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	<title>Augau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Higher resolution version of image&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gau&lt;br /&gt;
|NAME=Augau&lt;br /&gt;
|KARTE=&lt;br /&gt;
|KARTENBESCHREIBUNG=&lt;br /&gt;
|BILD=&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG=oberes Bild&lt;br /&gt;
|LAGE-POLITISCH=[[Nordrhein-Westfalen]] und [[Niedersachsen]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
|LAGE-GAU=[[Weser]]&lt;br /&gt;
|LAGE-GAU-BEZ=Gau an der&lt;br /&gt;
|HISTORISCHES ZENTRUM=[[Corvey]]&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD=51/46/40/N&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD=9/24/36/E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO=DE-NW&lt;br /&gt;
|POSKARTE=Deutschland Nordrhein-Westfalen&lt;br /&gt;
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|FLÄCHE=&lt;br /&gt;
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|BILD1=&lt;br /&gt;
|BILD1-BESCHREIBUNG=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Augau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (pagus Auga, pagus Augensis, pagus Auguensis, Auganagavvi, Ahagewe) war im Mittelalter ein [[Sachsen (Volk)|sächsischer]] Gau am Ostrand der sächsischen Provinz [[Angrivarier#Die Landschaft Engern|Engern]] links und rechts der [[Weser#Oberweser|Oberweser]] zwischen der Mündung der [[Diemel]] und [[Bevern (Landkreis Holzminden)|Bevern]]-[[Forst (Bevern)|Forst]]. [[Corvey]] und [[Höxter]] lagen in diesem Gau.&amp;lt;ref&amp;gt;So nicht anders angegeben ergeben sich die Belege aus den unter Literatur angegebenen Werken.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gaunamen Ostwestfalen.jpg|mini|hochkant=1.5|Ungefähre Lage der mittelalterlichen Gaue in Ostwestfalen-Lippe, rot: westfälische Gaue, schwarz: ursprünglich engrische Gaue, blau: ostfälische Gaue]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gaukarte des Christiani Vlrici Grvpen Anno 1740.png|mini|hochkant=1.5|Pagus Auga in der Gaukarte &amp;#039;&amp;#039;TABULA [[Angrivarier|ANGARIAE]] IN [[Erzbistum Paderborn|DIOECESI PATERBORNENSI]]&amp;#039;&amp;#039; des [[Christian Ulrich Grupen]], 1740]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Duchy of Saxony (134037775).jpg|mini|hochkant=1.5|Die klar abgegrenzten mittelalterlichen Gaue des Herzogtum Sachsens um 1000 aus dem Allgemeinen Historischen Handatlas von Gustav Droysen von 1886]]&lt;br /&gt;
Zu verschiedenen Zeiten wurde die Abgrenzung der mittelalterlichen Gaue unterschiedlich angegeben, zeitweise versuchte man sogar feste Grenzen zu erarbeiten. Heute wird eher die ungefähre Lage angegeben, da zu einem Gau gehörige Orte nur selten und punktuell aus den [[Quelle (Geschichtswissenschaft)|Quellen]] hervorgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Augau&amp;#039;&amp;#039; dehnte sich östlich der Weser etwa bis in die Mitte des [[Solling]]s aus, also etwa bis in die Gegend des Klosters [[Hethis]], das dort kurzzeitig vermutlich beim heutigen Neuhaus bestanden hatte. Im Solling wurden auch andere Orte gegründet, die später wieder verlassen und so zu [[Wüstung]]en wurden. Diese Siedlungen lagen überwiegend am Rand des Gebirges. Zu ihnen gehörte Sulbeke, das zeitweise im Besitz der [[Grafschaft Dassel|Grafen von Dassel]] war, anschließend zum Besitz der [[Everstein (Adelsgeschlecht)|Grafen von Everstein]] und danach den [[Herren von Leuthorst|Herren von Luthardessen]] gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Orte in diesem Gau werden Hucxori ([[Höxter]]), Corbeia ([[Corvey]]), Wiriesi ([[Würgassen]]), Heinhusen ([[Heinsen]]), Winiden (Wenden, wüst bei Heinsen), Windelmuderode (Wilmerode, wüst bei Heinsen), Rudberdessen (wüst bei Heinsen), Aldendorp (bei [[Holzminden]] oder [[Stadtoldendorf]]), Sunderessen (unbekannt), Nisa ([[Niese (Lügde)|Niese]]) und Hameressen ([[Hummersen]]) genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig August Theodor Holscher: &amp;#039;&amp;#039;Die ältere Diöcese Paderborn, nach ihren Grenzen, Archidiakonaten, Gauen und alten Gerichten, Teil III, Archidiakonat Höxter&amp;#039;&amp;#039;, [[Westfälische Zeitschrift|WZ]]&amp;amp;nbsp;39, 1881, S.