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	<title>Auergesellschaft - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Auergesellschaft&amp;diff=1065836&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Paul Freund: /* Zeit des Nationalsozialismus und Mitwirkung am Uranprojekt */ Name korrigiert.</title>
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		<updated>2026-01-15T13:50:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Zeit des Nationalsozialismus und Mitwirkung am Uranprojekt: &lt;/span&gt; Name korrigiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Auergesellschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein deutsches Unternehmen zur Herstellung von Gas-[[Glühstrumpf|Glühstrümpfen]] und [[Metallfadenlampe]]n nach den Patenten von [[Carl Auer von Welsbach]]. Am Gründungsstandort in [[Berlin-Friedrichshain]] wurden durch Nachfolgeunternehmen noch bis 1992 [[Leuchtmittel]] produziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1920 erwarb sich die Auergesellschaft einen weltweiten Ruf als Hersteller von [[Pressluft]]-[[Atemschutzgerät]]en für [[Feuerwehr]]en. Sie gehört heute als &amp;#039;&amp;#039;MSA – The Safety Company&amp;#039;&amp;#039; zum US-amerikanischen [[MSA Safety|MSA-Safety]]-Konzern (Mine Safety Appliances). Am Standort Berlin werden neben Feuerwehr- und anderer [[Schutzkleidung|Schutzausrüstung]] auch [[Gaswarngerät]]e und [[Prüfröhrchen]] entwickelt und produziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gegen das unlautere Gebahren.jpg|mini|Annonce des Wettbewerbers &amp;#039;&amp;#039;[[Meteor (Berlin)|Meteor&amp;amp;nbsp;AG]]&amp;#039;&amp;#039; in der [[Frankfurter Zeitung]], Oktober&amp;amp;nbsp;1895]]&lt;br /&gt;
[[Datei:200806 Berlin 234.JPG|mini|hochkant|Der 1909 von der ehemaligen &amp;#039;&amp;#039;Gasglühlicht&amp;amp;nbsp;AG&amp;#039;&amp;#039; gebaute heutige „[[Narva-Turm]]“ in der [[Oberbaum City]]. Seit dem Umbau 2000 mit dem Glaskubus nach Plänen von [[Schweger associated architects|Schweger Architekten]] ist er heute 16-geschossig und 63&amp;amp;nbsp;m hoch.]][[Datei:Röhrenbunker Oberlandesgericht Köln, Reichenspergerplatz (19).jpg|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;Auer&amp;#039;&amp;#039;-Luftförderer Typ M2400 von 1940]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Röhrenbunker Oberlandesgericht Köln, Reichenspergerplatz (18).jpg|mini|hochkant|Bedienungsvorschrift für die &amp;#039;&amp;#039;Auer&amp;#039;&amp;#039;-Luftschutzraumbelüfter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1885 erfand der österreichische Chemiker Carl Auer von Welsbach den [[Glühstrumpf]], auch „Auerstrumpf“ genannt, der den [[Wirkungsgrad]] der damaligen [[Gasbeleuchtung]] deutlich verbesserte. &lt;br /&gt;
Dieser Glühstrumpf enthielt [[Thorium]]- und [[Cer]]oxid.  Sein Wirkungsgrad war höher als der aller damals bekannten [[Lichtquelle]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1892 wurde die &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Gasglühgesellschaft-Aktiengesellschaft&amp;#039;&amp;#039; (Degea, DGA), die spätere &amp;#039;&amp;#039;Auergesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, vom Unternehmer Johannes Krüger und dem Bankier [[Leopold Koppel]] in Berlin gegründet. Firmenziel war die Herstellung von Glühstrümpfen nach den Patenten von Auer von Welsbach. Das 1887 gegründete Wiener Mutter-Unternehmen, die &amp;#039;&amp;#039;Österreichische Gasglühlicht-Aktiengesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, behielt sich die Lieferung des für die Herstellung der Glühstrümpfe notwendigen [[Beryllium]]-haltigen &amp;quot;Fixing Fluids&amp;quot; vor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Roland