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	<title>August Ballnus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>2003:D0:9729:6804:5C05:AE7C:3799:7029 am 8. September 2023 um 17:16 Uhr</title>
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		<updated>2023-09-08T17:16:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich August Ballnus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. August]] [[1807]] in [[Oletzko|Marggrabowa]]; † [[26. April]] [[1871]] in [[Cichy (Świętajno)|Czychen]], [[Kreis Oletzko]]) war ein deutscher evangelischer Pfarrer in Masuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ballnus’ Vater arbeitete 1799–1800 als &amp;#039;&amp;#039;justycjariusz&amp;#039;&amp;#039; der richterlichen Ämter in [[Cimochy]] und Cichy. Von &amp;#039;&amp;#039;Abraham Adolf Hillmann&amp;#039;&amp;#039; (1790–1858) und seiner Frau Henriette geb. Klein (1793–1864) wohl [[Adoption|adoptiert]], besuchte Ballnus die Schule in [[Ryn|Rhein]] und das [[Königliches Gymnasium Lyck|Kgl. Gymnasium Lyck]], das er 1827 mit dem Abitur verließ. Er studierte [[Evangelische Theologie]] an der [[Albertus-Universität Königsberg]]. 1829 gehörte er zu den Stiftern des [[Corps Masovia Königsberg zu Potsdam|Corps Masovia]], dem sich viele [[Abiturient]]en des Lycker Gymnasiums und der [[Herzog-Albrechts-Schule (Rastenburg)]] anschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kösener Korpslisten]] 1910, 141/28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis sämtlicher Mitglieder des Corps Masovia Königsberg zu Potsdam 1823 bis 2005&amp;#039;&amp;#039;. Potsdam 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Studium wurde er 1833 [[Rektor#Schulen|Rektor]] in Lyck, wo er „mit Liebe, Freude und erheblichen Effekten“ unterrichtete. 1837 wurde er als Prediger der [[Kirche Cichy]] eingeführt. Zwei Jahre später folgte er als Pfarrer Carl Adam Rohmann, der sich (wie viele deutsche Pfarrer in [[Masuren]]) für die Erhaltung der [[Polnische Sprache|polnischen Sprache]] einsetzte. Über ihn und seine Frau fand Ballnus Kontakte zu wohlhabenden Bürgern, die sein soziales Engagement mit Sachmitteln und Spenden unterstützten. Auf gekauftem Baugrund errichtete er mit Bauholz aus dem Forstamt ein „Krankenhaus“, nach heutigen Begriffen eher ein [[Hospiz]] für ältere, gebrechliche und kranke Menschen. Die Königsberger [[Hartungsche Zeitung]] berichtete über diese Initiativen und eine Lycker Zeitung veröffentlichte seinen Appell:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Armut breitet sich aus. Bettelnde Kinder, Brutalität und Verwilderung werden immer häufiger.&lt;br /&gt;
Mit dieser Generation wird nie Wohltat zu den Mitmenschen kommen. Gefängnisse und Zuchthäuser entlassen demoralisierte Landstreicher. Armut kann nicht mit einem Befehl beseitigt, aber durch karitative Liebe gelindert werden. Schon lange liegt mir die Hilfe für die armen und notleidenden Kinder am Herzen; aber ich kann ihnen nicht helfen wie ich wollte. Ich brauche Ihre Hilfe, meine Damen und Herren.|Lycker gemeinnütziges Unterhaltungsblatt, 30. Mai 1846}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehör fand er nicht nur in der Kirche und in der Öffentlichkeit, sondern auch in den [[Grafschaft]]en bei [[Marggrabowa]] und bei der [[Regierungsbezirk Gumbinnen|Regierung in Gumbinnen]]. In Anerkennung seiner selbstlosen Arbeit wurde er 1848 in die [[Preußische Nationalversammlung]] gewählt. Als Mitglied des [[Preußischer Landtag#Alt-Preußen|Preußischen Landtags]] kämpfte Ballnus für das humanitäre Völkerrecht und gegen die Todesstrafe. Er wandte sich gegen die Aufrechterhaltung von Privilegien des Staates und der religiösen Orden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1860er-Jahre waren für das ohnehin arme Masuren besonders schwer. Schlechte Ernten und [[Typhus|Hungertyphus]] ließen 1868 allein im [[Kreis Oletzko]] 5,3 % der Bevölkerung sterben.&lt;br /&gt;
