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	<title>Augarten - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Augarten&amp;diff=29937&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Herzi Pinki: /* Einrichtungen im Augarten */ -typo</title>
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		<updated>2026-02-11T16:19:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einrichtungen im Augarten: &lt;/span&gt; -typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
{{Dieser Artikel| behandelt den Wiener Park Augarten. Für weitere Bedeutungen siehe [[Augarten (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Wien - Palais Augarten (1).JPG|mini|Palais Augarten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wien - Schloss Augarten (3).JPG|mini|Porzellanmanufaktur]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Augarten-Karte.svg|mini|Eine Karte des Augartens]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wien 02 Augarten gb.jpg|mini|hochkant|Gartenanlage]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schmidtschesvotivkreuz1.JPG|mini|hochkant|Das &amp;#039;&amp;#039;Schmidtsche Votivkreuz&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Augarten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein 52,2&amp;amp;nbsp;[[Hektar]] großer, größtenteils öffentlicher Park der [[Österreichische Bundesgärten|Bundesgärten]] mit der ältesten [[Barockpark|barocken Gartenanlage]] [[Wien]]s und befindet sich in der [[Leopoldstadt]], dem zweiten [[Wiener Gemeindebezirke|Wiener Gemeindebezirk]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Verkehr ==&lt;br /&gt;
Der Augarten grenzt (im Uhrzeigersinn gesehen) nordöstlich an den [[Wien Nordwestbahnhof|ehemaligen Nordwestbahnhof]], südöstlich an das dem [[Nordbahnviertel]] benachbarte Viertel um den Volkertmarkt, südwestlich an das [[Karmeliterviertel]] und nordwestlich an den 20.&amp;amp;nbsp;Wiener Gemeindebezirk, die 1900 vom 2.&amp;amp;nbsp;Bezirk getrennte [[Brigittenau]]. Nach Nordwesten und Nordosten bildet die Parkmauer die Bezirksgrenze&amp;amp;nbsp;2 / 20. Der Augarten bildet mit den umliegenden Straßenzügen das &amp;#039;&amp;#039;Augartenviertel&amp;#039;&amp;#039;, einen zehn [[Zählsprengel]] umfassenden Zählbezirk der Leopoldstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Straße, die von der [[Augartenbrücke]] über den [[Donaukanal]] auf das Haupttor des Augartens zuläuft, wird als [[Liste der Straßennamen von Wien/Leopoldstadt#U|Untere Augartenstraße]] bezeichnet. Die den Park an seiner Südwestseite auf volle Länge begleitende Straße heißt [[Liste der Straßennamen von Wien/Leopoldstadt#O|Obere Augartenstraße]]. Die Untere und der an sie Richtung Nordwesten anschließende Teil der Oberen Augartenstraße werden von der [[Straßenbahn Wien|Straßenbahnlinie]]&amp;amp;nbsp;31 ([[U-Bahn-Station Schottenring|Schottenring]]–[[Stammersdorf]]) der [[Wiener Linien]] befahren. An der Südspitze des Augartens befindet sich seit 2008 die [[U-Bahn-Station Taborstraße]] der U-Bahn-Linie&amp;amp;nbsp;U2. Im Nordosten führt die Straßenbahnlinie&amp;amp;nbsp;5, 1897 als erste Tramwaylinie Wiens elektrifiziert, am Rabbiner-Schneerson-Platz und der angrenzenden Rauscherstraße an der Parkmauer entlang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die Gartenanlage&amp;lt;ref name=&amp;quot;Berger 2004&amp;quot;&amp;gt;[[#Literatur|Lit.]] Berger 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt; im [[Barockgarten|französischen Stil]] bietet neben einem gepflegten Parterregarten mit aufwändigen Blumenlandschaften auch ein weitläufiges, von schattigen [[Allee]]n aus [[Kastanien]], [[Ulmen|Rüstern]], [[Linden (Botanik)|Linden]], [[Gemeine Esche|Eschen]] und [[Ahorn]]bäumen durchzogenes Gebiet, das für die Bevölkerung und für