<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Augensteinschotter</id>
	<title>Augensteinschotter - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Augensteinschotter"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Augensteinschotter&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-09T12:18:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Augensteinschotter&amp;diff=1054228&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: defekten Link uibk.ac.at/downloads mittels ZOBODAT korrigiert; Kleinkram</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Augensteinschotter&amp;diff=1054228&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2022-01-21T18:40:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;defekten Link uibk.ac.at/downloads mittels ZOBODAT korrigiert; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Augenstein-Formation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Augenstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Augensteinschotter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in der [[Geologie]] ein mit zwei bis drei Zentimeter großen, runden Quarzen durchsetztes [[Schotter]]-Sediment in den [[Kalkalpen]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist am häufigsten im [[Dachsteinmassiv]] zu finden, wo es Teile der [[Karst]]hochfläche versiegelt, was zur Bezeichnung „Augenstein-Landschaft“ geführt hat. Sie hat sich früher nach Osten bis fast zur [[Rax]] ausgedehnt, Reste treten auch in den [[Berchtesgadener Alpen]], in den [[Leoganger Steinberge]]n und im [[Kaisergebirge]] zutage.&amp;lt;ref&amp;gt;Volkmar Stingl: &amp;#039;&amp;#039;Erste Augensteinfunde in den Leoganger Steinbergen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen der Österreichischen Geologischen Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 82, Wien 1990, S. 79–89 ({{ZOBODAT |pfad=pdf/MittGeolGes_82_0079-0089.pdf}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das über die Hochfläche verstreute [[Geröll]] besteht vorwiegend aus hellen bis trüben Quarzen, die aber verschieden gefärbt sind. Am häufigsten sind sie mit einer gelben [[Verwitterung]]skruste überzogen. Daneben treten auch Gerölle aus anderem Material auf, wie [[Grauwacke]]n-Schiefer, [[Phyllit]]e und [[Gneis]]e, sowie rote oder gelbe [[Sandstein]]e. Vereinzelt sind kleine Augensteine sogar von jungem [[Aragonit]]-Sinter umschlossen, der sich als Spalten- oder [[Gang (Geologie)|Gangfüllung]] in einzelnen Klüften findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den schön gerundeten Steinen, deren Größe schwankt, kommen auch flache [[Geschiebe]] vor. Die hellen Quarze und die [[Hornstein (Gestein)|Hornsteine]] sind oft gut poliert. Die wasserhellen bis durchscheinenden, hochpolierten Quarze werden von den Einheimischen als „Augensteine“ bezeichnet – weniger aber wegen ihres Aussehens, sondern weil sie als Mittel zur Entfernung von Fremdkörpern aus dem [[Auge]] galten. Die meisten Augensteine haben 1–3&amp;amp;nbsp;cm Durchmesser, doch kommen auch Gerölle von der Größe einer halben Faust vor. Außer diesen losen Augensteinen sind sie häufig als Bestandteil grober Sandsteine oder [[Konglomerat (Gestein)|Konglomerate]] zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung der „Augenstein-Landschaft“ ==&lt;br /&gt;
Vor der Auffaltung der [[Nördliche Kalkalpen|Nördlichen Kalkalpen]] zum Hochgebirge, die im [[Miozän]] erfolgte, waren weite Bereiche der verkarsteten Kalkstöcke in der Osthälfte Österreichs von den Schottern der sogenannten Augensteinlandschaft bedeckt. Beispielsweise bildete sich die &amp;#039;&amp;#039;Dachstein-Altfläche&amp;#039;&amp;#039; im späten [[Eozän]] (vor etwa 35 Mill. Jahren) als verkarstetes [[Hügelland]] und ist bis heute – an der Oberfläche nur wenig umgestaltet – als Hochplateau (z.