&amp;amp;nbsp;148&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Annahme der Übereinstimmung der Grenzen der [[Archidiakonat]]e mit den Grenzen der Gaue versuchte man genaue Abgrenzungen vorzunehmen. Daher gilt z.&amp;amp;nbsp;B. der Forstbach beim [[Bevern (Landkreis Holzminden)|Beverner]] Ortsteil Forst, der sich Uarstan schrieb, als Nordgrenze des Augaus.&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig August Theodor Holscher: &amp;#039;&amp;#039;Die ältere Diöcese Paderborn, nach ihren Grenzen, Archidiakonaten, Gauen und alten Gerichten, Teil III, Archidiakonat Höxter&amp;#039;&amp;#039;, [[Westfälische Zeitschrift|WZ]]&amp;amp;nbsp;39, 1881, S.&amp;amp;nbsp;148&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach dem 20. Abt von Corvey, Sacharo von Rosdorf (1055/56–1071), benannte Fälschung &amp;#039;&amp;#039;Register Sacharos&amp;#039;&amp;#039; von 1752 führte folgende Orte als zum Augau gehörig auf: Alberteshus, Althona, Aldanthorpe, Biveran, Bodikeshus, Boffeshus, Bathedi, Boffesburiun, Cotun, Duncgon (Dunge, Dungun), Divernthal, Fersthan, Haslbechi, Higenhus, Hamereshus, Holtesmeni, Haversvordi, Haculesthorpe, Hucxori, Ikonrode, Luttringi, Meyngoteshusun, Ovenhus, Rothe, Stalo, Stotinghus, Sulbeke, Smittheardeshus, Thudanhuson, Unergesi, Ungrotun, Waritbeke, Withem und Wergesi. Obwohl dies schon 1861 als Fälschung erkannt wurde, werden die nach ihr festgestellten Grenzen teils bis heute tradiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Spancken: &amp;#039;&amp;#039;Das Register Sacharos, ein literarischer Betrug des Geschichtsschreibers Joh. Friedr. Falke.&amp;#039;&amp;#039;, WZ 21 1861, S. 1–80.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gau grenzte im Süden an [[Leinegau]] und [[Hessengau]], im Westen an [[Nethegau]] und [[Wetigau]], im Norden an den [[Tilithigau]], im Osten an das [[Wikanafeld]] des ostfälischen [[Gudingau]]s sowie den [[Suilbergau]] und den schon zum Leinegau zählenden [[Moringen|Moringa]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.maproom.org/00/46/present.php?m=0033/ Karte &amp;quot;DEUTSCHLANDS GAUE III. Sachsen. Nördliches Thüringen, in: Karl Spruner, Theodor Menke: Hand-Atlas für die Geschichte des Mittelalters und die neueren Zeit, 1880].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturräumliche Gliederung ==&lt;br /&gt;
Nach dem [[Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands]] liegt der &amp;#039;&amp;#039;Augau&amp;#039;&amp;#039; in der [[Niedersächsisches Bergland|Haupteinheitengruppe D36 Weser- und Weser-Leine-Bergland (Niedersächsisches Bergland)]], zu der die alten Haupteinheitengruppen 36 &amp;#039;&amp;#039;Oberes Weserbergland&amp;#039;&amp;#039; und 37 &amp;#039;&amp;#039;Weser-Leine-Bergland&amp;#039;&amp;#039;, an denen der Augau Anteil hat, sowie 53 &amp;#039;&amp;#039;Unteres Weserbergland&amp;#039;&amp;#039; zusammengefasst wurden. Hier sind zu erwähnen:&lt;br /&gt;
* die Haupteinheit 367 [[Holzmindener Wesertal]], das im Augau entlang der Weser liegt.&lt;br /&gt;
* die Haupteinheit 361 [[Oberwälder Land]], auf dessen Naturräume 361.01 [[Fürstenauer Berge]] und 361.02 [[Bever-Diemel-Kalkbergland]] sich Teile des Gaus westlich des Wesertals erstrecken.&lt;br /&gt;
* die Haupteinheit 371 [[Sollingvorland]], auf dessen Naturraum 371.01 [[Golmbacher Berge]] sich Teile des Gaus östlich des Wesertals erstrecken.&lt;br /&gt;
