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	<title>Auelgau - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T09:28:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Auelgau&amp;diff=246243&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2025-04-15T12:12:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Köln-und-Nachbargaue.jpg|mini|hochkant|Köln und seine Nachbargaue (Grenzen zu Gill- und Mühlgau sind unklar)]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Auelgau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Avalgau&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://gdz.sub.uni-goettingen.de/id/PPN515318906 gdz.sub.uni-goettingen.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist eine geografische Bezeichnung für einen mittelalterlichen Verwaltungsbezirk im Bereich des heutigen [[Rhein-Sieg-Kreis]]es und darüber hinaus (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Hamm (Sieg)|Hamm]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgebung ==&lt;br /&gt;
Eine Au(e) ist heute im [[Rhein-Sieg-Kreis]] und im süddeutschen Raum eine feuchte Uferwiese (vgl. [[Flussaue]]). Das Wort stammt aus dem Germanischen und ist über die [[indogermanische Ursprache]] u.&amp;amp;nbsp;a. mit lateinisch &amp;#039;&amp;#039;aqua&amp;#039;&amp;#039; („Wasser“) verwandt. Die Au oder das Auel ist dementsprechend eine Insel oder wasserreiches Land. In alten Schriftstücken wird oft &amp;#039;&amp;#039;auwel&amp;#039;&amp;#039; geschrieben, da das &amp;#039;&amp;#039;w&amp;#039;&amp;#039; ähnlich dem &amp;#039;&amp;#039;u&amp;#039;&amp;#039; [[Halbvokal|halbvokalisch]] verwendet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Urkundliche Erwähnung ==&lt;br /&gt;
Geschichtlich wurde der Auelgau als Gebiet erstmals 722/723 als &amp;#039;&amp;#039;aualgawe&amp;#039;&amp;#039; erwähnt, als im &amp;#039;&amp;#039;Bonner Traditionskodex&amp;#039;&amp;#039; von [[Niederkassel|&amp;#039;&amp;#039;cassele&amp;#039;&amp;#039;]] die Rede ist. Eine zweite Erwähnung findet er 832 bei einer Schenkung an das Bonner Cassiusstift, in der [[Niederkassel|Rheidt]] als dort liegend genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grafschaft ===&lt;br /&gt;
948 wurde erstmals eine Grafschaft Auelgau mit einem Herrschernamen verbunden: [[Hermann I. (Schwaben)|Graf Hermann]]. Er war ein Getreuer des Königs. Vom Herrschaftsgebiet ausgenommen waren die Gebiete der Reichsgüter und Flecken kirchlicher Besitzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
996 wurde [[Hermann I. (Lothringen)|Pfalzgraf Hermann &amp;#039;&amp;#039;Pusillus&amp;#039;&amp;#039;]] genannt, der von [[Aachen]] aus während der Herrschaft der [[Ottonen]] das alte [[Lothringen]] verwaltete. Hermann beaufsichtigte auch die Grafschaft Auelgau und nahm hier Sitz auf dem [[Michaelsberg (Siegburg)|Michaelsberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfalzgraf Hermann vererbte das Gebiet des Auelgaus seinem Sohn Ezzo, dem Begründer des Geschlechts der [[Ezzonen]]. Ezzo verwaltete auch den [[Bonngau]] und den [[Ruhrgau]]. Sein Bruder Hezelin, was ebenfalls von Heinrich abgeleitet ist, erhielt den [[Zülpichgau]] und vermutlich den [[Eifelgau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Ezzos Söhne andere Positionen bekleideten, ging der Auelgau nach seinem Tod an Heinrich, einen Sohn Hezelins. Ezzos Sohn Hermann hatte aber als [[Erzbischof von Köln]] die wichtige [[Tomburg]] bei [[Rheinbach]] und die [[Abtei Brauweiler]] an das Erzbistum Köln übereignet. Dessen Nachfolger Erzbischof [[Anno von Köln]] erwarb daraufhin weitere Güter der Ezzonen. In der Folge kam es zu einem Krieg zwischen dem Erzbischof und den Ezzonen, der letztlich mit der Übereignung des [[Michaelsberg (Siegburg)|Michaelsbergs]] an das Erzbistum endete. Dieses wandelte die konkurrierende Burg 1066 in ein [[Abtei Michaelsberg|Kloster]] um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grafen im Auelgau aus der Familie der Ezzonen ===&lt;br /&gt;