touristische Besucher Raum zur Erholung, aber auch zur sportlichen Betätigung bietet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Augartenplan&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://www.kultur.park.augarten.org/pdf/KPA-Laufplan_prt.pdf |titel=Laufen im Augarten PDF-Plan |hrsg=Kultur.Park.Augarten |format=PDF |abruf=2019-03-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie in fast allen Bundesgärten in Wien ist der Zugang in der Nacht nicht möglich, da die fünf Parktore vom Einbruch der Dunkelheit bis zum frühen Morgen geschlossen sind; Metallschilder mit den saisonabhängigen Öffnungszeiten sind an den Toren angebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.ganz-wien.at/freizeit/ausflugsziele/parks-parkanlagen/augarten-vielseitiges-angebot-im-franzoesischen-parkstil.html |titel=Augarten: Vielseitiges Angebot im französischen Parkstil |hrsg=ganz WIEN |abruf=2019-03-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn der Augarten geschlossen ist, wird für sportliche Betätigungen gerne die 3 Kilometer lange äußere Parkumrundung genutzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Augartenplan&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben mehreren Trinkwasserbrunnen stehen im Augarten zwei gastronomische Betriebe zur Verfügung, einer (&amp;#039;&amp;#039;Schankwirtschaft im Augarten&amp;#039;&amp;#039;, zum Teil in einem Kriegsbunker) im Parterre an der südwestlichen Parkmauer, einer im Verbund mit der Porzellanmanufaktur im Augarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die barocke Gartenanlage, das Palais und der erhaltene Teil der ursprünglichen Augartenmauer aus dem frühen 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert stehen seit dem Jahr 2000 {{BDA Objekt Ref|128765|WD-Item=Q143265|Wien/Leopoldstadt|text=unter Denkmalschutz}}. Der Park selbst gehört zu den bedeutendsten gartenarchitektonischen Denkmalen Österreichs und steht als solcher explizit unter Denkmalschutz ([[Verzeichnis der Park- und Gartenanlagen gemäß § 1 Abs. 12 DMSG|Nr.&amp;amp;nbsp;46 im Anhang zu §&amp;amp;nbsp;1 Abs.&amp;amp;nbsp;12 DMSG]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauten ===&lt;br /&gt;
Im Augarten befinden sich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der triumphbogenartige Eingang an der Oberen Augartenstraße, 1775 von [[Isidore Canevale]] errichtet&lt;br /&gt;
* das &amp;#039;&amp;#039;[[Palais Augarten|Augartenpalais]]&amp;#039;&amp;#039;, Sitz der [[Wiener Sängerknaben]]&lt;br /&gt;
* das &amp;#039;&amp;#039;Kaiser-Josephs-Stöckl&amp;#039;&amp;#039; nördlich des Palais (1780 von Canevale errichtetes, in asymmetrischen Formen aus mehreren kubischen baublöcken bestehendes Gartenhaus), das nunmehr als Volksschule der Sängerknaben dient&lt;br /&gt;
* das historische &amp;#039;&amp;#039;Schloss Augarten&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Alte Favorita&amp;#039;&amp;#039;) mit der [[Porzellanmanufaktur Augarten]]&lt;br /&gt;
* das &amp;#039;&amp;#039;Atelier Augarten&amp;#039;&amp;#039; (1953–1957 von [[Georg Lippert]] für [[Gustinus Ambrosi]] errichtet), dessen Nutzung derzeit offen ist&lt;br /&gt;
* mehrere Nebengebäude an der Oberen Augartenstraße, eines davon wird vom [[Filmarchiv Austria]] genutzt&lt;br /&gt;
* ein [[Kinderfreibad]] und mehrere Sportplätze&lt;br /&gt;
* 2012 kam der &amp;#039;&amp;#039;[[MuTh]]&amp;#039;&amp;#039; genannte Konzertsaal der Sängerknaben an der Südspitze des Areals, am [[Augartenspitz]], dazu&lt;br /&gt;
* Historische Relikte sind die beiden hohen [[Wiener Flaktürme#Paar VII: Augarten|Flaktürme]] (Flak = Fliegerabwehrkanone) aus dem Zweiten Weltkrieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Rand des Augartens und auf ursprünglich zugehörigem Grund befinden sich ein [[Altersheim]], der &amp;#039;&amp;#039;Lauder [[Chabad]] Campus&amp;#039;&amp;#039; sowie die  [[Muttergotteskirche im Augarten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schmidtsches Votivkreuz ===&lt;br /&gt;
