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	<title>August-Martin Euler - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=August-Martin_Euler&amp;diff=122858&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ewald Grothe (ADL) am 2. März 2026 um 15:39 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:August-Martin Euler.jpg|mini|August-Martin Euler]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;August-Martin Euler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. Mai]] [[1908]] in [[Kassel]]; † [[4. Februar]] [[1966]] in [[Brüssel]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Politiker]] ([[Freie Demokratische Partei|FDP]], später [[Freie Volkspartei|FVP]] und [[Deutsche Partei]]). Er war von 1947 bis 1956 Landesvorsitzender der [[FDP Hessen]], von 1949 bis 1958 [[Mitglied des Deutschen Bundestages]] und dort 1951–52 Vorsitzender der FDP-Fraktion. 1956 führte er eine Abspaltung von der FDP-Fraktion, die sogenannte Eulergruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Beruf ==&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur studierte Euler [[Rechtswissenschaft]] an der [[Philipps-Universität Marburg|Universität Marburg]] und war anschließend von 1936 bis 1944 in verschiedenen juristischen Stellungen tätig. Seit 1939 war er als Justitiar der [[I.G. Farben]] Generalbevollmächtigter für Chemie in Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3-7700-5224-2|Titel=Euler, August-Martin |Fundstelle=E |Seiten=282 |KBytes=201}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Euler, der eine Ausbildung bei der [[Schutzpolizei]] durchlaufen hatte, wurde am 29. November 1944 als Polizist zur [[Waffen-SS]] in das SS-Polizei-Regiment 2 Brandenburg eingezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Kirschner Hessen-Parlament |Seite=31, 39}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945/46 war er [[Landrat (Deutschland)|Landrat]] im [[Landkreis Hersfeld-Rotenburg|Kreis Hersfeld]]. Anschließend war er als [[Rechtsanwalt]] tätig. 1953 gehörte er dem [[Club 53]] um [[Arnold Bode]] an. Im September 1958 wurde er Generaldirektor bei der Versorgungsabteilung der [[Europäische Atomgemeinschaft|EURATOM]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war der Vater der späteren Hamburger FDP-Fraktionsvorsitzenden [[Maja Stadler-Euler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Partei ==&lt;br /&gt;
Euler gehörte 1945 zu den Mitbegründern der &amp;#039;&amp;#039;[[FDP Hessen|Liberal-Demokratischen Partei]]&amp;#039;&amp;#039;, der späteren FDP, in Kassel und dann am 29. Dezember 1945 in Frankfurt für ganz Hessen. Er wurde 1946 zunächst Landesgeschäftsführer und auf Wunsch der amerikanischen Militäradministration im Juni 1947 Landesvorsitzender der [[FDP Hessen]] als Nachfolger von [[Georg Ludwig Fertsch]]. Das Amt behielt er bis zu seinem Parteiaustritt 1956. Beim [[FDP-Gründungsparteitag 1948|Gründungsparteitag der FDP]] in [[Heppenheim]] im Dezember 1948 wurde Euler in den engeren [[FDP-Bundesvorstand|Vorstand]] der Bundespartei gewählt. Auf dem [[FDP-Bundesparteitag 1949|Bundesparteitag der FDP]] 1949 in [[Bremen]] wollte er ein Bekenntnis zur [[Wiederbewaffnung]] durchsetzen, scheiterte jedoch an der damals antimilitaristischen Stimmung der Mehrheit der Delegierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sitzung des [[FDP-Bundeshauptausschuss|Bundeshauptausschusses der FDP]] am 21. September 1950 sprach er sich dafür aus, nicht nur die Unvereinbarkeit der Mitgliedschaft in der FDP mit der Mitgliedschaft in der [[Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes]], sondern auch mit der in der [[Deutsche Friedensgesellschaft|Deutschen Friedensgesellschaft]] zu beschließen.&amp;lt;ref&amp;gt;Christof Brauers: &amp;#039;&amp;#039;Die FDP in Hamburg 1945 bis 1953. Start als bürgerliche Linkspartei&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Vereinigung Demokratische Offenheit: DemOkrit.&amp;#039;&amp;#039; Band 3). M-Press Meidenbauer, München 2007, ISBN 978-3-89975-569-5, S. 475.