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	<title>Atzgersdorf - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Funke: /* Persönlichkeiten */ ergänzt</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Persönlichkeiten: &lt;/span&gt; ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;2&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;1&amp;quot; align=&amp;quot;right&amp;quot; style=&amp;quot;margin-left:1em; background:#E3E3E3;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| Atzgersdorf&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#FFFFFF&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Wappen&lt;br /&gt;
! Karte&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:center; background:#FFF&amp;quot;&lt;br /&gt;
| [[Datei:AUT Atzgersdorf COA.svg|140px|Wappen von Atzgersdorf]] || [[Datei:Liesing lage atzgersdorf.png|280px]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Atzgersdorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Stadtteil]] im 23. [[Wiener Gemeindebezirke|Wiener Gemeindebezirk]] [[Liesing (Wien)|Liesing]]. Die seit 1850 eigenständige [[niederösterreich]]ische [[Gemeinde]] wurde 1938 vom NS-Regime nach [[Groß-Wien]] eingemeindet und ist seit 1954 Teil des 23. Bezirks. Ein kleiner Teil der früheren Gemeinde kam zum 12. Gemeindebezirk [[Meidling]]. Atzgersdorf ist eine der 89 [[Wiener Katastralgemeinden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wien Liesing KG Atzgersdorf Ivg67.jpg|mini|Katastralgemeinde Atzgersdorf im Wiener Bezirk Liesing]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wien Liesing KG Atzgersdorf 1873 Ivg67.jpg|mini|Das Gebiet der heutigen Katastralgemeinde Atzgersdorf auf einer Karte von 1872]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Katastralgemeinde Atzgersdorf nimmt eine Fläche von etwa 376 Hektar ein. Bis 2010 gehörte auch ein 35 Hektar großes Gebiet im Bezirk Meidling, auf dem der südliche Teil des [[Südwestfriedhof (Wien)|Südwestfriedhofs]] liegt, der Katastralgemeinde Atzgersdorf an. Durch eine Verwaltungsvereinfachung wurde die Katastralgemeindegrenze zur Bezirksgrenze hin verschoben, und dieses Gebiet an die Katastralgemeinde Hetzendorf übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bev.gv.at/pls/portal/docs/PAGE/BEV_PORTAL_CONTENT_ALLGEMEIN/0550_SUPPORT/0500_DOWNLOADS/AMTSBLATT/AMTSBLATT_FUER_DAS_VERMESSUNGSWESEN2010/AVERM2010_1.PDF Amtsblatt für das Vermessungswesen Herausgegeben vom BEV - Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen Jahrgang 2010 Wien, 1. März 2010 — 3699.Verordnung des Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen vom 9. Februar 2010 betreffend die Änderung der Katastralgemeinden Mauer, Rosenberg, Speising, Hetzendorf und Atzgersdorf. (pdf)] abgerufen am 3. Juli 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort liegt beiderseits der [[Liesing (Schwechat)|Liesing]]. Flussaufwärts befindet sich der gleichnamige Wiener Bezirksteil [[Liesing (Wiener Bezirksteil)|Liesing]], flussabwärts schließen die Wiener Bezirksteile [[Erlaa]] und [[Inzersdorf (Wien)|Inzersdorf]] an. Nördlich von Atzgersdorf liegen der [[Hietzing]]er Bezirksteil [[Rosenberg (Wien)|Rosenberg]] und die Meidlinger Bezirksteile [[Hetzendorf (Wien)|Hetzendorf]] und [[Altmannsdorf (Wien)|Altmannsdorf]]. Im Ort mündete der aus [[Mauer (Wien)|Mauer]] kommende [[Knotzenbach]] in die Liesing. Dieser fließt heute großteils unterirdisch und ist daher nur mehr in der Nähe seiner Quelle, beim [[Maurer Wald]], sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Westen von Atzgersdorf wird zu den [[Chronostratigraphie|chronostratigraphischen]] [[Stufe (Geologie)|Stufen]] des [[Pannonium]]s und [[Sarmatium]]s gezählt, der Osten zum [[Holozän]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gross-Industrie Oesterreichs 3 Schember 289-2.JPG|mini|C. Schember &amp;amp; Söhne, um 1900]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Liesing003.JPG|mini|Liesingbach in Atzgersdorf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Atzgersdorf wurden [[jungsteinzeit]]liche Scherben gefunden, die auf eine [[Urgeschichte|prähistorische]] Besiedlung hinweisen. Bei Bauarbeiten im Bereich der Keltengasse wurden zudem [[Kelten|keltische]] Besiedlungsspuren entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Westen von Atzgersdorf an der Grenze zu Mauer und Speising verläuft unterirdisch die Trasse einer ehemaligen [[Römische Wasserleitung (Vindobona)|römischen Wasserleitung]] zum Legionslager [[Vindobona]].