&amp;amp;nbsp;B. Dachstein und [[Totes Gebirge]]) erhalten. Im [[Oligozän]] begann die Dachstein-Altfläche abzusinken und wurde über viele [[Jahrmillion]]en von mächtig anwachsenden [[Schotter]]n und [[Sand]]en der &amp;#039;&amp;#039;Augenstein-Formation&amp;#039;&amp;#039; bedeckt. Das Material dieser Schüttung transportierten die Flüsse des südlich angrenzenden [[Kristallinkomplex|Kristallins]] der [[Österreichische Zentralalpen|Zentralalpen]] heran. Diese Versiegelung der ursprünglichen Landschaft durch diese [[fluviatil]]en Konglomerate und andere Sedimente ist heute nur noch auf wenigen Restflächen in Form von [[Quarz]]-Geröll, [[Bohnerz]]en und umgelagerten [[Roterde|Rotböden]] erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie [[Universität Tübingen|Tübinger]] Geologen unter [[Wolfgang Frisch (Geologe)|Wolfgang Frisch]] (St. Gilgen) herausfanden, dürften die Augenstein-Sedimente im Dachsteinmassiv über 1300 Meter mächtig gewesen sein, möglicherweise sogar über 2000 Meter mächtig. Ihre [[Sedimentation|Ablagerung]] endete vor etwa 22 Mill. Jahren (frühes [[Miozän]]), weil sich das Herkunftsgebiet der Augenstein-Schotter absenkte und den Lauf der [[Fluss|Flüsse]] veränderte.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Frisch, Joachim Kuhlemann, István Dunkl &lt;br /&gt;
Balázs Székely: &amp;#039;&amp;#039;The Dachstein paleosurface and the Augenstein Formation in the Northern Calcareous Alps - a mosaic stone in the geomorphological evolution of the Eastern Alps.&amp;#039;&amp;#039; In: Int Journal of Earth Science (Geol Rundschau, 2001, [http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs005310000189 PDF-Artikelvorschau]).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Augenstein-Sedimente im Alpenvorland und im heutigen Karst ==&lt;br /&gt;
Auf den nun ungeschützten Altflächen vom Dachstein nach Osten wurden die [[Lockergestein|losen]] Sedimente der Augenstein-Landschaft erodiert und nach Norden im [[Molasse]]becken umgelagert. In dessen Untergrund bilden sie nun wichtige Speichergesteine für das [[Grundwasser]] und zahlreiche [[Erdöl]]-Fallen, die vom Mineralölbetrieb der [[Rohöl-Aufsuchungs AG|RAG]] erschlossen werden, aber auch in [[Sandgrube|Sand-]] und [[Kiesgrube|Schottergruben]] als Massenrohstoff für die Baustoff-Industrie dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Karstplateau der „Altflächen“ wurde hingegen im [[Pannon]] (vor ~10 Mill. Jahren) in mehreren Schüben gehoben. Ein Teil der Augenstein-Sedimente gelangte durch [[geologische Störung]]en in verschiedene Höhlensysteme, wo sie ein Indiz für das Aussehen der früheren Landschaft darstellen. Ihre Erhaltung ist letztlich der Karstentwässerung zu verdanken, doch auch ihrer Einklemmung längs [[tektonisch]]er Linien. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zahlreiche, allerdings lokal begrenzte Vorkommen finden sich auch noch am [[Dachsteinmassiv|Dachsteinplateau]], deren Augensteine von der Größe einer [[Erbse]] bis zu über 10&amp;amp;nbsp;cm messen können. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Augensteine wurden inzwischen – analog zu seltenen Pflanzen – unter [[Naturschutz]] gestellt und ihre Mitnahme untersagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutigen Vorkommen der Augensteine sind meist an das Auftreten von Karst[[Kluft (Geologie)|klüften]] und [[Schlot (Geologie)|Schloten]], eingestürzten Höhlengängen oder an den gelb-roten Verwitterungs[[lehm]] gebunden. Außer Fundstellen, wo nur wenige Augensteine beisammenliegen, gibt es auch solche mit größerer Ausdehnung (Niederer [[Gjaidstein]], Rumplersee, Roßfeld, Augensteindlgrube oder Feisterscharte), die etwa beim [[Krippenstein]] (oberhalb von Hallstatt) bzw. nach Westen am [[Kreuzkamm]] enden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Bohnerz]]&lt;br /&gt;
* [[Dachsteinkalk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.gosaunet.at/tipps/wasser-berge-schnee/der-dachstein-eine-vielfaeltige-urlandschaft.html Harald Lobitzer: &amp;#039;&amp;#039;Der Dachstein: eine vielfältige Urlandschaft.&amp;#039;&amp;#039;] gosaunet.at&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.sbg.ac.at/geog/studenten/roth/se/christian_leid/christian_leid.html | wayback=20100818081125 | text=Christian Leidinger: &amp;#039;&amp;#039;Geologie des Dachsteingebietes.&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klastisches Sedimentgestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nördliche Kalkalpen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesteinseinheit des Paläogen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesteinseinheit des Neogen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
	</entry>
</feed>