* Hermann I., 922/948 Graf im Auelgau&lt;br /&gt;
* Eberhard II., 953 Graf im Auelgau, † 966, dessen Sohn&lt;br /&gt;
* Gottfried, 966/970 Graf im Auelgau, dessen Bruder&lt;br /&gt;
* [[Hermann I. (Lothringen)|Hermann Pusillus]], 996 Graf im Auelgau, † 996, Neffe Hermanns I.&lt;br /&gt;
* [[Ezzo (Lothringen)|Ezzo (Erenfried)]], † 1034, Sohn des Hermann Pusillus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachfolger ===&lt;br /&gt;
Rechtsnachfolger der [[Ezzonen]] waren nach einer Urkunde der Siegburger Abtei von 1139 die zuvor in den Süden abgedrängten [[Grafen von Sayn]]. 1182 waren sie im [[Neusser Vergleich]] bereits als Grafen genannt. Beherrschend war aber das Erzbistum. Nach dem Tode von [[Heinrich III. (Sayn)|Heinrich III. von Sayn]] wurde der Auelgau durch die Herrschaften [[Amt Blankenberg|Blankenberg]] und [[Herrschaft Löwenburg|Löwenburg]] beherrscht, die nach und nach an die [[Grafschaft Berg|Grafen von Berg]] fielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Auelgau wurde später für ein etwa deckungsgleiches Gebiet der Kirchenverwaltung wiederverwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Auelgau1.png|miniatur|300px|Die Verteilung der Ortsbezeichnungen Au und Auel im Rhein-Sieg-Kreis]]&lt;br /&gt;
Neben den erwähnten Siedlungsnamen im Mündungsgebiet der [[Sieg (Fluss)|Sieg]] sind die früheren Grenzen nicht festzulegen, da es viel freien Siedlungsraum gab. Westlich lag der [[Rhein]] mit dem [[Bonngau]], entfernt südlich der [[Engersgau]], östlich [[Sachsen (Volk)|sächsisches]] Siedlungsgebiet, nordwestlich der [[Deutzgau]], weiter nordöstlich der [[Westfalengau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rhein-Sieg-Kreis ===&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung Auel oder kurz Au ist im [[Rhein-Sieg-Kreis]] heute noch oft als Orts- oder Straßennamen vorhanden, meist an der [[Sieg (Fluss)|Sieg]] und an der [[Agger]]:&lt;br /&gt;
* Stadt [[Hennef]]: Aue, Siegaue, Auel, Oberauel, Bülgenauel an der [[Sieg (Fluss)|Sieg]]&lt;br /&gt;
* Stadt [[Lohmar]]: Auelsweg in Lohmar, Gut Rosauel, Rosaueler Weg, Aueler Hof und Schloß Auel an der [[Agger]] in [[Wahlscheid]], Aggeraueler Weg und Tournisauel in Agger, Krebsauel und Krebsaueler Straße sowie Schachenauel und Schachenaueler Straße in Neuhonrath, Ingersauel und Ingersaueler Mühle am [[Naafbach]] sowie Auenweg in [[Birk (Lohmar)|Birk]]&lt;br /&gt;
* Stadt [[Siegburg]]: die Ortsteile [[Aulgasse]] (zur Agger führend) und [[Kaldauen]] (an der Sieg)&lt;br /&gt;
* Gemeinde [[Eitorf]]: Schützenau, Lützgenauel, Bourauel und Im Auel an der Sieg&lt;br /&gt;
* Gemeinde [[Much]]: Bernsaueler Berg am [[Wahnbach (Sieg)|Wahnbach]]&lt;br /&gt;
* Gemeinde [[Neunkirchen-Seelscheid]]: der Ortsteil [[Ingersau]] an der [[Bröl]]&lt;br /&gt;
* Gemeinde [[Ruppichteroth]]: Ingersaueler Hof an der [[Bröl]]&lt;br /&gt;
* Gemeinde [[Windeck]]: Sonnenau, In der Au, Im Äulchen, Zum Krummauel, Mauel, Obernau, Gansau, Au und Opperzau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nördlich ===&lt;br /&gt;
* Stadt [[Overath]]: Wiesenauel, Im Auel und der Ortsteil Bernsau an der Agger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Östlich ===&lt;br /&gt;
In der an den Rhein-Sieg-Kreis angrenzenden [[Verbandsgemeinde Hamm (Sieg)|Verbandsgemeinde Hamm]] gibt es die Ortsbezeichnungen Oppertsau an der Sieg, Herrgottsau und Nisterau an der [[Nister (Sieg)|Nister]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* P. Gabriel Busch: &amp;#039;&amp;#039;Kapellenkranz um den Michaelsberg&amp;#039;&amp;#039;, Verlag [[Abtei Michaelsberg]], 1985&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Rheinland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gau (Nordrhein-Westfalen)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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