* die Haupteinheit 370 [[Solling, Bramwald und Reinhardswald]], auf dessen Untereinheit 370.0 [[Nördlicher Solling]] sich Teile des Gaus östlich des Wesertals erstrecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigstes Gewässer ist die [[Weser]] mit ihren Zuflüssen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jürgen Hövermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Geographische Landesaufnahme: [[Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands#Einzelblätter|Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt&amp;amp;nbsp;99]] Göttingen.&amp;#039;&amp;#039; Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1963. →&amp;amp;nbsp;[http://geographie.giersbeck.de/karten/099.pdf Online-Karte] (PDF; 4,1&amp;amp;nbsp;MB), Sofie Meisel: &amp;#039;&amp;#039;Geographische Landesaufnahme: [[Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands#Einzelblätter|Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt&amp;amp;nbsp;98]] Detmold.&amp;#039;&amp;#039; Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1959. →&amp;amp;nbsp;[http://geographie.giersbeck.de/karten/098.pdf Online-Karte] (PDF; 5,4&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Den Winter von 797 auf 798 verbrachte Karl der Große in einem Lager an einer Weserfurt im Süden des Augau. Nach dem wichtigen Pfalzort [[Herstal|Heristal in Francia]] benannte er es als Heristal Saxonicum, in heutiger Sprache [[Herstelle]].&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Braunfels: &amp;#039;&amp;#039;Karl der Große in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg 1972, S. 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
822 wurde das an ungeeigneter Stelle in [[Hethis]] im Solling errichtete Kloster [[Corvey]] zur &amp;#039;&amp;#039;villa Hucsori&amp;#039;&amp;#039;, dem heutigen [[Höxter]], in den Augau verlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Bannasch: Das Bistum Paderborn unter den Bischöfen Rethar und Meinwerk, Altertumsverein, Paderborn 1972, S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist umstritten, ob die [[Gogericht#Fränkische Grafschaftsverfassung in Sachsen|fränkische Grafschaftsverfassung]] im von Karl dem Großen eroberten Sachsen mit der Fläche nach abgegrenzten Grafschaftsbezirken konsequent eingeführt wurde, bzw. bis wann sie dort bestand und ob die Grafschaften den landschaftlichen Gaunamen entsprachen. Sicher ist, dass die Grafschaften von [[Immunitätsbezirk|Immunitäts-]], [[Königspfalz|Pfalz]]-, [[Forst]]- und [[Allod]]ialbezirken sowie Marken durchsetzt waren, in denen die Gewalt der Grafen nicht galt. Auch einzelne Personengruppen waren davon ausgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe z.&amp;amp;nbsp;B. W. Schlesinger: &amp;#039;&amp;#039;Bemerkungen zum Problem der westfälischen Grafschaften und Freigrafschaften&amp;#039;&amp;#039;, in: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur deutschen Verfassungsgeschichte des Mittelalters 2&amp;#039;&amp;#039;, 1963. Hermann Bannasch: Das Bistum Paderborn unter den Bischöfen Rethar und Meinwerk, Paderborn 1972, S. 55&amp;amp;nbsp;f. Heinrich Boettger: Diöcesan- und Gau-Grenzen Norddeutschlands zwischen Oder, Main, jenseits des Rheins, der Nord- und Ostsee. Von Ort zu Ort schreitend festgestellt. 4 Bände und Karte. Buchhandlung des Waisenhauses u.&amp;amp;nbsp;a., Halle u.&amp;amp;nbsp;a. 1875–1876.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So erhielt das Kloster Corvey 832 von Kaiser [[Ludwig der Fromme|Ludwig dem Frommen]] die Immunität verliehen und im Jahre 940 von [[Otto I. (HRR)|Otto dem Großen]] den [[Bannleihe|Burgbann]] über die Leute aus Augau, Nethegau und Wetigau, &amp;quot;die in der um das Kloster erbauten civitas Schutz suchten&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Bannasch: Das Bistum Paderborn unter den Bischöfen Rethar und Meinwerk, Altertumsverein, Paderborn 1972, S. 35–39, Zitat S. 38. Friedrich Wilhelm Ebeling: Die deutschen Bischöfe bis zum Ende des sechzehnten Jahrhunderts, Bd. 1. Weigand Verlag, Leipzig 1858, S. 342.