Nahe der nördlichen Umfassung (Eingang Wasnergasse) steht das &amp;#039;&amp;#039;Schmidtsche Votivkreuz&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;Stiftungskreuz&amp;#039;&amp;#039;. Laut Inschrifttafel wurde es 1758 von Joseph von Medusi gestiftet, doch dürfte es in Wahrheit aus dem 17. Jahrhundert stammen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Wien Geschichte Wiki|Stiftungskreuz|Stiftungskreuz}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1890 wurde es an den heutigen Standort versetzt. Das eigentliche Kreuz steht auf einem Sandsteinpfeiler, der die Leidenswerkzeuge Christi zeigt; direkt unter dem Kreuz sitzt eine Madonnenfigur.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meinbezirk.at/brigittenau/c-lokales/schmidtsche-votivkreuz-im-augarten_a609751 Abbildungen und Standortangabe]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wien 1830 Vasquez Leopoldstadt Augarten.jpg|mini|links|Augarten um 1830]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zu- und Eingang in Augarten.jpg|mini|links|Kupferstich vom Eingang des Augartens um 1782. Links im Hintergrund sind der [[Kahlenberg]] und der [[Leopoldsberg]] zu sehen.]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1614 ließ Kaiser [[Matthias (HRR)|Matthias]] in der &amp;#039;&amp;#039;Wolfsau&amp;#039;&amp;#039;, einem Teil des damaligen kaiserlichen Jagdgebietes, der dazumals noch eine unberührte [[Auwald|Aulandschaft]] war, ein kleines Jagdschloss erbauen. Um 1650 entstand unter [[Ferdinand III. (HRR)|Ferdinand&amp;amp;nbsp;III.]], der zu diesem Zweck den Anteil [[Liste der Straßennamen von Wien/Leopoldstadt#A|Am Tabor]] hinzukaufte, nächst dem Jagdschloss eine (verglichen mit den späteren Ausmaßen des Augartens kleine) Gartenanlage in holländischem Stil, und das Jagdschloss wurde erweitert. Daran grenzten Palais und Garten des Grafen [[Johann Franz von Trautson]], entworfen von [[Filiberto Luchese]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.uibk.ac.at/aia/luchese_filiberto.htm Luchese, Filiberto .]&amp;#039;&amp;#039; Künstlerverzeichnis  &amp;#039;&amp;#039;Artisti Italinani Austriani&amp;#039;&amp;#039;, uibk.ac.at.&amp;lt;/ref&amp;gt;. In den 1660er-Jahren erwarb [[Leopold I. (HRR)|Leopold&amp;amp;nbsp;I.]] aus Privatbesitz die angrenzenden [[Trautson]]’schen Gärten und es entstand ein barocker Lustpark an deren Stelle. Das trautsonsche Gartenpalais ließ Leopold&amp;amp;nbsp;I. um 1677 zu einem kleinen Schloss umbauen, welchem er den Namen &amp;#039;&amp;#039;Kaiserliche Favorita&amp;#039;&amp;#039; verlieh. Später hat sich der Name &amp;#039;&amp;#039;Alte Favorita&amp;#039;&amp;#039; für das kaiserliche Lustschloss etabliert. Im Zuge der [[Zweite Wiener Türkenbelagerung|zweiten Wiener Türkenbelagerung]] im Jahr 1683 wurde die gesamte Anlage zerstört. Von den Gebäuden blieben lediglich Teile der Mauern stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst 1705 wurden unter [[Joseph I. (HRR)|Kaiser Joseph&amp;amp;nbsp;I.]] das Schloss und ab 1708 die Gartenanlage durch den Gartenarchitekten [[Jean Trehet]] wiederhergestellt. Der damals errichtete Gartensaal ist heute Firmensitz der Augarten-Porzellanmanufaktur. Wenige Jahre später, im Jahr 1712, beauftragte der neue Regent [[Karl VI. (HRR)|Karl&amp;amp;nbsp;VI.]] Trehet, der auch die Gartenanlagen des [[Schloss Schönbrunn|Schönbrunner Schlosses]] und des [[Schloss Belvedere|Belvedere]] realisierte, eine neue, aufwändigere Gartenanlage in französischem Stil anzulegen. Der heutige Augarten entspricht in seiner Form weitgehend dieser Anlage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Berger 2004&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wien - Augarten, Eingangsportal.JPG|mini|Das von [[Isidore Canevale]] entworfene triumphbogenartige Eingangsportal]]&lt;br /&gt;