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während die erste Forderung wegen des bestimmenden Einflusses der [[KPD]] auf die VVN mit klarer Mehrheit verabschiedet wurde, scheiterte der Antrag bezüglich der Friedensgesellschaft, schließlich war mit [[Harald Abatz]] ein FDP-Mitglied Bundesvorsitzender der DFG. Auf dem [[FDP-Bundesparteitag 1951|Bundesparteitag im September 1951]] in München kandidierte er gegen den bisherigen stellvertretenden Bundesvorsitzenden [[Hermann Schäfer (Politiker, 1892)|Hermann Schäfer]] und unterlag knapp mit 114 zu 139 Stimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Hans-Joachim von Merkatz]] trat Euler 1950 für die rigorose Beendigung der [[Entnazifizierung]] ein. Beide waren dabei bestrebt, auch die sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Hauptschuldigen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Belasteten&amp;#039;&amp;#039; von allen damals aktuellen oder drohenden Sanktionen zu entlasten.&amp;lt;ref&amp;gt;Hierzu [[Norbert Frei]]: &amp;#039;&amp;#039;Vergangenheitspolitik. Die Anfänge der Bundesrepublik und die NS-Vergangenheit.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 1996, ISBN 3-406-41310-2, S. 55, S. 58–61, S. 67 und S. 69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Euler gehörte zu den striktesten Vertretern einer Bürgerblock-Orientierung der FDP. So forderte er 1952 den Ausschluss der baden-württembergischen [[FDP Baden-Württemberg|FDP/DVP]], die er als &amp;#039;&amp;#039;Demi-Marxisten&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete, aus der Partei, nachdem [[Reinhold Maier]] im Südweststaat eine Koalition mit der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] eingegangen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Koalitionswechsel der FDP in [[Nordrhein-Westfalen]] 1956 von der CDU zur SPD führte schließlich dazu, dass sich eine Gruppe von FDP-Mitgliedern und Abgeordneten unter Eulers Führung im Februar 1956 von der Partei trennte und die [[Freie Volkspartei]] (FVP) gründete. Mit der FVP kam Euler im März 1957 zur [[Deutsche Partei|Deutschen Partei]] (DP).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgeordneter ==&lt;br /&gt;
Euler war 1946/47, 1950/51 und 1954/55 [[Mitglied des Landtages|Landtagsabgeordneter]] in [[Hessischer Landtag|Hessen]]. 1946/47 und 1954/55 war er dort auch [[Fraktionsvorsitzender]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er saß von 1947 bis 1949 für [[Hessen]] im [[Wirtschaftsrat des Vereinigten Wirtschaftsgebietes]], in dem er stellvertretender Vorsitzender der FDP-Fraktion war. Dem [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] gehörte Euler von 1949 bis 1958 an. Bei der [[Bundestagswahl 1949]] wurde er im [[Bundestagswahlkreis Fritzlar-Homberg]] mit 27,8 Prozent der Stimmen, aber mit deutlichem Vorsprung vor dem [[SPD]]-Kandidaten (22,9 Prozent), direkt ins Parlament gewählt und konnte den Wahlkreis auch [[Bundestagswahl 1953|1953]] behaupten. Er sprach sich 1949 zunächst für eine gemeinsame Fraktion mit der [[Deutsche Partei|Deutschen Partei]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst stellvertretender Fraktionsvorsitzender, wurde er am 10. Januar 1951 mit 23 zu 22 Stimmen gegen den bisherigen Amtsinhaber [[Hermann Schäfer (Politiker, 1892)|Hermann Schäfer]] zum Vorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;Christof Brauers: &amp;#039;&amp;#039;Die FDP in Hamburg 1945 bis 1953. Start als bürgerliche Linkspartei&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Vereinigung Demokratische Offenheit: DemOkrit.&amp;#039;&amp;#039; Band 3). M-Press Meidenbauer, München 2007, ISBN 978-3-89975-569-5, S. 528.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits ein Jahr später trat er jedoch nicht mehr für das Amt an. In der ersten Wahlperiode war er auch Vorsitzender des [[Sachverständigen-Ausschuss für die Neugliederung des Bundesgebietes|Sachverständigen-Ausschusses für die Neugliederung des Bundesgebietes]], in dem er weitgehende Forderungen nach einer Reduzierung der Zahl der deutschen Länder vertrat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Neugliederung / Bundesländer – Es bleibt, wie es ist |Sammelwerk=[[Der Spiegel]] |Band=50 |Datum=1955-12-07 |Online=[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-31971622.html spiegel.de] |Abruf=2016-03-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1953 wurde er erneut stellvertretender Fraktionsvorsitzender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit dem