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bistum Paderborn, das schon [[Herstelle]] besaß, erhielt als Ersatz für [[Zehnt]]e, die dem Kloster Corvey zugestanden worden waren, Grafschaftsrechte im [[Padergau]], [[Aagau]], [[Treveresgau]], [[Soratfeld]] und auch im &amp;#039;&amp;#039;Augau&amp;#039;&amp;#039;. Der Zeitpunkt der Übertragung ist unbekannt, [[Otto III. (HRR)|Otto III.]] bestätigte sie nach Verlust der Urkunde beim Paderborner Stadtbrand im Jahre 1000 neu. Meist wird für die Verleihung die Amtszeit Bischof [[Volkmar (Paderborn)|Volkmars]] (959–983) vermutet. Die Grafschaft im Augau hat Bischof Meinwerk nach Bannasch 1011 an den [[Billunger]] [[Bernhard II. (Sachsen)|Bernhard II.]] verlehnt. Ein zu Beginn des 11. Jahrhunderts im Augau handelnder Graf Konrad wird als billungischer Untergraf angesprochen. Es wird in der Literatur verschiedentlich vermutet, dass mit ihm ein Vorfahre der [[Everstein (Adelsgeschlecht)|Grafen von Everstein]] zu fassen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Bannasch: Das Bistum Paderborn unter den Bischöfen Rethar und Meinwerk, Altertumsverein, Paderborn 1972, S. 30–32, 33, 51&amp;amp;nbsp;f, 121, 163&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaiser [[Konrad II. (HRR)|Konrad II.]] schenkte am 19. Februar 1031 der bischöflichen Kirche zu Paderborn für die treuen Dienste Bischof [[Meinwerk]]s Praedia (dt.: &amp;#039;Landgüter&amp;#039;) in acht Orten (Heinhuson, Winidun, Windilinroderod, Aldenthorph, Rudbertessun, Sunderessun, Illisa und Hameressun) im „pago Auga“. Dabei handelte es sich um das gesamte [[Reichsgut]] im Augau. Auch das Reichsgut im Nethegau und Hessengau wurde dem Bistum übertragen. Bannasch vermutet, dass dies auf die Grafschaft des Hermann beschränkt geschah.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Bannasch: Das Bistum Paderborn unter den Bischöfen Rethar und Meinwerk, Altertumsverein, Paderborn 1972, S. 17, 326, 335.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. Januar 1032 übertrug Konrad II. die Grafenrechte des [[Esikonen]] Hermann II. im [[Nethegau]], [[Hessengau]] und &amp;#039;&amp;#039;Augau&amp;#039;&amp;#039; an das Bistum Paderborn. Da dies zu Lebzeiten des Grafen Hermann geschah, wird vermutet, dass er in dem betroffenen Gebiet nunmehr als Paderborner Lehngraf tätig war statt reichsunmittelbar. Es wird dadurch sichtbar, dass im Augau verschiedene Personen Grafschaftsrechte hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Bannasch: Das Bistum Paderborn unter den Bischöfen Rethar und Meinwerk, Altertumsverein, Paderborn 1972, S. 75, 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch für [[Grafschaft Northeim|Graf Bernhard von Northeim]] sind Grafenrechte im Augau erwähnt. Er wird als Graf für [[Würgassen]] und das nahe [[Helmarshausen]] erwähnt. Da letzterer Ort zur Grafschaft des [[Dodiko]] gehörte, die ebenfalls dem Bistum Paderborn übertragen worden war und sich in den Gauen [[Hessengau]], [[Nethegau]] und [[Ittergau]] erstreckte, wird davon ausgegangen, dass Bischof Meinwerk ihn mit diesen Rechten belehnt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Bannasch: Das Bistum Paderborn unter den Bischöfen Rethar und Meinwerk, Altertumsverein, Paderborn 1972, S. 314.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im und am Augau stießen somit verschiedene Interessen aufeinander. Als Machtfaktoren sind insbesondere zu nennen:&lt;br /&gt;
* das im Augau angesiedelte Kloster Corvey,&lt;br /&gt;
* das Bistum Paderborn, in dessen Diözese der Augau lag, wo es auch begütert war und durch die Verleihung von Grafenrechten weltliche Herrschaftsrechte erlangte,&lt;br /&gt;
* die Billunger Herzöge, deren Herrschaftsbereich von Norden her in den Augau reichte und deren Rolle später die [[Welfen]] übernahmen,&lt;br /&gt;