Für die verwaisten und obdachlosen Kinder stiftete Ballnus das &amp;#039;&amp;#039;Ballnussche Waisenhaus&amp;#039;&amp;#039; in der Goldapstraße. Bei der Grundsteinlegung am 26. April 1871 äußerte er die Ansicht, Trunkenheit, Armut und Unwissenheit herrschten unter den [[Masuren (Volk)|Masuren]] vor und wären die Hauptquelle des moralischen Verfalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1862 zum [[Superintendent]]en des [[Kirchenprovinz Ostpreußen#Kirchenkreise|Kirchenkreises Oletzko]] gewählt, legte er das Amt nach einigen Jahren nieder, um sich wieder seiner früheren Arbeit in Czychen zuwenden zu können. Als er dort gestorben war und beerdigt wurde, erwiesen ihm  (entgegen seinem letzten Wunsch) Massen von Menschen und viele Würdenträger aus Staat und Kirche die letzte Ehre. Im heute polnischen Masuren wird noch seiner gedacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ballnus war verheiratet mit seiner Stiefschwester &amp;#039;&amp;#039;Emma Hillmann&amp;#039;&amp;#039; (1815–1866).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
*  &amp;#039;&amp;#039;Leget an die Waffen des Lichts! Eine politische Predigt über Röm. 13, 12. Deutschlands katholischen Fürsten, Priestern und Bischöfen gewidmet&amp;#039;&amp;#039;. Gerhard, Danzig 1845.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Andreas Kossert]]: &amp;#039;&amp;#039;Masuren. Ostpreußens vergessener Süden&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2001, S. 193.&lt;br /&gt;
* Jan Chłosta: &amp;#039;&amp;#039;Biografie Niemców z Prus Wschodnich / Biographien Deutscher aus Ostpreußen&amp;#039;&amp;#039;. Studio Poligrafii Komputerowej &amp;quot;SQL&amp;quot;, Olsztyn 2010. ISBN 978-83-88125-72-0. Darin S. 14/15: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich August Ballnus&amp;#039;&amp;#039; (polnisch und deutsch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://gw4.geneanet.org/index.php3?b=pmlhennings&amp;amp;lang=fr;p=friedrich+august;n=ballnus GeneaNet]&lt;br /&gt;
* [http://www.raymontdorra.info/ahnen/Czychen/Czychen.html Czychen]&lt;br /&gt;
* [http://www.um.olecko.pl/widoki/11.htm Polnische Erinnerung]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.de/books?id=NdwOAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA488&amp;amp;lpg=PA488&amp;amp;dq=august+ballnus&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=uUsUFwJOoz&amp;amp;sig=eg87rbZ43rlWtYm2eUNLq3S6j-I&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=tH7pTOH2EMmVOsq8nYwK&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=7&amp;amp;ved=0CC0Q6AEwBg#v=onepage&amp;amp;q=august%20ballnus&amp;amp;f=false Abitur in Lyck]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1067659935|VIAF=314871825}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ballnus, August}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Ostpreußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Preußischen Nationalversammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der sozialen Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Diakonie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Masuren)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1807]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1871]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Albertus-Universität Königsberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ballnus, August&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ballnus, Friedrich August (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher evangelischer Pfarrer in Masuren&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. August 1807&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Oletzko|Marggrabowa]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. April 1871&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Cichy (Świętajno)|Czychen]], [[Kreis Oletzko]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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