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	<title>August Bier - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 11. April 2026 um 18:30 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:August Bier.jpg|mini|August Bier, 1908]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl August Gustav Bier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;August Karl Gustav Bier&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;August von Bier&amp;#039;&amp;#039; genannt, (* [[24. November]] [[1861]] in [[Helsen]], [[Waldeck]]; † [[12. März]] [[1949]] in [[Sauen]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Chirurg]] und [[Hochschullehrer]]. Er war Pionier [[Regionalanästhesie|regionalanästhetischer]] Verfahren wie der [[Spinalanästhesie]] und der nach ihm als &amp;#039;&amp;#039;Bier-Block&amp;#039;&amp;#039; benannten [[Intravenöse Regionalanästhesie|intravenösen Regionalanästhesie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bier war auch ein bedeutender Forstmann, der vor allem durch sein [[waldbau]]liches Wirken auf seinem Waldgut Sauen bekannt wurde, das er von einer reinen [[Waldkiefer|Kiefernheide]] in einen standortgerechten [[Mischwald]] umwandelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
August Biers Vater war der [[Geodät|Geometer]] Theodor Bier. 1881 legte Bier das Abitur an der [[Alte Landesschule Korbach|Alten Landesschule Korbach]] ab. Er studierte von 1881 bis 1886 [[Humanmedizin]] an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin]], der [[Universität Leipzig]] und der [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel]]. Nach dem Examen und der [[Medizinalassistent]]enzeit praktizierte er zunächst als Landarzt. Als [[Schiffsarzt]] kam er nach Mittel- und Südamerika.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kiel ===&lt;br /&gt;
Im [[Dreikaiserjahr]] 1888 ging er als Assistent an die Kieler Chirurgie unter [[Friedrich von Esmarch]]. Er [[Habilitation|habilitierte]] sich 1889, im Alter von 28 Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;Habilitationsschrift: &amp;#039;&amp;#039;Über circuläre Darmnaht.&amp;#039;&amp;#039; {{URN|nbn:de:bvb:824-dtl-0000041972}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im selben Jahr begann er mit der Erforschung der [[Hyperämie]]therapie, die er 1903 als Heilmittel einführte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 51 und 57.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1894 wurde er [[Extraordinarius]]. In Kiel begann er seine Versuche zur [[Lokalanästhesie]] mit einer Injektion von [[Kokain]] in den [[Wirbelkanal]]. Er führte im Tierversuch und im August 1898 mit seinem Assistenten August Hildebrandt gegenseitig [[Spinalanästhesie]]n mit 0,5-prozentiger Kokainlösung über eine [[Lumbalpunktion]], wie sie [[Heinrich Irenaeus Quincke]] 1891 beschrieben hatte, durch, bevor er das Verfahren routinemäßig bei Patienten anwendete.&amp;lt;ref&amp;gt;August Bier: &amp;#039;&amp;#039;Versuche über die Cocainisierung des Rückenmarks.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Zeitschrift für Chirurgie.&amp;#039;&amp;#039; Band 51, 1899, S. 361–368.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;H. Orth, I. Kis: &amp;#039;&amp;#039;Schmerzbekämpfung und Narkose.&amp;#039;&amp;#039; In: Franz Xaver Sailer, Friedrich Wilhelm Gierhake (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Chirurgie historisch gesehen. Anfang – Entwicklung – Differenzierung.&amp;#039;&amp;#039; Dustri-Verlag, Deisenhofen bei München 1973, ISBN 3-87185-021-7, S. 1–32, hier: S. 19 f. und 25.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die Injektion von Kokain wurde {{&amp;quot; |ein starker Schlag mit einem Eisenhammer gegen das Schienbein [und] starkes Drücken und Ziehen am Hoden}} nicht mehr als schmerzhaft empfunden. Beide entwickelten in der Folge einen stark ausgeprägten [[Postpunktioneller Kopfschmerz|postspinalen Kopfschmerz]] mit Übelkeit und Erbrechen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oehme&amp;quot;&amp;gt;[[Peter Oehme (Mediziner)|Peter Oehme]], M. Goering: [https://www.aerzteblatt.de/archiv/rueckenmarksanaesthesie-mit-kokain-die-prioritaetskontroverse-zur-lumbalanaesthesie-c17d6c3a-23bf-4905-9294-0d067d879e5e &amp;#039;&amp;#039;Rückenmarksanästhesie mit Kokain: Die Prioritätskontroverse zur Lumbalanästhesie.