Adunka |Titel=Carl Auer von Welsbach. Entdecker-Erfinder-Firmengründer |Verlag=Verlag des Kärntner Landesarchives |Ort=Klagenfurt |Datum=2013 |ISBN=978-3-900531-88-1 |Seiten=28 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Auerlicht&amp;#039;&amp;#039; wurde 1895 als [[Straßenbeleuchtung]] in Berlin und 1896 bei den [[Preußische Staatseisenbahnen|Preußischen Staatseisenbahnen]] eingeführt. Ab 1901 entstanden [[Tochtergesellschaft]]en in den USA und England. Carl Auer von Welsbach erfand unter anderem auch die [[Glühlampe|Metallfadenlampe]] ([[Patent]]ierung 1898) und ließ 1906 das [[Warenzeichen]] [[Osram]] für „Elektrische Glüh- und [[Bogenlicht]]lampen“ beim [[Patentamt#Deutschland|Kaiserlichen Patentamt]] in Berlin anmelden. Die [[Fábrica de Osram]] wurde 1914 in Madrid errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die anfänglich auch als &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Gasglühlicht-Anstalt&amp;#039;&amp;#039; firmierende Gesellschaft in [[Berlin]] hatte zunächst ihre Produktionsstätte zur Miete ab 1907 im [[Warschauer Straße#Industriepalast|Industriepalast]], einer Etagenfabrik in der [[Warschauer Straße]] 34 bis 44. Später zog sie als &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Gasglühlicht AG&amp;#039;&amp;#039; in einen eigenen Werkkomplex in die [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Friedrichshain#Rotherstraße*|Rotherstraße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1906 bis 1912 errichtete die &amp;#039;&amp;#039;Gasglühlicht AG&amp;#039;&amp;#039; das Glühlampenwerk, dessen markantestes Bauwerk, der anfangs zehngeschossige Turm („Haus&amp;amp;nbsp;3“; Rotherstraße&amp;amp;nbsp;11), [[Liste der Hochhäuser in Berlin|Berlins erstes Hochhaus]] war. Das Hochhaus und mehrere große [[backstein]]erne Fabrikgebäude des später &amp;#039;&amp;#039;Lampenstadt&amp;#039;&amp;#039; genannten Komplexes gehen auf Entwürfe von [[Theodor Kampffmeyer]] (1856–1913) zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gemeinsam mit der [[Essen]]er &amp;#039;&amp;#039;[[Evonik Goldschmidt|Th. Goldschmidt AG]]&amp;#039;&amp;#039; betriebene und 1934 gegründete &amp;#039;&amp;#039;[[Orgacid|Orgacid GmbH]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Ammendorf/Beesen|Ammendorf]] bei Halle stellte bis 1942 unter anderem [[Senfgas]] her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Gasglühlicht AG&amp;#039;&amp;#039; gliederte im November 1918 ihr Glühlampengeschäft in die &amp;#039;&amp;#039;[[OSRAM]] G.m.b.H.&amp;#039;&amp;#039; aus. 1920 beteiligten sich die beiden anderen großen deutschen Glühlampenhersteller, [[Siemens &amp;amp; Halske]] und die [[AEG]], als Kommanditisten an der in &amp;#039;&amp;#039;OSRAM GmbH Kommanditgesellschaft&amp;#039;&amp;#039; umfirmierten Gesellschaft. Das erste Geschäftsjahr und die Umwandlung wurden rückwirkend auf den 1.&amp;amp;nbsp;Juli 1919 festgesetzt. Zu diesem Zeitpunkt wurden am einzigen Firmensitz in Berlin noch [[Glasbläser]] in einer eigenen [[Glashütte]] beschäftigt. Die Produktion der Glaskolben erfolgte später dann weitgehend in [[Weißwasser/Oberlausitz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Auslagerung der Glühlampenproduktion zu OSRAM wurde 1923 die Produktion von [[Leuchtfarbe]]n begonnen und 1926 ein Werk in [[Oranienburg]] gebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalsozialismus und Mitwirkung am Uranprojekt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung|Machtübernahme des NS-Regimes]] wurden die jüdischen Gesellschafter [[Leopold Koppel]] und sein Sohn Albert Leopold Koppel [[Arisierung|aus dem Unternehmen gedrängt]]. Nachdem die Gesellschaft in eine [[Aktiengesellschaft]] umgewandelt war, wurde sie 1934 an die [[Degussa]] angegliedert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Benz]], [[Barbara Distel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Der Ort des Terrors]]. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Sachsenhausen, Buchenwald.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2006, ISBN 3-406-52963-1, S. 241.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1935&amp;amp;nbsp;entwickelte die Auergesellschaft die [[Leuchtstoffröhre]], 1938 entstanden die &amp;#039;&amp;#039;Auer-Glaswerke&amp;#039;&amp;#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Auerwerke&amp;#039;&amp;#039; [[Uran-Anreicherung|reicherten]] unter Federführung ihres Forschungsleiters [[Nikolaus Riehl]] aus Südamerika importiertes [[Uranoxid]] an und waren in Hitlers geheimes Kernwaffenprogramm (dem [[Uranprojekt]]) eingebunden. Im Rahmen von [[Akquisition eines Unternehmens|Akquisition]] kam Riehl in Kontakt mit [[Hans-Joachim Born]], Alexander Catsch und [[Karl Günter Zimmer]] (1911–1988), die im &amp;#039;&amp;#039;Institut für Experimentelle Genetik&amp;#039;&amp;#039; der [[Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft]] in Berlin-Buch unter [[Nikolai Wladimirowitsch Timofejew-Ressowski]] forschten. Mit Paul Max Wolf, einem Mitarbeiter der wissenschaftlichen Laboratorien der &amp;#039;&amp;#039;Auergesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, und Karl Günter Zimmer wurden Forschungen mit [[Röntgenstrahlung|Röntgen-Bestrahlung]] in der [[Genetik]] durchgeführt. Als Ergebnis veröffentlichten Timofejew-Ressowski, [[Max Delbrück (Biophysiker)|Max Delbrück]], Zimmer und Riehl 1935 die interdisziplinäre Studie &amp;#039;&amp;#039;Über die Natur der Genmutation und Genstruktur&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;n1935&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.ini.uzh.ch/~tobi/fun/max/timofeeffZimmerDelbruck1935.pdf Über die Natur der Genmutation und Genstruktur.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nachrichten von der Gesellschaft der Wissenschaft zu Göttingen.&amp;#039;&amp;#039; (PDF-Datei; 8,4&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Studie wurde die Treffertheorie der [[Strahlenbiologie|biologischen Strahlenwirkung]] postuliert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmaltz&amp;quot;&amp;gt;Florian Schmaltz: &amp;#039;&amp;#039;[http://books.google.com/books?id=vJz07aAdO3wC&amp;amp;pg=PA252&amp;amp;lpg=PA252&amp;amp;dq=Wolf++Nikolaus+Riehl&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=7Xkta3nB2x&amp;amp;sig=E_12rDsR0U7xchTMlv8IR0oX5mw&amp;amp;hl=en&amp;amp;ei=NTq_StqDENSMsAaVjNk3&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=5#v=onepage&amp;amp;q=Wolf%20%20Nikolaus%20Riehl&amp;amp;f=false Kampfstoff-Forschung im Nationalsozialismus. Zur Kooperation von Kaiser-Wilhelm-Instituten, Militär und Industrie.]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;[[Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus (Buchreihe)|Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus]]&amp;#039;&amp;#039;) Wallstein, Göttingen 2005, ISBN 3-89244-423-4, S. 252.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Oktober 1938 [[Sudetenkrise|besetzten deutsche Truppen das Sudetenland]] und die &amp;#039;&amp;#039;Auergesellschaft&amp;#039;&amp;#039; beutete nun Uranminen im böhmischen [[Jáchymov]] (dt. Sankt Joachimstal) aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ds19670529&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=46409361|Titel=So groß wie eine Ananas …|Autor=|Jahr=1967|Nr=23|Seiten=|Datum=1967-05-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1939 bis 1945 war die Auergesellschaft dem &amp;#039;&amp;#039;SS-Wirtschaftsbetrieb „Seltene Erden“ Oranienburg&amp;#039;&amp;#039; angegliedert, der von Egon Ihwe geleitet wurde, und belieferte das Uranprojekt mit [[Uran]]. Unter der Leitung von [[Abraham Robert Esau]] arbeitete seit dem 29.