfadfinderbewegung]], sondern auch Redner und Berater des Allgemeinen Christlichen Arbeitnehmerverbandes (ACW). Daneben war er auch Vorsitzender des Verbandes der Flämischen Alten Kämpfer im Genter Stadtteil Gentbrugge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Laufbahn ===&lt;br /&gt;
==== Abgeordneter und Minister sowie Zweiter Weltkrieg ====&lt;br /&gt;
Seine nationale politische Laufbahn begann er als Kandidat der [[Katholische Partei|Katholischen Partei]] 1928 mit der Wahl zum Mitglied der [[Belgische Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer]], in der er bis 1965 die Interessen der [[Arrondissement Gent|Arrondissements Gent]] und [[Arrondissement Eeklo|Eeklo]] vertrat. Zwischen 1931 und 1938 war er außerdem Sekretär der Katholisch-Flämischen Gruppe in der Abgeordnetenkammer. Bei den Parlamentswahlen im November 1932 war er Spitzenkandidat seiner Partei im Arrondissement Gent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der aus der Katholischen Partei hervorgegangenen Katholischen Union war er daneben zwischen 1933 und 1935 Parteisekretär. Darüber hinaus versuchte er als Vorsitzender der Flämischen Katholischen Jungen Wächter von 1928 und 1934 die junge Generation neu für die Parteiarbeit in der Katholischen Union zu gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1935 wurde er von [[Liste der belgischen Premierminister|Premierminister]] [[Paul van Zeeland]] als [[Landwirtschaftsminister]] erstmals in eine Regierung berufen. Nach einer Kabinettsumbildung war er von Juni 1936 bis November 1937 [[Innenminister]] in Zeelands Kabinett. Danach war er zwischen 1938 und 1940 Vorsitzender der Katholisch-Flämischen Gruppe in der Abgeordnetenkammer. Daneben war er 1939 kurzzeitig [[Liste der Justizminister Belgiens|Justizminister]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser politisch turbulenten Zeit machte er sich einen Namen als Verfechter der flämischen Einsprachigkeitsbestrebungen in der Sprachgesetzgebung sowie als Verteidiger der [[Parlamentarisches System|parlamentarischen Demokratie]]. Daneben verfestigte er mehr und mehr sein eigenes politisches Idealbild der flämischen Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Wirtschaftsminister]] folgte er im Mai 1940 der Regierung von Premierminister [[Hubert Pierlot]] ins [[Exil]] nach [[Frankreich]]. Zusammen mit einigen anderen Ministern der [[Exilregierung]] stand er aufgrund einer Anordnung der [[Vichy-Regierung]] unter [[Hausarrest]]. Nach einer Regierungsumbildung war er zwischen 1940 und 1944 wiederum Landwirtschaftsminister in der Regierung Pierlot. 1942 ging er mit einem gefälschten Reisepass über [[Portugal]] ins [[Vereinigtes Königreich|Vereinigte Königreich]] und trat in das aus den vier nach [[London]] gegangenen Ministern im September 1940 gebildete Kriegskabinett. Allerdings löste sein langes Verbleiben in Frankreich eine heftige Diskussion über seinen ministeriellen Status aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er einige diplomatische Missionen in die [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] unternahm, wurde er im April 1943 wiederum zum Innenminister ernannt und behielt dieses Amt bis September 1944. Dabei spielte er eine Schlüsselrolle bei der Vorbereitung der [[Zweiter Weltkrieg#Nachwirkungen|Nachkriegszeit]] in den Fragen der Herstellung der [[Verfassung des Königreichs Belgien]], bürgerliche Führung und Gerechtigkeit sowie [[Unterdrückung|Repression]] und [[Épuration]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung Belgiens von der [[Drittes Reich|deutschen]] [[Besatzungsmacht]] wurde er im September 1944 [[Minister ohne Geschäftsbereich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg ====&lt;br /&gt;
Im Anschluss war er zwischen April und Juni 1945 Leiter der belgischen Delegation bei der Gründung der [[Vereinte Nationen|Vereinten Nationen]] und am 26. Juni 1945 Unterzeichner der [[Charta der Vereinten Nationen]] in [[San Francisco]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1945 gehörte De Schryver zu den Mitbegründern der &amp;#039;&amp;#039;Christelijke Volkspartij (CVP)-Parti Social Chrétien (PSC)&amp;#039;&amp;#039;, der Nachfolgerin der Katholischen Partei, und war bis 1949 auch Vorsitzender der CVP-PSC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei versuchte er die traditionell geprägte Partei in eine moderne und verjüngte [[Volkspartei (Parteityp)|Volkspartei]] umzuformen. Dabei griff er auf seine Erfahrungen aus den [[1930er Jahre]]n als Vorsitzender der Katholischen Jungen Wächter zurück. In seiner Funktion als Parteivorsitzender gelang ihm mit der CVP-PSC und der [[Belgische Arbeiterpartei|Belgischen Sozialistischen Partei (BSP)]] die Bildung der „römisch-roten“ [[Koalitionsregierung]] von [[Paul-Henri Spaak]] und [[Gaston Eyskens]] die Erfüllung eines Traums und war praktisch &amp;#039;&amp;#039;[[Geburtshilfe|Geburtshelfer]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Schwiegervater]]&amp;#039;&amp;#039; dieser Koalition. Durch das fortschrittliche Sozialprogramm und die große Repräsentation sah er CVP und BSP als natürliche Bundesgenossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben spielte er als Parteivorsitzender sowie als prominenter Abgeordneter eine wichtige Rolle bei der sogenannten [[Leopold III. (Belgien)#„Königsfrage“ und Abdankung|„Königsfrage“]] über die Rückkehr von [[Liste der belgischen Regenten|König]] [[Leopold III. (Belgien)|Leopold III.