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Ärzteblatt.&amp;#039;&amp;#039; Band 95, Nr. 41, 1998, S. A-2556-8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch August Bier und Théodore Tuffier wurde die Spinalanästhesie 1898/1899 eingeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 51.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der US-Amerikaner [[James Leonard Corning]] hatte 1885 bereits ähnliche Versuche unternommen und in rückenmarksnahe Strukturen Kokain eingespritzt.&amp;lt;ref&amp;gt;J. L. Corning: &amp;#039;&amp;#039;Spinal anaesthesia and local medication of the cord&amp;#039;&amp;#039;. New York State Med J 42 (1885), S. 483.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ob dabei eine Spinalanästhesie gelang oder die Substanzen nur in die Bandstrukturen appliziert wurden oder sogar (versehentlich) die erste [[Periduralanästhesie]] gelang, ist umstritten. Im Anschluss an die Veröffentlichung von August Bier entwickelte sich eine Kontroverse um das erste erfolgreich durchgeführte Anästhesieverfahren dieser Art, was sowohl Bier als auch Corning für sich beanspruchten. In der Folge zerstritt sich Bier auch mit seinem Assistenten Hildebrandt, der unzufrieden war, weil Bier ihn nicht als Mitautor aufgeführt hatte. Im 21. Jahrhundert wird Corning die Schaffung der experimentellen und theoretischen Voraussetzungen für die Spinalanästhesie zugeschrieben, Bier aber die erfolgreiche Anwendung und anschließende Etablierung des Verfahrens in der Klinik.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oehme&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lehrstühle ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1899, gerade an die [[Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald|Königliche Universität zu Greifswald]] berufen, [[Appendektomie|appendektomierte]] Bier den jungen [[Hansjoachim von Rohr]] – mit der Mamsell als Assistentin – auf dem Küchentisch des [[Gutshof]]s [[Demmin]].&amp;lt;ref&amp;gt;H. C. von Rohr: &amp;#039;&amp;#039;Ein konservativer Kämpfer. Der NS-Gegner und Agrarpolitiker Hansjoachim von Rohr.&amp;#039;&amp;#039; Hohenheim Verlag, Stuttgart/Leipzig 2010, S. 9–10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als von Esmarch am 1. April 1899 emeritierte und [[Heinrich Helferich]] dessen Nachfolger als Direktor der chirurgischen Klinik wurde, übernahm August Bier Helferichs Stelle als ordentlicher Professor der Chirurgie.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|klr|04|00|1899|64|Tagesnachrichten und Notizen|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1903 wechselte er auf den [[Lehrstuhl]] der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität|Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter Bruchhausen |Hrsg=Thomas Becker, Philipp Rosin |Titel=Wissenschaftlich-technischer Fortschritt und Untergangsängste: Medizinische Fakultät und Universitätskliniken 1870–1933 |Sammelwerk=Geschichte der Universität Bonn |Band=4 Die Natur- und Lebenswissenschaften |Verlag=v&amp;amp;r unipress/Bonn University Press |Ort=Göttingen |Datum=2018 |ISBN=978-3-8471-0842-9 |Seiten=40-79, hier: S. 45.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; August Bier operierte im [[St.-Johannes-Hospital (Bonn)|St.-Johannes-Hospital]], weil die Bonner Universität noch nicht über einen eigenen [[Operationssaal]] verfügte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 übernahm er in der [[Reichshauptstadt]] Berlin das Direktorat der Chirurgischen Universitätsklinik in der Ziegelstraße. Den nach ihm benannten Bier-Block, die intravenöse Lokalanästhesie bzw. intravenöse Regionalanästhesie führte er 1909 mit der Injektion von 0,5%iger Novocainlösung in eine Extremitätenvene bei Blutleere ein. Damit erzielte er in über 100 Fällen eine vollständige Betäubung der zu operierenden Extremität.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Orth, I. Kis: &amp;#039;&amp;#039;Schmerzbekämpfung und Narkose.&amp;#039;&amp;#039; In: Franz Xaver Sailer, Friedrich Wilhelm Gierhake (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Chirurgie historisch gesehen. Anfang – Entwicklung – Differenzierung.