Nach der Öffnung des [[Wiener Prater]]s für die Öffentlichkeit im Jahre 1766 wurde auch der Augarten am 1.&amp;amp;nbsp;Mai 1775 von [[Joseph&amp;amp;nbsp;II.]] der Allgemeinheit zugänglich gemacht. Anlässlich dieses Ereignisses wurden auch [[Nachtigall]]en ausgesetzt und deren Jagd unter Strafe gestellt. Der Eingang wurde damals noch von Militär bewacht und im Gelände selbst waren Invalide zur Wahrung der Ordnung gegenwärtig. Noch heute ist die Inschrift „Allen Menschen gewidmeter Erlustigungs-Ort von Ihrem Schaetzer“ auf dem ebenfalls 1775 von [[Isidore Canevale]] errichteten Hauptportal des Augartens zu lesen, das direkt zum Schloss Augarten (dem Firmensitz der Porzellanmanufaktur) führt. Um diesem Leitspruch gerecht zu werden, beherbergte der Augarten damals neben dem Eingang auch ein Gebäude mit Speisesälen, Erfrischungsräumen, Tanzsälen und Billardzimmer, für das der Traiteur &amp;#039;&amp;#039;Ignaz Jahn&amp;#039;&amp;#039; verantwortlich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Augarten-Hochwasser-Inschrift.jpg|mini|[[Hochwassermarke]]]]&lt;br /&gt;
Beim [[Donauhochwasser 1830|verheerenden Hochwasser]], das in der Nacht vom 28.&amp;amp;nbsp;Februar auf den 1.&amp;amp;nbsp;März 1830 die nahe der [[Donau]] gelegenen Gebiete Wiens heimsuchte, wurde der gesamte Augarten 1,75&amp;amp;nbsp;Meter hoch überflutet. Zwei Gedenktafeln, eine davon an der Innenseite des Hauptportals und eine beim Tor nächst der Castellezgasse angebracht, erinnern noch heute an dieses Ereignis. Von 1860 bis 1875 fand die [[Wiener Donauregulierung|Regulierung des Donaustroms]] und somit die Abtrennung des Augartens von der Donau statt. Aus dem vormaligen Augebiet wurde damit eine Kulturlandschaft, die nicht mehr durch regelmäßige Hochwässer bedroht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1934 bis 1936 wohnte der damalige [[Bundeskanzler (Österreich)|Bundeskanzler]] [[Kurt Schuschnigg]] im Palais Augarten. Bis zum [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] verlief die Geschichte des Augartens dann relativ ruhig. Gegen Ende des Krieges sollte sich das aber ändern, denn die Kriegsstrategen von [[Adolf Hitler]] hatten den Augarten aufgrund seiner geographischen Lage als idealen Standort für die Errichtung von [[Flakturm|Flaktürmen]] zum Schutz der Wiener Innenstadt auserkoren. Im Sommer 1944 wurde mit dem Bau von zwei der [[Wiener Flaktürme]] (einem Gefechtsturm mit einer Höhe von 55&amp;amp;nbsp;Metern und einem Leitturm mit einer Höhe von 51&amp;amp;nbsp;Metern) begonnen, die durch ihre bizarre Erscheinung inmitten des Gartens mittlerweile zu einem Charakteristikum des Augartens geworden sind. Der Bau der Wiener Flaktürme mit den einhergehenden destruktiven Erscheinungen (Verlegung von 16&amp;amp;nbsp;Eisenbahngeleisen, Errichtung umfangreicher Barackensiedlungen für die Bauarbeiter usw.) setzte dem Augarten allein schon sehr arg zu, doch darüber hinaus wurden während des Krieges auch noch hunderte Kubikmeter Schutt deponiert, fuhren Panzerfahrzeuge kreuz und quer durch die Gartenanlage und es wurden Massengräber angelegt, in denen viele hundert Kriegsopfer beigesetzt worden sein sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 1960er Jahre wurde versucht, einen der beiden Flaktürme zu sprengen. Der Turm wurde zwar erheblich beschädigt – die Risse sind noch gut zu sehen – blieb jedoch stehen. Bis auf die de facto unzerstörbaren Türme ist von den Kriegstagen aber heute nichts mehr zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wien02 Obere Augartenstraße001 Augarten 2018-12-23 Guentherz GD Augartenkonzerte 0365.jpg|mini|Gedenktafel für die Augartenkonzerte]]&lt;br /&gt;