* die Grafen von Northeim, die aus dem Südosten hierher vordrangen und deren Erbe nach ihrem Aussterben 1151 an die Welfen fiel, sowie&lt;br /&gt;
* die Grafen von Everstein, die von Osten her über den Augau hinaus griffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demgegenüber wurden andere Adelsgeschlechter verdrängt, wie die Esikonen oder die Familie des Grafen Dodiko.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=z8UgAAAAMAAJ&amp;amp;q=corvey+hilwartshausen&amp;amp;dq=corvey+hilwartshausen&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=FMJzTcnrA8-cOtOLvb0G&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=10&amp;amp;ved=0CFMQ6AEwCQ Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte, Band 23, 1973, S. 157]. Hermann Bannasch: Das Bistum Paderborn unter den Bischöfen Rethar und Meinwerk, Altertumsverein, Paderborn 1972, passim.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auflösung des [[Stammesherzogtum Sachsen|Herzogtums Sachsen]] 1180 kam der südlichste Teil des Augaus östlich der Weser schließlich an das 1235 gegründete [[Herzogtum Braunschweig-Lüneburg]]. Auch der zweite östlich der Weser gelegene Anteil des Augaus kam an die Welfen. Zusammen mit der [[Everstein (Adelsgeschlecht)|Grafschaft Everstein]] wurde er 1408 nach Ende der [[Eversteiner Fehde]] von Hermann VII. von Everstein an [[Otto IV. (Braunschweig-Lüneburg)|Otto IV. von Braunschweig-Lüneburg]] übergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|4|693|693|Everstein, Grafen von|[[Georg Schnath]]|118687557}} {{internetquelle|titel=Verbrannt und beraubt - Eversteiner Fehde|url=http://www.polle-weser.de/seite/164346/verbrannt_und_beraubt_-_vor_600_jahren_fiel_lippe_der_eversteinschen_fehde_zum_opfer.html|zugriff=31. Januar 2016}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom westlich der Weser gelegenen Teil des Augaus war der südlichste Teil spätestens mit der Gründung der Stadt [[Beverungen]] 1417 für das [[Hochstift Paderborn]] als die &amp;#039;&amp;#039;Richterei&amp;#039;&amp;#039; oder das &amp;#039;&amp;#039;Amt Beverungen&amp;#039;&amp;#039; gesichert, während der übrige Teil das [[Stift Corvey]] bildete.&amp;lt;ref&amp;gt;Diether Pöppel: &amp;#039;&amp;#039;Das Hochstift Paderborn - Entstehung und Entwicklung der Landeshoheit&amp;#039;&amp;#039;, Paderborn 1996, S. 79, 95, 97. Heinrich Schoppmeyer: &amp;#039;&amp;#039;Der Bischof von Paderborn und seine Städte zugleich ein Beitrag zum Problem Landesherr und Stadt&amp;#039;&amp;#039;, Paderborn 1968, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grafen mit Grafschaftsrechten im Augau ==&lt;br /&gt;
* 940: Rethardus&lt;br /&gt;
* der [[Billunger]] Herzog [[Bernhard II. (Sachsen)|Bernhard II.]] von Sachsen&lt;br /&gt;
* 1031: Konrad, vermutlich ein Untergraf der Billunger und evtl. Vorfahre der [[Everstein (Adelsgeschlecht)|Grafen von Everstein]]&lt;br /&gt;
* 1032: der [[Esikonen|Esikone]] Hermann II. von Reinhausen&lt;br /&gt;
* Bernhard von [[Grafschaft Northeim|Northeim]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hermann Bannasch: Das Bistum Paderborn unter den Bischöfen Rethar und Meinwerk, Altertumsverein, Paderborn 1972.&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Lange: &amp;#039;&amp;#039;Die Grafen von Northeim (950-1144). Politische Stellung, Genealogie und Herrschaftsbereich.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation Kiel, S. 12–15.&lt;br /&gt;
* Gudrun Pischke: &amp;#039;&amp;#039;Von Gauen zum Landkreis&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch Landkreis Holzminden&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 4.&lt;br /&gt;
* August von Wersebe: &amp;#039;&amp;#039;Beschreibung der Gaue zwischen Elbe, Saale und Unstrut, Weser und Werra, insofern solche zu Ostfalen mit Nord-Thüringen und zu Ost-Engern gehört haben und wie sie im 10. und 11. Jahrhundert befunden sind.&amp;#039;&amp;#039; Hannover 1829, S. 201–203.&lt;br /&gt;