&amp;amp;nbsp;April 1939 der [[Uranverein]] in Berlin. [[Paul Harteck]] machte in einem Schreiben vom 24.&amp;amp;nbsp;April 1939 an [[Erich Schumann (Physiker)|Erich Schumann]], den Leiter der Forschungsabteilung des [[Heereswaffenamt]]es (HWA), auf die Bedeutung der [[Kernspaltung]] aufmerksam, worauf der Uranverein dem HWA unterstellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. September 1939 wurde Nikolaus Riehl Leiter der Uranproduktion der &amp;#039;&amp;#039;Auergesellschaft&amp;#039;&amp;#039;. Paul Max Wolf wurde Leiter der radiologischen Abteilung der Auergesellschaft. Hans-Joachim Born vom &amp;#039;&amp;#039;Chemischen Laboratorium Philipp Hoernes&amp;#039;&amp;#039; war Fabrikleiter des &amp;#039;&amp;#039;Werks Seltene Erden&amp;#039;&amp;#039; der Auergesellschaft in Oranienburg.[[Datei:Gasmaske1941 res.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Auer&amp;#039;&amp;#039;-Gasmaske mit Aufbewahrungsbehälter, um 1941|links]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Westfeldzug]] im Frühjahr 1940 [[Deutsche Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg|besetzte die Wehrmacht Frankreich]]. Das [[NS-Regime]] beschlagnahmte das französische Unternehmen &amp;#039;&amp;#039;Joliot&amp;#039;&amp;#039; für die Auergesellschaft. Der Leiter des Unternehmens, Henry Joliot, war [[Deutsch-Französischer Krieg|1870/1871]] Mitglied der [[Pariser Kommune]] gewesen. Als er nach einer [[Amnestie]] aus Belgien zurückkehrte, eröffnete er einen Handel mit [[Metalle der Seltenen Erden|seltenen Erden]] aus [[Belgisch Kongo]]. Sein jüngster Sohn, der bekannte Physiker [[Frédéric Joliot-Curie]], bestellte 1939 sechs Tonnen Uranoxid in Belgisch Kongo für das [[Institut Curie]] in Paris.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lm19580815&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv |url=http://www.woodrow.org/teachers/ci/1992/FredericJoliot-Curie.html |wayback=20130529155238 |text=Obituary of Frédéric Joliot-Curie.}}&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Le Monde]]&amp;#039;&amp;#039; vom 15. August 1958 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; Joliot ließ über Jacques Allier im Februar 1940 185 Kilogramm [[Schweres Wasser]] von der [[Norsk Hydro#Geschichte|Norsk-Hydro]] aus [[Rjukan]] liefern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ds19930719&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=13690942 |Titel=Heiße Grapefruit |Autor= |Jahr=1993 |Nr=29 |Seiten= |Datum=1993-07-19 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter der Aufsicht von Andreas Maier-Oswald wurden nun die aus dem Unternehmen geraubten Metalle nach Oranienburg zur Auergesellschaft gebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die US-Amerikaner über die [[Alsos-Mission]] in [[Straßburg]] erfuhren, dass die Schwermetalloxide in einem Werk &amp;quot;15 Meilen nördlich von Berlin&amp;quot; gesammelt wurden, wurde das Werk Ziel eines alliierten Luftangriffs. Am 15.