&amp;#039;&amp;#039; Dustri-Verlag, Deisenhofen bei München 1973, ISBN 3-87185-021-7, S. 1–32, hier: S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] war Bier als [[Generalarzt#Deutsches Reich|Marinegeneralarzt]] [[Beratender Chirurg]] des [[XVIII. Armee-Korps (Deutsches Kaiserreich)|XVIII. Armee-Korps]]. Seine vielen [[Lazarett]]besuche brachten ihn zur Entwicklung des deutschen [[Stahlhelm]]s &amp;#039;&amp;#039;M1916&amp;#039;&amp;#039;, der sich rasch durchsetzte und viele Soldaten vor schweren Kopfverletzungen schützte. Bier erfand einen [[Schröpfkopf]], der [[Unterdruck]] nicht mehr durch Erwärmung und darauffolgende Abkühlung, sondern mit einer Saugglocke (&amp;#039;&amp;#039;Biersche Glocke&amp;#039;&amp;#039;) herstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Weimarer Republik]] engagierte Bier sich für [[Heilgymnastik]] und [[Sport]]. Außerdem setzte er sich naturwissenschaftlich-kritisch (vor allem mit der [[Arndt-Schulz-Regel]] argumentierend) mit der [[Homöopathie]] – deren Ablehnung er seinen Kollegen empfahl aufzugeben&amp;lt;ref&amp;gt;August Bier: &amp;#039;&amp;#039;Wie sollen wir uns zu der Homöopathie stellen?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Münchener medizinische Wochenschrift.&amp;#039;&amp;#039; Band 72, 1925, S. 713–717 und 773–776.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Florian G. Mildenberger]]: &amp;#039;&amp;#039;Arzt, Autor, Außenseiter: Kurt Rüdiger v. Roques (1890–1966).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung.&amp;#039;&amp;#039; Band 36/37, 2017/2018 (2021), S. 135–146, hier: S. 137 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; – und der [[Seele]] auseinander.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/kalender/auswahl/date/1925-06-30/27112366/?no_cache=1 &amp;#039;&amp;#039;Homöopathie und Biochemie. Debatte im Verein für Innere Medizin&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Vossische Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 30. Juni 1925, Abend-Ausgabe, S.&amp;amp;nbsp;2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;August Bier: &amp;#039;&amp;#039;Die Seele.&amp;#039;&amp;#039; J. F. Lehmanns Verlag, München/Berlin 1939.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1920 wurde er als erster Leiter der [[Deutsche Sporthochschule Köln|Hochschule für Leibesübungen]] in Berlin berufen. [[Carl Diem]], dem er zu einem [[Ehrendoktor|Dr. h. c.]] med. an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität]] verholfen hatte, wurde sein Stellvertreter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sab&amp;quot;&amp;gt;[https://www.stiftung-august-bier.de/ Stiftung August Bier] (abgerufen am 30. August 2013).&amp;lt;/ref&amp;gt; Bier operierte unter anderem die Politiker [[Hugo Stinnes]] (1924) und [[Friedrich Ebert]] (1925).&amp;lt;ref&amp;gt;D. Gerste: [https://www.aerztezeitung.de/Panorama/Bei-Oeffnung-der-Bauchhoehle-floss-eine-reichliche-Menge-Exsudates-ab-332335.html &amp;#039;&amp;#039;Bei Öffnung der Bauchhöhle floß eine reichliche Menge Exsudates ab.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Ärzte-Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; 28. Februar 2005, abgerufen und als [[Web-Archivierung#Begrifflichkeiten|Memento]] gespeichert am 17. April 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1930 bis zu seiner [[Emeritierung]] 1932 war Bier Vorsitzender der [[Berliner Chirurgische Gesellschaft|Berliner Chirurgischen Gesellschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;H. Krauß: &amp;#039;&amp;#039;August Bier als bionomer Denker, Arzt und Forstwirt zu seinem 125. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;Ärztezeitschrift für Naturheilverfahren&amp;#039;&amp;#039;, Heft 11/1986, S. 721–724.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Emeritus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sauen - Gutshaus - panoramio.jpg|mini|[[Gutshaus Sauen]]]]&lt;br /&gt;