* Stefan Krabath: &amp;#039;&amp;#039;Hethis/Hetha, ein untergegangenes Kloster im Hochsolling bei Neuhaus&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Sollinger Heimatblätter&amp;#039;&amp;#039;. Zeitschrift für Geschichte und Kultur. Nr. 2, 2000, S. 6–11&lt;br /&gt;
* Paul Wigand: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der gefürsteten Reichs=Abtei Corvey und der Städte Corvey und Höxter&amp;#039;&amp;#039;. Ersten Bandes I.te Abtheilung, gedr. bei Heinr. Ludw. Bohn, Höxter 1819, II S. 14–34&lt;br /&gt;
* Paul Wigand: &amp;#039;&amp;#039;Der Corveysche Güterbesitz, aus den Quellen dargestellt und als Fortsetzung der Corveyschen Geschichte herausgegeben&amp;#039;&amp;#039;. Meyersche Hof-Buchhandlung, Lemgo 1831, §&amp;amp;nbsp;50, &amp;#039;&amp;#039;Der Weserstrom und die Gewässer dieses Thals: Aue, Auga&amp;#039;&amp;#039; (Auegau), S. 181–192&lt;br /&gt;
* O. Curs: &amp;#039;&amp;#039;Deutschlands Gaue im zehnten Jahrhundert. Nach den Königsurkunden&amp;#039;&amp;#039; Diss., Göttingen 1908&lt;br /&gt;
* Gysseling, Maurits, Toponymisch Woordenboek van België, Nederland, Luxemburg, Noord-Frankrijk en West-Duitsland (vóór 1226), 1960 82&lt;br /&gt;
* Polenz, P. v., Landschafts- und Bezirksnamen im frühmittelalterlichen Deutschland. Untersuchungen zur sprachlichen Raumerschliessung, Marburg, Verlag N. G. Elwert, 1961, Univ. Habilitationsschrift, II, 15, 20, 24, III, 30&lt;br /&gt;
* Polenz, P. v., Germanisch-deutsche Landschafts- und Bezirksnamen vom 7. bis 11. Jahrhundert, Teil I B. Alphabetisches Namenbuch, 1. Lieferung Achilgouwe-Borhtergo, Marburg, 1961, 40 Auga&lt;br /&gt;
* Diether Pöppel: &amp;#039;&amp;#039;Das Hochstift Paderborn – Entstehung und Entwicklung der Landeshoheit&amp;#039;&amp;#039;, Paderborn 1996.&lt;br /&gt;
* Gottholt Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Comitate im Bistum Paderborn&amp;#039;&amp;#039;, WZ 103/104 1954, S.&amp;amp;nbsp;221–270.&lt;br /&gt;
* Gottholt Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Die Verwaltungsgliederung im karolingischen Reich&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen, Vlg. Reise, 1963, 9.&lt;br /&gt;
* [http://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/urn/urn:nbn:de:hbz:6-85659547702 &amp;#039;&amp;#039;Origines Pyrmontanae Et Swalenbergicae, worinnen die Alterthümer von Pyrmont und der dortigen Gegend, auch des PAGI WETTAGO, imgleichen die Ankunft der Graffen von Schwalenberg, und derer davon abstammenden I. Grafen von Waldeck, II. Grafen von Waldeck in specie, III. Grafen von Peremunt, IV. Herren von Colrebeck, V. Grafen von Sternberg; sodann die Den Grafen von Schwalenberg und Waldeck angehörige Schlösser und Herrschaften, aus ihrer Ursprünglichkeit erläutert werden.&amp;#039;&amp;#039;] Universitätsbuchhandlung, Göttingen 1740 (Digitalisat der ULB Münster).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.maproom.org/00/46/present.php?m=0033/ Karte &amp;quot;DEUTSCHLANDS GAUE III. Sachsen. Nördliches Thüringen, in: Karl Spruner, Theodor Menke: Hand-Atlas für die Geschichte des Mittelalters und die neueren Zeit, 1880]&lt;br /&gt;
* Urkunde vom 19. Februar 1031 RI III,1 n. 165, in: Regesta Imperii Online, URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1031-02-19_1_0_3_1_0_293_165 (Abgerufen am 10. Januar 2015).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hinweis Seiten-Koordinaten |linked=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gau (Nordrhein-Westfalen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gau (Hessen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gau (Niedersachsen)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Altsachsen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Redaktor GLAM</name></author>
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