&amp;lt;ref&amp;gt;D(avid) S(ilvester) Mayer von Rosenau: &amp;#039;&amp;#039;Atzgersdorf&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Alt Wien. Zeitschrift für Wiener Art und Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 6. Jahrgang Wien 1897, Heft 11, November 1897, {{ZDB|1268793-5}}, S. 204.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mehrere Stücke dieser Leitung wurden gefunden und archäologisch dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anfänge einer dauerhaften Besiedlung Atzgersdorfs können um das Jahr 1000 datiert werden. Der Ort entstand als [[Gassendorf]] an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt. An seiner Stelle kreuzt die Verbindung von Mauer zur [[Triester Straße]] mit der Straße von Meidling nach [[Perchtoldsdorf]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ferdinand Opll: &amp;#039;&amp;#039;Liesing: Geschichte des 23. Wiener Gemeindebezirks und seiner alten Orte&amp;#039;&amp;#039;. Jugend und Volk, Wien 1982, ISBN 3-7141-6217-8. S. 10–13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name Atzgersdorf ist eine Kombination aus dem Personennamen „Atzichî“ und dem Wort [[Dorf]]. Die erste urkundliche Nennung des Orts erfolgte um das Jahr 1120. Von früher Bedeutung war die um 1300 gegründete Pfarre Atzgersdorf, die als religiöses Zentrum für die umliegenden Orte diente. Der erste namentlich bekannte [[Grundherrschaft|Grundherr]] des ursprünglich vermutlich [[Edelfrei|hochfreien]] Besitzes Atzgersdorf war Hans von [[Haus Liechtenstein|Liechtenstein]], dessen Güter um 1390 von Herzog [[Albrecht III. (Österreich)|Albrecht III.]] von Österreich beschlagnahmt wurden. Atzgersdorf war das Zentrum einer größeren Grundherrschaft, zu der auch die Orte [[Lainz]], [[Speising]] und [[Liesing (Wiener Bezirksteil)|Unterliesing]] gehörten. Diese Besitztümer blieben bis 1652 landesfürstliches [[Lehnswesen|Lehen]], als Kaiser [[Ferdinand III. (HRR)|Ferdinand III.]] sie seinem Hofkanzler [[Johann Mathias Prücklmayer|Johann Matthias Prückelmayr]] verkaufte. Prücklmayr vermachte die Herrschaft 1656 den [[Jesuiten]], die bis zu ihrer Ordensaufhebung 1773 die Grundherren von Atzgersdorf blieben. Bei der [[Zweite Wiener Türkenbelagerung|zweiten Wiener Türkenbelagerung]] 1683 wurde Atzgersdorf schwer in Mitleidenschaft gezogen. Im 18. Jahrhundert wurde der Ort ein bedeutender Wallfahrtsort, mit dem bis heute in der [[Pfarrkirche Atzgersdorf]] aufbewahrten „Fieberkreuz“ als Hauptanziehungspunkt. 1775 erwarb [[Georg Adam von Starhemberg]] den Besitz. Er verkaufte Unterliesing und verlagerte den Sitz der Grundherrschaft von Atzgersdorf nach [[Schloss Alterlaa]], wo er bis zum Ende der grundherrschaftlichen Periode verblieb. Als prominente Nachfolger Starhembergs als Grundherren von Atzgersdorf sind [[Jérôme Bonaparte]] und [[Pierre-Louis de Blacas d’Aulps]] zu nennen. Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 118 Häusern genannt, das über eine Pfarre und eine Schule verfügte. Die [[Erlaa (Herrschaft)|Herrschaft Erlaa]] besaß die [[Ortsobrigkeit]] und besorgte die [[Konskription]]. Die [[Landgericht (Österreich)|Landgerichtsbarkeit]] wurde von der [[Mödling (Herrschaft)|Herrschaft Mödling]] ausgeübt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Austria Topographie Steinius 1822|band=1|seite=36|text=Atzgersdorf}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis zum 19. Jahrhundert war der Ort vor allem durch Ackerbau und Viehzucht geprägt. Auch bedingt durch die Errichtung der Eisenbahnlinie der [[Südbahn (Österreich)|Südbahn]] nach Atzgersdorf im Jahr 1841 begann nun die [[Industrialisierung]] im Ort. Mehrere Mühlen am Liesingbach wurden in Fabriken umgewandelt, die die [[Wasserkraft]] als Energiequelle nutzten. 1844 wurden Johann und Hedwig Langer die letzten Grundherren von Atzgersdorf und Erlaa.