Neben seiner ärztlichen Tätigkeit erlangte Bier forstgeschichtliche Bedeutung durch [[waldbau]]liches Wirken auf seinem Waldgut [[Sauen]] bei [[Beeskow]] in der [[Mark Brandenburg]]. Bier erfüllte sich im Jahr 1912 seinen Wunsch nach forstwirtschaftlicher Gestaltung durch den Kauf des 500 Hektar großen Gutes, das er später auf 807 Hektar vergrößerte, den Status eines Rittergutes hatte und durch den Pächter Ludwig Swoboda betreut wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Seyfert, Hans Wehner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter, Güter und Höfe der Provinz Brandenburg. [1929]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher&amp;#039;&amp;#039;, Band VII, 4. Auflage, Selbstverlag von Niekammer’s Adreßbüchern GmbH, Leipzig 1929, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gelang ihm, die dortige heruntergewirtschaftete [[Waldkiefer|Kiefernheide]] in einen standortgerechten [[Mischwald]] umzuwandeln. Um dies zu erreichen, gab er die bisherige Kiefern[[reinbestand]]swirtschaft auf und brachte in diese Monokulturen [[Laubbaum|Laubbäume]] wie [[Traubeneiche]], [[Rotbuche]], [[Bergahorn]] und [[Linden (Botanik)|Linden]], aber auch [[Gemeine Fichte]] oder [[Douglasie]] ein. So entstanden harmonisch zusammengesetzte Mischbestände aus Laub- und Nadelhölzern mit Sträuchern und Bodenpflanzen. Wesentlich war ihm auch der Aufbau von [[Waldmantel|Waldmänteln]], dem „warmen Rock des Waldes“. Dieser [[Waldumbau]], der sich aus vielen verschiedenen Einzelschritten und -versuchen ergab, erregte ähnlich wie die von [[Friedrich von Kalitsch (Forstmann)|Friedrich von Kalitsch]] entwickelte „[[Bärenthoren#Bärenthorener Kiefernwirtschaft|Bärenthorener Kiefernwirtschaft]]“ große Aufmerksamkeit in forstwirtschaftlichen Kreisen, und das Gut Sauen entwickelte sich zu einem Anziehungspunkt für zahlreiche Besucher.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Riehl: &amp;#039;&amp;#039;Zum 100. Geburtstag von Geheimrat Professor August Bier&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Forstarchiv&amp;#039;&amp;#039;, Heft 12/1961, S.&amp;amp;nbsp;247–248.&amp;lt;/ref&amp;gt; In seiner Funktion als Forstmann war Bier zudem von 1931 bis 1948 Kuratoriumsmitglied der [[Fürst Donnersmarck-Stiftung]],&amp;lt;ref&amp;gt;Sebastian Weinert: &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre Fürst Donnersmarck-Stiftung 1916–2016.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2016. S. 49. {{URN|nbn:de:0168-ssoar-48867-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://mittendrin.fdst.de/august-bier-kuratorium/ &amp;#039;&amp;#039;August Bier im Kuratorium der Fürst Donnersmarck-Stiftung&amp;#039;&amp;#039;] mittendrin.fdst.de, abgerufen am 15. September 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; die ihre laufenden Ausgaben aus der Bewirtschaftung des Frohnauer Forstes schöpfen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1932 emeritiert, stand der [[Nationalkonservatismus|nationalkonservative]] Bier dem [[Nationalsozialismus]] zunächst nahe. Am 3./4. April 1932 publizierte er im [[Völkischer Beobachter|Völkischen Beobachter]] einen Aufruf zugunsten der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee49&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, S.&amp;amp;nbsp;49.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine höchste Auszeichnung erhielt Bier 1937. Beim [[Reichsparteitag]] wurden ihm und [[Ferdinand Sauerbruch]] der mit 100.000 Reichsmark dotierte [[Deutscher Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft|Deutsche Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft]] verliehen, der laut Verordnung einen „Ersatz“ für den [[Nobelpreis]] darstellen sollte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee49&amp;quot; /&amp;gt; Am 18. August 1942 ernannte [[Adolf Hitler]] ihn zum außerordentlichen Mitglied des wissenschaftlichen Senats des Heeressanitätswesens.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee49&amp;quot; /&amp;gt; Bier war auch Mitherausgeber der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[MMW – Fortschritte der Medizin|Münchener Medizinische Wochenschrift]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf des Krieges ging Bier zunehmend auf Distanz zum NS-Regime.