Am 26.&amp;amp;nbsp;Mai 1782 fand im Gartensaal des Schlosses Augarten das erste der &amp;#039;&amp;#039;Morgenkonzerte&amp;#039;&amp;#039; unter der Leitung von [[Wolfgang Amadeus Mozart]] statt, das Haus bot aber auch Raum für zahlreiche andere Feste und Konzerte. Die Morgenkonzerte wurden eine Zeit lang von Mozart selbst dirigiert, danach wechselten sich verschiedene Dirigenten, unter anderem der Jurist [[Franz Bernhard von Keeß]], ab, bis 1795 dem berühmten Violinisten [[Ignaz Schuppanzigh]] die Leitung der Konzerte übertragen wurde. Auch [[Ludwig van Beethoven]] ließ mehrere seiner Werke unter der Leitung von Schuppanzigh im Augarten aufführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1820 bis 1847 fanden im Gartensaal des Schlosses die vielbesuchten 1.-Mai-Konzerte statt, in deren Rahmen vorwiegend Kompositionen von [[Johann Strauss (Vater)]] dargebracht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1998 bis 2007 beheimatete die Wiese vor dem Gefechtsturm jeweils in den Sommermonaten Juli und August ein Freiluft-Kino unter dem Namen [[Kino unter Sternen]]. Seit 2008 läuft im südlichsten Teil des Augartens (dem &amp;#039;&amp;#039;[[Augartenspitz]]&amp;#039;&amp;#039;) als indirekter Nachfolger das &amp;#039;&amp;#039;Kino wie noch nie&amp;#039;&amp;#039;, ein Projekt des [[Filmarchiv Austria|Filmarchivs Austria]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kinowienochnie.at/ Kino wie noch nie (kinowienochnie.at)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Rahmen dieser Veranstaltung werden typischerweise internationale Filme abseits des [[Hollywood]]-Mainstreams gezeigt, überwiegend in Originalfassung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 2010 wurde, trotz heftiger Proteste von Anrainern und Bürgerinitiativen, am Augartenspitz eine Konzert- und Mehrzweckhalle für den Verein Wiener Sängerknaben errichtet, der das Areal gepachtet hat. Unter der Bezeichnung [[MuTh]] (für &amp;#039;&amp;#039;Musik und Theater&amp;#039;&amp;#039;) wurde das Gebäude am 9.&amp;amp;nbsp;Dezember&amp;amp;nbsp;2012 eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einrichtungen im Augarten ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wiener Sängerknaben:&amp;#039;&amp;#039; Seit 1948 sind die [[Wiener Sängerknaben]] im Palais Augarten angesiedelt. Neben einem [[Gymnasium]] mit [[Internat]] ausschließlich für die Sängerknaben sind im Palais noch ein [[Kindergarten]] und eine private [[Volksschule]] mit Öffentlichkeitsrecht untergebracht, die auch musikbegeisterten Kindern beider Geschlechter offenstehen. Im Dezember 2012 wurde die Konzerthalle &amp;#039;&amp;#039;[[MuTh]]&amp;#039;&amp;#039; für die Sängerknaben im Augarten fertiggestellt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Porzellanmanufaktur:&amp;#039;&amp;#039; Die [[Porzellanmanufaktur Augarten]] hat ihren Firmensitz im ehemaligen Gartensaal des Schlosses Augarten (Eingang von der Oberen Augartenstraße). Hier wird bis heute in Handarbeit hochwertiges [[Porzellan]] angefertigt und auch verkauft. Seit 2011 befindet sich hier auch das [https://www.augarten.com/de/porzellan/11-museum Porzellanmuseum].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ambrosimuseum / Thyssen-Bornemisza:&amp;#039;&amp;#039; Das Atelier des Künstlers [[Gustinus Ambrosi]] nahe dem Eingang Lampigasse / Scherzergasse war 1955 bis 2017 im Bereich des Englischen Gartens etabliert. Neben einem Skulpturengarten fand sich hier auch das &amp;#039;&amp;#039;Gustinus-Ambrosi-Museum&amp;#039;&amp;#039;. Im ehemaligen Wohnhaus und Atelier des Künstlers stellte 2012 bis 2017 die von [[Francesca Habsburg-Lothringen]] geleitete Stiftung &amp;#039;&amp;#039;Thyssen Bornemisza Art Contemporary&amp;#039;&amp;#039; aus und nannte die Einrichtung &amp;#039;&amp;#039;TBA21 – Augarten&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.tba21.org/augarten |text=Website der Stiftung |wayback=20121004023420}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie von Francesca Habsburg im November 2015 angekündigt, wurde TBA21  Ende 2017 geschlossen, als der Mietvertrag für die Räume im Augarten auslief.