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren war er führendes Mitglied im Außenpolitischen Ausschuss der Abgeordnetenkammer und beschäftigte sich neben der [[Europäische Integration|Europäischen Integration]] und der atlantischen Zusammenarbeit wie in der [[NATO]]. Als gemäßigter und dialogbereiter Politiker führte er daneben mit Politikern wie Paul-Henri Spaak, Gaston Eyskens, [[Antoon Spinoy]] und [[Paul-Willem Segers]] Gespräche zur Lösung von Problemstellungen wie der [[Sozioökonomie|sozioökonomischen]] Expansion, die Sicherheit und Haushaltsfragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine politischen Verdienste wurde er am 21. Juli 1948 neben einigen anderen Politikern mit dem Ehrentitel eines [[Staatsminister (Belgien)|Staatsministers]] gewürdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1950 und 1959 war De Schryver Vorsitzender der Nouvelle Equipes Internationales, einer Art [[Internationale]] der [[Europa|europäischen]] [[Christdemokratie|christdemokratischen]] Parteien. Dabei schuf er auch die Basis für die Gründung der späteren [[Europäische Volkspartei|Europäischen Volkspartei (EVP)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss wurde er am 3. September 1959 von Premierminister Gaston Eyskens als Minister für [[Geschichte der Demokratischen Republik Kongo#Belgisch-Kongo|Belgisch-Kongo]] und [[Ruanda-Urundi]] in die Regierung berufen. Damit war er quasi der letzte Minister für die [[Belgische Kolonien|Kolonien]] und leitete in dieser Funktion den Prozess zur Erlangung der [[Souveränität]] dieser Staaten in die Wege. Dabei wurde er im Vorfeld insbesondere während des Runden Tisches über die Zukunft Kongos im Februar 1960 mit einem [[Radikalismus|radikalen]] [[afrika]]nischen [[Nationalismus]] konfrontiert. Dadurch drohte der [[Kongo-Wirren|Unabhängigkeitsprozess des Kongo]] insbesondere nach der Verhaftung von [[Patrice É. Lumumba]] in ein Fiasko mit einem Chaos in der Kolonialverwaltung, politischer Instabilität und vielen einheimischen Toten zu enden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner letzten Jahre als Mitglied der Abgeordnetenkammer befasste er sich mit Fragen der „belgischen Gemeinschaft“ aus Flandern, [[Wallonien]] und die [[Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1965 gab er sein Mandat in der Abgeordnetenkammer auf und zog sich aus dem politischen Leben zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings blieb er auch in der Folgezeit gesellschafts- und sozialpolitisch aktiv und übernahm verantwortliche Funktionen in der katholischen [[Friedensbewegung]] [[Pax Christi]], Flüchtlingshilfe, Dritte-Welt- und Entwicklungsorganisationen wie dem &amp;#039;&amp;#039;Nationaal Centrum voor Ontwikkelingssamenwerking&amp;#039;&amp;#039; (NCOS) sowie in kirchlichen und sozialen Initiativen. Daneben war er einige Zeit Mitglied des Verwaltungsrates der [[Katholieke Universiteit Leuven]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorsitzender des [[Benelux]]-Stimulierungsausschusses hatte er zwischen 1969 und 1974 eine maßgebliche Position zur Förderung des wirtschaftlichen Integrationsprozesses in Belgien, den [[Niederlande]]n und [[Luxemburg]] inne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine seiner Töchter ist mit einem Sohn von [[Frans Van Cauwelaert]], eine weitere Tochter mit dem [[Rechtswissenschaftler]] und ehemaligen [[Senat (Belgien)|Senator]] [[Marcel Storme]] verheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Herman Van Goethem (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;August de Schryver. Oorlogsdagboeken 1940–1942&amp;#039;&amp;#039;, Tielt, 1998.&lt;br /&gt;
* Godfried Kwanten: &amp;#039;&amp;#039;August-Edmond de Schryver 1898–1991. Politieke biografie van een gentleman-staatsman&amp;#039;&amp;#039;, Leuven 2001.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Veertig jaar Belgische politiek. Liber amicorum aangeboden aan Minister van Staat A.E. de Schryver ter gelegenheid van zijn 70ste verjaardag&amp;#039;&amp;#039;, [[Festschrift]] zum 70. Geburtstag, Antwerpen-Utrecht 1968.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|August de Schryver|August De Schryver}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://webh01.ua.ac.be/storme/AEDSbiografie.pdf |text=Godfried Kwanten: &amp;#039;&amp;#039;August-Edmond de Schryver, Minister van Staat (1898–1991)&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20070101193005}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://webh01.ua.ac.be/storme/AEDS.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Festreden zum 100. Geburtstag von August de Schryver&amp;#039;&amp;#039;, 1998 |wayback=20071106105524}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{SORTIERUNG:De Schryver, August}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Abgeordnetenkammer (Belgien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innenminister (Belgien)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Person (Pax Christi)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Belgien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Belgier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1898]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1991]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=De Schryver, August&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schryver, August-Edmond De (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=belgischer Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Mai 1898&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gent]], Ostflandern, Belgien&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. März 1991&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Gent]], Ostflandern, Belgien&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Saehrimnir</name></author>
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