&amp;lt;ref&amp;gt;Ferdinand Opll: &amp;#039;&amp;#039;Liesing: Geschichte des 23. Wiener Gemeindebezirks und seiner alten Orte&amp;#039;&amp;#039;. Jugend und Volk, Wien 1982, ISBN 3-7141-6217-8. S. 15–24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Aufhebung der Grundherrschaft wurde Atzgersdorf am 25. Juni 1850 als selbstständige [[Gemeinde (Österreich)|Gemeinde]] begründet. Zum ersten Bürgermeister wurde Joseph Carlberger gewählt, der seit 1831 Ortsrichter von Atzgersdorf gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 kaufte [[Carl Auer von Welsbach]] die &amp;#039;&amp;#039;Fabrik für chemisch-pharmazeutische Erzeugnisse Würth &amp;amp; Co&amp;#039;&amp;#039;, um dort industriell [[Glühstrumpf|Glühstrümpfe]] zu produzieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.auer-von-welsbach-museum.at/de/freiherr-auer-von-welsbach/biografie Biografie] auf &amp;#039;&amp;#039;auer-von-welsbach-museum.at&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 26. April 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1892 grenzte der Ort durch die Schaffung des 12. Wiener Gemeindebezirks, Meidling, an die [[k.k.]] Reichshaupt- und Residenzstadt. Aus dieser Zeit ist das Gebäude des [[Linienamt Atzgersdorf|k.k. Linienamts Atzgersdorf]] erhalten, an dem bei Überschreiten der Stadtgrenze die Verzehrungssteuer bezahlt werden musste. Vor allem zwischen Breitenfurter und Brunner Straße wurden ehemalige Weide- und Ackerflächen systematisch [[Grundstücksteilung|parzelliert]]. Von 1831 bis 1910 wuchs die Bevölkerung Atzgersdorfs von 1.899 auf 10.398 Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;Ferdinand Opll: &amp;#039;&amp;#039;Liesing: Geschichte des 23. Wiener Gemeindebezirks und seiner alten Orte&amp;#039;&amp;#039;. Jugend und Volk, Wien 1982, ISBN 3-7141-6217-8. S. 83.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden des 1904 geschaffenen [[Gerichtsbezirk]]s Liesing (neben Atzgersdorf waren dies [[Breitenfurt bei Wien|Breitenfurt]], Erlaa, [[Hadersdorf-Weidlingau]], Inzersdorf, [[Kalksburg]], [[Kaltenleutgeben]], [[Laab im Walde]], Liesing, Mauer, [[Perchtoldsdorf]], [[Purkersdorf]], [[Rodaun]], [[Siebenhirten (Wien)|Siebenhirten]] und [[Vösendorf]]) wurden per Verfügung vom 1. Oktober 1938 zur Schaffung eines „[[Groß-Wien]]“, die am 15. Oktober 1938 in Kraft trat, als 25. Gemeindebezirk, Liesing, nach Wien eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1910 befand sich an der Südbahnstrecke&amp;lt;!--konkrete Lage leider nicht angegeben--&amp;gt; ein Materiallagerplatz für den Bau der II. Wiener Hochquellenwasserleitung, zu dem auch ein Betriebsbahnhof gehörte. Von dort gingen [[Feldbahn]]strecken über Mauer bis ins [[Gütenbach (Wien)|Gütenbachtal]], zum [[Wasserspeicher Rosenhügel]] und zu einem Steinbruch.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Hohn: &amp;#039;&amp;#039;Feldbahnen beim Bau der Wiener Hochquellenleitungen. Eisenbahnen beim Bau der I. und der II. Wiener Hochquellenleitung, dem Schneealpenstollen, der Pfannbauernquelle-Überleitung und dem Wasserleitungskraftwerk Gaming.&amp;#039;&amp;#039; Wien, Bohmann, 2007. ISBN 978-3-901983-73-3. Titelbild des Buches, Erläuterungen S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der heutigen Adresse Dirmhirngasse 112 war 1900 von einem jüdischen Bethausverein die [[Synagoge Atzgersdorf]] errichtet worden, die auch Gläubigen aus dem heutigen Bezirksteil Liesing diente. Sie wurde in der [[Novemberpogrome 1938|Reichspogromnacht]] vom 10. November 1938 von [[Nationalsozialisten]] zerstört. Die Überreste wurden 1958 abgetragen. Heute erinnert eine Gedenktafel an diese Vorkommnisse. Im Zuge der Judenverfolgung des nationalsozialistischen Regimes wurden Dutzende jüdische Atzgersdorfer ermordet.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerald Netzl: &amp;#039;&amp;#039;Der 9. November 1938 in Liesing – eine lokalhistorische Rekonstruktion&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. Bezirksvorstehung Liesing, Wien 2005, ²2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] lag Atzgersdorf zunächst bis 1944 außerhalb der Reichweite der Bombenflugzeuge. Das war einer der Gründe, aus denen in Atzgersdorf und dem benachbarten Liesing ein „Industriehorst“ entstehen sollte, dessen Betriebe (hauptsächlich Unternehmen der Metallverarbeitung) als Zulieferbetriebe für die [[Flugmotorenwerke Ostmark]] herangezogen werden sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;Helene Eis: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchung über das Industriegebiet Liesing-Atzgersdorf.