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://derstandard.at/2000025056580/Kunstsammlung-TBA21-Francesca-Habsburg-prueft-Umzug-nach-Zuerich Olga Kronsteiner: &amp;#039;&amp;#039;Kunstsammlung TBA21: Francesca Habsburg plant Umzug nach Zürich&amp;#039;&amp;#039;], Meldung auf der Website der Wiener Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Der Standard]]&amp;#039;&amp;#039; vom 4. November 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch das Gustinus-Ambrosi-Museum wurde geschlossen; Eigentümerin des Gebäudekomplexes ist die [[Burghauptmannschaft Österreich]]. Mit dem Ziel, hier ein neues Zentrum für zeitgenössische Kunst,- Kultur und Wissenschaftsveranstaltungen inklusive eines [[Arik Brauer|Arik-Brauer]]-Museums entstehen zu lassen, plant sie eine eingehende Sanierung. Voraussichtlich dauert diese bis 2027.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wien.orf.at/stories/3281682/ |titel=Wien bekommt Arik-Brauer-Museum |abruf=2025-05-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.burghauptmannschaft.at/Betriebe/Atelier-Augarten.html |titel=Atelier Augarten |abruf=1925-05-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Filmarchiv:&amp;#039;&amp;#039; Das [[Filmarchiv Austria]] ist seit 1997 in den Wirtschaftsgebäuden des Palais Augarten an der Oberen Augartenstraße zu Hause.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sportplätze:&amp;#039;&amp;#039; Vier Bundesspielplätze werden vor allem von Schülerinnen und Schülern intensiv genutzt, zumal viele Wiener Schulen über keine eigenen Sportanlagen verfügen und den Turnunterricht daher im Augarten abhalten.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kinderspielplätze und Pflanzenzucht:&amp;#039;&amp;#039; Zahlreiche [[Kinderspielplatz|Kinderspielplätze]] und gärtnerisch genutzte Flächen, die den Bundesgärten zur Heranzucht der für die Gartengestaltung benötigten Pflanzen dienen, zählen ebenso zum Augarten.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Urbaner Gartenbau|Urban Gardening]]:&amp;#039;&amp;#039; Auf einem Grünstreifen entlang der Oberen Augartenstraße können Wiener Bürger seit 2015 Beete bewirtschaften. Das Projekt wurde vom damaligen Landwirtschafts- und Klimaministerium initiiert und von den [[Österreichische Bundesgärten|Österreichischen Bundesgärten]] realisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundesforste.at/newsroom/stories-videos/detail/news/10-jahre-urban-gardening-beim-augarten.html |titel=10 Jahre Urban Gardening beim Augarten |datum=2025-04-16 |abruf=2025-05-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
* Auf dem sog. Inspektionsstöckl (linkes Torgebäude zwischen dem Haupteingang und dem Schloss Augarten) wurde 1934 anlässlich seines 200. Geburtstags eine Gedenktafel für den Bienenforscher [[Anton Janscha]] angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fotogalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=&amp;quot;6&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Augarten Flakturm Wien2008a.jpg|Flakturm (Gefechtsturm)&lt;br /&gt;
 Hochbunker Leitturm Augarten.jpg|Flakturm (Leitturm)&lt;br /&gt;
 Kaiserjosephstoeckl.jpg|Kaiser-Joseph-Stöckl&lt;br /&gt;
 Wien 02 Augarten bc.jpg|Alleen im Augarten&lt;br /&gt;
 Wien 02 Augarten fc.jpg|Formschnitt in der Allee&lt;br /&gt;