sogenannten Ministerflügel (einschließlich der vier bisherigen FDP-Minister des [[Kabinett Adenauer II|Kabinetts Adenauer II]]: [[Franz Blücher]], [[Fritz Neumayer]], [[Victor-Emanuel Preusker]] und [[Hermann Schäfer (Politiker, 1892)|Hermann Schäfer]]) verließ Euler, nach dem diese 16 Abgeordneten auch &amp;#039;&amp;#039;Euler-Gruppe&amp;#039;&amp;#039; genannt wurden, am 23. Februar 1956 die FDP-Fraktion. Die Gruppe gründete die FVP, die sich ein Jahr später mit der Deutschen Partei vereinigte. Für die DP/FVP-Fraktion wurde er gegen Ende der Wahlperiode Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Atomfragen. Bei der [[Bundestagswahl 1957]] zog er auf der hessischen [[Landesliste]] der DP wieder ins Parlament ein. Sein Mandat legte er am 10. September 1958 nieder, als er zur EURATOM wechselte. Er war 1949 Mitglied der ersten und 1954 der zweiten [[Bundesversammlung (Deutschland)|Bundesversammlung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Wahl des deutschen Bundespräsidenten 1949|Wahl des deutschen Bundespräsidenten 1954}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Kirschner Hessen-Parlament |Seite=15, 31, 39, 54}}&lt;br /&gt;
* {{Hessen-Parlament 1946–1986 |Seite=243–244}}&lt;br /&gt;
* Jochen Lengemann: &amp;#039;&amp;#039;MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 14 = &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 123.&lt;br /&gt;
* Andrea von Lucke: &amp;#039;&amp;#039;Die Krise von 1956. Die Spaltung der FDP-Bundestagsfraktion unter der Führung August Martin Eulers und die Folgen für die hessische FDP.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Jahrbuch zur Liberalismus-Forschung]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 20 (2008), S. 97–113.&lt;br /&gt;
* Maria Neumann: &amp;#039;&amp;#039;In zweifelhafter Gesellschaft? Adolf Arndt und August-Martin Euler – Zwei vergangenheitspolitische Akteure der ersten documenta 1955.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Geschichtswissenschaft (1953)|Zeitschrift für Geschichtswissenschaft]]&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 72 (2024), Nr. 2, S. 139–160.&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000002833|August Martin Euler||in: &amp;#039;&amp;#039;Internationales Biographisches Archiv&amp;#039;&amp;#039; 14/1966 vom 28. März 1966}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|1024095363}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=1024095363|titel=„Euler, August Martin“}}&lt;br /&gt;
* {{Parlamente in Hessen|Thema=Abgeordnete|Ident=1024095363|Titel=August-Martin Euler|Datum=2023-02-04|Abruf=2023-07-06}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Landesvorsitzende der FDP Hessen&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Fraktionsvorsitzende der FDP Hessen&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Landräte des Landkreises Hersfeld&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1024095363|LCCN=no2005069311|VIAF=30048571}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Euler, Augustmartin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FDP-Bundesvorstand]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fraktionsvorsitzender (FDP Hessen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Baden-Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Verfassungberatenden Landesversammlung (Groß-Hessen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landrat (Hersfeld)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (I.G. Farben)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsitzender der FDP Hessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Wirtschaftsrat des Vereinigten Wirtschaftsgebietes)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1966]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Euler, August-Martin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (FDP, FVP, DP), MdL, MdB&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. Mai 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kassel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Februar 1966&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Brüssel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ewald Grothe (ADL)</name></author>
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