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation zur Erlangung des Grades eines Doktors der Handelswissenschaften an der Hochschule für Welthandel. Wien 1961. S. 19.&amp;lt;br /&amp;gt; [[Norbert Schausberger]]: &amp;#039;&amp;#039;Rüstung in Österreich 1938-45: eine Studie über die Wechselwirkung von Wirtschaft, Politik und Kriegsführung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Publikationen des österreichischen Instituts für Zeitgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 8. Hollinek, Wien 1970. S. 83&amp;lt;/ref&amp;gt; Nicht zuletzt deswegen waren später vor allem diese Flugzeugwerke der deutschen [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] in Atzgersdorf ein Angriffsziel der [[Alliierte]]n. Nach dem Krieg sollte Atzgersdorf gemäß dem zwischen Wien und Niederösterreich vereinbarten Gebietsänderungsgesetz vom 29. Juni 1946 eine von 17 ehemaligen Gemeinden sein, die bei Wien verbleiben sollten; 80 andere ehemalige Gemeinden sollten an Niederösterreich rückgegliedert werden. Die [[Sowjetunion|sowjetische]] Besatzungsmacht blockierte allerdings das Inkrafttreten dieses Verfassungsgesetzes bis 1954.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. September 1954 konnte das Gesetz in Kraft treten, nachdem die Sowjetunion ihr Veto aufgegeben hatte; Atzgersdorf, bis dahin Teil des 25. Bezirks, wurde nun Teil des neu geschaffenen 23. Gemeindebezirks, der den Namen des bisherigen 25. Bezirks, Liesing, behielt, nicht aber seine Fläche.&amp;lt;ref&amp;gt;Ferdinand Opll: &amp;#039;&amp;#039;Liesing: Geschichte des 23. Wiener Gemeindebezirks und seiner alten Orte&amp;#039;&amp;#039;. Jugend und Volk, Wien 1982, ISBN 3-7141-6217-8. S. 129–137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Nachkriegsjahren blieb Atzgersdorf zunächst weitgehend, aufbauend auf der Infrastruktur davor, ein Industriegebiet mit Betrieben der Metallverarbeitung und Chemie und erwarb sich den Ruf eines Arbeiterviertels. 1955 fiel die sowjetische Besatzung weg. In den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wurden die charakteristischen eingeschoßigen Arbeiterhäuser kontinuierlich durch groß angelegte Wohnhausanlagen verdrängt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Dehio-Handbuch Wien. X. bis XIX. und XXI. bis XXIII. Bezirk&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. v. Bundesdenkmalamt. Anton Schroll, Wien 1996, ISBN 3-7031-0693-X, S. 682.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Wandel ging auch mit Bevölkerungswachstum einher. Im Jahr 1951 hatte der Ort 7738 Einwohner, während heute rund 15&amp;amp;nbsp;500 Menschen in Atzgersdorf leben.&amp;lt;ref&amp;gt;Da die Grenzen der [[Zählsprengel]] und Zählbezirke von jenen der Katastralgemeinde abweichen, ist keine genaue Einwohnerzahl verfügbar. Die Zählbezirke &amp;#039;&amp;#039;Atzgersdorf&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Atzgersdorf-West&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Industriegebiet Breitenfurter Straße&amp;#039;&amp;#039; hatten laut [[Volkszählung|VZ]] 2001 zusammen 15&amp;amp;nbsp;625 Einwohner. – Quelle: &amp;#039;&amp;#039;Ortsverzeichnis 2001 Wien&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. v. Statistik Austria, Wien 2005, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Industriegrundstücke werden ab 2010 weitgehend mit Wohnungs- und Bildungsanlagen bzw. Kulturzentren (wie den Bildungscampus Atzgersdorf oder die [[Sargfabrik Atzgersdorf]]) bebaut. Eines der Projekte befindet sich am Standort der früheren Chemiefabrik Wildschek in der Walter-Jurmann-Gasse. Dort werden 850 Wohnungen neben der ebenfalls vorgesehenen [[S-Bahn Wien|Schnellbahnstation]] „Anton-Benya-Straße“ an der [[Südbahn (Österreich)#Ausbau|Südbahnstrecke]] bis 2028 errichtet, wobei die bisher unverbauten (früher als Erweiterungsgründe des Industriewerkes vorgesehenen) Flächen als Park erhalten bleiben (Projekt „Biotop Wildquell“).