&amp;amp;nbsp;März 1945 warfen 612 [[Boeing B-17]] der [[8. US-Luftflotte]] nach einer Planung von [[Carl A. Spaatz]] innerhalb von 30&amp;amp;nbsp;Minuten 1506&amp;amp;nbsp;Tonnen [[Sprengbombe]]n und 178&amp;amp;nbsp;Tonnen [[Brandbombe]]n auf das Werk der Auergesellschaft in [[Oranienburg]] ab. Um das Ziel des Angriffs zu kaschieren, wurden auch die Hauptquartiere von [[Oberkommando des Heeres|OKH]] und [[Oberkommando der Wehrmacht|OKW]] in [[Wünsdorf]] / [[Waldstadt (Zossen)|Waldstadt]] bei Zossen angegriffen. Innerhalb von 50 Minuten starben fast 2.000 Menschen, die Hälfte davon KZ-Häftlinge und [[Zwangsarbeit#Zweiter Weltkrieg|Zwangsarbeiter]]. Die mit [[Chemisch-mechanischer Langzeitzünder|Langzeitzündern]] versehenen Bomben explodierten tagelang und behinderten die Löscharbeiten. Die KZ-Häftlinge wurden gezwungen, mit primitiven Werkzeugen die Blindgänger zu entschärfen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hartmut Sommerschuh |url=https://www.jungewelt.de/artikel/496251.atomwettlauf-die-jagd-nach-der-bombe.html |titel=Atomwettlauf: Die Jagd nach der Bombe |werk=junge welt |datum=2025-03-18 |sprache=de |abruf=2025-03-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Entschädigungsantrag der Auergesellschaft von Anfang April 1945 wurde der Schaden im Werk Oranienburg, basierend auf Bilanzunterlagen vom Juni 1944, mit 61&amp;amp;nbsp;Millionen [[Reichsmark]] beziffert. Durch die Explosionskraft der Bomben, welche die Produktionsstätten vollkommen zerstörten, kam es zur Freisetzung und Verteilung des radioaktiven Materials. Oranienburg ist seitdem bundesweit der radioaktiv am stärksten belastete Ort. 2018 wurden im Rahmen einer Übung des [[Bundesamt für Strahlenschutz|BfS]] und der deutschen Bundespolizei Messungen (land- und helikoptergestützt) durchgeführt, die übliche Werte der [[Gammastrahlung]] im Bereich 60–80 nano-[[Sievert (Einheit)|Sievert]] pro Stunde und Spitzenwerte bis 300 Nanosievert pro Stunde erreichten. Zum Vergleich wird ein üblicher bundesweiter Durchschnittswert von 50 bis 180 Nanosievert pro Stunde angegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bfs.de/DE/themen/ion/notfallschutz/ueben/luft/ergebnisse/2018-messuebung.html |titel=Messübung 2018 in Brandenburg |werk=bfs.de |hrsg=Bundesamt für Strahlenschutz |datum=2018-11-29 |abruf=2024-11-28 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; An Orten wie [[Guarapari]] in Brasilien werden jedoch – aufgrund natürlich vorhandener [[Monazit]]-Sande – erheblich höhere Strahlungswerte gemessen. Das Werk Oranienburg wurde nach dem Krieg nicht wieder aufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1940 bis zum allgemeinen Bekanntwerden der Schädlichkeit [[Ionisierende Strahlung|ionisierender Strahlung]] nach den [[Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki|Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki]] (Japan, August 1945) produzierte die Auergesellschaft die radioaktive Zahncreme [[Doramad]].&amp;lt;!-- zu klären ist, ob die Doramad-Produktion/Rezeptur nicht schon mit der Bombardierung in Deutschland, insbesondere Ornienburg vor Mai 1945 (Kriegsende in Deutschland) etwa durch Zerstörung von Produktionsanlagen oder durch Kriegsmangelwirtschaft endete. Helium4 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung nach 1945 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Narva V.JPG|mini|Narva-Gebäude V, heute Bestandteil der [[Oberbaum City]]]]&lt;br /&gt;
Nach 1945 diente der nun in [[Ost-Berlin]] befindliche Turm dem [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]-Glühlampenkombinat [[NARVA]]. 1963 erhielt er einen gläsernen Lampentestraum auf dem Dach. Der im Jahr 2000 umgebaute [[Narva-Turm]] zählt heute als [[technisches Denkmal]] und dient als Bürogebäude. Der Gebäudekomplex um das Glühlampen-Hochhaus trägt nun offiziell den Namen [[Oberbaum City]], benannt nach der in der Nähe befindlichen [[Oberbaumbrücke]] bzw. dem [[Oberbaum]] an der Spree.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in den westlichen Sektoren Berlins wiedergegründete Auergesellschaft entwickelte 1955 Gasmessanzeiger und erste [[Prüfröhrchen]], 1959 den Wärmetönungssensor (thermokatalytischer [[Gassensor]]). 