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nippe&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://manfred-nippe.de/prof-dr-august-bier-arzt-okologe-und-philosoph/ |titel=Prof. Dr. August Bier – Arzt, Ökologe und Philosoph |werk=Berlin, Sport und Mehr |abruf=2022-08-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein philosophisches Werk „Die Seele“, ein Bestseller der damaligen Zeit, durfte in der NS-Presse nicht besprochen werden, Papierzuteilungen für Neuauflagen wurden ihm verweigert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nippe&amp;quot; /&amp;gt; Nach dem [[Attentat vom 20. Juli 1944]] auf Adolf Hitler wurde seine Ehefrau Anna Bier auf Grund von regimekritischen Äußerungen gegenüber Hitler und positiven Aussagen bzgl. des Attentats bei einer familiären Abendgesellschaft von der Gestapo verhaftet und inhaftiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Witzel: Vor 150 Jahren in Helsen geboren: Lebensstationen Prof. Dr. August Bier. Vortrag vom 6. Oktober 2011. [http://www.relaunch.waldeckischer-geschichtsverein.de/wp-content/uploads/2020/03/Lebensstationen-Prof-Bier.pdf PDF]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde August Bier auf Grund seiner herausragenden Leistungen für die Wissenschaft von der sowjetischen Besatzungsmacht versorgt, unter besonderen Schutz gestellt und erhielt sogar Teile seines ursprünglichen Grundbesitzes zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Oliver Erens, Andreas Otte: &amp;#039;&amp;#039;Geschichten(n) der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Manfred Nippe. Der Arzt der Leibesübungen verordnete und Bäume pflanzte.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 2016, S. 133 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1951 erschien Biers Schrift &amp;#039;&amp;#039;Das Leben&amp;#039;&amp;#039; im Münchener Verlag J. F. Lehmann als Fortsetzung seines Buches &amp;#039;&amp;#039;Die Seele&amp;#039;&amp;#039;. Das posthum herausgegebene Werk war als zweiter Band einer Trilogie geplant.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kurzrezension&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;Münchener Medizinische Wochenschrift.&amp;#039;&amp;#039; Band 95, Nr. 1, 2. Januar 1953, S. CX.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Privates ==&lt;br /&gt;
August Bier heiratete am 29. August 1905 Anna Esau (1883–1947). Sie hatten vier Kinder: Heinrich (* 3. Juni 1906), Margarete (1908–1980), verheiratete Baldamus, Eva (* 3. Oktober 1909), kurz verheiratet (geschieden) mit Freiherr Hans [[Seckendorff (Adelsgeschlecht)|von Seckendorff]]-Broock (1883–1934),&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Friedrich von Ehrenkrook]], Friedrich Wilhelm Euler, Walter von Hueck et al.: &amp;#039;&amp;#039;Genealogisches Handbuch der Freiherrlichen Häuser A (Uradel) 1962.&amp;#039;&amp;#039; Band IV, Band 27 der Gesamtreihe &amp;#039;&amp;#039;GHdA&amp;#039;&amp;#039;, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1962, {{ISSN|0435-2408}}, S. 320.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gutsbesitzer auf Schloss Broock und u. a. &amp;#039;&amp;#039;auf&amp;#039;&amp;#039; [[Tentzerow]]; und Tochter Christa (1912–2012), verheiratete von Winning. August Bier starb mit 87 Jahren und fand in seinem Wald in Sauen die letzte Ruhestätte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Milnik&amp;quot;&amp;gt;Albrecht Milnik: &amp;#039;&amp;#039;August Bier.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Im Dienst am Wald – Lebenswege und Leistungen brandenburgischer Forstleute. Brandenburgische Lebensbilder.&amp;#039;&amp;#039; Kessel, Remagen-Oberwinter 2006, S.&amp;amp;nbsp;263.&amp;lt;/ref&amp;gt; Biers Tochter Christa von Winning hatte ebenfalls eine forstliche Passion. Sie gründete das vielbeachtete [[Arboretum]] Melzingen in der Lüneburger Heide.&lt;br /&gt;
Sein Enkel [[Jürgen Bier]] war [[Kieferchirurg]] und Ordinarius der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität Berlin]]. Sein Enkel [[Conrad Baldamus]] wurde Ordinarius für Nephrologie an der Universität zu Köln und initiierte 1992 die [[Stiftung August Bier]] für Ökologie und Medizin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:August Bier Grab.JPG|mini|Anna und August Biers Grab in Sauen]]&lt;br /&gt;
* Fünf [[Ehrendoktor]]ate&lt;br /&gt;
* [[Deutscher Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft]] (1937)&lt;br /&gt;