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kurier.at/chronik/wien/der-geheime-garten-wohnprojekt-bei-atzgersdorfer-fabriksgelaende/402057688 Der geheime Garten: Wohnprojekt bei Atzgersdorfer Fabriksgelände.] In: Tageszeitung „Kurier“, 30. Juni 2022, Seite 18/19 (abgerufen am 30. Juni 2022).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20220629_OTS0166/simabischof-biotop-wildquell-wird-neues-vorzeige-stadtquartier Sima/Bischof: Biotop-Wildquell wird neues Vorzeige-Stadtquartier.] In: Austria Presse Agentur, Originaltext-Service OTS_20220629_OTS0166, 29. Juni 2022. (abgerufen am 30. Juni 2022).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bürgermeister von Atzgersdorf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Joseph Carlberger (1850–1864)&lt;br /&gt;
* Anton Bayer (1864–1867)&lt;br /&gt;
* Johann Fichtner (Fabrikant) (1867–1868)&lt;br /&gt;
* Ferdinand Bausback (1868–1873)&lt;br /&gt;
* Anton Heger (1873–1875)&lt;br /&gt;
* Carl Meisgeyer (1875–1894)&lt;br /&gt;
* Josef Watzger (Kaufmann) (1894–1900)&lt;br /&gt;
* Johann Höbinger (1900–1905)&lt;br /&gt;
* Leonhard Bauer (1905–1909)&lt;br /&gt;
* Emil von Derschatta (1909–1918)&lt;br /&gt;
* Ludwig Kirschner (1918–1919)&lt;br /&gt;
* Johann Werndl (1919–1934)&lt;br /&gt;
* Josef Hilgarth (1934–1938)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:GuentherZ 2011-02-19 0006 Wien23 Kirchenplatz Atzgersdorfer Pfarrkirche.jpg|mini|hochkant=1.2|[[Pfarrkirche Atzgersdorf]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Endresstr2.jpg|mini|Haus Morpurgo]]&lt;br /&gt;
Der Ortskern rund um Kirchenplatz und Endresstraße/Levasseurgasse/Meisgeyergasse (Gebäude aus dem 15. Jhdt.) ist von der Stadt Wien als bauliche Schutzzone ausgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wien.gv.at/kulturportal/public/grafik.aspx?FeatureByID=23.+Atzgersdorf&amp;amp;FeatureClass=schutzzonen&amp;amp;ThemePage=1 Karte der Schutzzone]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die römisch-katholische [[Pfarrkirche Atzgersdorf]] ist eine [[Klassizismus|klassizistische]] [[Wandpfeilerkirche]], die von 1781 bis 1782 nach Plänen des Architekten Andreas Fischer erbaut wurde. Die vom Architekten [[Erwin Plevan]] entworfene Filialkirche St. Christophorus wurde 1960 an der Breitenfurter Straße als [[Notkirche]] der Pfarre Atzgersdorf errichtet. Bei der evangelisch-lutherischen [[Johanneskirche (Liesing)|Johanneskirche]] handelt es sich um ein [[Art Déco|Art-déco]]-Gebäude aus den Jahren 1930 bis 1935. Ein weiteres bemerkenswertes Gebäude ist das Haus Morpurgo am Beginn der Endresstraße, das um 1800 erbaut wurde und vermutlich einen [[barock]]en Vorgängerbau miteinbezog. Auf Atzgersdorfer Gebiet befindet sich ferner das [[Bezirksmuseum Liesing]], das in einem ehemaligen Schulgebäude des Architekten [[Gerhard Reitmayer]] aus dem Jahr 1884 untergebracht ist. Der heutige [[Atzgersdorfer Friedhof]] wurde 1880 angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Öffentliche Parkanlagen in Atzgersdorf sind der 2023 eröffnete [[Stadtpark Atzgersdorf]] am ehemaligen Campingplatz-Gelände (Breitenfurterstraße 267),&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wien.gv.at/umwelt/parks/anlagen/stadtpark-atzgersdorf.html Stadtpark Atzgersdorf] auf &amp;#039;&amp;#039;wien.gv.at&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 11. Mai 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kurier.at/chronik/wien/stadtpark-atzgersdorf-eroeffnet-mit-gedenken-an-eine-moerderin/402428453 Stadtpark Atzgersdorf eröffnet mit Gedenken an eine Mörderin] auf &amp;#039;&amp;#039;kurier.at&amp;#039;&amp;#039;, 27. April 2023, abgerufen am 11. Mai 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; der [[Bruno-Morpurgo-Park]] (Endresstraße 4–14), der [[Dr.-Rudolf-Hatschek-Park]], der [[Fridtjof-Nansen-Park]] und der [[Mayer-von-Rosenau-Park]]. Als [[Naturdenkmal]] ausgewiesen sind unter anderem eine [[Silber-Weide#Zuchtformen im Gartenbau|Trauerweide]] im Bruno-Morpurgo-Park, eine [[Schwarzkiefer]] im Mayer-von-Rosenau-Park und vier Einzelbäume im Stadtpark Atzgersdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Motiv für die Gestaltung des für Atzgersdorf bestimmten Teiles des Liesinger Bezirkswappens wurde das Motiv der [[Katharina von Alexandrien|Heiligen Katharina]] mit Palmzweig und Schwert auf grüner Wiese gewählt. Die Heilige Katharina ist die Patronin der Pfarrkirche Atzgersdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Atzgersdorfer Heimatlied ===&lt;br /&gt;