1958&amp;amp;nbsp;erfolgte der Zusammenschluss der Auergesellschaft mit der US-amerikanischen Firma [[MSA Safety|Mine Safety Appliances]], in dessen Folge die Auergesellschaft 1960 in eine [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)|GmbH]] umgewandelt wurde. 1961&amp;amp;nbsp;wurde für das Werk [[Trier]] der Grundstein gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[West-Berlin]] besuchten 1962 [[Robert F. Kennedy]] und [[Willy Brandt]] die &amp;#039;&amp;#039;AUER GmbH&amp;#039;&amp;#039; als Zeichen amerikanischer Verbundenheit mit Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1967 feierte die Auergesellschaft in West-Berlin ihr 75. Jubiläum mit der Herausgabe einer Medaille, die aus Copyright-Gründen hier noch nicht abgebildet werden kann. Sie zeigt das Brustbild von [[Carl Auer von Welsbach]] mit der Umschrift:• GASGLÜHLICHT • OSMIUM LAMPE • CEREISEN • CARL FREIHERR AUER V. WELSBACH •. Auf der Rückseite befindet sich das Emblem der Auer Berlin GmbH zwischen den Daten 1892 und 1967 mit der Umschrift: LICHT • GESUNDHEIT • SICHERHEIT * AUERGESELLSCHAFT.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde die &amp;#039;&amp;#039;MSA Europa&amp;#039;&amp;#039; in Berlin gegründet, 1978 verlagerte die Auergesellschaft ihren Firmensitz nach [[Berlin-Neukölln]]. In den weiteren Jahren wurden zahlreiche Systeme für [[Atemschutzgerät|Atemschutzgeräte]] entwickelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 2000 firmierte die Auergesellschaft als &amp;#039;&amp;#039;MSA AUER GmbH&amp;#039;&amp;#039;. Diese Bezeichnung wurde zwischen 2000 und 2009 auch als Marke verwendet. Seit Oktober 2009 benutzen alle MSA-Tochtergesellschaften weltweit die Marke &amp;#039;&amp;#039;MSA – The Safety Company&amp;#039;&amp;#039;. Die deutsche Tochterfirma &amp;#039;&amp;#039;MSA AUER GmbH&amp;#039;&amp;#039; wurde 2015 aufgeteilt. Rechtsnachfolger ist die &amp;#039;&amp;#039;MSA Deutschland GmbH&amp;#039;&amp;#039;. Außerdem befinden sich am Standort in der Thiemannstraße in Berlin nun die &amp;#039;&amp;#039;MSA Produktion Deutschland GmbH&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;MSA Technologies and Enterprise Services GmbH&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;MSA Safety Services GmbH&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geheimsache Nazi-Uran: Bombenjagd in Brandenburg.&amp;#039;&amp;#039; Dokumentarfilm, Deutschland, 2013, 43:26 Min., Buch und Regie: Thomas Claus und Maren Schibilsky, Produktion: [[Rundfunk Berlin-Brandenburg|rbb]], Erstsendung: 26. November 2013 ebenda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.pressglas-korrespondenz.de/aktuelles/pdf/pk-2008-2w-oertel-sg-auer-welsbach.pdf Detaillierte Geschichte zur Auer-Gesellschaft] (PDF-Datei; 263&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.east-side-story.de/ Zur Geschichte des Stadtteils und des NARVA-Werkes am Oberbaum]&lt;br /&gt;
* [http://de.msasafety.com/?locale=de&amp;amp;default=0 Firmenseite MSA – Standort Berlin]&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=co/042068|TEXT=Frühe Dokumente und Zeitungsartikel zur|NAME=}}&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=DnhvtGLg-xk RBB: Die Atombombe kam aus Deutschland] (Video; Dauer: 25:35 h)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=2005156-6|VIAF=122628682}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1892]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nuklearwaffenprojekt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oranienburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Aktiengesellschaft in Deutschland]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Paul Freund</name></author>
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