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	<title>Attributables Risiko - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T18:27:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Attributables_Risiko&amp;diff=940115&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-29453-81: Die angegebene Quelle beschreibt: It is the causal Risk Difference divided by the Incidence proportion in the group. Also ist es nicht die Risikodifferenz</title>
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		<updated>2025-10-20T13:47:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die angegebene Quelle beschreibt: It is the causal Risk Difference divided by the Incidence proportion in the group. Also ist es nicht die Risikodifferenz&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Überarbeiten|siehe Disk}}&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;attributable Risiko&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;zuschreibbares Risiko&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:02&amp;quot;&amp;gt;{{cite book|url=https://www.oxfordreference.com/display/10.1093/acref/9780199976720.001.0001/acref-9780199976720|title=Dictionary of Epidemiology|year=2014 |publisher=Oxford University Press|isbn=978-0-19-939006-9|edition=6th|pages=14|doi=10.1093/acref/9780199976720.001.0001 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;absolute Risikoreduktion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist in [[Klinische Studie|klinischen]] und [[Epidemiologie|epidemiologischen]] Studien jenes Risiko, welches der [[Exposition (Medizin)|Exposition]] zu einem Risikofaktor &amp;#039;&amp;#039;zuzuschreiben&amp;#039;&amp;#039; ist. Im Gegensatz dazu &amp;#039;&amp;#039;vergleicht&amp;#039;&amp;#039; das [[Relatives Risiko|relative Risiko]] die Erkrankungsrisiken von exponierten und nicht exponierten Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das attributable Risiko gibt an, um welchen Prozentsatz man eine Krankheitshäufigkeit senken kann, würde man den Risikofaktor ausschalten. Zum Beispiel ist das Risiko, [[Lungenkrebs]] zu erleiden, bei Rauchern höher als bei Nichtrauchern – aber bei Nichtrauchern treten ebenfalls, nur eben seltener Lungenkrebsfälle auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
Das attributable Risiko ist definiert als Differenz:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;AR :=  P(\text{Erkrankung}\mid\text{exponiert})-P(\text{Erkrankung}\mid\text{nicht exponiert})&amp;lt;/math&amp;gt;,&lt;br /&gt;
wobei &amp;lt;math&amp;gt;P(A|B)&amp;lt;/math&amp;gt; die [[bedingte Wahrscheinlichkeit]] von [[Ereignis (Wahrscheinlichkeitstheorie)|Ereignis]] A, gegebenes Ereignis B beschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;attributable Risiko einer Population&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; entspricht dem attributablen Risiko multipliziert mit der Bevölkerungszahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schätzung ===&lt;br /&gt;
Sind die bedingten Wahrscheinlichkeiten nicht bekannt, sondern werden geschätzt, so erhält man folgendes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;center centered&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
! Anzahl der Personen mit Risikofaktor&lt;br /&gt;
! Anzahl der Personen ohne Risikofaktor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Anzahl der erkrankten Personen&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| &amp;lt;math&amp;gt;a&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| &amp;lt;math&amp;gt;b&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Anzahl der nichterkrankten Personen&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| &amp;lt;math&amp;gt;c&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| &amp;lt;math&amp;gt;d&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Risiko der Personen, die dem Risikofaktor exponiert waren (entspricht dem [[Beurteilung eines binären Klassifikators#Positiver und negativer Vorhersagewert|positiv prädiktiven Wert]] (PPW)):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;RE = PPW = \frac {a}{a + c}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Risiko der Personen, die dem Risikofaktor nicht exponiert waren (entspricht 1 minus dem [[Beurteilung eines binären Klassifikators#Positiver und negativer Vorhersagewert|negativ prädiktiven Wert]] (NPW)):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;RNE = 1 - NPW = 1 - \frac {d}{b + d} = \frac {b}{b + d}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das attributable Risiko entspricht dann der Differenz&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Medizinische Psychologie und Soziologie |Verlag=Georg Thieme Verlag |Datum=2010 |ISBN=978-3-13-136422-7 |Seiten=245 |Online={{Google Buch |BuchID=N_G0SJraH_UC |Seite=245}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;AR = RE - RNE = \frac {a}{a + c} - \frac {b}{b + d}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Das relative Risiko (RR&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Arterielle Hypertonie |Verlag=Springer-Verlag |Datum=2013 |ISBN=978-3-642-18507-6 |Seiten=52 |Online={{Google Buch |BuchID=EN8dBgAAQBAJ |Seite=52}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) wird hingegen als Quotient berechnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Der Begriff attributables Risiko sei jedoch in der Literatur ungenau definiert, denn es gebe auch noch den Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Risikodifferen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;z (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;RD&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Attributables Risiko und Risikodifferenz werden teilweise gleichgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Präventivmedizin, Epidemiologie und Sozialmedizin: für Human- und Zahnmediziner |Verlag=facultas.wuv Universitäts |Datum=2007 |ISBN=978-3-7089-0094-0 |Seiten=44 |Online={{Google Buch |BuchID=0v0fEUT7_yUC |Seite=44}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von der Risikodifferenz zu unterscheiden ist noch die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;attributable Fraktion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, sowie das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;bevölkerungsbezogene attributable Risiko&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, der prozentuale Unterschied zwischen einer exponierten und einer nicht-exponierten Population.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hermann Faller, Hermann Lang |Titel=Medizinische Psychologie und Soziologie |Verlag=Springer-Verlag |Datum=2011 |ISBN=978-3-642-12584-3 |Seiten=88 |Online={{Google Buch |BuchID=rOEfBAAAQBAJ |Seite=88}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenüberstellung zum relativen Risiko ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zum [[Relatives Risiko|relativen Risiko]] berücksichtigt das attributable Risiko die Seltenheit bzw. die Häufigkeit einer Erkrankung. Als Veranschaulichung ein hypothetisches Beispiel – zwei Verhaltensweisen, zwischen denen eine Person wählen könnte:&lt;br /&gt;
* Verhalten A verdoppelt das [[Lungenkrebs]]-Risiko, halbiert das [[Mundhöhlenkrebs]]-Risiko.&lt;br /&gt;
* Verhalten B halbiert das Lungenkrebs-Risiko, und macht Mundhöhlenkrebs doppelt so häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schlecht informierte Person würde das Verhalten zufällig auswählen oder sogar dem Verhalten&amp;amp;nbsp;A zustimmen, denn das relative Risiko ist bei beiden Erkrankungen das gleiche – nämlich die Verdoppelung beziehungsweise die Halbierung eines Erkrankungs-Risikos. Mundhöhlen-Krebs tritt aber viel seltener auf (rund 10.000 Erkrankungen/Jahr in Deutschland; Lungenkrebs: 50.000). Die Wahrscheinlichkeit, &amp;#039;&amp;#039;eine&amp;#039;&amp;#039; der beiden Erkrankungen zu erleiden ist bei Verhaltensweise B geringer (also Mundhöhlenkrebs: 20.000 Fälle, Lungenkrebs 25.000, total 45.000 Fälle pro Jahr).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Beispiel mit fiktiven Daten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angenommen man möchte den Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Herzinfarkten und Rauchen untersuchen.&lt;br /&gt;
Man beobachtet 10000 Patienten und stellt fest, ob sie rauchen oder nicht und ob sie schon einmal einen Herzinfarkt erlitten haben.&lt;br /&gt;
Es ergibt sich folgende Kreuztabelle:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;center centered&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
! Anzahl der Personen die rauchen&lt;br /&gt;
! Anzahl der Personen die nicht rauchen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Anzahl der Personen mit Herzinfarkt&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 130&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Anzahl der Personen ohne Herzinfarkt&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 1870&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 7930&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ergibt sich folgendes attributables Risiko:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;AR = \frac {130}{130+1870} - \frac{70}{70+7930} = 0{,}05625 &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Multiplikation mit dem Faktor 100 lässt sich aus dem Wahrscheinlichkeitswert nun ein Prozentwert bilden. Das Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden, ist für einen Nichtraucher also 5,625 Prozentpunkte kleiner als für einen Raucher (unter 0,9 % beim Nichtraucher versus 6,5 % bei einem Raucher).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.collegeboard.com/prod_downloads/yes/4297_MODULE_17_pp1-92.pdf |text=Lernprogramm über das attributable Risiko in der Epidemiologie. |format=PDF |wayback=20090423151849}} (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biostatistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-29453-81</name></author>
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