Das Atzgersdorfer Heimatlied wird bis heute in den Volksschulen am Kirchenplatz und in der Prücklmayrgasse gelehrt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I wohn’ in Atzgersdorf,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
net weit vom Liesingbach,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dort wo die Häuser san,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gedeckt mit Schindldach,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dort wo die Fenster san,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verschmiert mit Hafnerlahm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf so an harben Grund bin i daham.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heut schaut’s ganz anders aus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir g’hörn zur Großstadt Wean.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vü neue Häuser steh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar praktisch und modern.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fabriken gibts sehr vü,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Leut san arbeitsam.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum bin in Atzgersdorf i gern daham.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sargfabrik Atzgersdorf.jpg|mini|[[Sargfabrik Atzgersdorf|Sargfabrik Wien Atzgersdorf]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Altesaufnahmsgebatzgersdorfmauer.jpg|mini|Altes Aufnahmsgebäude]]&lt;br /&gt;
[[Datei:AtzgersdorfMauer.jpg|mini|Bahnhof Wien Atzgersdorf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Industriegebiet von Atzgersdorf befindet sich großteils zwischen der Südbahnstrecke und dem Liesingbach. Zu den ältesten erhaltenen Industriegebäuden zählt die ehemalige Klavierfabrik Parttart (später Luner), die 1892 von Josef Schneider erbaut wurde, und die ca. 1912&amp;lt;ref&amp;gt;Reichspost, 1. April 1934, S. 50 (Bezirksmuseum Liesing)&amp;lt;/ref&amp;gt; errichtete ehemalige Schuhfabrik (David Langfelder – &amp;quot;Riott&amp;quot;, gegründet 1892 in Wien VI., später Weber&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Scholtyseck: &amp;#039;&amp;#039;[https://books.google.at/books?id=H6cnDAAAQBAJ&amp;amp;pg=PP1&amp;amp;dq=Freudenberg:+Ein+Familienunternehmen+in+Kaiserreich,+Demokratie+und+Diktatur&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiYz7zd9MDaAhXDzKQKHR7pC00Q6AEIJzAA#v=onepage&amp;amp;q=Freudenberg%3A%20Ein%20Familienunternehmen%20in%20Kaiserreich%2C%20Demokratie%20und%20Diktatur&amp;amp;f=false Freudenberg: Ein Familienunternehmen in Kaiserreich, Demokratie und Diktatur]&amp;#039;&amp;#039;. Beck, München, 2016. S. 251f.&amp;lt;/ref&amp;gt;), bis 2021 Modelleisenbahnfabrik [[Kleinbahn (Modelleisenbahn)|Kleinbahn]]. An der Breitenfurter Straße 176 befindet sich die von 1913 bis 1916 nach Plänen von [[Hubert Gessner]] errichtete frühere Maschinen-, Kisten- und Holzwarenfabrik Koffmahn, die von 1966 bis 2013&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.meinbezirk.at/ meinbezirk.at]: [http://www.meinbezirk.at/wien-23-liesing/chronik/atzgersdorf-ende-fuer-sargerzeugung-d630021.html Atzgersdorf: Ende Für Sargerzeugung] (6. August 2013)&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Sargerzeugung der Städtischen Bestattung genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannte Unternehmen und wichtige Arbeitgeber in der Gegend ab der Monarchie waren die [[k.u.k.]] Hof-Brücken[[waage]]n- und Maschinen-Fabrik [[C. Schember &amp;amp; Söhne]] in der Gatterederstraße (errichtet ab 1888,&amp;lt;ref&amp;gt;Architekturzentrum Wien: [http://www.architektenlexikon.at/de/384.htm Josef Maresch]&amp;lt;/ref&amp;gt; abgerissen 1988) und die Lebensmittelfabrik Emanuel Khuner &amp;amp; Sohn AG (ab 1897&amp;lt;ref&amp;gt;Eduard Giffinger, Gunther Pauls: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Firma Unilever, Werk Atzgersdorf: versunkene Arbeitswelt am Beispiel Kuner.