 Wien 02 Augarten dc.jpg|Waldgebiet im Augarten&lt;br /&gt;
 Wien 02 Augarten eb.jpg|Kinderspielplatz&lt;br /&gt;
 Wien 02 Augarten hc.jpg|Versuchsgärten der Universität Wien&lt;br /&gt;
 Wien 02 Augarten ia.jpg|Nachbarschaftsgarten Augarten&lt;br /&gt;
 Augarten-Filmarchiv-Austria.jpg|Vom Filmarchiv Austria genutztes Gebäude&lt;br /&gt;
 Wien 02 MuTh a.jpg|Konzertsaal [[MuTh]] der [[Wiener Sängerknaben]]&lt;br /&gt;
 Corn puppy Augarten Wien2008.jpg|Klatschmohn im Augarten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Maria Auböck: &amp;#039;&amp;#039;Entwicklungskonzept für den Augarten in Wien&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Gartenkunst]]&amp;#039;&amp;#039; 4 (2/1992), S. 187–198.&lt;br /&gt;
* [[Eva Berger (Kunsthistorikerin)|Eva Berger]]: &amp;#039;&amp;#039;Historische Gärten Österreichs: Garten- und Parkanlagen von der Renaissance bis um 1930.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 3: Wien, Schloßpark, Alte Favorita (Augarten). Böhlau, Wien 2004. ISBN 978-3-205-99353-7, S. 97 ff. ([https://books.google.de/books?id=BdWXIJYelJwC&amp;amp;pg=PA97#v=onepage Eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche]).&lt;br /&gt;
* Richard Kurdiovsky: &amp;#039;&amp;#039;Freizeit und Kontrolle in Prater und Augarten. Öffentliche Freiräume im Wien des 18. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[INSITU (Zeitschrift)|INSITU]]&amp;#039;&amp;#039; 2/2022, S. 241–254.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
historisch:&lt;br /&gt;
* {{Austria Topographie Kisch Vorstädte|band=1|seite=150|text=Der Augarten}}&lt;br /&gt;
* Simon Bunke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Augarten bey Wien (1795)&amp;#039;&amp;#039;. Eine erotische Erzählung; mit einem Materialienanhang zur Geschichte des Wiener Augartens. Neuauflage Wehrhahn, Hannover 2014, ISBN 978-3-86525-159-6.&lt;br /&gt;
* Franz Weller: &amp;#039;&amp;#039;Die kaiserlichen Burgen und Schlösser in Wort und Bild.&amp;#039;&amp;#039; Hof-Buchdruckerei, Wien 1880 ([https://archive.org/details/diekaiserlichenb00well archive.org]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Augarten}}&lt;br /&gt;
* [http://kultur.park.augarten.org/ kultur.park.augarten.org]&lt;br /&gt;
* [https://www.burghauptmannschaft.at/Betriebe/Atelier-Augarten.html Burghauptmannschaft Österreich | &amp;#039;&amp;#039;Augarten&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Augarten|Augarten}}&lt;br /&gt;
* {{burgen-austria|id=263|name=Alte Favorita (Augarten)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=48/13/34/N |EW=16/22/35/E |type=landmark |region=AT-9}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Österreichische Bundesgärten}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4484741-5|VIAF=236995423}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wien, Augarten}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parkanlage in Wien|Augarten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leopoldstadt|Augarten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockgarten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1640er Jahren&amp;lt;!--heutiger Zustand 1700er--&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockbauwerk in Wien|Augarten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauensemble in Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauensemble des Barock]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmalgeschützte Garten- oder Parkanlage (Österreich)|Augarten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal (Wien)|Augarten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Garten in Österreich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Herzi Pinki</name></author>
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