* [[Roter Adlerorden]] II.&amp;amp;nbsp;Klasse mit Eichenlaub&lt;br /&gt;
* [[Königlicher Kronen-Orden (Preußen)]] II.&amp;amp;nbsp;Klasse&lt;br /&gt;
* [[Königlicher Hausorden von Hohenzollern]], Komturkreuz&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Rangliste der Kaiserlich Deutschen Marine für das Jahr 1918&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg.: Marine-Kabinett, Mittler &amp;amp; Sohn Verlag, Berlin 1918, S.&amp;amp;nbsp;132&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;August-Bier-Klinik&amp;#039;&amp;#039; für neurologische Rehabilitation in [[Bad Malente]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;August-Bier-Station&amp;#039;&amp;#039; der Viszeralchirurgie im [[Universitätsklinikum Bonn]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;August-Bier-Krankenhaus&amp;#039;&amp;#039; in [[Łódź|Litzmannstadt]] (1940–1945)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Professor-Bier-Straße&amp;#039;&amp;#039; in [[Korbach]], [[Helsen]] und [[Babelsberg]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;August-Bier-Straße&amp;#039;&amp;#039; in [[Kessenich (Bonn)|Bonn-Kessenich]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;August-Bier-Weg&amp;#039;&amp;#039; Schreventeich in Kiel&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;August-Bier-Weg&amp;#039;&amp;#039; in Wolfsburg&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;August-Bier-Platz&amp;#039;&amp;#039; im [[Olympiapark Berlin]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;August-Bier-Plakette&amp;#039;&amp;#039; der [[Deutsche Sporthochschule Köln|Deutschen Sporthochschule Köln]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;August-Bier-Preis&amp;#039;&amp;#039; der [[Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin|Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin]] für {{&amp;quot; |bedeutsame Arbeiten auf dem Gebiet der klinischen Regionalanästhesie}}.&lt;br /&gt;
* Zum Tag des Gesundheitswesens der DDR am 11. Dezember 1988 (Jahrestag des Geburtstags von [[Robert Koch]]) erhielt das Landambulatorium [[Storkow]] den Ehrennamen: „Landambulatorium Professor August Bier“.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Nach 1990 sollte das Gymnasium in Beeskow nach ihm benannt werden. Das scheiterte daran, dass Bier sich in seinem philosophischen Spätwerk zu sehr der Rassentheorie der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] angenähert hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Milnik&amp;quot; /&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Biersche Flecke ==&lt;br /&gt;
1889 beschrieb August Bier ein merkwürdiges Phänomen. Nach einer Stauung der Extremitäten durch eine Binde, treten zwei Arten von Hautflecken auf. Kleine, helle, weiße unregelmäßige Flecken. Dazwischen treten auch gerötete Stellen beziehungsweise rote Flecken auf. Die Flecken können an Armen, Händen und Beinen auftreten. Es handelt sich um eine vaskuläre Anomalie. Sie sind nicht andauernd vorhanden, sondern treten je nach Stellung oder Stauung (&amp;#039;&amp;#039;Biersche Stauung&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Max Baruch]]: &amp;#039;&amp;#039;Der heutige Stand der Bierschen Stauungs-hyperämie-Behandlung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ergebnisse der Chirurgie und Orthopädie.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, 1911, S. 87–130. [[doi:10.1007/978-3-642-91238-2_4]].&amp;lt;/ref&amp;gt;) der Extremitäten auf. Die Flecken sind nach August Bier (englisch auch „Bier Spots&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Marissa Heller |Titel=Diffuse Bier spots |Sammelwerk=Dermatology Online Journal |Band=11 |Nummer=4 |Datum=2005-12-30 |ISSN=1087-2108 |Seiten=2 |PMID=16403374}}&amp;lt;/ref&amp;gt; “) benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=T. Lewis |Titel=Kapitel 21. Die Bierschen Flecke |Sammelwerk=Die Blutgefässe der menschlichen Haut |Datum=1928 |Seiten=275–284 |DOI=10.1159/000382868}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stiftung Ökologie und Medizin ==&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren gründeten Biers Erben und die &amp;#039;&amp;#039;Europäische