&amp;#039;&amp;#039; ÖGB-Verlag, Wien, 2013, ISBN 978-3-7035-1597-2&amp;lt;/ref&amp;gt;) in der Breitenfurter Straße auf Höhe der Kunerolgasse, die nach der Fusion mit der Firma [[Johann Schicht|Georg Schicht]] („Kunerol“) 1929 im [[Unilever]]-Konzern aufging ([[Kokosöl|Kokosfett]], [[Margarine]], [[Mayonnaise]]; abgerissen 2003–2015).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres bekanntes Unternehmen in Atzgersdorf war die Firma [[Osram]], die von 1904 (damals noch &amp;#039;&amp;#039;Osmium-Licht-Unternehmung&amp;#039;&amp;#039;) bis 1988 neben dem Liesingbach auf Höhe des heutigen [[Wohnpark Alt-Erlaa|Wohnparks Alt-Erlaa]] einen Produktionsstandort betrieb. Der Standortteil dieses Unternehmens in der Auer-Welsbach-Straße ist beidseits der Grenze der Katastralgemeinden Atzgersdorf und Inzersdorf ab 1. Juli 2018 als „Altlast W31: Glühstrumpf-Fabrik Auer von Welsbach“ ausgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;1. Altlastenatlas-VO-Novelle 2018&amp;#039;&amp;#039;. [https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2018_II_132/BGBLA_2018_II_132.pdfsig Verordnung der Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, mit der die Altlastenatlas-VO geändert wird, BGBl. II Nr. 132/2018.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Gelände einer ehemaligen Kupferhütte befand sich seit der Nachkriegszeit bis zur Übersiedlung 2021 nach [[Münchendorf]] das Chemiewerk von Wildschek &amp;amp; Co, in dem hauptsächlich Lacke für Industriebedarf hergestellt wurden. Dieser Betrieb ging aus einigen Resten der chemischen Werke im Süden Wiens (z. B. [[Wagenmann, Seybel &amp;amp; Co.]], Firma Schramm &amp;amp; Wagenmann, Firma Ludwig Marx, Firma Eisenstädter&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wildschek.at/frameset.htm Firmenchronik]&amp;lt;/ref&amp;gt;) hervor. Sein Vorgängerunternehmen hatte sich in Liesing in der Pellmanngasse auf dem Gelände des Unternehmens Stadler befunden, ehe es auf den aktuellen Standort übersiedelte.&amp;lt;ref&amp;gt;Helene Eis: &amp;#039;&amp;#039;Industriegebiet Atzgersdorf-Liesing&amp;#039;&amp;#039;, S. 51, 56.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ursprüngliche [[Haltestelle Wien Atzgersdorf|Bahnhof Atzgersdorf-Mauer]] (heute Atzgersdorf) an der Südbahn wurde 1840 eröffnet, das Aufnahmsgebäude wurde vom Südbahn-Architekten [[Wilhelm von Flattich|Wilhelm Flattich]] erbaut. Ende der 1970er Jahre wurde er durch einen rund 100 Meter entfernten Neubau ersetzt. Das alte Aufnahmsgebäude wird seither als Wohnhaus genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Atzgersdorfer Kirchenplatz befindet sich seit 1826 eine Volksschule. Das heutige Gebäude wurde zwischen 1894 und 1914 in mehreren Abschnitten errichtet und seitdem mehrmals umgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Dehio-Handbuch Wien. X. bis XIX. und XXI. bis XXIII. Bezirk&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. v. Bundesdenkmalamt. Anton Schroll, Wien 1996, ISBN 3-7031-0693-X, S. 719.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen dem [[Sauberg (Liesing)|Sauberg]] bzw. dem [[Steinberg (Wien)|Steinberg]] und der Südbahn wurden bedeutende Steinbrüche zur Gewinnung des [[Sarmatium|sarmatischen]] [[Sandstein|Kalksandsteins]] betrieben. 2020 konnte durch Arbeiten des Zentrallabors des [[Bundesdenkmalamt]]es festgestellt werden, dass eine der bekanntesten Steinskulpturen im [[Stephansdom]], nämlich die Dienstbotenmuttergottes, um das Jahr 1300 aus Atzgersdorfer Kalksandstein geschaffen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Gertrud Zowa: &amp;#039;&amp;#039;Die Restaurierung der Dienstbotenmadonna.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Dom. Mitteilungsblatt des Wiener Domerhaltungsvereins.&amp;#039;&amp;#039; Folge 2/2020 {{ZDB|1054178-0}}. S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem Gelände der Steinbrüche befinden sich heute neben Wohnbauten der Fridtjof-Nansen-Park, das Höpflerbad, das Seniorenheim Haus Atzgersdorf und das Jugendwohnheim Atzgersdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
{{siehe auch|Liste von auf dem Atzgersdorfer Friedhof bestatteten Persönlichkeiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Dürmayer]] (1905–2000), Rechtsanwalt, Polizist, Funktionär (KPÖ) und KZ-Häftling&lt;br /&gt;
* Johann Fichtner (1799–1878), Maschinenbauer und Fabrikant,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Wien Geschichte Wiki|Johann Fichtner|Johann Fichtner}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Technisches Museum Wien: [http://www.technischesmuseum.at/objekt/watt-sche-dampfmaschine Watt’sche Dampfmaschine]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bürgermeister von Atzgersdorf&amp;lt;ref&amp;gt;{{Wien Geschichte Wiki|Atzgersdorf|Atzgersdorf}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Hatschek (Mediziner, 1874)|Rudolf Hatschek]] (1874–1939), Arzt&lt;br /&gt;
* [[Josef Hilgarth]] (1898–1975), Bezirksschulinspektor und Politiker, Bürgermeister von Atzgersdorf&lt;br /&gt;
* [[Gustav Holzmann (Geograph)|Gustav Holzmann]] (1926–1973), Wirtschafts- und Sozialgeograph, Historiker und Publizist&lt;br /&gt;
* [[Alois Hörbiger]] (1810–1876), Orgelbauer&lt;br /&gt;
* [[Hanns Hörbiger]] (1860–1931), Ingenieur und Begründer der Welteislehre&lt;br /&gt;
* [[Werner Faymann]] (* 1960), Politiker, österreichischer Bundeskanzler&lt;br /&gt;
* [[Michael Frühwirth]] (1891–1958), Politiker und Gewerkschaftsfunktionär, Mitglied des Gemeinderats von Atzgersdorf&lt;br /&gt;
* [[Hans Lampalzer]] (1927–1990), Lehrer und Dichter&lt;br /&gt;
* [[Kurt Peters (Chemiker)|Kurt Peters]] (1897–1978), Chemiker&lt;br /&gt;
* [[Anton Romako]] (1832–1889), Maler&lt;br /&gt;
* [[Leopold Schumm]] (1878–1955), Baumeister und Architekt&lt;br /&gt;
* [[Karl Skraup]] (1898–1958), Schauspieler&lt;br /&gt;
* [[Ludwig von Bertalanffy]] (1901–1972), theoretischer Biologe und Systemtheoretiker&lt;br /&gt;
* [[Leopold Vogl (Fußballspieler)|Leopold Vogl]] (1910–1991), Fußballspieler und Fußballtrainer&lt;br /&gt;
* [[Johann Werndl]] (1887–1938), Politiker und Hauptschullehrer, Bürgermeister von Atzgersdorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Austria Topographie Schweickhardt Niederösterreich |viertel=I |band=1 |seite=50 |text=Atzgersdorf}}&lt;br /&gt;
* David Sylvester Mayer von Rosenau: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/titleinfo/386807 Geschichte Atzgersdorf’s]&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1898.&lt;br /&gt;
* [[Ferdinand Opll]]: &amp;#039;&amp;#039;Liesing: Geschichte des 23. Wiener Gemeindebezirks und seiner alten Orte&amp;#039;&amp;#039;. Jugend und Volk, Wien 1982, ISBN 3-7141-6217-8.&lt;br /&gt;
* [[Ferdinand Opll]]: &amp;#039;&amp;#039;Liesing. Atzgersdorf, Erlaa, Inzersdorf, Kalksburg, Liesing, Mauer, Rodaun, Siebenhirten. Eine Geschichte des 23. Wiener Gemeindebezirkes und seiner acht alten Orte in Wort und Bild.&amp;#039;&amp;#039; Edition Winkler-Hermaden Schleinbach 2014. ISBN 978-3-9503739-3-6.&lt;br /&gt;
* Naama Magnus: &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre Werk Atzgersdorf: historischer Überblick.&amp;#039;&amp;#039; Kuner-Nahrungsmittel-Ges.m.b.H, Wien 1997.&amp;lt;!-- in der Nationalbibliothek 1553632-C NEU MAG --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.bezirksmuseum.at/default/index.php?id=206&amp;amp;L=0%3Fid%3D192%3Fid%3D49%3Fid%3D186%3Fid%3D355 Bezirksmuseum Liesing | Bezirksgeschichte]&lt;br /&gt;
* {{Wien Geschichte Wiki|Atzgersdorf|Atzgersdorf}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Bezirksteile von Liesing}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=48/08/46/N |EW=16/17/47/E |type=city |region=AT-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4798869-1|VIAF=243210269}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liesing (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meidling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katastralgemeinde in Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde in Niederösterreich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Funke</name></author>
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