Gesellschaft August Bier für Ökologie und Medizin e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; die [[Stiftung]] &amp;#039;&amp;#039;August Bier für Ökologie und Medizin&amp;#039;&amp;#039;. Seit 1994 bewirtschaftet sie den erhaltenen Wald in Sauen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sab&amp;quot; /&amp;gt; Die Stiftung hat einen [[Audio]]pfad durch den Wald und seit Dezember 2009 ein kleines Informationszentrum eingerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Antje Scherer: &amp;#039;&amp;#039;Mit dem Reiseführer im Ohr in die Natur&amp;#039;&amp;#039;. [https://www.moz.de/ Märkische Oderzeitung], 17.&amp;amp;nbsp;Mai 2010, S.&amp;amp;nbsp;12&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* {{ANNO|wkw|30|08|1888|19|Ein Fall von Akromegalie|HERVORHEBUNG=Ein&amp;amp;#32;Fall&amp;amp;#32;von&amp;amp;#32;Akromegalie}}&lt;br /&gt;
* {{ANNO|wkw|02|03|1893|16|Behandlung chirurgischer Tuberculose der Gliedmassen mit Stauungshyperämie|HERVORHEBUNG=Behandlung&amp;amp;#32;chirurgischer&amp;amp;#32;Tuberculose&amp;amp;#32;der&amp;amp;#32;Gliedmassen}}&lt;br /&gt;
* {{ANNO|wkw|10|08|1893|1|Unterbindung der Arteriae iliacae internae gegen Prostatahypertrophie|HERVORHEBUNG=Unterbindung&amp;amp;#32;der&amp;amp;#32;Arteriae&amp;amp;#32;iliacae&amp;amp;#32;internae&amp;amp;#32;gegen}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zirkuläre Darmnaht.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für klinische Chirurgie.&amp;#039;&amp;#039; Band 49, 1895, S. 739 ff.&lt;br /&gt;
* {{ANNO|wkw|09|01|1896|16|Weitere Mittheilungen über tragfähige Amputationsstümpfe im Bereiche der Diaphyse|HERVORHEBUNG=Weitere&amp;amp;#32;Mittheilungen&amp;amp;#32;über&amp;amp;#32;tragfähige}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor= |Titel=Operationstechnik für tragfähige Amputationsstümpfe |Sammelwerk=Centralblatt für Chirurgie |Nummer=31 |Verlag= |Ort= |Datum=1897 |Seiten=}}&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|wmw|03|00|1897|1228|21. Operationstechnik für tragfähige Amputationsstümpfe|anno-plus=ja}} (Kurzrezension.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Versuche über die Cocainisirung des Rückenmarks.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Zeitschrift für Chirurgie.&amp;#039;&amp;#039; Band 51, 1899, S. 361–368 ([https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wkw&amp;amp;datum=18990511&amp;amp;seite=13&amp;amp;zoom=33&amp;amp;query=%22August%2BBier%22&amp;amp;ref=anno-search Kurzrezension]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ueber einen neuen Weg Localanästhesie an den Gliedmassen zu erzeugen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Archiv für klinische Chirurgie]].&amp;#039;&amp;#039; Band 86, 1908, S. 1007–1016.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über den heutigen Stand der Lumbal- und Lokalanästhesie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutscher Chirurgenkongreß II.&amp;#039;&amp;#039; 1909, S. 474 ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die Venenanästhesie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Berliner klinische Wochenschrift.&amp;#039;&amp;#039; Band 11, 1909, S. 477 ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über eine neue Methode der lokalen Anästhesie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Münchner Medizinische Wochenschrift.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, 1909, S. 589 ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über Knochenregeneration, über Pseudarthrosen und über Knochentransplantate.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für klinische Chirurgie.&amp;#039;&amp;#039; Bans 127, 1923, S. 3 ff.&lt;br /&gt;
* posthum: &amp;#039;&amp;#039;Das Leben.&amp;#039;&amp;#039; J. F. Lehmanns Verlag, München 1951.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Misia Sophia Doms]]: &amp;#039;&amp;#039;August Biers Aufsatz „Wie sollen wir uns zu der Homöopathie stellen?“ und die nachfolgende Diskussion um die Homöopathie in der deutschen Ärzteschaft.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Medizin, Gesellschaft und Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 23, 2005, S.&amp;amp;nbsp;243–282.&lt;br /&gt;
* [[Albrecht Milnik]]: &amp;#039;&amp;#039;August Bier.&amp;#039;&amp;#039; In: Albrecht Milnik (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Im Dienst am Wald – Lebenswege und Leistungen brandenburgischer Forstleute. Brandenburgische Lebensbilder.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Kessel, Remagen-Oberwinter 2006, ISBN 3-935638-79-5, S.&amp;amp;nbsp;262–264.&lt;br /&gt;
* {{NDB|2|230|231|Bier, August|[[Martin Müller (Medizinhistoriker)|Martin Müller]]|118658816}}&lt;br /&gt;
* H. Pagel: &amp;#039;&amp;#039;Das bewegte Leben des August Bier.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;FOCUS MUL.&amp;#039;&amp;#039; Band 22, Heft&amp;amp;nbsp;2, 2005, S.&amp;amp;nbsp;5. (Zeitschrift der Universität Lübeck)&lt;br /&gt;
* G. Riehl: &amp;#039;&amp;#039;Zum 100. Geburtstag von Geheimrat Professor August Bier.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Forstarchiv.&amp;#039;&amp;#039; 32. Jahrgang, Heft 12, 1961, S.&amp;amp;nbsp;247–248.&lt;br /&gt;
* [[Reto U. Schneider]]: [http://www.nzzfolio.ch/www/d80bd71b-b264-4db4-afd0-277884b93470/showarticle/5b530a04-0a94-4492-a04f-0c430dd7e73a.aspx &amp;#039;&amp;#039;Eisenhammer gegen Schienbein&amp;#039;&amp;#039;], [[NZZ Folio]] 6/2003.&lt;br /&gt;
* [[Manfred Stürzbecher]]: &amp;#039;&amp;#039;Bier, August.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 176.&lt;br /&gt;
* [[Karl Vogeler]]: &amp;#039;&amp;#039;August Bier – Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; J. F. Lehmanns Verlag, München / Berlin 1941, ISBN 978-0013422211.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;August Bier&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Hohenheimer Lexikon der Agrarbiografien&amp;#039;&amp;#039;. Hohenheim, 2025. S. 182–183 ([https://uniarchiv.uni-hohenheim.de/fileadmin/einrichtungen/uniarchiv/Agrarbiografien/Hohenheimer_Lexikon_der__Agrarbiografien2025_aktualisiert.pdf Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;August Bier. Der Chirurg, der Bäume pflanzte.&amp;#039;&amp;#039; Dokumentarfilm von Alma Barkey. 50 min. Alma Barkey Film 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118658816}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/001726}}&lt;br /&gt;
* [https://www.stiftung-august-bier.de/ Homepage der Stiftung August Bier, die den Nachlass August Biers verwaltet]&lt;br /&gt;
* [https://mittendrin.fdst.de/august-bier-kuratorium/ Artikel zur Mitgliedschaft von August Bier im Kuratorium der Fürst Donnersmarck-Stiftung]&lt;br /&gt;
* [https://www.onmeda.de/persoenlichkeiten/bier.html www.onmeda.de: Bier]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
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{{Normdaten|TYP=p|GND=118658816|LCCN=nr2004024706|NDL=00769649|VIAF=12299975}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bier, August}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chirurg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geheimer Medizinalrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Greifswald)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanitätsoffizier (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied der Berliner Chirurgischen Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marinegeneralarzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 2. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 2. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komtur des Königlichen Hausordens von Hohenzollern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Allgemeine Forstwirtschaft)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1861]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1949]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bier, August&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Bier, August Karl Gustav (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Chirurg und Hochschullehrer; Sanitätsoffizier und Forstmann&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. November 1861&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Helsen]], Nordhessen&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. März 1949&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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